Frieden bewahren: beim Gedanken des Friedens bleiben

Bildspruch: Frieden und Freiheit scheinen nicht viel wert zu sein, solange man sie hat. Erst wenn sie fehlen, versteht man, wie wichtig sie sind.

In vielen Konflikten dieser Tage  erleben wir einmal mehr, dass aus einem regionalen Streit eine größere Auseinandersetzung zu werden droht. Doch der Wille zum Frieden lohnt sich.

Unser Interesse ist Frieden

Wenn man dieser Tage das Wort „Ukraine“ hört, oder „Syrien“ u.v.m., dann heißt es manchmal, es ginge bei möglichen bewaffneten Konflikten dort um unsere Interessen.

Wirtschaftliche Interessen, militärisch-politische Interessen, etc..

Aber was sind unsere Interessen eigentlich – wenn nicht zuallererst in Frieden? Was brauchen wir, wenn nicht zuallererst das Leben?

Europa ist stark, auch ohne Krieg zu führen

Mit dem Ukraine-Konflikt, und auch anderen Konflikten, werden die Menschen Europas nur konstruktiv umgehen können, wenn der Konflikt regional begrenzt bleibt, begleitet von den großen Mächten – und natürlich auch Russland.

Moderieren statt Eingreifen ist das Gebot. Verhandeln anstatt Verhandlungen abbrechen. Nur so erweist sich Europa als kluge und ernst zunehmende Macht.

Dass Europa eine Macht ist, muss Europa nicht erst beweisen. Europa wird nicht stärker durch Chauvinismus. Nur dummes Gerede von fehlender Stärke lässt Europa manchmal zahnlos erscheinen.

Aber Europa ist stark. Als Verhandlungs-Macht ist Europa stark, und kann seine Macht auch nur so erhalten. Wer glaubt, man könne endgültige Ergebnisse im Krieg erzielen, man könne einem Konflikt schnell ein Ende setzen, der irrt.

Ein kurzer Kampf, und dann Ruhe? Jedem Kampf werden weitere folgen. Es ist nur eine Frage unserer Einstellung und unserer Gedanken.

Zitat: Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen. Plato

Spiritualität und Frieden bewahren

Spiritualität ist die Bezogenheit auf das Geistige – es ist verbunden mit dem Zurückdrängen des Ich.

Gerade in Konflikten ist es sehr wichtig, das Ego zurückzunehmen. Das Ego sagt: Das ist mein Interesse. Das sind unsere Rohstoffe. Ohne diese Rohstoffe können wir nicht leben. Unsere EU – die, koste was es wolle, möglichst viel Einfluss haben soll. 

Vergessen wir lieber die markigen Reden. Vergessen wir all die vielen klugen Aspekte. Ohne die Rohstoffe können wir vielleicht leben, aber nicht ohne Leben. Der Frieden ist wichtiger. In einer Welt voller Massenvernichtungswaffen kommt es auf den Frieden an. Stärken wir den Gedanken des Friedens. Einfach, indem wir ihn denken. 

Man kann alles erreichen, durch Kommunikation, Handel, Frieden. Man braucht den Krieg nicht. Man kann alles zerstören durch ein übergroßes Ego, blitzschnelle Entscheidungen, vorschnelles Handeln. Lernen wir aus dem 20. Jahrhundert. Vergessen wir nicht die Leichtigkeit, mit der aus Unachtsamkeit und Unbedarftheit ein Krieg erwächst.

In dem Buch „Die Schlafwandler“, von Christopher Clark, wird der albtraumhafte „Selbstlauf“ der Geschehnisse, die zum 1. Weltkrieg führten, beschrieben. Der Erste Weltkrieg – eine Katastrophe, die zum Auslöser vieler weiterer Katastrophen des 20. Jahrhunderts wurde. Hinterher, so zeigte sich damals, war angeblich niemand im Speziellen für den Weltbrand verantwortlich. Doch im Vorhinein wurde gehetzt und gejubelt ob der großen Eroberungs-Aussichten. Die Egos waren groß, die Nationen stark. Vorher. Hinterher nicht mehr, da war der Verlust immens, und die Egos ganz klein.

Jüngere Geschichte – dasselbe Bild

Die Attentate auf das World-Trade-Center werden in dem genannten Buch als aktuelles Beispiel dafür genannt, wie ein einzelnes Ereignis eine als sicher und harmonisch geltende Situation schlagartig verändern kann. Dem Anschlag auf das World-Trade-Center folgte ein Jahrzehnt des Krieges gegen den Terror – ein verlustreicher und teurer Krieg in Afghanistan, der nicht zu „gewinnen“ war. War er also nötig? Was haben die Kriege in Nahost gebracht, im Irak, in Afghanistan? Außer weiteren Kriegen?

Unseren Politikern ist zu wünschen, daß sie nicht aufhören, maßvoll zu verhandeln, den Frieden zu wollen und nicht das Gegenteil. Kräfte, die den Konflikt suchen, gibt es genug.

 

 

Die Mittel stehen bereit - nun braucht es Hitzköpfe
Das Pulver ist trocken – es braucht immer die Hitzköpfe

 

Frieden bewahren: beim Gedanken des Friedens bleiben was last modified: September 28th, 2016 by Henrik Geyer