Muss man sich an die Türkei heranwanzen?

Vorgestern erklärte Frau Merkel noch dem Parlament, warum es überaus vernünftig, nötig und dringlich sei, sich an die Türkei zu binden. Es ginge eben nicht anders, sei alternativlos, na ja, und der ganze Zinnober.

Heute schon scheint der türkische Staatspräsident Erdogan all dieses Bemühen zu konterkarieren, indem er einfach droht, die Grenze für Flüchtlinge zu öffnen!

Nun fragt man sich: Ist es nicht vielleicht doch so, wie es schon das klügste von den drei kleinen Schweinchen wusste: Das kluge Tier baut vor, und zwar fest und sicher. Wohlgemerkt, es baut für sich vor, und nicht für andere. Übersetzt in die Politik hieße das: Man überreicht nicht Milliarden und Abermilliarden an unsichere Kantonisten, von denen man sich alle 3 Tage distanziert. Sondern man setzt das Geld dort ein, wo man dessen Verwendung am besten kontrollieren kann, nämlich bei sich selbst. Beim eigenen Grenzschutz.

Über die Klugheit des kleinen Schweinchens wird eigentlich nicht sehr viel geredet, man beneidet es nicht sonderlich darum. Denn man hält diese Klugheit für eine schlichte Binsenweisheit. Natürlich tut das nicht die Bundeskanzlerin, die das Einfache und das Logische stets zu einfach und stets zu logisch findet. Sie ist ja Wissenschaftlerin.

Man darf gespannt sein, mit welchem devoten Trick es gelingen wird, den Herrn über das Schicksal Deutschlands und der EU gnädig zu stimmen. Oder … muss jetzt etwa eine andere Lösung gefunden werden? Was wird dann aus „alternativlos“?

 

Muss man sich an die Türkei heranwanzen? was last modified: November 25th, 2016 by Henrik Geyer