gute Erwartungen und schlechte Erwartungen formen unsere Welt

Erwartungen .. das Gute erwarten: Hoffnung, Zuversicht.

Die Erwartung, etwas Gutes würde wahr werden, nennen wir Hoffnung, oder besser noch Zuversicht. Die Hoffnung wiederum, die Erwartung des Guten, definiert sich durch die Unterscheidung – von der Befürchtung, der Erwartung des Schlechten.
Das Wort Hoffnung drückt den Zwiespalt unserer Erwartungen aus, die optimistische Seite betonend. Das Wort Befürchtung hingegen betont die pessimistische Seite.

Erwartung des Guten – Hoffnung und Zuversicht

Ich hatte in einem Artikel über Zuversicht gesprochen. Das Beitrags-Bild dieses Artikels heißt eigentlich so: „Zuversicht“. Eine Frau schrieb mir, dass Zuversicht die Erwartung des Guten ist.

So kann man es sehen. Zuversicht ist, mehr noch als Hoffnung, die feste Erwartung des Guten.

Das Bild zeigt einen Mann, der ein Schiff in schwieriger Lage steuert. Er hält ein Steuer in Form eines Uhr-Ziffernblattes in der Hand, und dieses Ziffernblatt zeigt Fünf vor Zwölf an. Dennoch macht der Mann einen mutigen und handelnden Eindruck… er erwartet das Gute. Er erwartet es, vielleicht ganz ohne Grund, ganz ohne Abwägen der Chancen. Er ist sich sicher, dass das Gute eintreten kann, wenn er in dessen Erwartung handelt.

Erwartungen des Schlechten – Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Tod

Nun können wir uns vorstellen, was der Mann täte, wenn er fest mit dem Schlechten rechnete.  Er täte wohl nichts, würde seinen  letzten Minuten in Verzweiflung verdämmern. Er wüsste (und dies erschiene ihm als ganz „vernünftig“) dass bald „alles zu spät“ ist. Der Uhrzeiger würde mit Notwendigkeit auf die Zwölf vorrücken.

Hoffnung erlangen

Hoffnung zu erlangen – also den Konflikt des Zweifels weg von den Befürchtungen, hin zur Erwartung des Guten zu bewegen – das geht auf verschiedenen Ebenen.

Erstens kann man sich sich ansehen, was man überhaupt für Erwartungen hat. Oft hilft es schon, von Erwartungen loszulassen, um sich von Hoffnungen zu befreien, die eine Fülle von Befürchtungen mit sich bringen – und die eigentlich eine Belastung sind.

Zweitens hilft es, an die Stelle des Grübelns über Hoffnungen die Tat zu setzen. Ganz im Sinne des Beitragsbildes – es kann nur geben, woran wir auch glauben können; was wir sicher erwarten. Durch uns kommt es in die Welt. Durch unseren Glauben, es würde geschehen, aber nicht durch Zweifel.

Aus demselben Grund sollte man sich drittens nicht geistig fixieren, auf eine Hoffnung, oder eine Furcht. Epiktet: Man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden.

Vieles kann geschehen – durch unsere positiven  Erwartungen, die feste Erwartung des Guten, machen wir es wahrscheinlich. 

 

 

gute Erwartungen und schlechte Erwartungen formen unsere Welt was last modified: Dezember 10th, 2015 by Henrik Geyer