Tun was ich will! Wenn ich nur wüsste, was mein Wille ist …

Spruchbild Wille: Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geiste aber nur wenige. Dante Alighieri

Endlich einmal tun was ich will! Was ist Wille eigentlich und wie kann ich tun was ich will?

Tun was ich will – was ist mein Wille?

„Endlich einmal tun was ich will!“, sagt sich mancher. So oft scheint man getrieben von Umständen – man muss dies machen, jenes machen… Man ist ist in dem was man tut entfremdet. Entfremdung von der Arbeit bedeutet, dass die eigene Arbeit nichts mit einem selbst zu tun hat. Nicht mit den eigenen Zielen, nicht mit den eigenen Vorlieben, vielleicht noch nicht einmal mit den eigenen Moralvorstellungen. Man ist getrieben – und unglücklich.

Lebensqualität hängt davon ab, dass wir uns selbst verwirklichen können, dass wir unsere Tage nach eigenem Willen gestalten können. Dass wir unseren eigenen Zielen näherkommen. (siehe Artikel Was im Leben wirklich zählt)

Was man tun will, muss man zuallererst in sich selbst ergründen. Denn, weiß man das nicht, wird man notwendigerweise zum Werkzeug derjenigen, die sehr genau wissen was sie wollen.

Sich selbst zu erforschen, sich selbst zu ergründen, ist daher die wichtigste, und die beileibe nicht einfachste Herausforderung, der man sich zu stellen hat. Welchen Wert und welches Gewicht, zugleich welche Schwierigkeit in wahrer Selbsterkenntnis liegt, sieht man daran, dass die Forderung „Erkenne dich selbst!“ als höchstes Ziel über die Eingänge von Schulen im antiken Griechenland geschrieben wurde.

Den eigenen Willen entdecken – warum tu‘ ich nicht einfach was ich will?

Zitat: Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geiste aber nur wenige.
Dante Alighieri

Um dem Ziel der Selbsterkenntnis gerecht zu werden, und somit die eigenen Ziele, den eigenen Willen zu definieren, braucht es Mut. Denn körperlich hindert uns (heutzutage) im Grunde niemand, unsere eigenen Wege zu gehen. Die Zwänge sind subtiler, liegen in Grundüberzeugungen, die zu hinterfragen wir nicht gewohnt sind.

Aber natürlich kann nichts neu gedacht werden, was in seiner alten Form nicht auch hinterfragt wird.

Alte Denkschemata über Bord zu werfen, neu zu denken, neu zu tun – das ist auch eine Frage des Mutes. Man muss es sich zutrauen, man muss es riskieren… Wie sonst will man neues Land entdecken, wenn man nicht gewillt ist, das alte ein für allemal hinter sich zu lassen?

Sich die Zeit nehmen

Zitat: Der meistbeschäftigte Mensch hat am meisten Zeit für alles, was er ernsthaft will! Nur die Willensschwachen haben nie Zeit.

Es erscheint heute fast als Unverschämtheit, sich einfach Zeit zu nehmen, die es braucht, um ein eigenes Ziel zu verfolgen. Auch hierzu gehören Mut und Unverfrorenheit – und oft eine gewisse Schwerhörigkeit gegenüber dem Wissen „Aller“. Denn immer wissen „Alle“ ganz genau, was geht, und was nicht geht. Und übrigens wissen „Alle“ auch immer ganz genau, dass das Wissen „Aller“ stets das Aller-Vernünftigste ist

Man denke sich aber immer, dass das Besondere nie erreicht werden kann, wenn man dem Ratschluss der Masse folgt. Oft wird erst in späten Jahren verstanden, wie wenig von den glitzernden und blinkenden Zielen der Welt wert ist, angestrebt zu werden – und wie viel Fremdbestimmtheit in dem ist, was scheinbar „alle wollen“. Und erst dann auch versteht man, wie wichtig das Entdecken des eigenen, inneren Reichtums ist. Wenn man das bereits in jungen Jahren begreifen kann, ist es ein Glück.

Zitat: Was einer »an sich selbst hat«, kommt ihm nie mehr zu gute, als im Alter. Die meisten freilich, als welche stets stumpf waren, werden im höheren Alter mehr und mehr zu Automaten: sie denken, sagen und tun immer dasselbe, und kein äußerer Eindruck vermag mehr etwas daran zu ändern oder etwas neues aus ihnen hervorzurufen. Zu solchen Greisen zu reden, ist wie in den Sand zu schreiben: der Eindruck verlischt fast unmittelbar darauf. Ein Greisentum dieser Art ist denn freilich nur das Totengesicht des Lebens. (Schopenhauer)

Was ich will selbst definieren – Glück

Nicht von ungefähr fragen Philosophen und Dichter immer wieder, was Wille überhaupt ist.

Zitat:Täglich, bei aller Mühe und Arbeit, sehe ich, dass nicht mein Wille, sondern der Wille einer höheren Macht geschieht, deren Gedanken nicht meine Gedanken sind.
Johann Wolfgang von Goethe

Doch ungeachtet der Spur, die ins Unendliche führt, können wir das, was wir gemeinhin als „unseren eigenen Willen“ bezeichnen, nur entdecken, wenn wir den Mut zum Neudenken und zum Handeln haben. Den eigenen Willen zu entdecken, einen eigenen Begriff dafür zu entwickeln – darin liegen Glück und ein erfülltes Leben.

Zitat: Wahre Heiligkeit besteht darin, den Willen Gottes lächelnd zu tun.
Mutter Teresa

Tun was ich will! Wenn ich nur wüsste, was mein Wille ist … was last modified: Januar 18th, 2016 by Henrik Geyer