Zeitenwende? Nein, das Alte kommt in neuer Gestalt.

Deutschland muss zuallererst den eigenen Staat schützen. Alle Politiker die ich früher kannte, Brandt, Schmidt, Kohl, wussten das, nahmen das ernst. Deutschlands Sicherheit zuerst, Deutschlands Zukunft zuerst – das muss der Grundsatz für Politiker sein, zumindest für deutsche Politiker. Die neue Politikergeneration unter Merkel gibt sich einer Ideologie hin, in der das nicht mehr wichtig scheint, innerhalb der es so aussieht, als seien revolutionäre neue Zeiten angebrochen, in denen sich jahrtausendealte Prinzipien innerhalb weniger Jahre überlebt hätten. Sie möchten es so aussehen lassen als seien die Worte deutsch, Patriotismus, Staat, Nation, Grenzen, Verantwortung für uns selbst, überholte und schlimme Worte. Als sei die Zuwanderung von Kulturfremden in die Sozialsysteme dieses Landes Nebensache, jedoch ginge es darum, die surreale Parallelwirklichkeit des ZDF-Fernsehens für die Zukunft zu erhalten. Das gelingt insofern, als Deutschland zu einer Fernsehnation geworden ist, die sich leicht und willig von den zu Staatssendern mutierten „Öffentlich-Rechtlichen“ führen lässt. Auch die sogenannten Freien Medien unterliegen nach 70 Jahren Nachkriegsdeutschland einer intern streng geregelten politischen Interessenlage. Die Medien lassen es so aussehen, als denke eine Mehrheit wie Merkel – und, was die Mehrheit denkt könne ja nicht falsch sein, meint der Durchschnittsbürger. Keiner möchte aus der Reihe tanzen, keiner möchte Extremist sein, besonders in Deutschland nicht.

Doch das stimmt nicht, ist Lüge. Die Mehrheit der Deutschen denkt nicht wie Merkel, und hätte Deutschland freie Medien, die über die Zustände berichteten wie sie sind, und die sich nicht schon selbst an die Kandare nehmen, u.a. in einer „freiwilligen Selbstverpflichtung“, hätte Merkel keine Chance auf Wiederwahl. Die Medien orchestrieren die Handlungen der Regierung in Einigkeit – das müsse so sein, das ginge nicht anders, man dürfe nur so und so denken. Gar: Der zunehmende Terror im Großen und Kleinen sei völlig normal und schon immer so gewesen. Oder, noch besser, eigentlich gäbe es ihn gar nicht. Zunehmend wird Gewalt gegen Andersdenkende spürbar. Die Gefahr einer immer unfreier werdenden Gesellschaft, einer Diktatur, besteht. Die Demokratie von einst ist Deutschland schon jetzt nicht mehr.

Basiert die Staats-Ideologie auf Menschenfreundlichkeit? Nein, jede Diktatur hat eine Ideologie, die sie prägt, und neben der nicht gedacht werden soll. Eine solche Ideologie kann JEDE Form annehmen und ist nicht beschränkt auf das, was man gemeinhin als links oder rechts bezeichnet. Eine Diktatur kann auch ein religiöses Wesen annehmen, oder Personenkult, oder eine Mischform. Die Ideologie ist, der äußeren Form nach, nie gegen die Menschen, sondern für sie. Das war noch in keiner Diktatur anders. Letztlich aber geht es um Macht – die Macht der herrschenden Nomenklatura.

Der Wähler darf sich nicht dumm machen lassen, sich nicht erzählen lassen, er sei nicht artig, wenn er XXX wählt. Das WESEN DER DEMOKRATIE ist der MEINUNGSSTREIT IM PARLAMENT. Eine Diktatur erkennt man an der Einigkeit – bei Anwesenheit existenzieller Probleme. Wir brauchen eine Opposition, die die Meinung einer Mehrheit der Bevölkerung vertritt.

 

Wir müssen wählen gehen. Und wir sollten eine Partei wählen, die ins Parlament kommt.

Zeitenwende? Nein, das Alte kommt in neuer Gestalt. was last modified: September 22nd, 2017 by Henrik Geyer