Mindfuck Philosophy – der Beginn eines neuen Denkens

Mindfuck Philosophy - der Beginn eines neuen Denkens

Ich sah neulich einen dieser beliebten Mindfuck-Filme (meine Kinder mögen das). Und ich dachte mir: eine Philosophie, der zufolge Wirklichkeit und Phantasie verschwimmen, ist demnach eigentlich auch eine „Mindfuck Philosophy“

Mindfuck Movies – Mindfuck Philosophy

Was bedeutet Mindfuck?

Mindfuck ist ein Modewort, dass einen unauflösbaren geistigen Widerspruch bezeichnet. Etwas Undenkbares sozusagen, wenn man so will etwas Paradoxes.

Mindfuck-Filme sind Filme, in denen mit dem Begriff der „Realität“ gespielt wird.  Zum Beispiel ist es ein gängiger Mindfuck-Filmplott, dass ein Held gegen etwas kämpft, einen Widersacher beispielsweise – den Bösen.  Im Verlauf des Filmes stellt sich aber heraus, dass das, was der Held erlebt, nur seiner eigenen Phantasie entspringt. Der „Böse“ des Films ist demzufolge ebenso er selbst, wie er der Held ist.

Phantasie und Wirklichkeit, Traum und Realität, werden in den sogenannten Mindfuck-Filmen so vermischt, dass es dem Zuschauer unmöglich ist, genau zwischen beidem zu unterscheiden. Mehr noch: Der Reiz dieser Filme besteht gerade darin, dass man verwirrt ist, und verunsichert.

Man fragt sich regelmäßig: Was ist das, was ich als Realität wahrnehme? Ist es möglich, dass es mir ebenso gehen  könnte, wie dem Helden?

Beispiele

Beispiele für Mindfuck Filme sind „Shutter Island“, „Vanilla Sky“ oder auch Filme von David Lynch, wie z.B. „Lost Highway“

Viele Science-Fiction-Filme gehen in die Mindfuck-Richtung,

Siehe auch Artikel zum Thema: Roboter Mensch. Ist der Mensch ein humanoider Roboter?

„Mindfuck“ ist ein anderes Wort für…

surreal, psychologisch, schizophren (insofern Schizophrenie mit „gespaltene Persönlichkeit“ assoziiert wird), Wahn

Siehe auch Artikel zum Thema: surreal – Was ist surreal?

Mindfuck ist ein Modewort, das uns letztlich eine uralte Frage neu auftischt: was ist der Unterschied zwischen Traum und Realität? Wie kann man beides trennen?

Es ist letztlich das jahrtausendealte Problem des Zhuangzi:

Ich weiß nicht, ob ich ein Mann bin, der träumt, ein Schmetterling zu sein, oder ob ich ein Schmetterling bin, der träumt, ein Mann zu sein.

So gesehen ist Zhuangzi (mit dem Taoismus) ein Mindfuck Philosoph.

Spirealismus – und das Verschwimmen von Realität und Wirklichkeit

So gesehen ist der Spirealismus eine Mindfuck – Philosphy, denn die allererste Feststellung des Spirealismus ist: Das Denken ist die Realität.

Z.B. ist das Denken des sogenannten psychisch Kranken dessen Realität, ebenso, wie das Denken des sogenannten Gesunden dessen Realität ist. Als Realitäten sind sie dem Individuum nicht unterscheidbar, egal ob krank oder gesund – die individuelle Wahrheit ist einfach immer wahr.

Der Spirealismus sieht die Begriffe selbst als Realisierung, nicht als Widerspiegelung einer äußerlichen Realität. Den Menschen sieht er als Element der Schöpfung, nicht den Beobachter der Schöpfung. Und das ist dem materialistisch Denkenden sehr paradox (eine „Mindfuck Philosophy“) – bedeutet das doch, dass sich die „Dinge“ ändern, mit unserem Verständnis für sie.

Der Materialist hingegen nimmt an, die Realität gäbe es nur einmal, und zwar in Form äußerlicher Objekte, demzufolge würden alle (Menschen) dieselbe Realität beobachten. Die Wahrnehmung, dass jeder seine eigene Realität hat, ist ihm nicht vorstellbar.

Siehe auch Artikel zum Thema Mindfuck: Interview mit Autor Dr. phil. Christian Hardinghaus

Mindfuck Philosophy – der Beginn eines neuen Denkens was last modified: Februar 19th, 2016 by Henrik Geyer

Ein Kommentar auf “Mindfuck Philosophy – der Beginn eines neuen Denkens

  1. Mögen „Spirealismus – und das Verschwimmen von Realität und Wirklichkeit“ bloß nicht zu einer weiteren Religion verkommen!
    Wenn auch ich übers Wasser gehen will, ist zuvor ein geistiger Akt, das Denken, sinnvoll, um nicht wie einst Petrus, unter zu gehen. Die Sünde ist nicht mehr nötig, sie hat genug Schaden angerichtet, die Schuld des einzelnen Menschen dagegen, bedarf der erlösenden Gnade.
    So gesehen ist es gut, daß es Sie gibt, vielen Dank!

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