Querdenker, Sonderlinge, Mindscrewer

Die besten Autoren, die bekanntesten Philosophen und Wissenschaftler, haben uns immer wieder die Denkknoten vor Augen geführt, die wir in unseren Köpfen mit uns herumtragen. Entweder taten sie das erklärend, belehrend, oder, indem sie Kunstformen erschufen, die das zum Ausdruck brachten.

Ich möchte in einer gesonderten Rubrik an diese Menschen erinnern, und Aspekte ihres Schaffens beleuchten, die aus meiner Sicht den Charakter des Paradoxen tragen, und dabei die tägliche Realität dieser Menschen waren. Indem sie versuchten, ihrer speziellen Realitätssicht Ausdruck zu verleihen, sprachen sie das innerliche Gefühl ganz vieler an, nämlich dass hinter unserer scheinbar so eindeutigen Welt etwas ganz anderes verborgen ist. Etwas, das gerade der gewohnte Blick des Menschen nicht zu sehen vermag, und gerade nicht der „völlig logische Verstand“.

Jahrelang hatte ich den irrigen Grundsatz der Maler, man müsse die äußere Natur studieren, um künstlerisch schaffen zu können, stumpfsinnig nachgebetet und befolgt; erst, seit Hillel mich in jener Nacht erweckt, war mir das innere Schauen aufgegangen: das wahre Sehenkönnen hinter geschlossenen Lidern, das sofort erlischt, wenn man die Augen aufschlägt, – die Gabe, die sie alle zu haben glauben und die doch unter Millionen keiner wirklich besitzt.
Gustav Meyrink

Schon im allerersten Schritt fallen mir dabei ganz viele Namen ein, wie Ouspensky und natürlich Gurdjeff, Plato, Philip K. Dick, Kafka, Goethe, Dali, C.G.Jung, Heraklit, Schopenhauer, Wittgenstein … um nur einige zu nennen. Oft kann man diese vertiefte Einsicht, diese Verbindung zur Unendlichkeit (Jung), bei Menschen sehen und benennen, die man vielleicht nicht „Sonderling“ nennen würde, teilweise habe ich das in Artikeln bereits getan, ich denke an Einstein und Sokrates.

Oft handelt es sich dabei nur um einen kleinen Teil der Arbeit dieser Menschen, denn um die Kommunikation zum letztendlich immer gesuchten Publikum aufrecht zu erhalten, braucht es eine Sprache und braucht es Aussagen, die dieses versteht. Doch teilweise wurde das dauerhafte Sehen des Paradoxen, das Beschreibenwollen des Unbeschreiblichen zu einem Kampf um die geistige Gesundheit, und um das Funktionieren in der materialistischen Welt.

Ich finde es spannend, diesen Aspekt, der gerade in den allergrößten Geistern der Geschichte immer wieder auftaucht, unter dem Gesichtspunkt zu betrachten, dass hier letztendlich eine nicht aus der Welt zu redende Gemeinsamkeit vorliegt. Was ist die Gemeinsamkeit …. kann man das formulieren?

 

Querdenker, Sonderlinge, Mindscrewer was last modified: November 27th, 2016 by Henrik Geyer