Ist der Spirealismus agnostisch? Agnostizismus und Philosophie.

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort Thema agnostisch/Agnostizismus: Für die Quelle, solange sie existiert, kann es kein Ende des Wassers geben.Die Existenz der Quelle ist Wasser. Für den Menschen, solange er existiert,kann es kein Ende des Erkennens geben. Die Existenz des Menschen ist Geist.

Agnostizismus, was bedeutet das? Und … Ist der Spirealismus nun eine agnostische Philosophie, also eine Philosophie, die die Erkenntnisfähigkeit des Menschen grundsätzlich in Frage stellt? Über Agnostizismus und Philosophie.

Spirealismus und Erkenntnis

Der Spirealismus hält den Menschen für ein Element der Schöpfung, nicht für einen Beobachter der Schöpfung.

Das bedeutet unter anderem, dass der Mensch nicht in der Lage ist, ein Gesamtbild der Schöpfung zu zeichnen. Denn aus ihm selbst, dem Menschen sprudelt die Schöpfung, wie aus einer Quelle. Der Quelle muss das, was da sprudelt, unendlich vorkommen, sich aus sich selbst erneuernd. Und so kann es für die Quelle, solange sie selbst existiert, kein Ende des Wassers geben. Und für den Menschen kein Ende des Erkennens.

Materialismus und Erkenntnis

Die Sichtweise des Spirealismus steht natürlich im Gegensatz zu der materialistischen Sichtweise, der zufolge es die letzte Erkenntnis, die letzte Wahrheit geben muss. Der Materialismus sieht Erkenntnis wie ein Abrufen von Information aus einem vom Menschen getrennten Außen. Der Mensch bildet sein Außen im Geiste nach – und liest die Information von der Materie (die im Materialismus der Inbegriff des von uns unabhängigen Außen ist), ab.

Die Antwort

Und so gefragt: „Ist der Mensch Erkenntnis-fähig?“ wäre die Auskunft des Spirealismus: Nein, in der vom Materialismus vorgestellten Weise gibt es keine Erkenntnis. Eine Erkenntnis als endgültig, die letzte Wahrheit, die Weltformel, etc.., das bestreitet der Spirealismus.

Wenn der Mensch selbst, auch in seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Schöpfer ist, dann gibt es keine eindeutige Wahrheit, keine letzte Wahrheit, keine eindeutige Erkenntnis, keine letzte Erkenntnis. So, wie es auch kein definiertes Außen gibt. Es entsteht erst durch uns, durch den Menschen, in einer Wechselwirkung – als Relation.

Ist der Spirealismus also agnostisch?

Spirealismus als nicht – agnostisch

Der Spirealismus ist dennoch nicht agnostisch, weil er die Erkenntnis, dass der Mensch Quelle der Information ist, für das Wesen der Dinge und des Kosmos hält.  Dies zu erkennen – das hält Spirealismus für den Inbegriff von Erkenntnis.

Dass es Erkenntnis im materialistischen Sinn nicht gibt, bedeutet für den Spirealismus, dass die Frage nach Erkenntnis falsch gestellt ist. Erkenntnisfähigkeit, spirealistisch verstanden, ist etwas anderes.

Somit ist auch der negative Touch, der der Geisteshaltung des Agnostizismus anhaftet, beim Spirealismus nicht zu finden. Spirealismus hält Suche nach Erkenntnis nicht für überflüssig. Auch wenn Fragen und Antworten in einer schöpferischen Weise aus uns sprudeln, ist doch die Tatsache des Fragens und Antworten-Findens das Wesen unserer Existenz. So, wie die Quelle eben aus Wasser besteht.

Auch wenn sich die Quelle sagen muss, dass es für sie nie ein Ende des Wassers geben kann, heißt das für sie nicht, dass die Quelle an der Sinnhaftigkeit zweifeln muss, Wasser hervorzubringen.

die geistige Natur der Dinge erkennen

Auch der Spirealismus muss erst einmal erkannt werden. Diese geistige Natur der Dinge zu erkennen, diese Erkenntnis zu machen, das wäre Erkenntnisfähigkeit im spirealistischen Sinn – und, mindestens aus spirealistischer Sicht – nicht agnostisch.

Die (Er-)Kenntnis der Dinge als in ihrer Natur schöpferisch – diese fundamentalste, unbegreiflichste, und zugleich wahrste vorstellbare Erkenntnis, steht als allgemeines Wissen noch aus.

 

Siehe auch: Artikel ‚Philosophie im Alltag – wozu brauchen wir Philosophie überhaupt?‘

Siehe auch: Artikel ‚Spirealismus als Lebenshaltung – durch Gedanken entsteht Realität‘

 

Ist der Spirealismus agnostisch? Agnostizismus und Philosophie. was last modified: März 5th, 2016 by Henrik Geyer