Eisschmelze an den Polen – Kernschmelze der Erde?

Die Kernschmelze ist bei einem Atomreaktor der GAU – der größte anzunehmende Unfall. Warum? Weil dieser Vorgang mit der Notwendigkeit einer Explosion verläuft, nur langsamer. Das zerstörerische radioaktive Potential baut sich auf, indem die Brennstäbe miteinander verschmelzen. Und es gibt kaum etwas, das diesen Prozess aufhalten könnte, hat er einmal begonnen. Das Ende einer solchen Kernschmelze ist das Durchbrechen des Reaktormantels und das Freiwerden des radioaktiven Potentials – was eine Verseuchung und Unbewohnbarkeit des betroffenen Gebietes für viele Jahrhunderte mit sich bringt.

 

In Zeitungen ist nun immer öfter die Rede von Gletscherschmelze, Schmelze der Polkappen …

Vielleicht nicht nur dem Namen nach erinnert diese Schmelze an eine Kernschmelze globalen Maßstabes. Warum?

Der Prozess, der da beginnt, ist in seinem Verlauf nicht vorhersehbar. Er läuft mit Notwendigkeit und der Präzision eines unverstandenen Uhrwerkes ab. Er ist unumkehrbar und selbstverstärkend. Seine Ausmaße können, ähnlich wie bei einer Kernschmelze, dazu führen, dass die Erde in weiten Teilen (oder ganz) unbewohnbar wird. So, wie wir es ja gerade sehen, in den Gebieten, die bisher noch bewohnbar waren, und nun völlig verwüsten.

Nicht umsonst sagt die NASA (die diese Prozesse aus dem All dokumentiert), dass die gegenwärtigen Kriege auf der Erde auf solche Verwüstungen zurückzuführen sind. Natürlich stellt sich Krieg und Frieden auf der Erde stets als die Entscheidung von Menschen dar, wodurch wiederum viele an einen Zusammenhang gar nicht glauben mögen.

„Der Mensch“ hat nicht begriffen, was er da auslöst. Noch gibt es viele, die nicht glauben wollen, dass die Erderwärmung überhaupt auf den Menschen zurückzuführen ist. Wenn sie es anhand der schmerzlichen Wirkungen begriffen haben werden, wird es wiederum zu spät sein.

Kann der Mensch es noch richten?

Es ist leider sehr fraglich, ob „der Mensch“ an diesem selbstzerstörerischen Prozess etwas wird ändern können. Die offensichtliche Lösung läge in einem Begriff, der für die heutige Gesellschaft völlig unannehmbar ist: Mäßigkeit. „Weniger!“ anstelle des zerstörerischen „Mehr!“.

Und dieses „Weniger!“ müsste ganz praktisch verstanden werden. Weniger Menschen. Weniger Expansion. Schrumpfung statt Wachstum. Mehr Wald und Wildtiere. Mehr völlig unnütze Natur.

Aber … wird der Mensch seine Fortschritte jemals in Wirtschaftsschrumpfung messen wollen? Ist das vorstellbar? Irgendwie nicht.

Nahezu jede Denkrichtung hält „Mehr!“ für das Gebot der Stunde, wie schon jeder Stunde zuvor. Mehr Flächen für Bebauung und Verkehrswege! Mehr Wirtschaft! Mehr Konsum! Mehr Menschen! So, wie es schon immer war.

Wenn das kollektive Bewusstsein namens „der Mensch“ nicht mit Knüppel eins aufs kluge Köpfchen erhält, dann scheint es nicht klug sein zu wollen. In der Regel jedenfalls kümmert es „den Menschen“ nicht besonders, was er nicht ahnt, oder was er nicht im Augenblick als Schmerz fühlt.

Allerdings … dass das, was kommt, nicht zu ahnen sei, kann man andererseits auch nicht sagen. Einstein sagte einmal, sich (prophetisch) sorgend, bereits vor einem knappen Jahrhundert und in genau diesem Zusammenhang:

„Das Maximum ist kein Optimum!“

 

 

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Eisschmelze an den Polen – Kernschmelze der Erde? was last modified: April 5th, 2016 by Henrik Geyer