Aspekte des Ich-Universums, Teil 4: das Universum außerhalb von mir ist das Universum in mir

In diesem Abschnitt soll es nun darum gehen, wie wir uns das Ich-Universum vorstellen können, welche Parallelen sich zu dem Universum ergeben, das wir im Außen sehen, welche Sinnhaftigkeit darin liegt, etc..

Was ist ein Universum?

Stellen wir uns ein Universum zunächst als ein All vor, als eine Summe von Allem, was einen Menschen oder eine Menschengruppe (die Menschheit) umgibt. Es ist dabei wichtig, folgenden Aspekt im Hinterkopf zu behalten: das Wichtige am Universum sind eigentlich nicht die Sterne und Sonnen und Planeten, sondern die ganz normalen Dinge des Alltags. Die Kaffeetasse, die Kollegen, die kleinen und großen Sorgen.

Wenn man das Universum so sieht: die kleinen Dinge, die unser tägliches Leben sind als nicht wirklich getrennt von den großen Dingen, sondern wirklich alles als integralen Bestandteil des Alls, des Universums, dann haben wir einen wichtigen Schritt getan, um uns das Universum in seiner spirituellen Variante vor Augen zu führen, und zu ermöglichen, dass wir das Majestätischste, die Sterne und Galaxien, mit dem Trivialsten, in einem Zusammenhang denken können.

Und eigentlich gibt es ja auch keinen Grund zu sagen, dass der Bleistift, der vor mir liegt, weniger Teil des Universums sei, als eine Supernova in Milliarden Lichtjahren Entfernung. Mehr noch: der Bleistift ist in meinem Leben wichtiger! Und der Raum, der in meiner Kaffeetasse ist, in die hinein ich den Kaffee gieße, den ich dann trinken möchte, ist nicht verschieden von dem Raum der zwischen den Planeten ist.

Wir haben so auch das Fundament gelegt, um einem wichtigen hermetischen Grundsatz in unserem Denken zu genügen, bzw. seine Denkbarkeit vorzubereiten: ich meine das Prinzip der Entsprechungen, dem zufolge sich alles in allem findet. Wie oben, so unten. Wie außen, so innen. Wie im Großen, so im Kleinen. Das bedeutet: alles hat mit allem zu tun, es gibt keine wirkliche Trennung. Die Prinzipien die für die genannte Supernova gelten, gelten auch für den Bleistift. Die Verbindungen sind allumfassend und weit über das hinausgehend, was ich sehen kann.

Ich will auch gleich, ein wenig vorgreifend, den Grund nennen. Könnte ich sonst keine Verbindung zwischen der Supernova und Bleistift sehen, so ist doch eine Verbindung ganz offensichtlich: die meines Geistes. Beide Dinge sind Bestandteile meines Geistes, und indem ich sie in meiner Vorstellungskraft bewege und gewichte, ist es mir möglich, in der Art eines Schöpfers, hier ein wenig Gewicht hinzuzufügen, dort ein wenig wegzunehmen. Ich kann die Gewichtung in meinem Geist so verteilen, dass beide Dinge gleichwertig sind, und dass der Bleistift nicht geringer wiegt, als die Supernova.

Und das ist nun wieder das Verbindende, das Analoge. Der Geist, der als Ich eine ganz konkrete Form annimmt. In mir wird alles analog, ebenso, wie in mir auch alles divers wird. Ich kann alles, jeden Gegenstand, immer nur mit demselben Geist erfassen. Jeder Gegenstand wird durch mich, in meinem Geist, zu einem individuellen Gegenstand. Denn meine Sichtweise auf die Dinge ist einzigartig.

Sich den Geist wiederum als das eigentlich Welt-Erschaffende zu denken, genügt dem ersten hermetischen Prinzip Alles ist Geist, und beweist es. Der Beweis kann durch jeden Menschen geführt werden, der über genügend Phantasie verfügt, sich das oben Genannte vorzustellen, und in seinen Gedanken Objekte entstehen zu lassen, zu verringern oder auch zu vergrößern.

Warum Ich-Universum?

Der Grund, warum ich die Worte Ich und Universum in eine Verbindung brachte, war, dass ich darin ein Synonym sah – eine Gleichheit. Das Ich ist eine Einzelheit, etwas Individuelles, denn ich bin von jedem anderen Menschen verschieden. Mein Ich ist von jedem anderen Ich verschieden. Und mir wurde irgendwann klar, dass das Universum, so wie ich es verstehe, nur in mir existiert, und sich also wiederum von jedem anderen Universum, das andere sehen, unterscheiden muss. Das wird insbesondere klar, wenn man „das Universum“ so versteht, wie ich es im vorigen Abschnitt beschrieb – als die Gesamtheit auch der kleinen Dinge, die im Leben eines Menschen sind. Dessen All, sozusagen.

Aber auch, wenn ich das Universum als die Gesamtheit von Sternen in einem unendlichen Raum sehe, kann ich das gleiche Denkexperiment anstellen. Man stelle sich vor, man würde eine Anzahl Sterne kennen, aber einige auch nicht. Es gibt Menschen, die kennen andere Sterne als ich. Vielleicht mehr Sterne. Kann man sagen, dass deren Universum gleich meinem sei? Nein. Was ich über das Universum weiß, macht es einzigartig (ich sage nicht: macht es gut oder schlecht). Es wird einzigartig dadurch, dass ich die Dinge, egal um was es sich handelt, einen Bleistift, eine Supernova, oder ein Universum, immer als die Summe ihrer Bestandteile ansehe; als die Gesamtheit der Dinge, die darin und darum sind; als die Gesamtheit ihrer Eigenschaften. Die Dinge, die um und in einer Sache sind, und seine Eigenschaften, sind austauschbar. Ein Beispiel hierzu: Eine Sache ist grün, weil ihr grüne Farbteilchen anhaften. Ein Auto ist schnell, weil es vorn einen Motor unter der Haube hat, etc.. Also ist das, was wir als die Eigenschaften der Dinge ansehen, auch immer verbunden mit Objekten. Zumindest ist das in unserem Denken so.

Manchem mag es vielleicht immer noch schwer fallen, sich vorzustellen, dass die Dinge nichts anderes sind als eine Gesamtheit von Eigenschaften. Daher ein kleines Gedankenexperiment: stellen Sie sich einen Baum vor. Er hat vier Räder, kann 100 km/h schnell fahren, und ist rot. Ist das ein Baum? Natürlich nicht. Es ist ein Auto. Ein Baum muss bestimmte Eigenschaften haben, damit ich ihn als Baum erkennen kann. Es muss der Stamm da sein, die Unbeweglichkeit im Erdreich, die grüne Blätterkrone.

Ich will ein weiteres Beispiel nennen, das mir immer sehr vielsagend erschien. Ich versuchte mir einen Mann ohne Eigenschaften vorzustellen. Es gibt ja in der Literatur und Kunst Versuche, dieses Eigenschaftslose vorstellbar zu machen – es wird dann als eine Art interessantes Paradox verstanden. Mir fällt dazu „Der Namenlose“ von Samuel Beckett ein …

Wenn Sie, geschätzter Leser, versuchen, sich einen Mann ohne Eigenschaften vorzustellen, werden Sie schnell verstehen, dass allein die Aussage, es handele sich um einen Menschen oder Mann, mit Eigenschaften bei diesem verbunden sein muss. Etwas, das ohne Eigenschaften ist, ist nicht. Ein Ding ohne Eigenschaften ist kein Ding. Es existiert nicht.

Und so wird eben jede Sache durch die Eigenschaften bestimmt, die ihr gegeben sind. Die Art und Qualität ihrer Eigenschaften wiederum unterscheidet die Dinge. So unterscheidet sich ein Baum vom anderen durch die Art und Weise seiner Baumkrone, seines Stammes etc..

Die Eigenschaften des Universums das ich kenne, sind in mir einzigartig. Es ist das Universum meines Ichs. Im Grunde, weil ja auch ich selbst ein Bestandteil meines Universums bin, sind das Ich und das Universum im Ich, ununterscheidbar miteinander verwoben. Sie sind genau dasselbe. Denn auch mein Ich, also das, was ich in mir sehe, was ich über mich denke, wie ich mich beschreibe, wird bestimmt durch die Eigenschaften der Dinge, die ich dem Ich zuordne. Es sind die Dinge, die ich kenne. Es sind die Dinge die in mir und um mich sind, die in Raum und Zeit existieren und dadurch kausale Beziehungen zueinander haben. Es ist das Universum in mir – mein spezifisches und einzigartiges All. Das All wie gesagt sind alle Dinge, die da sind … in meinem Ich.

Und, so merkwürdig das nun dem Gewohnheitsmaterialisten erscheinen mag, der alles fein säuberlich trennen und unterscheiden will, so dass schließlich nur noch eine einzige Kausalbeziehung übrig bleibt: Der Bleistift, der vor mir liegt, hat mit mir zu tun. Er ist Bestandteil meiner Welt, und macht, in der Konstellation, in der er sich in einer relativen Position zu mir befindet, einen Teil meines Ichs aus.

Das Universum außerhalb von mir ist das Universum IN mir

Und so kommen wir zu der verblüffenden Feststellung, dass das Universum, dass der Mensch gewohnt ist außerhalb seiner selbst zu sehen, eigentlich in ihm ist. Denn, und hier komme ich wieder auf den Grundgedanken des Spirealismus zu sprechen: was könnte etwas sein, was nicht in Gedanken existiert? Mag man das nun auf materialistische Art überlegen, also: die Dinge existieren in materieller Form außerhalb des menschlichen Beobachters … dennoch muss man fragen: was wäre eine noch so existente Sache, wenn sie nicht in den Gedanken auftauchte. Oder, mag man das auf die spirealistische Art durchdenken, die von vorn herein die Überzeugung vertritt, dass die Existenz geistiger Natur ist.

DAS Universum (in der Einzahl) – existiert in keinen zwei Menschen in gleicher Form. Man könnte auch sagen: DAS Universum gibt es nicht.

DIE Universen sind in uns. Und: DIE Universen und wir selbst sind nicht zu unterscheiden. Denn alles was wir denken können, hängt mit den Objekten der Universen zusammen, die wir jeweils vor dem (geistigen) Auge haben. Alles was wir denken können, entsteht aus den Objekten, entwickelt sich aus den Objekten, begründet sich aus den Objekten dieser innerlichen Universen.

Das äußere Universum ist eigentlich ein innerliches, und umgekehrt. Und – da ist es wieder: das hermetische Gesetz der Entsprechung. Es stimmt: wie innen, so außen.

 

 

 

Aspekte des Ich-Universums, Teil 4: das Universum außerhalb von mir ist das Universum in mir was last modified: Juni 29th, 2017 by Henrik Geyer

Bewusstsein und Materie

Wo ist die Grenze zwischen Bewusstsein und Materie?

Wer noch nicht an sich selbst beobachtete, dass die Wandlung einer inneren Auffassung von etwas dieses Etwas selbst verändert, der nennt Menschen, die die Veränderung der eigenen Situation vom Glauben her angehen, vielleicht „Wunschdenker“. Die Vorstellung, mit Bewusstsein die Realität verändern zu wollen, nennt man „unrealistisch“. Man meint einen Kinder-Irrglauben im Anderen zu entdecken, hält das für naiv.

Ein Wort zu Glauben und Wissen, Bewusstsein und Materie

Man sieht nicht, dass es sich bei dem von der Religion gemeinten „Glauben“ aus der subjektiven Sicht nicht um einen Glauben, sondern um Wissen handelt. Nur als felsenfestes Wissen ist Glaube wirksam.

Der Glaube ist als Wissen entstanden, nicht als Wunsch, oder gar als Etwas-nicht-genau-Wissen.

Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass Gedanken Realität besitzen, sogar die entscheidende. Die Frage ist nur: in welchem Maß lässt sich durch Bewusstsein die Realität beeinflussen? Das ist verbunden mit der Frage, was unsere Wirklichkeit in Wirklichkeit, eigentlich, im Grunde, in der Realität, ist?

Ist die Realität vielleicht der Gedanke an eine Realität … in uns? Oder handelt es sich bei der Realität um Objekte und Vorgänge außerhalb von uns, was beides eindeutig voneinander unterscheidbar machen würde??

Bewusstsein und Materie – wer kann genau unterscheiden?

„Ich weiß nicht, ob ich ein Mann bin, der träumt, ein Schmetterling zu sein, oder ob ich ein Schmetterling bin, der träumt, ein Mann zu sein..“

… dieses Zitat stammt von Dschuang Dsi, einem taoistischen Philosophen etwa 350 – 275 v. Chr.

Sind die Gedanken meines Wachseins genauso real wie die Gedanken meiner Träume? Was unterscheidet beides? Haben Gedanken überhaupt Realität? Scheinbar sind doch die Objekte des Außen, die materiellen Objekte, von einer ganz anderen Beschaffenheit, als Gedanken? Die Tische, die Häuser, die Sterne sind doch scheinbar so grundverschieden von den Gedanken, den Gedanken beispielsweise an Tische, Häuser, Sterne.

Wir erleben zwar ständig, dass Gedanken Realität werden – sich materialisieren, indem sich Dinge aus unserem Geist in der Realität umsetzen. Wir denken an einen Kaffee und haben im nächsten Moment einen Kaffee in der Hand, den wir trinken können. Und wir erleben auch ständig, dass äußere Objekte Gedanken werden, indem wir uns von den äußeren Objekten Begriffe bilden, die dann in unserem Geist existieren. Nur möchten wir etwas Grundverschiedenes, Gegensätzliches in Materie und Geist sehen. Oder besser ausgedrückt: wir sind es gewohnt, diesen Gegensatz zu sehen.

Die Verwandlung des Geistigen in etwas Reales erleben wir also ständig – es ist Normalität. Und doch sehen wir etwas so Gegensätzliches in Geist und Materie, in Phantasie und Realität. Irgendwo muss doch die Umwandlung von der Idee in Materie einsetzen und stattfinden. Wo und wann?

Wenn man sich einen Kaffee macht, dann wird aus dem Gedanken an einen Kaffee eine Tasse in der Hand! Etwas materialisiert sich. Der Gedanke wird zu Stoff, indem der Körper handelt, sich den Kaffee macht, Bewegungsenergie sinnvoll einsetzt, um den Kaffee zu machen – es handelt sich also zumindest um eine Umwandlung von Geist in Bewegungsenergie (nach Einstein ist Energie eine Form der Materie).

Die Welt ist bereits durch und durch geistig

Der Spirealismus vertritt die Auffassung, dass Materie unsere Sichtweise auf Information ist. Die Welt ist Geist, ist Information, und der Versuch unterscheiden zu wollen, zwischen Geist und Materie, ein künstlicher.

In meinen Büchern gehe ich der Frage nach, was die Dinge, die wir sehen, „wirklich“ sind. Was ist der Ursprung und das Wesens unserer Vorstellung von Realität? Was ist ein Objekt? Was ist Zeit und Raum? Wodurch ist die Realität definiert? Die Grenze zwischen Geistigem und Materiellem ist und bleibt weitgehend undefiniert.

Ausgangspunkt für meine Überlegungen war, dass ich am eigenen Leib erfuhr, dass eine Änderung der geistigen Disposition eine Änderung der Welt bewirkt. Meiner Welt immerhin …. aber auch der einzigen Welt, die ich kenne.

Geistig ist materiell. Die Grenze ist zwischen beidem ist eine Vorstellung. Eine Vorstellung des Geistes.

Bewusstsein und Materie was last modified: Juli 19th, 2016 by Henrik Geyer

Glauben und Wissen – Geist und Materie

Glauben und Wissen - Geist und Materie [SPID 1204]

Wo ist die Grenze zwischen Wahrnehmung der Realität und der Realität? Zwischen Glauben und Wissen, zwischen Geist und Materie?

Man kann die Einheit erleben

Diejenigen, die die Wahrheit und Tatsache einer spirituellen Wandlung noch nicht selbst erlebten, die noch nicht bewusst bei sich selbst beobachteten, wie eine Wandlung der inneren Auffassung „von“ einer Situation, die Situation/die Realität selbst verändert, nennen Menschen, die die Veränderung der eigenen Situation vom Glauben her angehen, „Wunschdenker“.

Siehe auch: Beitrag Wunschdenken

Sie nennen die Vorstellung, mit Gedanken die Realität verändern zu wollen, „unrealistisch“. Sie meinen, einen Kinder-Irrglauben in den Anderen, den Gläubigen, den Idealisten, zu entdecken und halten das für schädlich und naiv. Sie sehen nicht, dass es sich bei dem von der Religion gemeinten „Glauben“ aus der subjektiven Sicht nicht um einen Glauben, sondern um Wissen handelt. Nur als felsenfestes Wissen ist der (nur so genannte!) Glaube wirksam.

Glauben und Wissen … Glaube IST Wissen

Religion, religiöser Glaube, ist als Wissen entstanden, nicht als Wunsch, oder gar als Etwas-nicht-genau-wissen.

Dabei ist es eine unbestreitbare Tatsache (auch Materialisten werden es nicht bestreiten), dass Gedanken Realität besitzen. Die Frage ist nur: welche Realität genau, in welchem Maß real? Die Frage, was unsere Wirklichkeit eigentlich ist – vielleicht die Gedanken in uns, oder die Objekte und Vorgänge außerhalb von uns, und was diese beiden Welten eindeutig voneinander unterscheidet, ist uralt.

„Ich weiß nicht, ob ich ein Mann bin, der träumt, ein Schmetterling zu sein, oder ob ich ein Schmetterling bin, der träumt, ein Mann zu sein..“

Dieses Zitat stammt von Dschuang Dsi, einem Philosophen etwa 350 – 275 v. Chr.

Sind die Gedanken meines Wachseins genauso real wie die Gedanken meiner Träume? Was unterscheidet beides? Haben Gedanken überhaupt Realität? Scheinbar sind doch die Objekte des Außen, die materiellen Objekte, von einer ganz anderen Beschaffenheit, als Gedanken? Die Tische, die Häuser, die Sterne sind doch scheinbar so grundverschieden von den Gedanken, den Gedanken beispielsweise an Tische, Häuser, Sterne.

Gedanken materialisieren sich … ständig

Wir erleben zwar ständig, dass Gedanken Realität werden – sich materialisieren, indem sich Dinge aus unserem Geist in der Realität umsetzen. Wir denken an einen Kaffee und haben im nächsten Moment einen Kaffee in der Hand, den wir trinken können. Und wir erleben auch ständig, dass äußere Objekte Gedanken werden, indem wir uns von den äußeren Objekten Begriffe bilden, die dann in unserem Geist existieren. Nur möchten wir etwas Grundverschiedenes, Gegensätzliches in Materie und Geist sehen. Oder besser ausgedrückt: wir sind es gewohnt, diesen Gegensatz zu sehen.

Die Verwandlung des Geistigen in etwas Reales erleben wir also ständig – es ist Normalität. Und doch sehen wir etwas so Gegensätzliches in Geist und Materie, in Phantasie und Realität. Irgendwo muss doch die Umwandlung von der Idee in Materie einsetzen und stattfinden. Wo und wann?

Wir machen uns einen Kaffee – und dadurch materialisiert sich ein Gedanke …. aus Geist wird Materie! Der Gedanke wird zu Stoff, indem mein Körper handelt, sich den Kaffee macht, Bewegungsenergie einsetzt, um den Kaffee zu machen. Es handelt sich also mindestens um eine Umwandlung von Geist in Bewegungsenergie (nach Einstein ist Energie eine Form der Materie).

Glauben und Wissen – Geist und Materie

Die Frage nach dem Unterschied zwischen Glauben und Wissen – Geist und Materie ist die grundlegendste, ursprünglichste aller Fragen. Wir gehen von einem Unterschied aus (nicht so der Spirealismus), können ihn aber nicht definieren.

Mindestens seit Kants vergeblicher Suche nach den Dingen in ihrer eigentlichen Wesensart, den Dingen „an sich“ ist deutlich, dass die Dinge und unsere Phantasie von den Dingen, sich vermischen. Es gibt keine Grenze. Gäbe es sie, müssten wir sagen, wir können sie nicht kennen – und kommen somit wieder auf die Aussage zurück: Für uns Menschen gibt es sie nicht. Da wir nur unsere menschliche Sichtweise zur Verfügung haben, und alles nur von unserer Warte sehen, können wir mit Fug und Recht sagen: Es gibt keine Grenze.

 

Als Resultat dieser Überlegungen legt Spirealismus dar: Eine Änderung des Geistigen (der Gedanken) bewirkt eine Änderung der Welt. Geistig ist Materiell. Die Grenze ist zwischen beidem ist eine Vorstellung, nichts anderes.

Siehe auch: Artikel Spiritualität leben – wir sind spritituelle Wesen

Ähnliches Thema: Was ist Glück?

Glauben und Wissen – Geist und Materie was last modified: Juli 3rd, 2016 by Henrik Geyer

Interview mit dem spirituellen Erfolgsschriftsteller Ralf Hillmann

Spireo: Lieber Ralf, ich kenne Dich nun schon zwei Jahre als einen netten, hilfsbereiten und offenen Kollegen. Du betreibst die erfolgreiche Internet-Seite „Spirituell-auf-deine-Weise.de“, die sich über ein erhebliches Besucheraufkommen freuen darf.

Du bist ein erfolgreicher Autor mit beachtlichen Buchverkäufen – das ist gerade in der heutigen Zeit ein schwieriges Unterfangen. Wie lange machst Du das schon – und was wäre Dein Rat an junge Autoren, die noch nicht so weit sind wie Du?

Ralf Hillmann
Ralf Hillmann

Erst einmal herzlichen Dank, dass du mich für ein Interview eingeladen hast. Ich bin gespannt, welche Fragen du dir für unsere Unterhaltung ausgedacht hast. Die erste Frage kenne ich ja nun schon. Die Idee ein Buch zu schreiben entwickelte sich in 2009. Damals erlitt ich einen gesundheitlichen Zusammenbruch und kündigte meine Arbeit. Wie mein Leben weitergehen sollte, wusste ich nicht. Ich hatte zu nichts mehr die Kraft. Dann saß ich irgendwann am Schreibtisch und schrieb mein erstes Buch. Einfach so. Ohne je zuvor die Idee gehabt zu haben, das zu tun. Es geschah quasi wie von selbst. Alle Bücher, die danach folgten, entstanden auf andere Weise. Für diese überlegte ich mir vorab ein Thema, eine Struktur, einen roten Faden, ein Konzept. Mein Erstlingswerk „Spirituell auf deine Weise“ entstand ohne all diese Überlegungen. Ich kam mir dabei vor, wie von „oben“ geführt. Und damit komme ich auch schon zum zweiten Teil deiner Frage: Mein Rat an andere Autoren ist folgender: Schreibe genau das, was du schreiben möchtest; vertraue darauf, dass das, was du zu sagen hast, andere interessiert; vertraue darauf, dass sich Wege finden und Möglichkeiten ergeben werden, deine Arbeit in den Erfolg zu führen; habe Geduld und sei bereit, für einen eigenen, ganz individuellen, authentischen Weg; tue es auf deine Weise! Ich glaube, es gibt kein Geheimrezept. Es kommt darauf an, welche Art von Büchern jemand schreibt; was für ein Typ ein Autor ist; aus welchem Motiv heraus er schreibt; welche Ziele verfolgt werden usw.

 

Spireo: Auf Deiner Webseite schreibst Du, dass Du über ein einschneidendes Erlebnis zu Spiritualität gekommen bist (wie so viele). Wie hat sich das abgespielt?

Früher war ich der ideale angestellte Arbeitnehmer. Angepasst und stets fleißig und bemüht, es allen recht zu machen. Ich vergaß dabei, auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten. Irgendwann erhielt ich von meinem Körper und meiner Seele die Quittung dafür. Ich wurde sehr krank. Eigentlich konnte mir die Schwere der Erkrankung nie von einem Arzt bescheinigt werden. Ich war über zwei Jahre lang so stark erkältet, dass ich mich irgendwann kaum noch aufrecht halten konnte. Mein Husten war zwischenzeitlich so schlimm, dass ich manchmal dachte, ersticken zu müssen. Alles, was die Ärzte dazu zu sagen hatten, war: „das wird schon wieder“, was mir fehlte bzw. wie meine Beschwerden zu erklären und zu behandeln waren, wusste niemand. Irgendwann gab ich auf. Ich ließ einfach los und ergab mich in mein Schicksal. Mir war alles egal. Ich hätte auch sterben können. Mir wäre alles recht gewesen. Nur das Leben mit diesem pausenlosen Husten, wollte ich nicht mehr länger ertragen. So kündigte ich meine Arbeit und legte mich ins Bett. Das Sonderbare war, dass ich von dem Moment an, als ich alles hinwarf, auf einmal das Gefühl hatte, dass nun bald alles gut werden würde. Und tatsächlich, ein paar Tage später ging es mir schon bedeutend besser. Ich hatte immer Angst davor gehabt, einmal arbeitslos zu sein, doch nun war ich es, und ich fühlte mich vollkommen relaxed und von „oben“ geführt. Ich hatte ein Vertrauen in mich und mein Leben, wie ich es zuvor noch nie gehabt hatte. Ja, ich war spirituell verbunden.

 

Spireo: Was hat sich in Deinem Denken geändert? Was hast Du hinterher anders getan als vorher?

Ich würde gar nicht unbedingt sagen, dass ich ein komplett anderer Mensch geworden bin. Ich habe noch die gleichen Interessen und gleichen Charakterzüge wie vorher. Nur achte ich seitdem immer darauf, was ich wirklich will und was ich tatsächlich leisten kann und mag. Es macht mir auch heute noch Freude, für andere da zu sein, aber ich bin es nur noch dann, wenn es meine Kräfte nicht übersteigt. …

 

Dieses Gespräch ist Teil des Buches:


Was ist Spiritualität?

Was bedeutet Menschen Spiritualität? Wozu ist sie gut? Wie leben Menschen Spiritualität? Ist Kreativität spirituell? Kann Spiritualität heilen? Was bedeutet Tod?.
Henrik Geyer führte Gespräche mit spirituellen Menschen – mit Stefan Blankertz, Dr. Ruediger Dahlke, Catharina Fleckenstein, Ralf Hillmann, Cristina Holsten, Petra Milkereit, Werner Szendi, Pascal Voggenhuber

 

 

Link zu Ralf Hillmanns Blog, „Spirituell auf Deine Weise“

Interview mit dem spirituellen Erfolgsschriftsteller Ralf Hillmann was last modified: Oktober 20th, 2016 by Henrik Geyer

Macht der Gedanken

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort: Die Macht der Gedanken ist unbegrenzt. Alles ist Geist.Aber Macht über die eigenen Gedankenzu gewinnen, das ist schwer.

Welche Macht haben die Gedanken? Sind sie allmächtig oder begrenzt? Haben Gedanken die Macht Realität zu erschaffen? Über die Macht der Gedanken.

Macht der Gedanken – Spirealismus

In diesem Blog schreibe ich immer aus der Sicht meiner Philosophie – des Spirealismus. Der Spirealismus sieht als die Quelle der Realität die Gedanken an. Allerdings sind nicht (nur) die Gedanken im menschlichen Kopf gemeint – sondern Gedanken verstanden als ein umfassendes, Welten erschaffendes Konzept.

Während also andere kompliziert umschreiben müssen, warum und wie Gedanken Macht haben (wo doch der materialistischen Sichtweise zufolge die „eigentliche“ Realität von dem objektiven Außen ausgeht, also nicht von Gedanken), kann der Spirealist aus tiefster Überzeugung sagen: die Gedanken haben alle vorstellbare Macht. Sie können jede Form annehmen und bringen auch unsere Welten hervor.

Der Spirealismus drückt es so aus: Unsere individuellen Gedanken „von“ der Welt, und „die Welt“, sind eins.

individuelle Wahrheit

Die eigene, individuelle Wahrheit kann von der äußerlichen, die durch einen Abgleich (Kommunikation) entsteht, abweichen. Diese innere Wahrheit zu suchen, zu formen, zu schützen und die Wahrheit nicht nur im Außen zu suchen – das ist der Weg, den eigenen Gedanken zu Macht zu verhelfen. In spirituellen Lehren und in Religionen bedeutet das: sich auf das eigene Geistige zu fokussieren. Die Gedanken auf etwas ruhen lassen. Beten. Kontemplation.

Das hat keine Realität? Doch. Zunächst einmal für uns selbst. Und die eigene Realität ist alles, worüber wir je sprechen können. Die eigene Realität formt auch die Realität anderer – denn wir sind verbunden. Über das, was wir tun, wie das, was wir sagen, (und all dies auf Grund unserer inneren Wahrheiten) formen wir die Welten anderer.

Weiterlesen: Das Denken ist die Realität – und nicht: das Denken erzeugt Realität

Die Macht über die eigenen Gedanken ist begrenzt

Die Gedanken haben einerseits eine umfassende Macht.  Andererseits bedeutet das spirealistische Konzept auch, dass unsere Macht über die eigenen Gedanken begrenzt ist. Dass die Grenzen im Denken liegen. Warum? Weil jeder Begriff den wir fassen, in seiner Definition, begrenzt ist.

Hier liegt ein Widerspruch innerhalb materialistischen Sichtweise. Einerseits wird die Macht der Gedanken im Allgemeinen als groß angesehen. Andererseits betrachtet man die Gedanken im Materialismus als völlig frei. Die Gedanken seien das freie Element, die Festlegungen hingegen bestünden im Außen, in der Materie. Diesem Widerspruch kann man sich innerhalb der materialistischen Sichtweise nicht entziehen.

Doch, je mehr wir lernen, Macht über unsere Gedanken zu gewinnen, umso mehr können wir unsere Welt in Gedanken gestalten. Macht über unsere Gedanken zu gewinnen, das bedeutet auch achtsam zu beobachten, wovon sie abhängen, wie sie immer neue Formen erschaffen.

Begrenztheit der Macht über eigene Gedanken – Beispiele

Mancher wird sagen: Die Macht über die eigenen Gedanken soll begrenzt sein? Ich kann doch jederzeit denken was ich will, und in der Folge tun was ich will!

Der berühmte Philosoph Schopenhauer sagte einmal:

„Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“ (Schopenhauer)

Das bedeutet, dass, wenn der Mensch bereits in seinem Wollen und Nicht-Wollen nicht frei ist, wenn er darin begrenzt ist, ist auch sein Tun nicht frei. All das, was der Mensch will, geht aus von seiner inneren Logik. Um es in eine populäre Sprache zu bringen: ob er das Glas halb voll oder halb leer sieht, bestimmt, wie er handelt. Insofern ist er nicht frei.

Und … die Gedanken führen ein Eigenleben – meist bemerken wir es nicht. Wir rechnen den Lauf der Gedanken vielmehr unserem Wollen zu.

Nietzsche sagte:

„Es denkt.“

Gute Gewohnheiten, schlechte Gewohnheiten

Man kann die Ohnmacht über die eigenen Gedanken auch daran erkennen, wie wenig es uns möglich ist, von (schlechten) Gewohnheiten zu lassen – gemeint sind alle Arten von Sucht, zu schnelles Fahren, zu viel Essen, etc..

Gemeint sind aber auch die von uns so apostrophierten „guten“ Gewohnheiten des Denkens und Handelns – was zurückführt auf das obige Schopenhauer-Zitat. Auch sie halten uns natürlich in einer bestimmten Realität fest, nur dass wir bei den sogenannten guten Gewohnheiten sagen werden, sie seien unserem freien Willen entsprechend so, wie sie sind.

 

Fazit:

Die Macht der Gedanken ist unbegrenzt. Alles ist Geist.

Die Macht über die eigenen Gedanken zu gewinnen ist hingegen schwer. 

 

Siehe auch: Artikel Definition der Freiheit. Ist Freiheit immer die Freiheit der Andersdenkenden?

Ähnliches Thema: Sind die Gedanken bei den Dingen? Ist das Denken von den Dingen gleich den Dingen?

Macht der Gedanken was last modified: April 2nd, 2016 by Henrik Geyer

Die Ontologie des Spirealismus

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort Thema Ontologie des Spirealismus: Es ist eine Illusion anzunehmen, die materielle Existenz habe etwas Faktisches. Dieser Illusion sehen wir uns in der alltäglichen Welt ebenso gegenüber, wie in der Teilchenwelt. Es gibt keinen Unterschied. Die Brille, mit der wir in unsere Welten sehen, ist immer Geist. Geist ist das einzig Faktische.

Im Artikel Die Ontologie des Materialismus wurde das allgegenwärtige Seins-Konzept des Materialismus beschrieben. Was steht diesem Konzept gegenüber? Und zwar wirklich gegenüber, nicht als materialistische Weltanschaungs-Variante oder eine weitere Sichtweise des Materialismus? Es ist die Ontologie des Spirealismus: Alles ist Geist.

Thema: Beitrag ‚Die Ontologie des Materialismus‘

Ist das Sein etwas Kompliziertes?

Ich glaube, viele meinen, das Sein zu beschreiben sei sehr schwierig. Es ginge dabei um die kleinsten Teilchen der Materie. So sieht es der Materialismus – und beim allgegenwärtigen Materialismus betrachten wir ja alles aus der Sichtweise des Materialismus. Das Sein, so meinen wir, sei damit in Formeln verborgen, in Teilchenbeschleunigern, etc..

So sieht es der Spirealismus nicht.

Die Ontologie des Spirealismus ist: das Sein ist geistig; die Objekte denen wir uns gegenüber sehen, sind eine Vorstellung.

Daher geht es letztlich nicht um Atome, denn was Atome sind, ist ja selbst eine Vorstellung. Wenn man also vom Sein spricht, so kann man das getrost tun, indem man sagt: das Sein ist eine Vorstellung im Geistigen. Man denke an Schopenhauer: „Die Welt als Wille und Vorstellung“

Die Frage ist eher: Was kann man nun über Vorstellungen sagen?

Das Atom eine Vorstellung?

Dass das Sein eine Vorstellung ist, leitet sich durchaus auch aus dem ab, was namhafte Atomphysiker selbst über die Teilchen sagen. Sie ringen mit ihren Vorstellungen, sagen, das Atom sei dies, dann wieder das. Je nachdem, wie sie das Atom begreifen, so ist ihnen das Atom letztlich.

Einem Zitat Werner Heisenbergs folgend, könnte man formulieren, dass er die Existenz im „unmittelbar Faktischen der uns umgebenden Welt“ sieht. Hier das Zitat:

Die Ontologie des Materialismus beruhte auf der Illusion, daß man die Art der Existenz, das unmittelbar Faktische der uns umgebenden Welt, auf die Verhältnisse im atomaren Bereich extrapolieren könne.
Werner Heisenberg

Doch – was ist das „unmittelbar Faktische“? Das unmittelbar Faktische ist für Heisenberg eine direkte Beobachtung: „Dort ist ein Baum.“

kann ein Baum eine Vorstellung sein?

Ja. In Alles ist Geist beschreibe ich, wie das „unmittelbar Faktische“ für mich das Faktische verlor. Ich stellte fest: Jede Wahrheit ist auch ein Glaube. Das gilt letztlich auch für das, was wir sehen. Denn das was wir sehen ist nicht zu trennen von einer Vorstellung, die wir davon haben.

Für mich ist der Weg dieses Erkennens das Interessante. Denn es zeigt, dass man auf tausenderlei Wegen immer auf dieselbe Frage stößt.

Anders als Heisenberg, ging ich den umgekehrten Weg. Ich untersuchte nicht Teilchen, sondern das sogenannte Faktische und stellte fest: Es ist nicht da.

Meine Um-Formulierung des obigen Zitates wäre:

Es ist eine Illusion anzunehmen, die materielle Existenz habe etwas Faktisches. Dieser Illusion sehen wir uns in der alltäglichen Welt ebenso gegenüber, wie in der Teilchenwelt. Es gibt keinen Unterschied. Die Brillen, mit denen wir in unsere Welten sehen, ist immer Geist. Geist ist das einzig Faktische.

Die Ontologie des Spirealismus und das unmittelbar Faktische. Die Wahrheit.

Die materialistische Vorstellung von der „existierenden Außenwelt“, dem Objektiven, dem unmittelbar Faktischen, dem Realen, dem Wirklichen, ist auch immer verbunden mit dem materialistischen Verständnis von Wahrheit.

Und insofern nehme ich auch folgendes Einstein-Zitat als Hinweis auf das Fehlen des unmittelbar Faktischen:

Wer die Wahrheit beschreiben will, überlasse die Eleganz dem Schneider.
Albert Einstein

Die Ontologie des Spirealismus

Die Ontologie des Spirealismus ist zusammengefasst: Alles ist Geist. Geist steht nicht Materie gegenüber, sondern wieder Geist. Geist, in jeder seiner Formen, nennen wir es Materie, Traum, Erleben, Faktisches, ist das Wirkliche. Geist ist die Existenz.

Geist ist „nur“ relativ, immer subjektiv – nie objektiv. Das Beobachtete (gemeinhin „Objekt“ genannt) gibt es in der Form, wie der Beobachter es sieht, nur im Beobachter. Das Objektive gibt es nicht, sondern immer nur Subjektivität.

Und daraus folgt auch: Man kann nichts beobachten, das vom Beobachter zu trennen wäre.

 

Siehe auch:  ‚Materialismus Philosophie. Spirealismus vs Materialismus‘

Die Ontologie des Spirealismus was last modified: März 7th, 2016 by Henrik Geyer

Die Ontologie des Materialismus

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort: Die Ontologie des Materialismus bestehtin der grundsätzlichen Auffassung, dass Materie dem Geist GEGENÜBER steht.Der Geist habe die Materie abzubilden.

Es geht auf Spireo viel darum, was „die Welt“ wirklich ist. Ist sie Geist? Der Spirealismus bejaht das. Aber was heißt das? Was bedeutet „Alles ist Geist“? Die Bedeutung dessen wird erst in einer Gegenüberstellung klarer – im Allgemeinen verstehen wir unter Existenz „das Wirkliche“, versinnbildlicht im Außen, in der Materie. Das ist die Ontologie des Materialismus – die Seins-Lehre des Materialismus.

Dem unabhängigen Außen steht Geist gegenüber

Die Ontologie des Materialismus (Seinslehre des Materialismus) beruht auf der Grundvoraussetzung, dass dem Geist eine materielle Außenwelt gegenübersteht. Diese materielle Außenwelt, wird im Gehirn abgebildet.

Die Vorstellung von einer materiellen Außenwelt wird mit verschiedenen Eigenschaften dieser Außenwelt in Verbindung gebracht.

  1. Die materielle Außenwelt sei vom Beobachter unabhängig
  2. Die materielle Außenwelt beherberge das Objektive (das Objektive ist letztlich ein Synonym für „Außenwelt“, denn es betrifft das Begriffspaar objektiv/subjektiv. Ähnliches Thema: Artikel ‚objektiv subjektiv. Was ist der Unterschied zwischen Objektivität und Subjektivität?‘)
  3. Die materielle Außenwelt beherberge also Dinge, die der Geist lediglich versucht in ihrem wirklichen Wesen mehr und mehr zu begreifen. Damit ist, in der materialistischen Sichtweise, diese Außenwelt verbunden mit dem Wirklichen, der Wahrheit, oder auch dem Kantschen Ding „an sich“.
  4. Umgekehrt ist der Geist demnach das Nicht-so-Wirkliche

 

Materialismus - was ist das?
Materialismus – was ist das?

 

Der Geist ist das weniger Wirkliche

Damit ist also beschrieben, dass die Ontologie des Materialismus das wesentliche Begriffspaar Materie und Geist beinhaltet.

Der Geist ist dabei das Nicht-Wirkliche, oder, wie immer man es nennen möchte … das „nicht so Wirkliche“, das Noumenon als eine Beschreibung oder Umschreibung des Wirklichen, und so weiter.

Auch wenn dieser Artikel die Ontologie des Materialismus zum Gegenstand hat, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass mit gerade geschriebenem Satz sofort die Frage auftaucht: Warum sollte gerade das elemantare Ding, welches uns doch Kunde von unserer Welt gibt, nämlich der Gedanke, nicht wirklich sein?

Siehe auch:  ‚Die Ontologie des Spirealismus‘

Die Untersuchung der Materie

Daher meint der Materialismus, sich auf Grund seiner Ontologie auf die materialistische Wissenschaft verlassen zu können. Sie sei Instrument des Seins-Erkennens – indem sie objektiv untersucht, objektiv erkennt.

Man untersucht im Teilchenbeschleuniger CERN die Teilchen und meint, dem wahren Wesen des Seins immer mehr auf die Spur zu kommen. Man nennt die Teilchen, die man zu finden gedenkt, „Gottesteilchen“.

die Ontologie des Materialismus findet sich in jedem Gedanken, den wir denken

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass die Ontologie des Materialismus in jedem Gedanken von uns steckt. Die Sprache, derer wir uns bedienen, enthält als Basis all unseres Verständnisses Begriffspaare wie objektiv/subjektiv, Materie/Geist, wirklich/unwirklich, Traum/Realität.

Indem wir sie denken und aussprechen, bewegen wir uns innerhalb des Gedankengebäudes des Materialismus. Das bedeutet, wir können jedes andere Gedankengebäude nur von der Warte des Materialismus aus sehen und beurteilen.

Die Ontologie des Materialismus bedingt, dass er sich nur selbst für möglich hält

Der Materialismus, mit seiner real existierenden Außenwelt, die es gilt im Geist genau abzubilden, mit seiner Objektivität als Inbegriff des Nicht-anders-Denkbaren, hält natürlich nur letztlich eine einzige Wahrheit für richtig. Wie könnte es anders sein … natürlich ist es seine eigene.

 

Lesen Sie auch: Artikel ‚Die Entstehung der Realität – Bewusstsein erschafft Realität‘

 

 

Die Ontologie des Materialismus was last modified: November 20th, 2016 by Henrik Geyer

Materialismus – was ist das?

Materialismus - was ist das?

Materialismus – ist die Sichtweise, dass die Welt aus Materie-Objekten besteht, die von Geist (dem Menschen) beobachtet werden

Der Mensch bildet Materie-Objekte im Denken ab

Materialismus eine Denkweise, die die Existenz von Materie für eine fundamentale Denkvoraussetzung hält.

Materialismus ist, so gesehen, die verbreitetste Weltanschauung – es fällt daher schwer, anders zu denken. Sind denn die Dinge, die wir im Außen beobachten, etwa nicht aus Materie (Stoff)?

Materie ist Stoff

Dass die Welt aus Materie (Stoff) besteht, sagt uns erst einmal nicht so viel. Erst wenn wir die gedanklichen Verbindungen anschauen, mit dem Wort Materie mitschwingen, und die ins Unendliche reichen, wird daraus eine ganze Welt von Anschauungen.

Es ist unsere Logik zu sagen, dass eins das Andere aufbaut. Daher ist die Materie geschaffen aus Teilen. Und die Teile bestehen wieder aus Teilen. Im alten Griechenland gab es die Vorstellung, dass die Materie aus nicht mehr weiter teilbaren Teilchen besteht (Atomen). Diese Vorstellung ist einerseits längst überholt, andererseits ist das Denken in Kernen, bzw. nicht weiter teilbaren Einheiten, das Wesen des Materialismus, und so gesehen in der Praxis des täglichen Denkens längst nicht überholt.

Umgekehrt lassen sich aus Materie immer noch größere Formen machen, durch Vervielfachung – auch hier ist Unendlichkeit.

Eins baut das Andere auf – eins ist der Grund für das Andere

Ebenso wie wir meinen, dass das Eine das Andere aufbaut, und aus demselben Grund, ist es gleichermaßen unsere Auffassung, dass sich mit Notwendigkeit das Eine vom Anderen ableitet. Das Eine ist der Grund vom Anderen. Das nennen wir auch Kausalität.

Gier, Geiz, Geld, Besitz = Materialismus?

Erst einmal: Nein, nicht unbedingt. Die Auffassung, die Welt bestünde aus Materie, hat mit Gier nichts zu tun.

Dennoch ist das Für-wahr-Halten objektiver Dinge, und somit das Anstreben von (scheinbar nicht anders sehbaren) Werten, eine Eigenart, die der materialistischen Sichtweise, mit ihren ganz objektiv existierenden Dingen, als Logik folgt. Daraus erwächst, als Übertreibung, Gier.

Dies ergibt sich aber erst in der Gegenüberstellung zu anderen Denkweisen.

Die Gegenüberstellung mit anderen Denkweisen ist allerdings für den Materialismus schwierig, denn er hält sich für selbstverständlich und unumgänglich. Einen gültigen Vergleich zu anderen Weltanschauungen lässt die Sichtweise des Materialismus nicht zu, denn aus ihrer Sicht kann es letztlich nur eine einzige richtige Anschauung geben (es gibt nur eine Wahrheit). Und diese letztendliche Wahrheit findet der Materialismus natürlich bei sich.

Widersprüchlichkeit des Materialismus

Materialismus ist widersprüchlich, denn es hat keine Erklärung für die ihm eigenen Paradoxien

Ein Beispiel: einerseits soll es all das geben, was wir beobachten. Andererseits scheint das, was wir beobachten, unendlich zu sein. Das kommt uns selbst oft genug merkwürdig vor – man denke nur an den rätselhaften Begriff der Unendlichkeit. Hinzu kommt, dass wir im Prinzip immer bemerken können (Achtsamkeit vorausgesetzt), dass unsere Erwartungen unser Erleben steuern. Die Natur hat also alles das, was wir beobachten können, in einer Unendlichkeit bereits vorausgesehen und geschaffen?

So stellen sich in der Kernphysik  eben diese Fragen heute umso mehr und umso drängender, denn hier trifft der materialistische Gedanke auf seine Grundvoraussetzung: das Enden der materialistischen Kausalkette in irgendeinem(!) objektiven Kern – und er erweist sich auch hier als falsch.

Materialismus-Gegensatz: Spirealismus

Spirealismus ist, im Gegensatz zu Materialismus, eine Denkweise, die aus bestimmten Sichtweisen bestimmte Realisierungen hervorgehen sieht. Anders gesagt: Was man sehen kann, ist abhängig von der geistigen Brille, die man trägt – egal, ob nun in Gesellschaft oder Wissenschaft und Technik.

Das bedeutet: Die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse der Menschheit sind Teil der Schöpfung, nicht deren Widerspiegelung.

Im Gegensatz zu Materialismus sieht der Spirealismus nicht sich selbst nur als mögliche Sichtweise an – der beste Beweis hierfür ist die Tatsache, dass der Materialismus in der Welt ist, und als Weltanschauung der Materialisten funktioniert.

siehe auch Spirealismus

Materialismus – was ist das? was last modified: Februar 13th, 2016 by Henrik Geyer

Naturwissenschaften vs Geisteswissenschaften. Die Psychologie in der Naturwissenschaft und der Geisteswissenschaft

Naturwissenschaften Geisteswissenschaften

Die Verschiedenheit von Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften

Geisteswissenschaften sind unter anderem: Geschichtswissenschaften,  Kunstgeschichte,  Musikwissenschaft,  Literaturwissenschaften,  Religionswissenschaften,  Sprachwissenschaften.

Wenn man versucht, die Verschiedenheit der Naturwissenschaft und der Geisteswissenschaften zu benennen – was ist das Wesen dieser Verschiedenheit? Die Verschiedenheit, wenn man sie formuliert, läuft immer darauf hinaus, dass man „das Vorhandene“ von dem „nur Wahrgenommenen“ trennen will.

Es ist die darin zum Ausdruck kommende Sichtweise des Materialismus, die besagt, dass es ein objektives Außen gibt, das der Mensch beobachtet. Und dieses Außen objektiv zu bestimmen – das sei die Aufgabe der Naturwissenschaften.

Lesen Sie auch: Was bedeutet subjektiv? Ist ein wissenschaftlicher Versuch objektiv?

Wohingegen sich die Geisteswissenschaften um den beobachtenden Geist und sein Begreifen kümmern, in Kauf nehmend, dass hier Interpretation ins Spiel kommt. Interpretation, die die Naturwissenschaften für sich ausschließen, denn sie meinen ja, objektiv zu sein.

Weil der Geist in Bezug auf das Objektive in einer relativen Position ist, meint  man in der materialistischen Denkweise, der Geist könne alle möglichen Aussagen hervorbringen – bei den Naturwissenschaften hingegen sei das subjektive Element auszuschließen. Daher haftet den Geisteswissenschaften das (Vor)Urteil an, sie produzierten keine objektiven Aussagen.

Praktisch gesehen sind die Geisteswissenschaften Bereiche, in denen scheinbar endlos diskutiert werden kann, wohingegen die Naturwissenschaften eindeutige Resultate hervorbringen, die man z.B. beim Herstellen von Dingen verwenden kann.

Das Problem

Spätestens seitdem in der Quantenphysik Phänomene auftreten, die den Schluss nahelegen, dass der Mensch, indem er beobachtet, die Ergebnisse der Versuche beeinflusst, darf man aber fragen, was denn das Objektive überhaupt ist.

Ein Beispiel ist das Doppelspaltexperiment, ich beschrieb es in „Alles ist Geist„.

In Bezug auf den Geist kann man umgekehrt feststellen, dass seine Realität in den Gedanken liegt und nicht von einem feststehenden Außen abhängt. Auch das beschrieb ich.

Das führte zu der Aussage, dass das „objektive Außen“ in dem Sinn wie wir es uns vorstellen (als unabhängig vom menschlichen Geist), nicht existiert. Diese Sichtweise heißt Spirealismus.

die Psychologie will Naturwissenschaft sein

Die Psychologie ist in einer Zwitterposition. Einerseits geht es ihr um den menschlichen Geist, und praktisch gesehen um die Heilung psychischer Krankheiten.

Andererseits kann die Psychologie mit den spirituellen Verfahrensweisen ihrer bedeutendsten Vertreter, wie Freud und Jung, wenig anfangen. Denn sie möchte Naturwissenschaft sein, konkrete und nachweisbare Ergebnisse produzieren. Nachweisbare Ergebnisse wiederum gibt es nur in der Menge der Beobachtung der Vielen, der Beobachtung des Außen.

Die Phänomene des einzelnen Geistes, die jede Form annehmen können, sollte die Psychologie aber genauso ernst nehmen, wenn sie erkennen und heilen will. Denn sie verschenkt ihr Potential, wenn sie sich nicht auch weltanschauliche Fragen stellt, z.B. die Frage, was die Realität eigentlich ist. Gerade die Beobachtungen der Psychologie machen klar, dass die Realität subjektiv auftritt. Wenn man nun meint, die subjektiven Wirklichkeiten interessieren nicht, sondern nur die vermeintlich eine Realität (die nur außerhalb des Individuums zu finden sei), die naturwissenschaftlich zu untersuchen sei, dann nützt man die interessante Besonderheit gerade dieser Wissenschaft nicht.

Denn das eigentlich Interessante ist ja gerade die Frage, ob und wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, dass jegliche Beobachtung, ob nun in der Wissenschaft oder sonstwo, ohne die Berücksichtigung des Beobachters, und seiner Art und Weise zu beobachten, auskommen kann.

Werner Heisenberg (Teilchenphysiker) , die oben genannten Resultate der Quantenphysik zur Kenntnis nehmend,  formulierte: Die Ontologie des Materialismus beruhte auf der Illusion, daß man die Art der Existenz, das unmittelbar Faktische der uns umgebenden Welt, auf die Verhältnisse im atomaren Bereich extrapolieren könne.
Um das ein wenig verständlicher auszudrücken: Während wir in unserer Umgebung das Faktische, das Objektive, finden können, finden wir es in der Quantenphysik rätselhafterweise nicht.

Was man sieht ist nicht zu trennen von der Brille, die man trägt.

Heisenbergs Aussage steht im Widerspruch zu den Aussagen vieler Wissenschaftler und Philosophen vor ihm, die feststellten, dass man auch in unserer Makro-Umgebung keineswegs das unmittelbar Faktische, das Objektive, oder wie Kant es ausdrückte, das „Ding an sich“, findet. Es war ebenso meine Erfahrung, die ich in „Alles ist Geist“ beschrieb. Es muss also nicht unbedingt verwundern, wenn man irgendwann auch in den Naturwissenschaften zur Kenntnis nehmen muss, dass der Blick des Menschen nicht nur beobachtet, sondern erschafft. So wie es die Quantenphysik ohnehin nahelegt.

Ausgestattet mit der entsprechenden philosophischen Brille ist dies jederzeit zu sehen.

Der Spirealismus setzt  Wahrgenommenes und Vorhandenes gleich. Die Welt ist die Welt des Denkens. Dies kann nur aus der Denkgewohnheit heraus bestritten werden, Beobachtung und wirkliche Realität seien verschieden. Und das ist eigentlich unerklärlich.

Naturwissenschaften vs Geisteswissenschaften: Die Aussage des Spirealismus ist, dass Psychologie und Wissenschaft nicht zu trennen sind. Die Naturwissenschaften und die Geisteswissenschaften können beide keine objektiven Resultate zeitigen, also Resultate, die völlig unabhängig vom menschlichen Blick wären. Denn es macht keinen Sinn, die Sichtweise des Menschen abzutrennen von seinen Beobachtungen, oder das, was man durch eine Brille sieht, als völlig unabhängig von der Brille zu bezeichnen.

 
Weiterlesen: Beitrag Naturwissenschaften vs Geisteswissenschaften. Die Psychologie in der Naturwissenschaft und der Geisteswissenschaft

Ähnliches Thema: Ist Philosophie Wissenschaft? Warum Philosophie die wichtigste Wissenschaft ist.

 

Naturwissenschaften vs Geisteswissenschaften. Die Psychologie in der Naturwissenschaft und der Geisteswissenschaft was last modified: April 14th, 2016 by Henrik Geyer

Es gibt keinen Gott – sagen die einen. Es gibt ihn doch, die anderen

Es gibt keinen Gott: Gott oder Nicht-Gott

Es gibt keinen Gott? Wo ist das Problem?

In unserer aufgeklärten Zeit scheint fast beliebig, welcher Überzeugung man anhängt. Aber – ist es das wirklich? Ist es völlig egal, wenn man sagt: Es gibt keinen Gott?

Ich denke, nein. Die Vorstellung von etwas Höherem, etwas, das uns hervorbringt, kommt mit Notwendigkeit in die Welt. Wir fragen uns: Woher kommen wir?

Für den Nicht-Gläubigen ist die Materie der Gott, der Ursprung. Für den Gläubigen ist es Gott – vorgestellt als ein Wille. Im Ursprung bleibt es aber die gleiche Frage.

Bei der Frage, ob es Gott gibt, geht es eigentlich nicht um die Vorstellung einer bestimmten Gott-Person. Allein schon deshalb, weil das Wort „Gott“ für die Gläubigen unterschiedlichsten Glaubens, ob es nun Christen sind, oder Muslime, oder Buddhisten, etc.. ganz Verschiedenes meint. Mit dem Gedanken an Gott verbinden sich unterschiedlichste Vorstellungswelten.
Noch einmal viel verschiedener sind die Vorstellungen zwischen Gläubigen und Nicht-Gläubigen.
Es wäre hilfreich, wenn mehr darüber gesprochen würde, was sich mit den Vorstellungen verbindet, als dass man sich um das bloße Wort streitet. Denn das ist ein Streit um des Kaisers Bart.

Welches ist die richtige Vorstellung von Gott?

Wenn wir vergleichen, was genau wir unter dem Begriff „der Schöpfer“, oder Gott, eigentlich verstehen, dann würde sich herausstellen, dass es bei der Frage, ob es Gott gibt, für die Nicht-Gläubigen um Kirchensteuer, Inquisition und vieles mehr geht. Für die Gläubigen hingegen um Sicherheit im Glauben, Existenzfragen u.v.m.. Man streitet also um zweierlei, nicht um dasselbe. Und so gesehen ist dieser Streit völlig überflüssig. Das ist so, als würden sich Chinese und Deutscher gegenseitig Worte in ihrer Sprache zuwerfen, und so tun, als würden sie verstehen, worum es dem anderen geht.

Die Existenz liegt im Denken

Die Existenz Gottes liegt im Denken des Gläubigen, und die Nichtexistenz Gottes liegt im Denken des Ungläubigen. Die Aussage „Es gibt keinen Gott“ hat nur Wahrheit für den, der sie glaubt.
In einem Außen ist Gott ebenso wenig nachzuweisen wie der Urknall. Denn sowohl der Ungläubige wird sich weigern, die Argumentation des Gläubigen richtig zu nennen, wie sich der Gläubige auf die Argumentation des Ungläubigen verlassen will, was den Urknall betrifft. Denn dieser kennt ja noch nicht einmal Gott.

Es gibt keinen Gott – sagen die einen. Es gibt ihn doch, die anderen was last modified: Februar 16th, 2016 by Henrik Geyer