Lieber Gott bitte hilf mir! Gottes Hilfe in Zeiten der Not

Lieber Gott bitte hilf mir! Gottes Hilfe in Zeiten der Not

Lieber Gott bitte hilf mir!

Wenn man in Zeiten der Not ruft: „Lieber Gott bitte hilf mir“ dann fragt man sich manchmal: Gibt es Gott überhaupt?

Ja. Es gibt Gott. Es gibt den Schöpfer. Es gibt das Höhere.

Dieses Höhere wirkt in uns und durch uns hindurch. Wenn man so will, sind wir selbst Ausdruck des Schöpfers.

Wir finden das göttliche Prinzip in uns. Es ist, wie Jesus in der Bergpredigt formulierte. Jemand hatte ihn gefragt, wo man es denn besichtigen könne, dieses Reich seines Vaters. Man wolle es sich einmal anschauen. Jesus antwortete „Das Reich Gottes ist inwendig.“

Um den Glauben geht es

Der andere fragte, wann das Reich Gottes denn zu erwarten sei. Jesus fuhr fort: „Wenn du weißt, dass es da ist, dann wird es gekommen sein.“

Dieser Satz erklärt  sich dem Materialisten nicht, der gewohnt ist, alle Wahrheit nur im Außen zu sehen. Der Materialist benötigt den äußerlichen Nachweis, etwas sei „da“.

Wovon Jesus spricht, das ist Glaube. Glaube ist Wissen um die innere Wahrheit. Wissen, dass es Gott gibt. Einfach Wissen.

Dieses Wissen ist nicht leicht zu erlangen, daher muss man darum bitten (beten). Man bittet „Lieber Gott bitte hilf mir.“ Damit erkennt man seine Existenz an. Man lässt seine Gedanken darauf ruhen, lange und immer wieder. Und es verfestigt sich, wird zur Wahrheit…

Wird er mir helfen?

Ja. Allein seine Anwesenheit ist bereits eine Hilfe. Wenn man weiß, dass er da ist; wenn man glaubt. Gerade in der Not ist man ihm näher, als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt. Denn alles Wissen fällt von einem ab – und man ist frei für ein anderes Wissen.

Zitat: Merket wohl, alle nachdenklichen Gemüter: Das schnellste Roß, das euch zur Vollkommenheit trägt, ist Leiden. Nichts ist so gallebitter wie Leiden: und nichts so honigsüß wie Gelittenhaben.
Meister Eckhart

Was wird geschehen?

Alles kann geschehen. Seine Macht ist jenseits unserer Vorstellung. Und auch seine Wege sind jenseits unserer Vorstellung.

Unsere Logik ist nicht seine Logik.

Noch ein Zitat: Sobald Gott dich bereit findet, muss er in dein Wesen einströmen, geradeso wie der Sonnenschein sich auf die Erde ergießen muss, wenn die Luft klar und rein ist. Sehnendes Verlangen schafft Liebe, und Liebe überwindet alle Hindernisse.
Meister Eckhart

Den Blick auf das Innen richten

Das Wichtige ist, den Blick auf das Innen zu richten. Hier ist die Wahrheit, die wir suchen. Wir können die Wahrheit des Schöpfers nicht im Außen finden, wir können die Wissenschaft nicht danach fragen, wir können uns diese Wahrheit nicht „vorführen“ lassen. Denn sie ist inwendig, und es geht um Glauben.

Lieber Gott bitte hilf mir! Gottes Hilfe in Zeiten der Not was last modified: März 6th, 2016 by Henrik Geyer

Angst vor der Angst – ist man mutlos, ein Verlierer und Defätist, wenn man Angst hat?

Angst vor der Angst: Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann; und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.

In diesem Artikel geht es um Angst, und zwar um persönliche Angst ebenso, wie Angst in der Gesellschaft. Auch um Angst, die schließlich zu „Angst vor der Angst“ wird. Gerade in jüngster Zeit wird aus gegebenem Anlass (die Anschläge in Paris) von Politikern oft gesagt, man solle, man dürfe keine Angst haben. Markige Sprüche von „Jetzt erst recht..“, „Angst nicht zeigen..“ machen die Runde.

Ist man vielleicht nicht ganz normal, wenn man Angst hat? Ist man ein Defätist, Verlierer, gar Feigling, wenn man Angst hat?

Angst als Signal

Die Natur hat den Lebewesen die Angst gegeben, und zwar als überaus nützliches Werkzeug des Erkennens der Realität. Bevor wir noch lange begründen können, wo und warum eine Gefahr vorhanden ist, sagt uns Angst, dass wir vorsichtig sein müssen, dass wir handeln müssen.

Als Information ist Angst also sehr hilfreich, und wir wären dumm, wenn wir nicht unsere Ängste zur Kenntnis nehmen und aussprechen würden.

Entscheidend, wie man mit Angst umgeht

Macht es uns mutiger, wenn wir Angst „unterdrücken“? Kaum. Vor allem, wie soll das gehen? Wer dies fordert, möge bitte eine Anleitung beilegen, wie man das machen soll …. an etwas nicht denken.

Angst nicht zu verbalisieren, Angst zu verleugnen, ist der beste Weg, Ängste zu bewahren und zu verstetigen. Denn es ist ja gerade das Kennzeichen von Angst, diffus und ungreifbar, schwärend, und damit allgegenwärtig zu sein.

Insofern muss man die (gegenwärtigen) Durchhalteparolen der Politiker kontraproduktiv nennen – beruhigend wirken sie nicht. Durchhalteparolen sind auch nicht bewunderungswürdiges Beispiel  für eigene Angstlosigkeit, sondern nur ratlose Rhetorik. Beruhigend hingegen kann nur wirken, wenn man Angst benennt – sie nicht lächerlich macht, sie nicht durch Wortakrobatik wegdiskutiert, sondern sich klar macht, woher die Angst kommt. Und natürlich ist es besonders beruhigend, wenn man dann, aus einem Verständnis heraus, auch handelt.

Angst vor der Angst – Angst als Gewohnheit

Angst kann zu einer Gewohnheit werden, wenn man es sich angewöhnt, nicht zu handeln, sondern über die Gefahren nachzudenken. So verstetigt sich Angst, und zu der Angst, die einen konkreten Anlass hat, kommt noch die Angst, dass man wieder Angst haben muss, und zwar vor dem unangenehmen Gefühl der drohenden Angst …. So wird daraus Angst vor der Angst.

Handeln vertreibt die Angst

Angst kann uns sagen, dass Gefahr droht, und aus welcher Ecke Gefahr droht. Man sollte die Quelle der Angst, die Gefahr, untersuchen, ggf. anerkennen und als Ziel ein Handeln wählen, das die Gefahr eliminiert.

Das, was man sich als Handlungsstrategie überlegt, das sollte man dann tun. Man sollte unbedingt entsprechend seiner Pläne handeln. Nur so kann man Angst bekämpfen. Nur so kann man erreichen, dass man nicht ständig an seine Ängste denken muss.

Die Angst kann nur dann aus dem Denken weichen, wenn man an die Stelle der Angst vor dem Negativen das Handeln für das Positive setzt.

Angst vor dem Unabwendbaren

Angst vor dem Unabwendbaren ist eine Angst, der kein Handeln entgegenzusetzen ist. Angst vor dem Tod etwa. Oder Angst vor dem Unvorhergesehenen, also Angst davor, dass es immer schlimme Ereignisse geben wird, die trotz aller Vorsicht eintreten werden. Wir alle können dem Tod nicht entkommen. Wir alle können nicht in die Zukunft sehen.

Aber wir können dem Tod, und anderen Unabwendbarkeiten gegenüber eine andere Einstellung entwickeln. Es ist sinnvoll, sich auch mit diesen Ängsten auseinanderzusetzen, und eine vernünftige Einstellung zu finden, durch die man das Nebulöse und die Vergrößerung vermeidet, die mit einer ungreifbaren Angst einhergehen.

Bei Ängsten die Unabwendbares betreffen hilft letztendlich nur Akzeptanz, etwa wie es Friedrich Chr. Oetinger in folgenden Worten ausdrückte: „Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann; und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.“

 

 

 

Angst vor der Angst – ist man mutlos, ein Verlierer und Defätist, wenn man Angst hat? was last modified: Dezember 2nd, 2015 by Henrik Geyer

Zuversicht – was ist das?

Zuversicht

Was ist Zuversicht?

Bei meinem Bild „Zuversicht“ geht es um die Frage, was Zuversicht eigentlich ist.

Ich hatte das Bild gemacht, das man oben sehen kann, und man sagte mir, das Bild sei schön. Und zwar, weil es positiv ist. Ich sagte: „Ja, das ist es. Der Mann hält Uhr-Zeiger in der Hand, die 5 vor 12 anzeigen. Dennoch ist er positiv, und darum ist das Bild positiv.“

Dies sehend, sagte man mir, das Bild sei doch nicht so positiv, wie man zuerst gedacht hat. Den Zeigerstand hatte man übersehen. Dies aber bedenkend, erscheine die Aussage des Bildes geradezu negativ.. 5 vor Zwölf.. das bedeutet nahende Katastrophe… Das sei denn doch nicht so positiv.. Sondern schrecklich.

Zuversicht im Angesicht der Katastrophe

Ich sagte, dass es aber so gemeint sei. Zuversicht bedeutet, positiv zu denken, und zwar gerade dann, wenn es schwer ist, positiv zu denken. Gerade, wenn es hart auf hart kommt. Wenn man meint, es gäbe keinen Grund, etwas Gutes zu erwarten, dann trennt sich Zuversicht von Defätismus. Wenn Zuversicht nur dann existieren könnte, wenn die äußerlichen Bedingungen gut sind, dann bräuchte man keine Zuversicht.

alltägliche Katastrophen

Ja.. aber richtig schwere Situationen, Katastrophen, seien ja zum Glück selten.

Ist das wirklich so?  Denken wir denn nicht stets und ständig innerhalb eines Spannungsfeldes, in dem wir alles, was uns passiert,  zwischen Gut und Schlecht ansiedeln wollen? Zwischen den Polen von Katastrophe auf der einen Seite, und höchstem Glück auf der anderen Seite? Das geht dem ganz armen Menschen nicht anders als dem Reichen, dem Kranken nicht anders als dem Gesunden. So richtig problemfrei ist daher niemand, der überhaupt die Dinge bewertet.

Es ist immer die Frage, was man als Katastrophe bezeichnet.

Zuversicht ist Konzentration

Im Grunde sind die Zuversichtlichen eher jene, die die Katastrophe nicht in allem sehen wollen. Die sich auf das Eintreten des höchsten Glücks freuen. Vielleicht ganz ohne Grund. Zuversicht bedeutet, Mut zu haben, handeln zu können, wenn andere keinen Mut hätten. Ganz besonders im Angesicht von Schwierigkeiten, manchmal auch großen Katastrophen, aber natürlich auch den ganz alltäglichen, kleinen Katastrophen.

Der Zuversichtliche konzentriert sich nicht auf Befürchtungen, sondern auf das, was eintreten soll. Auf das, von dem er als sicher annimmt, dass es eintreten kann, solange er das Seine dazu tut. Daher ist Zuversicht eine besondere Fähigkeit zu denken, die aus Vertrauen  erwächst. Manche nennen diese Fähigkeit Gottvertrauen. Zuversicht ist, wenn man das Steuer in der Hand behält, während sogenannte Realisten vielleicht in Panik das Steuerhaus verlassen.

 

Zuversicht – was ist das? was last modified: Dezember 2nd, 2015 by Henrik Geyer

Heilung

Spricht über Heilung: Mr. Albert Manuel.talks about healing: Mr. Albert Manuel from India

Dieser Beitrag ist von unserem Freund und Partner Albert Manuel aus Indien, der beruflich als Unternehmensberater und Vortragsredner tätig ist.

dieser Beitrag ist auch auf englisch verfügbar (healing)

 

Heilung

Hartnäckige geistige oder physische Krankheiten haben ihre tiefe Wurzel immer im Unterbewusstsein. Krankheit kann geheilt werden, wenn man diese tiefen Wurzeln herausreißt.

Daher müssen alle Affirmationen des Bewusstseins eindrucksvoll genug sein, um in das Unterbewusstsein einzudringen, was wiederum automatisch das Bewusstsein beeinflusst. Starke bewusste Affirmationen reagieren auf Geist und Körper, durch das Medium des Unterbewusstseins.

Noch stärkere Affirmationen erreichen nicht nur das Unterbewusstsein sondern auch das Über-Bewusstsein – die magische Lagerstätte wunderbarer Kraft.

— Sri Sri Paramahansa Yogananda (indischer Yogi und Guru, 1893 – 1952)

 

Wir alle haben die Tendenz zu glauben, wir müssten jederzeit gesund sein. Jedoch, unsere Gesundheit, sowohl mental wie auch physisch, hängt in erster Linie von unseren Denkprozessen ab. Wir suchen immer nach Erklärungen, warum wir uns gerade schlecht fühlen. Normalerweise vergessen wir dabei, daß geistige oder physische Krankheiten sich zeigen, wenn wir spirituelle oder göttliche Regeln übertreten; man  muss dann durch eine Reinigung gehen, um wieder zu Gott dem Allmächtigen zu gelangen.

Was Paramahansa Yoganandaji versucht zu zeigen, ist, was wir tun können, um zur Wurzel des Problems durch Verbesserung unserer spirituellen Einstellung zu kommen. Wir wollen sehr gern sofort geheilt werden oder sofortige gute Gesundheit erreichen, aber wir vergessen, daß, solange wir nicht in ständiger Verbindung zu dem höchsten Bewusstsein oder zum kosmischen Bewusstsein stehen, dies nicht möglich ist. Göttliche Gesetze arbeiten mit höchster Präzision. Wenn wir uns zu Selbst-realisierten Menschen entwickeln, dann müssen wir wissen, daß es für Heilung Zeit braucht; der Heilungs-Prozess ist hauptsächlich das Leiden geprägt, das dabei auftritt und das es gilt zu ertragen.

 

Vor allem benötigen wir die geistige Einstellung, uns vollständig dem Allmächtigen hinzugeben, denn nur er hat die Macht.

Daher ist es sehr wichtig, daß wir unseren Teil beitragen, in dem wir Gesundheit stark und fest affirmieren, ohne jedes Element des Zweifels.

Zu beginn unserer spirituellen Suche haben wir immer Fragen über die Kraft der Affirmationen, aber standhaft zu bleiben ist der einzige weiterführende Weg – nach einer gewissen Zeit werden sich Ergebnisse einstellen.

 

Paramahansa Yogananda beschreibt sehr schön,  daß Schmerz und Freude vorübergehend seien; an uns ist es, diese Dualität zu ertragen, in dem Glauben und dem Wissen, dass, wenn wir dem Allmächtigen vertrauen, es uns gut geht. Alles wird aufgelöst – in seiner Gegenwart.

 Gott segne jeden Menschen der in dieser Welt, Amen

Heilung was last modified: Dezember 22nd, 2015 by Henrik Geyer

Healing

Spricht über Heilung: Mr. Albert Manuel.talks about healing: Mr. Albert Manuel from India

This text is from our friend and partner Albert Manuel from India, who works as a management-consultant and orator. This article belongs to geistiges Heilen (spiritual healing)

deutsch

 Healing

Stubborn mental or physical diseases always have a deep root in the sub-consciousness. Illness may be cured by pulling out its hidden roots. That is why all affirmations of the conscious mind should be impressive enough to permeate the sub-consciousness which in turn automatically influences the conscious mind. Strong conscious affirmations thus react on the mind and body through the medium of the subconscious. Still stronger affirmations reach not only the subconscious, but also the superconsicous mind — the magic storehouse of miraculous powers — Sri Sri Paramahansa Yogananda

We all have this tendency of thinking, that we must have good health at all times. However, our health both mental and physical is determined primarily by our thought processes. We always try to look for excuses to say why we are in a bad state. We usually forget to understand that mental or physical diseases may have manifested because somewhere we would have transgressed from the spiritual or divine laws and one has to go through some cleansing to be drawn back to God almighty.
What Paramahansa Yoganandaji is trying to convey is that we have to go to the root cause of the problem by improving our spiritual attitude through the abovementioned quote. We are very eager to get healed or good health instantaneously however we forget that unless we are always in tune to the supreme consciousness or cosmic consciousness we cannot achieve it. Divine laws work with a lot of precision.

When we are developing ourselves into being Self realized people we have to believe,  that it takes time for healing to happen and the process is all about enduring the suffering that is imminent. And moreover we have to have the attitude of complete surrender to the Almighty, because only he directs everything. So doing our part of affirming good health in a strong manner without an element of doubt is certainly essential. In the initial stages of our spiritual quest, we always have questions about the power of affirmations; but being steadfast in it is the only way ahead because in time your effort will see results.
Paramahansa Yogananda puts it very well stating that pain and pleasure is transitory and we have to endure the duality with the belief and faith that once we accept and possess the almighty we are well. Everything gets dissolved in his omnipresence.

God Bless every soul in this world, Amen

Healing was last modified: Dezember 22nd, 2015 by Henrik Geyer

Geistiges Heilen, spirituelle Heilmethoden

Geistiges Heilen

Geistiges Heilen – gibt es das? Ist es wirksam?

Ich las neulich folgende Geschichte. Ein Buchautor berichtete von einem gesundheitlichen Problem, das er in mittleren Jahren gehabt hatte.

Er hatte ein Magengeschwür entwickelt und hatte sich dagegen behandeln lassen, mit den üblichen Medikamenten und Methoden. Natürlich beachtete er, was der Arzt ihm gesagt hatte: er nahm die Medikamente, er trank viel Milch, er aß Hüttenkäse mit Toast et cetera.

Eines Tages ging er zu einer Massage, und er bat den Masseur, pfleglich mit ihm umzugehen, er habe ja dieses Problem, das Magengeschwür.

Der Masseur fragte ihn, wie alt er sei.

„36.“

Der Masseur fragte „Willst du wirklich von diesem Magengeschwüren geheilt werden?“

„Ja, selbstverständlich!“

„Dann vergiss es.“

Das erschien dem Mann rätselhaft, er bestellte sich jedoch an demselben Abend ein Bier (entgegen ärztlichem Rat) – an Stelle der Milch. Es befürchtete es könne zu Schmerzen kommen, aber es passierte – erst einmal nichts. Er dachte tatsächlich immer weniger an das Magengeschwür und wurde in der Folge geheilt. Die Heilung war durch ein Umdenken erfolgt, sie ging vom Kopf aus. 

Bei dieser Geschichte denkt man an einen Satz PlatosDie größte Behinderung des Lebens liegt darin, ständig auf die Gesundheit zu achten.

Kann geistiges Heilen wirksam sein?

Gerade bei sogenannten „psychosomatischen“ Erkrankungen, bei denen die Erkrankung auch aus schulmedizinischer Sicht „geistiger Natur“ ist, sind die Chancen auf Heilung durch ein Umdenken, durch mehr Spiritualität, groß.

Ich selbst habe eine solche Heilung erlebt, und ich habe auch erlebt, dass die Schulmedizin zwar den Begriff der Psychosomatik hat, also des durch die Psyche hervorgerufenen Krankheitssymptoms. Aber sie kann damit wenig anfangen, weil ihr die Psyche letztendlich rätselhaft ist. Die Psyche ist nicht naturwissenschaftlich fassbar – die Resultate, die sie zeitigt, sind nicht in einem Außen nachweisbar.

Zu den Wegen der Psyche haben Religionen und spirituelle Weisheitslehren die besseren Aussagen. Dies wiederum hört man in den materialistischen Naturwissenschaften nicht gern – dort wird geistiges Heilen eher als Scharlatanerie gesehen.

Dennoch ist, ich habe es selbst erlebt, geistiges Heilen durchaus wirksam – und darauf kommt es letztlich an.

Geistiges Heilen und der Unterschied zwischen Körper und Geist

In unserer Kultur wird der Unterschied von Körper und Geist als gegeben angesehen. Es ist die Basis unseres Denkens – wir denken in den Kategorien der materialistischen Sichtweise, der Unterscheidung: dort die Materie in einem Außen, hier der Geist (wir selbst), der das Materielle in seinem Innen widerspiegelt.

In diesem Blog komme ich oft genug auf meine Philosophie, den Spirealismus, zu sprechen, dem zufolge alles Geist ist, auch unser Körper. Der Spirealismus verbindet die Wahrheit des Spirituellen mit den Wahrheiten der Wissenschaft, nennt die Macht des Glaubens ebenso existent wie die Wirksamkeit der Wissenschaft. Weil das alles verbindende Element Geist ist.

Einheit von Körper und Geist

Dem Spirealismus zufolge besteht also eine Einheitlichkeit von Körper und Geist. Um dies wirklich zu verstehen muss man allerdings „den Geist“ anders sehen, als wir ihn materialistisch sehen.

Alles ist Geist – das bedeutet zu verstehen, Teil zu sein; Teil eines umfassenden Geistes. Nicht wir sehen mit gottgleichem, geistigen Blick, auf das Nichtgeistige, sondern Geist umhüllt und erschafft uns. Teil zu sein bedeutet, wir sind nicht alles. Es bedeutet, gegenüber dem Allem ist unser Begriffsvermögen begrenzt.

Es ist dies ein völlig anderes Menschenbild, als es der Materialismus hat, der ja, abgeleitet von seinem Grundsatz „ein freier Geist beobachtet die Festlegungen der Materie“ zu wissen meint, der Mensch könne die Natur in Endgültigkeit erkennen.

Auch wenn es von einer Begrenztheit des menschlichen Geistes ausgeht, ist das spirealistische Menschenbild kein den Menschen klein machendes, oder herabwürdigendes Menschenbild. Es ordnet richtiger ein. Es hält andere Folgerungen bereit; setzt andere Prämissen.

In medizinischer Hinsicht wird dadurch klarer, dass wir „geistige Wirkungen“ nicht klar umgrenzen können. Was wir denken hat immer seine Wirkung. Denn das, was wir als „unseren Geist“ ansehen geht nahtlos über in das, was uns als Geist umgibt, das wir aber nicht als unser Ich kennen. Somit geht „Psychosomatik“ nahtlos über in jede andere Krankheitsform.

Dieser Gedanke macht uns achtsamer uns selbst gegenüber, und dem, was wir denken – und es macht uns in der Folge gesünder.

Geistiges Heilen, spirituelle Heilmethoden was last modified: Februar 13th, 2016 by Henrik Geyer

Krankheit als Weg

http://spireo.de : Krankheit als Weg - Kann Krankheit ein gangbarer Weg sein?

Krankheit als Weg

Krankheit als Weg ist ein Klassiker der Literatur für alternative Medizin von Rüdiger Dahlke und daher sicher schon vielen bekannt. Dennoch ist es gut, noch einmal auf dieses wichtige Buch hinzuweisen. Spirituell Interessierte werden es mit großem Gewinn lesen.

Die erste Hälfte des Buches widmet sich allgemeinen Erläuterungen zu den Themen alternative Medizin, esoterische Weltanschauung, namentlich hermetische Weltanschauung, Homöopathie. Diesem ersten Teil des Buches könnte man als den wichtigeren Teil bezeichnen, denn die Kernaussage dieses ersten Teiles ist, dass Krankheiten eine Bedeutung haben, die über das Sehen der Symptome hinausgeht. Mit Recht wird gesagt, dass diese Bedeutung von der Schulmedizin nicht gesehen wird, weil sie der Schulmedizin nicht wichtig ist. Wichtig ist der Schulmedizin die technische Beseitigung der Symptome, die der Heilung  gleichgesetzt wird. Wichtig ist die Bedeutung der Dinge die sich im Leben der Menschen ereignen, also auch die Krankheiten, für die Menschen aber sehr wohl. Die Bedeutung der Krankheit zu erkennen, an der man leidet, kann dem Leiden Sinn geben und das Leiden heilen. Warum die technische Beseitigung von Symptomen keine Heilung ist, oder keine Heilung sein muss, wird in dem Buch Krankheit als Weg sehr anschaulich gezeigt.

Dabei bleibt Krankheit als Weg stets sachlich. Die Schulmedizin wird nicht verteufelt und ihre Errungenschaften werden nicht in Abrede gestellt. Vielmehr werden ihre Grenzen aufgezeigt, und die Tatsache begründet, warum in unserer heutigen, modernen Zeit, in der die Möglichkeiten der Wissenschaft geradezu unbegrenzt scheinen, dennoch die Möglichkeiten der alternativen Medizin sehr hoch geschätzt werden.

 

Wichtige Themen, von denen in Religionen und Philosophien immer wieder die Rede ist, werden im ersten Teil des Buches vorgestellt. Zum Beispiel die Infragestellung des menschlichen Konzeptes der Zeit, des menschlichen Konzeptes eines eindeutigen Ursache und Wirkungsprinzip usw.. Dies geschieht so interessant, eingängig und logisch, dass der Leser, auch wenn er mit esoterischen Themen noch nicht so vertraut ist, hier einen guten Einstieg findet.

Im zweiten Teil des Buches werden die Prinzipien, die im ersten Teil des Buches erklärt wurden, auf gängige Krankheitsbilder angewandt. Mögliche Bedeutungen bestimmter Krankheitsbilder werden erläutert, indem verblüffende Sprachzusammenhänge aufgezeigt werden, indem Hintergrundwissen zu Krankheiten in Verbindung gebracht wird mit ganz andern Vorgängen, beispielsweise in der Gesellschaft, und hier Parallelen gesucht werden.

Dieses für denjenigen, der mit diesen Prinzipien noch nicht so vertraut ist, verblüffend und  interessant. Die Einsichten, die sich daraus gewinnen lassen, haben das Potenzial, das Leben und die Lebensweise der Betroffenen zu ändern und damit das Krankheitsbild – sehr wahrscheinlich nachhaltiger zu ändern, als dies durch das Behandeln der Symptome möglich wäre.

So hat der Leser von Krankheit als Weg die Möglichkeit, für sich nachhaltig neue Wege zu finden. Die Methode, die Bedeutung von Krankheiten jenseits des üblichen Ursache und Wirkungsprinzips zu suchen, lässt sich mit erstaunlichem Gewinn auch in anderen Lebensbereichen anwenden.

Krankheit als Weg sei jedem empfohlen, der Ausweg aus – oder Sinn in – einer Krankheit sucht, die ihn getroffen hat, und auch jedem, der offen ist für neue und interessante Wege des Denkens.

 

 

Krankheit als Weg was last modified: Dezember 15th, 2015 by Henrik Geyer