Apokalypse – Offenbarung. Der ewige Kreislauf der unschuldigen Sünde

Apokalypse - Offenbarung. Der ewige Kreislauf der Unschuld. Unschuld, Totale Zerstörung, Verwüstung, Demolierung, Apokalypse, Rot, Schönheit, Unbekümmertheit, Arglosigkeit, surreal, brennende Stadt, Zerstörung

Was ist die Apokalypse? Gibt es eine Notwendigkeit für sie? Worin besteht die Notwendigkeit, wodurch lässt sie sich abwenden?

Biblische Offenbarung – das Ende der Welt .. Gott übernimmt wieder

Apokalypse ist ein biblisches Wort – es ist das Buch der Offenbarung, das das Ende der Welt beschreibt, das jüngste Gericht. Aufgrund menschlicher Verfehlungen wird das Ende der Welt eingeleitet, es ist eine Abrechnung Gottes mit den Fehlern der Menschheit – eine fürchterliche Bestrafung und wohl nur manchmal eine Belohnung.

Die Welt kehrt in ihren himmlischen Urzustand zurück, ohne Menschen, aber auch ohne Sünde.

Endzeit-Visionen – die modernisierte Form der Apokalypse

Es gibt viele Endzeitphantasien, oft sind sie inspiriert von der biblischen Apokalypse. Diese Endzeit-Phantasien hängen entweder mit Krankheiten (Pandemien) oder Weltkriegen zusammen, man denke an „I am Legend“ (Buch von Richard Matheson), „The Book Eli“ (Film), „Mad Max“ (Film) und viele, viele mehr.

„Die Zeitmaschine“ von H.G.Wells ist eine sehr gut geschriebene, spannende und äußerst hellsichtige Variante. In „Die Zeitmaschine“ dringt ein Zeitreisender in die Epoche nach einer atomaren Kriegskatastrophe vor. Die Rest-Menschheit hat sich in die Eloi und die Morlocks geteilt.

Die Morlocks sind unterirdisch lebende, kannibalistische Ungeheuer. Sie ernähren sich von den überirdisch lebenden Eloi, die sie regelmäßig zusammentreiben und planvoll auf die Schlachtbank führen. Die Welt der Eloi ist himmlische Unwissenheit – sie vertreten das Prinzip der Schönheit, der Harmonie des Gartens Eden. In ihrer Unwissenheit sind sie wie Schafe, aber auch völlig ohne Sünde. Hingegen sind die Morlocks im Grunde der heute lebenden Menschheit sehr ähnlich. Denn sie sind wissend, berechnend, ausnutzend, produktiv, und sind dem Leser des Buches, obwohl sie so schrecklich und fremd wirken, irgendwie auch ein alptraumhaftes Spiegelbild.

H.G. Wells fragt nun: ist es das Los des Menschen, strebend, brutal, listig, vorwärts drängend zu sein, und damit schicksalhaft auch das Böse als unabdingbare Notwendigkeit in die Welt zu bringen?

Jack London – Der scharlachrote Tod

Die 1915 erschienenen Novelle „Der scharlachrote Tod“ von Jack London ist eine weitere, erstaunliche Variante einer Endzeit-Phantasie. Erstaunlich, weil Jack London eigentlich nicht für spirituelle Texte bekannt ist, dennoch ist gerade dieses Werk durchdrungen von spiritueller Weisheit und es ist wunderbar hellsichtig.

„Der scharlachrote Tod“ handelt von Überlebenden einer weltweiten Vernichtung der Menschheit durch eine gleichnamige Krankheit.

Der letzte Zeitzeuge der eigentlichen Katastrophe erzählt 60 Jahre danach, Kindern von den Tagen der Pandemie. Und er kommt auch darauf zu sprechen, wie es nun aus seiner Sicht weitergehen wird. Er hat Bücher in ein Versteck gebracht, um dem geistigen Neustart der Menschheit, den er voraussieht, zu befördern. Gegenwärtig sind die wenigen Überlebenden in einen Zustand des Analphabetentums, der Wildheit, des Aberglaubens, zurückgefallen – und er hält es für nötig, das geistige Erbe zu bewahren.

Doch dann, den Kindern berichtend, und ihre Reaktionen hörend, zweifelt er …

 

Erneuerung durch Feuer und durch Blut

Zitat (Übersetzung)

„Das Schießpulver wird wiederkommen. Nichts kann es aufhalten – es ist immer und immer wieder dieselbe Geschichte. Der Mensch steigt auf, und der Mensch kämpft.  Schießpulver wird den Menschen ermöglichen, Millionen anderer Menschen zu töten, und nur auf diese Weise, durch Feuer und durch Blut, wird sich eine neue Zivilisation in einer weit entfernten Zukunft entwickeln.

Und zu welchem Preis? Genau wie die alte Zivilisation verging, so wird es der neuen geschehen. Es kann fünfzigtausend Jahre dauern, dass sie sich entwickelt, aber auch sie wird vergehen. Alles vergeht. Es bleiben nur die kosmischen Kräfte und die Materie, die, immer fließend, immer agierend, die zeitlosen Typen hervorbringt – den Priester, den Soldaten und den König. Aus dem Mund von Kindern kommt die Weisheit aller Zeitalter. Manche werden kämpfen, andere werden herrschen, andere werden beten; und der Rest wird schuften und leiden, während ihre geschundenen Körper benutzt werden; wieder, und dann wieder, ohne Ende, die erstaunliche Schönheit und die überragenden Wunder der Zivilisation hervorbringend.

Es wäre ebenso gut, ich würde die Bücher, die ich in der Höhle sammelte, zerstören. Ob sie nun bleiben oder verschwinden, all ihre alten Wahrheiten werden entdeckt werden; all ihre alten Lügen werden neu gelebt und weitergegeben. Was wäre der Nutzen (sie zu bewahren)….“

die spirealistische Sicht

Aus spirealistischer Sicht hängt, was vorgedacht wird, mit einer sich entwickelnden Realität zusammen. Der Mensch ahnt hier völlig zu Recht. Denn er hat sich von seinen Quellen getrennt, und wähnt sich nun eigenständig. Die Welt SO sehend, entfremdet er sich von ihr, zerstört seine Quellen, lebt nicht in Einklang, sondern in ewigem Kampf. Dem Kampf, von dem Jack London spricht, und der sich immer wiederholen wird, solange sich der Mensch als getrennt von den Dingen sieht.

Bild „Apokalypse“

Es ist diese Unschuld, die ich in obigem Bild, das ich „Apokalypse“ nannte, darstellen wollte. Der Mensch sündigt und ist dabei völlig unschuldig. Wie ist das möglich? Kampf und Atombomben für selbstverständlich haltend, und sie sogar dem menschlichen Genie zurechnend, erschafft sich der Mensch seine fürchterliche Realität. Seine schrecklichsten Alpträume werden wahr. Und der Mensch beteuert, er wüsste nicht, woher all das kommt (!)… er ist in seiner Ahnungslosigkeit vollkommen ehrlich.

 

Die Sichtweise des Kampfes zu durchbrechen ist die Chance des Menschen – doch dieses Durchbrechen müsste mit einer ganz anderen Weltsicht einhergehen, als sie der Mensch derzeit hat.

Es wäre nicht die Welt der Unwissenheit der Eloi aus „Die Zeitmaschine“ – denn es gibt kein Zurück aus dem Wissen um Waffen. Es müsste eine Welt des Einklanges, und dennoch des Wissens, sein. Es müsste eine Welt sein, in der niemand die Notwendigkeit der Bombe sieht. Die technische Möglichkeit der Bomben-Konstruktion wohl habend, müsste jeder, oder anders formuliert, müsste „der Mensch“, eine solche Realisierung für völlig absurd halten. Das währe gleichbedeutend mit: Es technisch nicht ermöglichen. Es nicht planen, nicht entwickeln, nicht verbreiten, einfach weil man keinen Nutzen darin sieht.

Ist so etwas vorstellbar?

 

 

Apokalypse – Offenbarung. Der ewige Kreislauf der unschuldigen Sünde was last modified: Juni 5th, 2016 by Henrik Geyer

Ist der Mensch die Krankheit der Welt? Zerstörung der Erde – Heilung der Erde.

Zerstörung der Erde: Ist der Mensch die Krankheit der Erde?

Ist der Mensch die Krankheit der Erde?

Zunächst einmal erscheint die Frage ungewöhnlich, oder gar ungehörig. Soll sich denn etwa der Mensch mit einer Krankheit vergleichen?? Und die Welt soll auf der anderen Seite der Patient sein? Zerstörung der Erde durch den Menschen, der sich doch eigentlich in der Rolle des Erschaffers sieht?

Unsere Sichtweise bezieht normalerweise nur uns selbst ein. Wir sorgen uns um uns, nicht um die Welt. Ebenso wenig machen wie wir uns Sorgen um die Bazillen in uns – etwa in der Art: „Sind wir krank genug, damit sie leben können?“

Ist also die eingangs gestellte Frage dumm, ungehörig und defätistisch?

Zerstörung der Erde durch ungezügeltes Wachstum

Die Frage „Ist der Mensch die Krankheit der Erde?“, lässt uns aber eine Perspektive einnehmen, die für uns überaus wichtig ist, selbst wenn wir wieder nur ganz egozentrisch vorgehen. Selbst wenn wir nur an uns denken, nicht an die vielen Tierarten etwa, die uns weichen mussten und müssen.

Denn, so muss man feststellen, die Welt ist immer ein Gleichgewicht, egal aus welcher Perspektive man schaut. Ein Gleichgewicht, das uns hervorbrachte – ganz genauso wie ein Mensch ebenfalls ein Gleichgewicht ist. Ein Mensch stirbt, wenn das Gleichgewicht in ihm gestört ist, beispielsweise durch das ungezügelte Wachstum einer Krankheit. Die Krankheit wächst und wächst, ihre Zellen breiten sich aus, und entziehen dem Ganzen, dem sie selbst eigentlich auch die Existenz verdanken, die Lebensgrundlage. Und schließlich stirbt der Mensch, wenn er dem Wachstum nicht Einhalt gebieten kann. Mit ihm stirbt die Krankheit. Das Wachstum endet so oder so auf natürlichem Weg.

Das Gleichgewicht namens „Welt“ wiederum, dessen Teil und Produkt wir sind, kann ebenso wenig ungezügeltes Wachstum vertragen. Auch hier steht am Ende des ungezügelten Wachstums eine Zäsur.

Ebenso, wie die Krankheit schließlich stirbt, wenn der Wirt stirbt, wird der Mensch sterben, wenn die Natur der Welt aus dem Gleichgewicht kommt, das wir kennen. Wenn das Gleichgewicht beginnt eine andere Form anzunehmen – eine Form dann, die uns nicht mehr hervorbringt.

Das ist das hermetische Prinzip, nach dem sich alles in allem immer wiederfindet. So wäre es im egoistischsten Interesse des Menschen, das Gleichgewicht, das ihn hervorbringt, zu bewahren.

Allmachtsphantasien verhindern Taten zur Heilung der Erde

Das ist, bis hierhin, eigentlich eine recht einfache und klare Überlegung. Was verhindert nun, dass wir Schritte zur Heilung der Erde unternehmen? Schritte in Richtung „weniger Wachstum in der Masse“? Und sei es nur der Schritt, dass das Problem in die breite Diskussion kommt?

  • Es ist erstens die Überzeugung, dass die Menschheit Wachstum braucht. Nur so können wir leben, glauben wir insbesondere in den entwickelten Industrienationen. Wachstum hat in der Vergangenheit (die wir kennen) wunderbar funktioniert.
  • zweitens die Überzeugung, dass eine Begrenzung des menschlichen Lebens einem Sakrileg gleichkommt. Das heißt im Klartext: je mehr Menschen, desto besser.
  • drittens die Vorstellung, dass der findige Mensch im Fall der Not ein Ass aus dem Ärmel ziehen wird. In den Weltraum auswandern, beispielsweise, oder eine riesige CO2-fressende Maschine installieren, oder schnell eine riesige Menge Bäume pflanzen. Aber all das bitte erst, wenn es hart auf hart kommt.

Ist das menschliche Urteilsvermögen tatsächlich so unbestechlich, wie der Mensch selbst meint?  Wer sich die Zufriedenheit ansieht, mit der Waffen auf Waffen gehäuft werden, bis sich der Mensch schließlich viele Male selbst in die Luft sprengen kann; wer sich die überall zunehmenden Umweltkatastrophen anschaut – der wird an dieser Urteilsfähigkeit zweifeln.

„Der Mensch“, oder besser: „der vernunftbegabte Mensch“, dessen Existenz in diesem Artikel immer vorausgesetzt wird, und von dem immer die Rede ist – es gibt ihn eigentlich nicht. „Der Mensch“, das wäre ein global agierender und wirkender, aber  auch global denkender, Übermensch. Doch „der Mensch“ in seinem globalen Auftreten hat einen unterentwickelten Verstand; einen uneinheitlichen Verstand. Einen Verstand, der sich aus den Gehirnzellen all seiner Individuen zusammensetzt, die jeweils immer an sich denken und nicht an „den Menschen“. Im Ergebnis ist „dem Menschen“ wenig an der Erhaltung seiner selbst gelegen. Ganz ähnlich, wie dies bei einer Krankheit ist, deren Zellen wachsen, ohne an das zwangsläufige Ende des Wachstums zu denken – dann nämlich, wenn der Wirt endet.

Der Mensch ist Teil eines Prozesses – nicht dessen äußerlicher Beobachter, nicht dessen Verursacher und nicht dessen Bedingung

Wir Menschen haben noch nicht verstanden, dass wir Teil eines Prozesses sind, von dem wir selbst abhängen. Die Welt ist nicht von uns geschaffen. Wir können die Welt nicht ein zweites Mal erschaffen, wenn die Zerstörung der Erde vollendet ist. Wenn erste Welt „verbraucht“ ist. Die materialistische Sichtweise, nach der wir die genialen Beobachter eines äußerlich stattfindenden Prozesses sind, von dem wir eigentlich nicht abhängen, ermöglicht uns eine unbegreifliche Überheblichkeit. So als wären wir autark von der Welt. Und so, als hätten den Reichtum der Welt erst wir hervorgebracht.

Aber der eigentliche Reichtum – das ist die Welt selbst, nicht unsere Industrieprodukte.

Nur fundamentales Umdenken wird ermöglichen, dass nicht der uns hervorbringende Prozess uns begrenzt, sondern dass wir uns nach unseren eigenen Maßstäben begrenzen dürfen. Um die Zerstörung der Erde zu beenden, um die Erde zu heilen, benötigen wir alle zur Verfügung stehende Vernunft.  „Der Mensch“, von dem wir immer so selbstverständlich sprechen – das wollen wir erst werden.

 

 

 

Ist der Mensch die Krankheit der Welt? Zerstörung der Erde – Heilung der Erde. was last modified: Dezember 2nd, 2015 by Henrik Geyer