Der Schriftsteller und sein wichtigstes Werkzeug, das Denken – Sport und Gehirn

Der Schriftsteller und das Denken - Sport und Gehirn

Noch vor vielleicht zwanzig oder dreißig Jahren war es üblich, dass im Fernsehen geraucht wurde. In hochkarätigen Diskussionsrunden war die Luft so verqualmt, dass man die Diskutanten gar nicht mehr sehen konnte. Schriftsteller traten oft als Pfeife rauchende Denker auf – man erinnere sich nur an Günther Grass. Es wurde auch gebechert, was das Zeug hielt. Man denke an Hemingway oder Beckett.

Das ist ein geradezu bewunderungswürdiges Verhalten, denn gerade die Geistesarbeit erfordert eigentlich wache Sinne. Insofern erstaunlich, welche hervorragenden Werke manche Schriftsteller unter dem Einfluss von Tabak und Alkohol hervorbrachten, beispielsweise Edgar Allen Poe, als er „Der Rabe“ schrieb – man sagt, er sei betrunken gewesen.

Das Denken als Werkzeug

Dem Schriftsteller ist sein Denken das wichtigste Werkzeug, und insofern sollte er sich darum bemühen, dieses Werkzeug zu entwickeln und zu schärfen. Wie viel leichter fällt es, etwas zu schreiben, wenn man frisch, ausgeruht und klar bei Sinnen ist!

Sport, besonders Ausdauersport fördert den Geist

Es ist sicherlich keine besondere Weisheit, dass Sport die Gesundheit fördert. Vielleicht nicht ganz so offensichtlich ist, wie sehr das Denken von Sport profitiert. Auch das Gehirn ist ein Organ, das besser lebt, wenn es durchblutet ist und nicht zu träge wird. Das Gehirn ist kein Muskel, so dass man es nicht direkt sportlich beanspruchen kann. Aber es profitiert im gleichen Maße von körperlicher Bewegung, wie alle anderen Organe.

Das spürt, wer erfrischt von der kühlen Luft von einem Ausdauerlauf wiederkehrt. Erhitzt von der Anstrengung, aber ausgeruht und geistig erneuert.

Der Schriftsteller und das Denken – Sport und Gehirn

Insofern ist es dem Schriftsteller zu raten, des Öfteren das Augenmerk auf die Gesundheit und Fitness von Körper und Geist zu richten. Ausdauersport, mehr noch als Krafttraining, ist ein ausgezeichnetes Mittel, die Kreativität zu fördern.

Das geniehafte  Die-Sinne-Vernebeln, das früher üblich war, sollte man besser den Genies überlassen.

 

Der Schriftsteller und sein wichtigstes Werkzeug, das Denken – Sport und Gehirn was last modified: November 22nd, 2015 by Henrik Geyer