Wer zum Nichtwählen aufruft hilft den Regierungsparteien an der Macht zu bleiben

Jüngst rief Kanzleramtsminister (!) Altmaier dazu auf, lieber nicht zu wählen, als eine bestimmte Partei zu wählen. Das ist falsch und zeigt ein verkommenes Verständnis von Sinn und Wirkungsweise der Demokratie.

Die Demokratie lebt vom Streit der Meinungen – findet kein Streit mehr statt, findet auch keine Demokratie statt. In der Demokratie findet der Streit im Parlament statt, in der Anarchie auf der Straße. In der Diktatur gibt es offiziell keinen Streit mehr, bis sich der schwelende Unmut in einem Befreiungsschlag Bahn bricht.

Die Demokratie lebt davon, dass das, was die Bürger bewegt, im Parlament zur Sprache kommt und diskutiert wird. Denn um die Bürger geht es ja, wenn wir von einem Staat sprechen. Es geht nicht um Ideen im Kopf einer Kanzlerin.

Wie der Begriff „Kanzler“ schon sagt, hat der Inhaber dieser Funktion die Aufgabe, die verschiedenen Interessen des Volkes in seinem Büro, seiner Kanzlei, zusammenzuführen und zu verwalten. Es ist nicht seine Aufgabe wie von einer Kirchen-Kanzel herab die eigenen Ziele als die Ziele des Volkes auszugeben und durchzusetzen.

Wer zum Nichtwählen aufruft, hilft den Regierungsparteien an der Macht zu bleiben. Daher ist es geradezu die Pflicht eines jeden, der in diesem Land etwas ändern möchte, wählen zu gehen.

DAS ist demokratisches Verständnis, DAS ist die Ehre, die wir Denjenigen erweisen können, die für dieses Land ihre Freiheit gegeben haben, manchmal auch das Leben. DAS ist die Sorgfalt und die Verantwortung, die wir für zukünftige Generationen haben und nicht einfach von uns weisen dürfen!

Wir sollten wählen – wir sollten eine Partei wählen, die Chancen hat in den Bundestag zu kommen.

 

Wer zum Nichtwählen aufruft hilft den Regierungsparteien an der Macht zu bleiben was last modified: September 20th, 2017 by Henrik Geyer