Albert Camus, das Absurde und Gott. Ist Gott absurd?

In Albert Camus‘ Werk kommt dem Absurden eine besondere Bedeutung zu. Die Welt IST absurd! Als Existenzialist verneint Camus zugleich die Existenz Gottes. In diesem Artikel geht es um die Frage, was das Absurde und Gott miteinander zu tun haben, und inwiefern sich beides nicht ausschließt, sondern genau dasselbe ist.

zu Albert Camus

Camus verneint, dass es einen begreifbaren Sinn des Lebens geben kann, denn die Welt, so wie er sie versteht, ist zufällig, irrational, entzieht sich der logischen Durchdringung – kurz, sie ist absurd. Das ist, im Kern, seine Philosophie des Absurden. Gleichzeitig war Albert Camus Existenzialist, d.h., das Begreifen des Menschen seiner selbst und an sich selbst ist die einzige und wahre Form des Verständnisses des Seins – insofern schließt Existenzialismus den Glauben an einen Gott aus, der den Menschen erschafft und lenkt. Dem Existenzialisten geht es um die Selbstbestimmung des Menschen, die zu erfahren und zu gestalten dessen Aufgabe ist. Worauf es dem Materialisten ankommt, was ihm im Zentrum aller Fragen steht, ist das konkrete Sein des Menschen als Individuum.

Für Camus sind Gott und das Chaos, bzw. das Absurde, zweierlei. Für mich ist es ganz ähnlich, eigentlich gleich. Das Chaos, das Absurde, sind für mich synonym mit: unbegreiflich. Und im Umkehrschluss: Gott als nachvollziehbar sehen zu wollen, unserer menschlichen Logik folgend, finde ich … unbegreiflich. Was wäre dann wohl göttlich an Gott?

die spirealistische Sicht

Im Spirealismus geht und ging es mir immer um das Wahrnehmen der Existenz Gottes. Gemeint ist Gott nicht als der gute und liebe Onkel, der, personifiziert verstanden, uns den Hammer reicht, wenn wir gerade auf der Leiter stehen, mit Nägeln im Mund, und um Unterstützung bitten. Oder der, in der Art eines Buchhalters, die Welt plant, durchrechnet und steuert. Sondern Gott als das Höhere. Höher bedeutet – uns übergeordnet, so dass diese Existenz uns unbegreiflich ist. Sie ist aus Menschensicht nicht logisch durchdringbar, vielmehr ist es ihre Logik, eine uns fremde Logik, die den Menschen erschafft.  Der Spirealismus sieht die Existenz als die Existenz von Gedanken im ewigen Jetzt – insofern sind die Gedanken des Menschen denen Gottes untergeordnet, und können nicht dessen Gedanken durchdringen.

Im Materialismus und durchaus auch in den vielfältigsten idealistischen Weltanschauungen werden die Gedanken stets als etwas von der Wirklichkeit Verschiedenes gesehen, so dass es scheint, als wäre es doch möglich, dieses äußerliche Wirken Gottes durch kluges Denken irgendwie zu erfassen.

Der Spirealismus hingegen sieht die dem Menschen eigenen Gedanken als nicht verschieden von den Gedanken Gottes – wenn sie den Gedanken Gottes untergeordnet sind dann deshalb, weil sie stets nur ein kleiner Teil von etwas sehr Großem sind. Die Gedanken sind die Elemente, die dem formlosen Alles (Gott) Form geben. Wenn man sich also nur als einen kleinen Teil der Schöpfung ansieht, ein Teil, aus dem es sozusagen Schöpfung sprudelt, und nicht etwa als Beobachter der Schöpfung, dann wird völlig klar, dass sich Gott, und damit die Urgründe des Seins, nicht erforschen lassen, und zwar aus systemischen Gründen (die sich nicht durchbrechen lassen). Etwa aus demselben Grund, wie ein Puzzle-Teil nicht das gesamte Bild des Puzzles sehen kann.

Parallele zu Albert Camus

Und hier nun ergeben sich die Parallelen zum Denken Albert Camus‘, im Grunde variiert lediglich die Formulierung … Wenn Albert Camus das Absurde beschreibt, und dafür Beispiele nennt, so ist das durchaus nachvollziehbar; es ist die Erfahrung, die im Christentum etwa so beschrieben wird: „Gottes Wege sind unergründlich.“, was im Umkehrschluss bedeutet, dass der Mensch sich bemühen kann wie er will, das gesamte Bild kann er nicht sehen. Der Mensch denkt, Gott lenkt – dem Menschen erscheinen die Wirkbeziehungen dessen, in das er geworfen ist, chaotisch, zufällig und irrational, und nicht, wie er es am liebsten hätte, durch ihn, den Menschen, im Ganzen zu ordnen. Ordnen kann der Mensch scheinbar nur seine kleinen, privaten Dinge, dennoch bleibt er einer Macht untergeordnet, die er nicht versteht, und oft genug, weil sie durch ihn hindurch wirkt, nicht einmal sieht („Der Mensch kann tun was er will, er kann aber nicht wollen was er will„).

Der Mensch glaubt ein außerhalb seines Selbst liegendes Bild wahrzunehmen, er glaubt es drehen und betrachten zu können, aber stattdessen ist er selbst eines jener Elemente, die das Bild hervorbringen (er ist das Puzzleteil im Puzzle), so dass er schon aus diesem Grund das Gesamtbild niemals sehen kann. Im Moment des Betrachtens entsteht etwas … es ist nicht schon da und nicht fertig, um sich in aller Ruhe betrachten zu lassen. Sondern, im Moment des Gedankens entsteht ein Bild, und wird im Moment eines weiteren betrachtenden Gedankens zu einem anderen Bild. Der Gedanke des Jetzt relativiert den vorhergehenden Gedanken, macht ihn ein Stück weit falsch.

Was immer der Mensch denkt das Gott sei, das ist er gerade nicht.

Meister Eckhart

Man könnte das Absurde, von dem Camus spricht, in sehr vielen Lebenserfahrungen finden, so dass sich der scheinbare Sonderweg Camus‘ als eine weitere Variante von etwas Wohlbekanntem entpuppt. Beispielsweise Kafkas Absurditäten, aufgeschrieben in „Das Schloss“ oder „Der Prozess“. Hierfür hat sich das Wort kafkaesk verbreitet, aber es handelt sich nicht im Grunde um nichts anderes als die Erfahrung der Camusschen Absurdität: Um die Beschreibung des Menschen als geworfen in eine Welt, die sich ihm nicht logisch erschließen kann. Und nicht umsonst nennt Max Brodt, der Verleger und Freund Kafkas, das Schloss im gleichnamigen Roman ein Sinnbild für das Wirken Gottes, denn das Schloss ist jene merkwürdige und rätselhafte Institution, der sich der Held des Stücks erfolglos zu nähern versucht – er schafft es nie. Noch nicht einmal die Barrieren, die ihn hindern in das Schloss zu gelangen, werden ihm ersichtlich.

Nein, das Absurde ist wahrhaftig keine seltene Erfahrung. Im Gegenteil, im Grunde dreht sich alles Wirken in Kunst und Kultur stets um diesen nie erfahrbaren Teil der Realität, der uns als „absurd“ „überaus bekannt ist – es ist das nie Greifbare, nie Be-Greifbare, man könnte auch sagen das Zufällige, das der Motor für alles ist; es ist das dem Menschen Interessanteste. Interessant ist ihm nicht das Berechenbare, nicht das scheinbar so „völlig Verstandene“. Eben deshalb erscheint so vielen unsere heutige Welt der Wissenschaften, der Pläne und der Rätsellosigkeit so uninteressant: Sie haben nur nie gelernt das Rätsel zu sehen.

Gott … absurd?

Nun wird man vielleicht sagen: Gott mag vieles sein, aber „absurd“ ist er nicht.

Nun, hier sollte man sich nicht an dem Wort absurd stoßen, denn das Absurde ist für Camus eine ganz alltägliche, normale Erfahrung. Das Absurde ist nichts anderes als das Irrationale, das nicht Erfassbare.

Die Erfahrung des Absurden ist nicht widersinnig, sondern im Grunde sehr normal, mit sehr viel Sinn verbunden, wenn man nur ein Auge dafür hat. Folgerichtig plädiert Camus dafür, diese Absurdität zu leben … wie? Indem man sie zuallererst einmal wahrnimmt.

Denn absurderweise (das ist das eigentlich Merkwürdige!) versteht sich der Mensch, ausgestattet mit der materialistischen Weltsicht, als der Lenker seiner selbst, als Bezwinger von Raum und Zeit, als singuläres kosmisches Ereignis, als Zentrum der Bewusstheit, als im Zentrum jeder Logik und jedes Wissens stehend.

Kann man aber wahrnehmen, dass das ganze Gegenteil der Fall ist, wird man nie wieder in die Höhle der Unwissenheit zurückfinden. Die sogenannte Absurdität, von der Camus spricht, wird zu einer Normalität – einer ständigen Gotteserfahrung im Alltag. Und die Erfahrung Gottes kann man mit vielerlei Worten benennen. Man kann sie absurd nennen, oder verwirrend, oder als die Erfahrung einer gigantischen Kraft jenseits unserer Vorstellungen. Man wird aber nie sagen können, man habe sie völlig verstanden und damit unterworfen. Sondern das Ziel kann nur sein, das Göttliche in der Form zu sehen, zu verstehen und zu akzeptieren, dass es allgegenwärtig und irrational ist – sich unserem Denken entzieht.

Die Erfahrung Gottes ist im Prinzip die Erfahrung eines Wunders, und das in einer Welt, deren normale Sichtweise es ist, dass es keine Wunder gibt und geben kann. Aus dieser, uns allgegenwärtigen, Sichtweise, erscheint es so, als sei das Leben vollständig verstanden, die Welt und der Mensch darin wie ein völlig erforschlicher Gegenstand, so dass die Welt aus heutiger Sicht geradezu schon langweilig wirkt und man sich fragt, wann schon einen Countdown zu hören vermeint, an dessen Ende die Lösung der letzten Rätsel steht. Doch langweilig, erschlossen, enträtselt, ist die Welt nicht; was uns fehlt dies zu erkennen ist lediglich der richtige Blick.

Albert Camus, ebenso wie Kafka, ebenso wie so viele Denker, Philosophen und Künstler, können uns zu diesem besonderen Blick, der uns das Höhere erkennen lässt, und als die uns übergeordnete Kraft wahrhaft verstehen lässt, verhelfen.

„Wenn du schon nicht erkennen kannst, dass es ein Wunder ist zu leben … wie kannst du dann nach etwas Tieferem fragen?“

Albert Camus, das Absurde und Gott. Ist Gott absurd? was last modified: Juni 23rd, 2017 by Henrik Geyer

Stefan Blankertz: Gott wurde Mensch

Was ist Spiritualität? Fotos der Co-Autoren - Stefan Blankertz [SPID 4243]

Lieber Stefan, wir kennen uns nun schon ein paar Jahre. Du bist ein fleißiger Schriftsteller mit nun schon über 30 Publikationen.

Du nennst dich Wortmetz, weil du die Worte wie ein Steinmetz formst und gestaltest. In deinen Büchern liest man daher viel Assoziatives. Dein Werkzeugkasten beinhaltet ein gerüttelt Maß an philosophischer Kenntnis. Du bist ein Autor, der dem Sinn der Worte mit großer Akribie auf den Grund geht.

Ich kam darauf, dich zu interviewen, weil deine Haltung zu Spiritualität und Religion eher kritischer Natur ist. Ich finde es spannend zum Thema Spiritualität auch einmal kontrovers zu sprechen, vielleicht ein wenig philosophisch. Ich bitte dich, zunächst deine Einschätzung des Begriffes Spiritualität zu formulieren.

Spireo: Was verstehst du unter Spiritualität und was wird ggf. falsch darunter verstanden?

„Spiritualität“ ist so ein modischer Gummibegriff, den ich zugegebenermaßen selbst auch manchmal verwende, vor allem dann, wenn nicht so ganz klar ist, worum genau es überhaupt geht. Geht es um Religion? Um welche? Geht es darum, dass jemand nicht herzlos ist? Oder so weltabgewandt zu sein, dass man nicht mehr mitkriegt, was um einen herum los ist? Dass jemand Stimmen hört und daran glaubt, dass man bei rechter innerer Haltung auch ohne Nahrung, nur von Sonne, Luft und Liebe leben kann? Die Bandbreite ist unendlich dehnbar, und meist versteht man aus dem Kontext, wie jemand den Begriff verwendet, positiv oder negativ oder neutral, aber es gibt kein „Richtig“ und kein „Falsch“ beim Verständnis, sondern nur eine pragmatische Bedeutung, die sich im jeweiligen Zusammenhang ergibt.

Spireo: Was von dem, was du konkret manchmal tust, würdest du eine spirituelle Handlung nennen?

Beten. Mitgefühl haben – und zeigen, wobei mir als Introvertiertem das oft schwerfällt. Mein beharrliches Engagement für Toleranz und gegen Gewalt speist sich stark von einem Gefühl der Verantwortung, das sich nicht rein rational erklären lässt …

Spireo: … manchmal ist es nur eine Frage des Glaubens, ob man sich aufraffen kann, etwas zu tun. Ich nehme an, auch du brauchst Glauben, nicht nur für das Engagement, sondern einfach um zu leben. Für mich ist das ein spiritueller Aspekt … diese Selbsterforschung. Was bringt uns dazu, etwas zu tun oder zu lassen? Man kann das meist nicht erklären … Wie siehst du das?

Ja, exakt. Der Satz vom heiligen Augustinus, „ex fide enim vivimus“, also: „Wir leben nämlich durch den Glauben“. Wenn wir den nächsten Schritt tun, sagt mein Inspirator Paul Goodman, glauben wir, dass wir auf festen Grund treffen. Wir müssen nicht erst das Gesetz der Gravitation beweisen.

Spireo: Würdest du dich als spirituellen Menschen beschreiben? Oder bist du materialistisch?

Ich glaube an Gott im Sinne von Jesus. Besonders wichtig ist mir das Geheimnis des Glaubens, dass Gott Mensch geworden ist und hierdurch verwandelt wurde. Das ist Glaube, kein Wissen. Ansonsten stehe ich dem Christentum im Allgemeinen und dem Katholizismus, dem ich angehöre, sehr kritisch gegenüber. Vor anderen Religionen habe ich großen Respekt, besonders dem Judentum, dem Islam, dem Buddhismus und dem Taoismus, obwohl Religionen oft einen problematischen gesellschaftlichen Einfluss haben (um es ganz vorsichtig zu sagen). Allerdings sollte die Religiosität meiner Meinung nach nicht davon abhalten, die Welt zu sehen wie sie tatsächlich ist, sie zu untersuchen, und man sollte seine Entscheidungen auf Grundlage von Fakten und nicht von Wunschdenken fällen. Wenn Wünsche wahr werden (was ja bisweilen vorkommen soll), sind sie eben auch zu Fakten geworden.

Spireo: Vielleicht ist die Dreifaltigkeit für Menschen wie dich erschaffen worden – für Menschen, die mit einem Gott im Himmel nichts anfangen können? Die Dreifaltigkeit beinhaltet Gott als allumfassendes Abstraktum, Jesus als den Sohn, sowie den heiligen Geist. Was ist Jesus im Unterschied zu Gott für dich? Ein einfacher Mann? Ein kluger Mann? Ein barmherziger Mann?

Jesus ist zum Menschen gewordener Gott; früher sagte man dazu „Inkarnation“ oder zu deutsch „Fleischwerdung“. Dieser Gott war ja eine ziemlich fiese Gestalt …

Link zur Webseite von Stefan

 

Dieses Gespräch ist Teil des Buches:


Was ist Spiritualität?

Was bedeutet Menschen Spiritualität? Wozu ist sie gut? Wie leben Menschen Spiritualität? Ist Kreativität spirituell? Kann Spiritualität heilen? Was bedeutet Tod?.
Henrik Geyer führte Gespräche mit spirituellen Menschen – mit Stefan Blankertz, Dr. Ruediger Dahlke, Catharina Fleckenstein, Ralf Hillmann, Cristina Holsten, Petra Milkereit, Werner Szendi, Pascal Voggenhuber

Stefan Blankertz: Gott wurde Mensch was last modified: Oktober 20th, 2016 by Henrik Geyer

Was ist Gott? Die Notwendigkeit der Götter

Spruchbild: Was ist Gott? Gott ist ein anderes Wort für die Schöpfungskraft, aus der alles hervorgeht.

Was ist Gott eigentlich? Wie ist Gott eigentlich? Warum ist Gott eigentlich? Mit welcher Notwendigkeit kommt er in die Welt? Schließlich haben alle Völker zu allen Zeiten Götter – oder irgendeine Vorstellung von etwas Höherem, aus dem sie hervorgehen / das sie erschafft.

Was ist Gott?

Wenn wir Gott als die christliche Variante dessen ansehen, was bei anderen Völkern schlicht eine andere Form hat, aber nicht völlig unterschiedlich ist, so können wir sagen, Gott ist zugleich das Nirvana, Allah, Jahweh, die Natur, Donar, Hermes, der Schöpfer … er ist das, aus dem wir hervorgehen, das, wovon wir abhängen.

Er ist die Kraft, die alles bewegt, jenseits der weisen Erklärungen der materialistischen Wissenschaft. Die materialistische Wissenschaft hat in unserer Welt Macht, aber sie ist uns nicht wirklich Erklärung. Schließlich ist auch der materialistisch-wissenschaftliche Urknall als Schöpfungsakt keine wirkliche Erklärung (was war davor, was löst den Urknall aus, etc..)

Siehe auch Artikel zum Thema : Gibt es Gott? Begründungen und Gründe dagegen.

Gott ist das Übergeordnete

Daher formuliere ich es so: Gott ist das uns Übergeordnete. Wir wissen um seine Notwendigkeit, denn wir sehen den uns letztlich unbegreiflichen ständigen Schöpfungsakt – und spüren ihn in uns.

Gott ist das, was wir nicht begreifen können, weil wir Gottes Teil sind, und nicht Gottes Beobachter. Er ist die Kraftquelle, der alles entspringt. Das wissen wir wohl intuitiv – aber können es nicht begreifen, wenn wir glauben, wir hätten das Ende aller Gründe im Atom bereits gefunden. Auch unsere materialistischen Weisheiten, unsere klugen Schlüsse, unser Urknall, sind Teil der Schöpfung, nicht eine Beobachtung an der Schöpfung.

Gott liegt in der für uns unbegreiflichen Unendlichkeit – für die wir wohl ein Wort haben, und auch Zeichen, und sogar mathematische Regeln, die wir aber nirgendwo beobachten können, und die für uns unbegreiflich ist. Die Notwendigkeit des Begriffes „unendlich“ ist uns ganz natürlich – denn „unendlich“ bezeichnet all das, „womit wir nicht fertig werden können“ (Plato). Und es gibt Vieles, mit dem wir nicht fertig werden können. Den Schöpfer zu begreifen, beispielsweise. Das Unendliche ist uns unendlich ungreifbar.

Gott ist das Nirvana – er ist unendlich und zugleich das Nichts. siehe Artikel unendlich

Spruchbild: Nicht "unser" Denken im Gehirn erzeugt Realität - das Denken geht nicht von unserem Gehirn aus, sondern umschließt und erschafft uns. Ebenso wenig erzeugt eine Quelle Wasser. In einer Quelle tritt Wasser nur zu Tage.
Spruchbild: Nicht „unser“ Denken im Gehirn erzeugt Realität – das Denken geht nicht von unserem Gehirn aus, sondern umschließt und erschafft uns. Ebenso wenig erzeugt eine Quelle Wasser. In einer Quelle tritt Wasser nur zu Tage.

 

Gott ist die Natur – Gott ist die Menschheit

Gott ist die Natur – denn die Natur ist eine unendliche Quelle, wie wir wohl wissen. Alles was wir über die Natur wissen, lesen wir aus ihr ab. Wir haben in unserer „Allwissenheit“ kein Modell gebastelt, dass uns sagen kann, wie die Natur ist. Sondern, umgekehrt, wir versuchen nur, die Natur in Modellen nachzubilden. Sie uns verständlich zu machen. Die Natur ist das Primäre, nicht unser Modellieren. Wir gehen aus der Natur hervor, wir sind ihr Teil.

Der einzelne Mensch geht aus der Menschheit hervor, in einem kontinuierlichem Schöpfungsprozess, der sich in immer feinere Teilströme aufspaltet. Auch die Menschheit ist dem Einzelnen das Übergeordnete, das ihn bedingt.

Siehe auch Artikel zum Thema : Bild Gottes: Was ist mein Bild?

Was alles ist Gott?

Unsere Existenz ist die Teilhabe an einem umfassend Übergeordneten. Wir beobachten Gott nicht, sondern sind selbst Teil seiner Existenz. Gott zeigt sich uns einerseits als die Natur, andererseits als die Kraft der Vielheit der Menschheit.

Siehe auch Artikel zum Thema: Supermensch – Übermensch – Superman = der Mensch

Daher ist Gott dem Individuum eine logische Notwendigkeit – kein überflüssiger Balsam, kein Sand in den Augen der Menschen etc..

Gott ist Jesus, als Sinnbild des Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten. Gott ist auch der heilige Geist, als die magische Kraftquelle allen Seins. Gott ist auch Gottvater als die Verkörperung der Natur.

Was ist Gott noch? Er ist auch die Unendlichkeit und zugleich das Nichts der hinduistischen Sichtweise – das Nirvana.

Was ist Gott noch? Für den Materialisten ist Gott das kleinste Teilchen. Das Atom beantwortet ihm die gleiche Frage: Woher kommt das alles? Und wie der Christengott oder das Nirvana entzieht sich auch das Atom dem Erkennen, in der Unendlichkeit seiner Spaltungen.

Gott ist der Geist, den wir in allem finden – auch in uns.

Siehe auch Artikel zum Thema : Wo ist Gott

Was ist Gott? Die Notwendigkeit der Götter was last modified: Februar 19th, 2016 by Henrik Geyer

Glaube Liebe Hoffnung – ohne Glauben geht nichts

Glaube Liebe Hoffnung - der Schöpfer glaubt an dich Ohne Glauben geht nichts

Glaube, Liebe und Hoffnung halten uns auf dem Lebens-Weg. Wie sehr brauchen wir sie? Ist es besser, „Realist“ zu sein?

ohne Glauben geht nichts

Es ist wichtig zu verstehen, welche Rolle der Glaube in unseren Leben spielt. Wir alle glauben – selbst wenn wir nach Außen hin sagen: „Ich glaube an nichts.“ Doch in Wirklichkeit glauben wir immer an ganz viel. Ohne Glauben ginge gar nichts. Wir würden uns nicht einmal ein Butterbrot schmieren können, wenn wir nicht glauben würden, damit fertig zu werden.

Religiöser Glaube, spiritueller Glaube, buddhistischer Glaube, sind jeweils Wissen. Ebenso wie der Glaube, die Welt sei aus unteilbaren Kernen gemacht, sich uns als Wissen darstellt. Glaube, wie ihn sich der Unkundige vorstellt, als eine Art „Nicht Wissen“, ist etwas ganz anderes. Glaube der Kraft hat, ist Wissen. Glaube der in tausend Richtungen zugleich geht, und keine Kraft hat, ist Zweifel.

Der Glaube ist die Kraft der Schöpfung. Denn durch Glauben sind die Dinge für uns da. Wir wissen, sie sind da – und dann sind sie da! Oder hat schon einmal jemand die Liebe in einem chemischen Labor nachweisen können? Nein. Und dennoch ist sie da – durch uns. Durch unsere Liebe zu den Dingen kommt die Hoffnung in die Welt. Wir hoffen auf das Gute. Die Liebe zieht uns hin, zu den Dingen und zu den Menschen.

Element der Schöpfung – nicht Beobachter der Schöpfung

In uns ist die Kraft der Schöpfung. Durch uns wird geschaffen, was wir in unseren Welten sehen. Wir sind nicht nur äußerliche Beobachter eines von uns getrennten Vorganges – der Schöpfung. Sondern wir selbst sind Elemente der Schöpfung – und schöpfen ebenso, wie die Natur schöpft. Durch uns erschafft die Natur. Durch uns erst entstehen Glaube, Liebe und Hoffnung.

die Kraft des Schöpfers ist in uns – als unsere Hoffnungen und Liebe

Die Liebe ist gleichsam das, was wir wollen und was uns anzieht. Sie ist das Prinzip des Strebens nach etwas. Sie treibt uns an – als Kraft des Schöpfers in uns. Man kann es wissenschaftlich sagen: Die Kraft des Lebens. Die Kraft der Natur. Die Energie der Materie-Teilchen. Man kann es religiös sagen: Die Kraft Gottes.

Wir selbst sind Elemente der Schöpfung – und haben Teil an der göttlichen Kraft. Unser Sinn – das ist der Sinn des Schöpfers. Unser Glaube – das ist der Glaube des Schöpfers.

Glaube Liebe Hoffnung – Hoffnung finden

Hoffnung macht uns handlungsfähig. Wenn wir zweifeln und Sinnlosigkeit spüren, dann ist es wichtig, sich auf die Hoffnung zu konzentrieren.

In der Religion bedeutet Konzentration Gebet.

Für den Materialisten heißt Konzentration: Rationales Nachdenken. Aber die Kraft der Schöpfung ist irrational. Daher ist es wichtig, an seinen Überzeugungen, an seinem Glauben, festzuhalten; daran zu arbeiten. Rationales Nachdenken ist nicht der Glaube, den wir benötigen, um unseren Weg zu gehen.

Wir haben keine Ahnung von den Möglichkeiten der Schöpfung, und können sie rational weder erklären, noch begründen, noch erwarten. Es ist es die Kraft des Glaubens, die Kraft der manchmal nicht erklärbaren Hoffnung, die uns auf den rechten Weg zurückführt. Durch Glauben (diesen, wie mancher meint, unnützen, dummen Glauben) können Hoffnung und Liebe in unser Leben zurückkehren.

Glaube, Liebe und Hoffnung sind eine Art Treibstoff, die uns bewegen. So wie Energie die Materie bewegt. Man kann Energie berechnen, aber man kann Glaube, Liebe und Hoffnung nicht berechnen. Daher entziehen sie sich unserer „rationalen“ Überlegung.

Du wirst es schaffen

Manchmal haben wir einen Glauben, der uns zerstört.

Wenn wir glauben, ganz genau zu wissen, dass das Schicksal einen schlechten Weg nehmen muss. Wenn wir glauben, jede Hoffnung sei ausgeschlossen. Wenn wir annehmen, dass die Liebe nicht zu uns zurückkommt.

Dann fehlen uns Kraft und Mut. Deshalb ist es gerade dann wichtig, durch den Glauben die Hoffnung auf Leben und Liebe zu bewahren.

Siehe Artikel positives Denken

Mut und Kraft

Man muss sich immer vorstellen: das Leben nimmt seinen Weg. Immer geht es weiter, selbst wenn es manchmal scheint, als würden alle Wege enden. Ein Sprichwort sagt, dass die Nacht am aller schwärzesten ist, kurz bevor der Tag anbricht.

Du wirst es schaffen! Auch die schwierigsten Zeiten gehen vorbei. Aber Du musst an Dich glauben. Welche Situation sich auch immer einstellt, wir können Hoffnung finden. Was wir am allernotwendigsten brauchen, ist Glaube, Hoffnung und Liebe.

Selbst wenn die Zeiten schlecht sind, oder eine Krankheit uns einschränkt – Glaube, Hoffnung und Liebe sind immer noch da – wir finden sie in uns. Wir müssen lernen, das Kleine anzuerkennen, nicht zu verzweifeln, uns auch selbst nicht zu überfordern. Nur langsam, Schritt für Schritt, geht die Schöpfung ihren Weg. Schneller können auch wir nicht sein, denn wir sind Elemente der Schöpfung, nicht ihre rationalen Beobachter.

Nur durch uns entstehen Glaube, Hoffnung und Liebe.

 

Im Film „König der Könige“, einem Bibelfilm-Klassiker, erhält Johannes der Täufer den Segen Gottes. Er liegt im Kerker, und erwartet seine Bestrafungen – schließlich den Tod. Er zweifelt an Jesus, und damit am Sinn seines Lebenswerkes. Denn er hatte das Kommen von Gottes Sohn angekündigt.

Er zweifelt und leidet, die Hoffnung hat ihn im Kerker verlassen. Da erscheint ihm Jesus, und gibt ihm durch eine Berührung Glauben und Liebe zurück. Eine bewegende und wahre Szene in einem übrigens wunderbaren Film.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glaube Liebe Hoffnung – ohne Glauben geht nichts was last modified: Januar 21st, 2016 by Henrik Geyer

Lieber Gott bitte hilf mir! Gottes Hilfe in Zeiten der Not

Lieber Gott bitte hilf mir! Gottes Hilfe in Zeiten der Not

Lieber Gott bitte hilf mir!

Wenn man in Zeiten der Not ruft: „Lieber Gott bitte hilf mir“ dann fragt man sich manchmal: Gibt es Gott überhaupt?

Ja. Es gibt Gott. Es gibt den Schöpfer. Es gibt das Höhere.

Dieses Höhere wirkt in uns und durch uns hindurch. Wenn man so will, sind wir selbst Ausdruck des Schöpfers.

Wir finden das göttliche Prinzip in uns. Es ist, wie Jesus in der Bergpredigt formulierte. Jemand hatte ihn gefragt, wo man es denn besichtigen könne, dieses Reich seines Vaters. Man wolle es sich einmal anschauen. Jesus antwortete „Das Reich Gottes ist inwendig.“

Um den Glauben geht es

Der andere fragte, wann das Reich Gottes denn zu erwarten sei. Jesus fuhr fort: „Wenn du weißt, dass es da ist, dann wird es gekommen sein.“

Dieser Satz erklärt  sich dem Materialisten nicht, der gewohnt ist, alle Wahrheit nur im Außen zu sehen. Der Materialist benötigt den äußerlichen Nachweis, etwas sei „da“.

Wovon Jesus spricht, das ist Glaube. Glaube ist Wissen um die innere Wahrheit. Wissen, dass es Gott gibt. Einfach Wissen.

Dieses Wissen ist nicht leicht zu erlangen, daher muss man darum bitten (beten). Man bittet „Lieber Gott bitte hilf mir.“ Damit erkennt man seine Existenz an. Man lässt seine Gedanken darauf ruhen, lange und immer wieder. Und es verfestigt sich, wird zur Wahrheit…

Wird er mir helfen?

Ja. Allein seine Anwesenheit ist bereits eine Hilfe. Wenn man weiß, dass er da ist; wenn man glaubt. Gerade in der Not ist man ihm näher, als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt. Denn alles Wissen fällt von einem ab – und man ist frei für ein anderes Wissen.

Zitat: Merket wohl, alle nachdenklichen Gemüter: Das schnellste Roß, das euch zur Vollkommenheit trägt, ist Leiden. Nichts ist so gallebitter wie Leiden: und nichts so honigsüß wie Gelittenhaben.
Meister Eckhart

Was wird geschehen?

Alles kann geschehen. Seine Macht ist jenseits unserer Vorstellung. Und auch seine Wege sind jenseits unserer Vorstellung.

Unsere Logik ist nicht seine Logik.

Noch ein Zitat: Sobald Gott dich bereit findet, muss er in dein Wesen einströmen, geradeso wie der Sonnenschein sich auf die Erde ergießen muss, wenn die Luft klar und rein ist. Sehnendes Verlangen schafft Liebe, und Liebe überwindet alle Hindernisse.
Meister Eckhart

Den Blick auf das Innen richten

Das Wichtige ist, den Blick auf das Innen zu richten. Hier ist die Wahrheit, die wir suchen. Wir können die Wahrheit des Schöpfers nicht im Außen finden, wir können die Wissenschaft nicht danach fragen, wir können uns diese Wahrheit nicht „vorführen“ lassen. Denn sie ist inwendig, und es geht um Glauben.

Lieber Gott bitte hilf mir! Gottes Hilfe in Zeiten der Not was last modified: März 6th, 2016 by Henrik Geyer

Gibt es Gott? Begründungen und Gründe dagegen.

Gibt es Gott? Götterdämmerung

Gibt es Gott überhaupt?

Gründe für Gott

– Die persönliche Realität hängt von dem ab, was man denkt. Der Gläubige weiß das, denn er widmet sich der Schulung seiner geistigen Disposition. Und damit seiner Realität.
– die Gründe für die Welt liegen nur scheinbar in den Begründungen der Wissenschaft. Denn tatsächlich wurzelt jedes Ding dieser Welt im Unendlichen. Die Suche nach dem „Ding an sich“, also nach der hinter unseren Vorstellungen von den Dingen liegenden Kernexistenz, verlief bereits für Immanuel Kant ergebnislos. Sie lässt sich nicht finden.
– die Begründungen der materialistischen Wissenschaft, was die Herkunft der Welt angeht, sind fadenscheinig. Wir wissen nicht, was Zeit ist, wir wissen nicht, was Raum ist. Wir können aber in Raum und Zeit 14 Milliarden Jahre zurückrechnen, um dann zu finden: da war ein Urknall. Es gab auch schon Clevere, die den Computer einfach haben weiterrechnen lassen, bis vor dem Urknall – und kamen zu ganz erstaunlichen Ergebnissen. Jedoch können wir nicht genau sagen, wie das Wetter morgen wird.

Gründe gegen Gott

– man kann ihn nirgendwo sehen
– er erfüllt die Wünsche unzuverlässig
– er verhindert nicht die Kriege, obwohl er das doch sollte
– er erhebt Kirchensteuer

Sichtweise des Spirealismus – Gibt es Gott?

Der Spirealismus sieht die Welt aus Gedanken entstehen. Es gibt Gott, wo wir ihn denken. Und er existiert als seine Verneinung, wenn wir ihn ablehnen.

Sprachverwirrung als Argument

Es liegt bei den Nicht-Gläubigen ein Irrtum vor, wenn sie meinen, der Glaube wäre übersetzbar mit: „etwas nicht genau wissen“. Und wenn sie nun im Gegensatz dazu vermuten, selbst alles ganz genau zu wissen. Auf beiden Seiten, beim Gläubigen, wie  beim Materialisten, ist Glaube Wissen. Nur als Wissen entwickelt etwas, was wir denken, Wahrheit. Nur als Wissen ist Glaube zu verstehen. Ansonsten müsste man, wie mancher Nicht-Gläubige das ja auch tut, die Gläubigen für Dummköpfe halten (übrigens war Einstein ein spiritueller Mensch).

Gott ist das uns Übergeordnete

Aus dem Materialismus scheint sich zu ergeben, dass wir Menschen die Beobachter der Welt sind. Doch das sind wir nicht. Wir sind Teil der Elemente, durch die die Welt in das Entstehen kommt. Daher ist, was wir denken, nicht unabhängig von einem Außen, welches wir beobachten. Sondern unser Denken über die Welt, und die Welt selbst, das ist eins.

Gibt es also Gott? Ja, im Denken der Menschen.
Dies ist der Grund, warum wir durch unser Denken Gott in die Existenz bringen können. Und wir wären dumm, es nicht zu tun.

Gibt es Gott? Begründungen und Gründe dagegen. was last modified: Februar 16th, 2016 by Henrik Geyer

Es gibt keinen Gott – sagen die einen. Es gibt ihn doch, die anderen

Es gibt keinen Gott: Gott oder Nicht-Gott

Es gibt keinen Gott? Wo ist das Problem?

In unserer aufgeklärten Zeit scheint fast beliebig, welcher Überzeugung man anhängt. Aber – ist es das wirklich? Ist es völlig egal, wenn man sagt: Es gibt keinen Gott?

Ich denke, nein. Die Vorstellung von etwas Höherem, etwas, das uns hervorbringt, kommt mit Notwendigkeit in die Welt. Wir fragen uns: Woher kommen wir?

Für den Nicht-Gläubigen ist die Materie der Gott, der Ursprung. Für den Gläubigen ist es Gott – vorgestellt als ein Wille. Im Ursprung bleibt es aber die gleiche Frage.

Bei der Frage, ob es Gott gibt, geht es eigentlich nicht um die Vorstellung einer bestimmten Gott-Person. Allein schon deshalb, weil das Wort „Gott“ für die Gläubigen unterschiedlichsten Glaubens, ob es nun Christen sind, oder Muslime, oder Buddhisten, etc.. ganz Verschiedenes meint. Mit dem Gedanken an Gott verbinden sich unterschiedlichste Vorstellungswelten.
Noch einmal viel verschiedener sind die Vorstellungen zwischen Gläubigen und Nicht-Gläubigen.
Es wäre hilfreich, wenn mehr darüber gesprochen würde, was sich mit den Vorstellungen verbindet, als dass man sich um das bloße Wort streitet. Denn das ist ein Streit um des Kaisers Bart.

Welches ist die richtige Vorstellung von Gott?

Wenn wir vergleichen, was genau wir unter dem Begriff „der Schöpfer“, oder Gott, eigentlich verstehen, dann würde sich herausstellen, dass es bei der Frage, ob es Gott gibt, für die Nicht-Gläubigen um Kirchensteuer, Inquisition und vieles mehr geht. Für die Gläubigen hingegen um Sicherheit im Glauben, Existenzfragen u.v.m.. Man streitet also um zweierlei, nicht um dasselbe. Und so gesehen ist dieser Streit völlig überflüssig. Das ist so, als würden sich Chinese und Deutscher gegenseitig Worte in ihrer Sprache zuwerfen, und so tun, als würden sie verstehen, worum es dem anderen geht.

Die Existenz liegt im Denken

Die Existenz Gottes liegt im Denken des Gläubigen, und die Nichtexistenz Gottes liegt im Denken des Ungläubigen. Die Aussage „Es gibt keinen Gott“ hat nur Wahrheit für den, der sie glaubt.
In einem Außen ist Gott ebenso wenig nachzuweisen wie der Urknall. Denn sowohl der Ungläubige wird sich weigern, die Argumentation des Gläubigen richtig zu nennen, wie sich der Gläubige auf die Argumentation des Ungläubigen verlassen will, was den Urknall betrifft. Denn dieser kennt ja noch nicht einmal Gott.

Es gibt keinen Gott – sagen die einen. Es gibt ihn doch, die anderen was last modified: Februar 16th, 2016 by Henrik Geyer