Monodenk – tue, was Du wirklich willst

Zwiedenk vs Monodenk

Monodenk – Tue, was Du wirklich willst!

eine nicht ganz ernst gemeinte Betrachtung zum Jahresbeginn

 

Vor dem Jahreswechsel hatten wir das Thema Zwiedenk – die natürlich Art des Menschen sich in alles zu finden, sich jeder widersprüchlichen Situation anzupassen, es sich mit Widersprüchen bequem zu machen: man denkt einfach in 2 Richtungen gleichzeitig. Man glaubt an alles und dann doch wieder an nichts.  Man will allen und allem gerecht werden und wird nur einem nicht gerecht: sich selbst. Das Wort Zwiedenk stammt übrigens aus dem Roman 1984 von George Orwell.

Jedes Jahr im Januar fassen wir Ziele, die es zu erreichen gilt – allzu oft ohne Hoffnung, sie auch wirklich zu erreichen. Wir sind eigentlich dennoch ganz zufrieden – dank Zwiedenk. Wir hatten es ja insgeheim nicht anders erwartet. Techniken, „das Letzte“ aus sich rauszuholen, die Träume zu leben (anstatt das Leben einfach nur so zu träumen wie Loser es tun), Power-Verwirklicher zu werden, gibt es ja eigentlich en gros.

Beispielsweise hilft es, die eigenen Träume richtig zu visualisieren, etwa so: in Autosalons herumscharwenzeln und mit dem teuersten Auto eine Probefahrt machen (so als könnte man es jederzeit kaufen). Damit überlistet man das eigene Unterbewusstsein. Das Unterbewusstsein denkt dann nämlich man wäre Krösus und handelt entsprechend Krösus-mäßig, und schwups – schon steht man wirklich im Autohaus und kauft Autos und so weiter. So dumm ist das Unterbewusstsein! Prima eigentlich.

Oder, andere Technik: man schreibt an Silvester die persönlichen Ziele in einen Brief an sich selbst und verwahrt das Ganze ein Jahr …. Bitte ohne Reinschauen zwischendurch! Dadurch, dass man das aufgeschrieben hat, denkt das Unterbewusstsein, es wäre etwas dran an der ganzen Sache – und schwups.. Außerdem hat man eine prima Erfolgskontrolle und kann sich im kommenden Jahr so richtig freuen.

Das klappt ja auch alles, wahrscheinlich …  wenn da nicht die gute alte Gewohnheit wäre, Dünnbrettbohrer zu sein, so vor-sich-hin-träumender Couchpotato, Un-Realist, potentieller Powerranger mit Handicap (dicker Bauch). Selbst die Powermethoden bleiben ein Ziel. Man hat auf Autohäuser keine Lust – käme sich auch blöd vor, wenn die Angestellten 10 Autos rangieren müssten, nur damit man selbst im Rolls eine Vergnügungs-Runde drehen kann. Man öffnet Briefe von vor einem Jahr, adressiert an sich selbst,   … und was drin steht kommt einem irgendwie unwirklich vor, irgendwie uninteressant… Kruzitürken, was hat mich da bloß geritten!

Hier nun die Alternative: Mono-Denk

Die Technik des Mono-Denk hat viel zu tun mit Spiritualitäts-Techniken wie Klarheit des Denkens, Yoga, Rückführung auf das Wesentliche.

Diese Technik hat den Vorteil, dass sie eigentlich bequem ist. Zwiedenk ist ja auch ganz schön anstrengend! Monodenk dagegen ist dünn, schnell, wesentlich, fast schon zu einfach. Mondodenk ist schick, modern und in! Monodenk beruht auf einem völlig neuen und innovativen Konzept, erhältlich nur bei Spireo: man bescheidet sich mit dem, was man gerade hat. Dann wird um so deutlicher, daß das, was man noch wollen könnte, gar nicht so viel ist. Und noch deutlicher wird, daß das, was man wollen könnte, in gar nicht allzu weiter Ferne liegt. Denn Monodenk hat Platz geschaffen, damit man sich auf das Wichtigste konzentrieren kann: die Ziele die einem wirklich am Herzen liegen. Durch das sich-bescheiden kristallisiert sich heraus, was das ist, dieses Ziel, das einem wirklich am Herzen liegt.

Durch Monodenk ist das, was man sich als Ziel auserkoren hat, ein ernsthaftes und richtiges Ziel, für das man dann auch etwas tut.

Etwas für seine Ziele zu tun ist nebenbei gesagt das Allerwichtigste, dadurch erhält das ganze Vorhaben Dynamik und innere Glaubwürdigkeit. Durch Tun kommt vieles andere gleich mit in Gang, was man so von vorn herein gar nicht mit bedacht hat: wer Raucher ist, und sich beispielsweise überwinden kann regelmäßig Sport zu machen, erhält als kleines Giveaway eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber Zigaretten. Das Unterbewusstsein denkt hier – in seiner etwas naiven Art: „es wäre doch dumm den ganzen Sport-Aufwand zu treiben – und dann die Lunge zu teeren.“ Recht hat es.

Aus der Sicht der Mitarbeiter des Autohauses ändert sich übrigens nichts: man ist nicht da und wird nicht vermisst. Nur, daß man dank Monodenk nicht glaubt, irgendetwas zu verpassen, irgendetwas unversucht zu lassen. Man ist nicht da, spart sich die Mühe, spart das Benzin, und fühlt sich – mit Monodenk – gut dabei.

Rangieren unnötig: Rolls Royce
rangieren unnötig: Rolls Royce

 

Fake-Briefe an sich selbst bleiben ungeschrieben – wie cool ist das denn! Durch die Technik des Monodenk entledigt man sich aller Tätigkeit, die einem nichts bedeutet. Und hat nun Zeit für das Wirkliche. Dank Monodenk kommen wir unseren Zielen wirklich näher – Zwiedenk dagegen ist nur scheinbar bequem.

Spireo – 1.1.14

Monodenk – tue, was Du wirklich willst was last modified: Oktober 16th, 2015 by Henrik Geyer