Kreativitätstechniken – wie bin ich am effektivsten kreativ?

Kreativitätstechniken Spruchbild: Einer der Vorteile der Unordnung liegt darin, dass man dauernd tolle Entdeckungen macht.

in diesem Artikel soll es um einige sehr allgemeine Kreativitätstechniken gehen

Kreativitätstechniken: Kreativität als Gewohnheit

Zunächst einmal kann Kreativität zur Gewohnheit werden – vorausgesetzt, man hat eine kreative Tätigkeit. Das berühmte Schraube-Anziehen am Fließband wäre ungeeignet, um Kreativität  zu „lernen“, und zur Gewohnheit werden zu lassen.

Damit Kreativität zur Gewohnheit wird, sollte man möglichst jeden Tag innerhalb einer bestimmten Zeitspanne kreativ sein. Kreativität ist als Arbeit zu sehen, die auch Disziplin erfordert.

Gerade Kreativität braucht einen wachen Geist, und es gibt von Mensch zu Mensch unterschiedliche Tageszeiten, an denen der Quell der Kreativität sprudelt, wie auch nicht-kreative Tageszeiten. Jeder muss für sich ausprobieren, wann die beste Zeit des Tages für kreatives Schaffen ist.

Gedanken würfeln

Eine der wichtigsten Kreativitätstechniken ist es, verschiedenste Einflüsse auf sich wirken zu lassen, zu kombinieren, zusammenzufügen. Vielleicht könnte man auch sagen: Naiv sein ist wichtig, und so zu tun, als wüsste man nichts. Das Vorhandene ist ohnehin nicht, was man sucht.

Warum ist das so? Weil Kreativität nichts anderes ist, als das Neuzusammenfügen von Bekanntem. Wer also glaubt, alles Richtige und alles Schöne gäbe es schon, kann nicht kreativ sein.

Wolfram von Eschenbach, der mittelalterliche Schöpfer des „Parzival“, nannte die Dichtkunst einmal einen „Würfelbecher“ der Schöpferkraft.

nur träumen

Man kann dem Geist aber auch einmal Ruhe gönnen – Kreativität ist letztlich nicht erzwingbar und hat auch wenig mit dem logisch-rationalen Denken zu tun, das wir im Alltag gewohnt sind zu nutzen, z.B. für die Terminplanung.

Wenn man bei einem bestimmten kreativen Problem nicht weiterkommt, dann nicht forcieren! Der Geist, diese unerklärliche und kraftvolle Quelle der Schöpfung, kommt oft von ganz allein auf die mögliche Lösung. Das Problem bleibt irgendwo im Unterbewusstsein – und es wird gelöst.

Ideen sammeln

Weil die besten und kreativsten Ideen manchmal aus dem Nichts auftauchen, weil sie sich oft auf bestimmte Ideen beziehen, die man schon hatte, muss man sich angewöhnen, die Ideen zu sammeln, und zwar sofort, wenn sie auftauchen. Es ist oft schade, wenn sie verloren gehen.

Das ist ganz ähnlich dem Träumen – wenn man Träume nicht sofort aufschreibt, kann man sich manchmal schon im nächsten Augenblick nicht mehr an sie erinnern. Beim besten Willen nicht.

Tun!

Natürlich kann das alles nicht davon ablenken, dass auch kreative Arbeit letztlich Arbeit ist, die Disziplin und Ausdauer erfordert. Kreativität ist eine Art Handwerk.

Welche kreative Aufgabe man auch immer lösen möchte, ob man malt, Musik macht, schreibt, vielleicht Businesses erfindet – was immer; man muss das spezifische Handwerk lernen. Und das geht natürlich nicht ohne Mühe, ohne Tun, ohne Versuche, ohne Enttäuschung.

Man könnte die Fertigkeiten des jeweiligen „Kreativ-Handwerks“ auch selbst als Kreativitätstechniken sehen. Wer auf der Klaviatur seines jeweiligen „Kreativhandwerkes“ zu spielen versteht, hat die besten (handwerklichen) Möglichkeiten, erstaunliche Resultate  zu erschaffen.

siehe auch Artikel Schreibblockade überwinden

 

 

Kreativitätstechniken – wie bin ich am effektivsten kreativ? was last modified: Januar 10th, 2016 by Henrik Geyer