Heilung

Spricht über Heilung: Mr. Albert Manuel.talks about healing: Mr. Albert Manuel from India

Dieser Beitrag ist von unserem Freund und Partner Albert Manuel aus Indien, der beruflich als Unternehmensberater und Vortragsredner tätig ist.

dieser Beitrag ist auch auf englisch verfügbar (healing)

 

Heilung

Hartnäckige geistige oder physische Krankheiten haben ihre tiefe Wurzel immer im Unterbewusstsein. Krankheit kann geheilt werden, wenn man diese tiefen Wurzeln herausreißt.

Daher müssen alle Affirmationen des Bewusstseins eindrucksvoll genug sein, um in das Unterbewusstsein einzudringen, was wiederum automatisch das Bewusstsein beeinflusst. Starke bewusste Affirmationen reagieren auf Geist und Körper, durch das Medium des Unterbewusstseins.

Noch stärkere Affirmationen erreichen nicht nur das Unterbewusstsein sondern auch das Über-Bewusstsein – die magische Lagerstätte wunderbarer Kraft.

— Sri Sri Paramahansa Yogananda (indischer Yogi und Guru, 1893 – 1952)

 

Wir alle haben die Tendenz zu glauben, wir müssten jederzeit gesund sein. Jedoch, unsere Gesundheit, sowohl mental wie auch physisch, hängt in erster Linie von unseren Denkprozessen ab. Wir suchen immer nach Erklärungen, warum wir uns gerade schlecht fühlen. Normalerweise vergessen wir dabei, daß geistige oder physische Krankheiten sich zeigen, wenn wir spirituelle oder göttliche Regeln übertreten; man  muss dann durch eine Reinigung gehen, um wieder zu Gott dem Allmächtigen zu gelangen.

Was Paramahansa Yoganandaji versucht zu zeigen, ist, was wir tun können, um zur Wurzel des Problems durch Verbesserung unserer spirituellen Einstellung zu kommen. Wir wollen sehr gern sofort geheilt werden oder sofortige gute Gesundheit erreichen, aber wir vergessen, daß, solange wir nicht in ständiger Verbindung zu dem höchsten Bewusstsein oder zum kosmischen Bewusstsein stehen, dies nicht möglich ist. Göttliche Gesetze arbeiten mit höchster Präzision. Wenn wir uns zu Selbst-realisierten Menschen entwickeln, dann müssen wir wissen, daß es für Heilung Zeit braucht; der Heilungs-Prozess ist hauptsächlich das Leiden geprägt, das dabei auftritt und das es gilt zu ertragen.

 

Vor allem benötigen wir die geistige Einstellung, uns vollständig dem Allmächtigen hinzugeben, denn nur er hat die Macht.

Daher ist es sehr wichtig, daß wir unseren Teil beitragen, in dem wir Gesundheit stark und fest affirmieren, ohne jedes Element des Zweifels.

Zu beginn unserer spirituellen Suche haben wir immer Fragen über die Kraft der Affirmationen, aber standhaft zu bleiben ist der einzige weiterführende Weg – nach einer gewissen Zeit werden sich Ergebnisse einstellen.

 

Paramahansa Yogananda beschreibt sehr schön,  daß Schmerz und Freude vorübergehend seien; an uns ist es, diese Dualität zu ertragen, in dem Glauben und dem Wissen, dass, wenn wir dem Allmächtigen vertrauen, es uns gut geht. Alles wird aufgelöst – in seiner Gegenwart.

 Gott segne jeden Menschen der in dieser Welt, Amen

Heilung was last modified: Dezember 22nd, 2015 by Henrik Geyer

Healing

Spricht über Heilung: Mr. Albert Manuel.talks about healing: Mr. Albert Manuel from India

This text is from our friend and partner Albert Manuel from India, who works as a management-consultant and orator. This article belongs to geistiges Heilen (spiritual healing)

deutsch

 Healing

Stubborn mental or physical diseases always have a deep root in the sub-consciousness. Illness may be cured by pulling out its hidden roots. That is why all affirmations of the conscious mind should be impressive enough to permeate the sub-consciousness which in turn automatically influences the conscious mind. Strong conscious affirmations thus react on the mind and body through the medium of the subconscious. Still stronger affirmations reach not only the subconscious, but also the superconsicous mind — the magic storehouse of miraculous powers — Sri Sri Paramahansa Yogananda

We all have this tendency of thinking, that we must have good health at all times. However, our health both mental and physical is determined primarily by our thought processes. We always try to look for excuses to say why we are in a bad state. We usually forget to understand that mental or physical diseases may have manifested because somewhere we would have transgressed from the spiritual or divine laws and one has to go through some cleansing to be drawn back to God almighty.
What Paramahansa Yoganandaji is trying to convey is that we have to go to the root cause of the problem by improving our spiritual attitude through the abovementioned quote. We are very eager to get healed or good health instantaneously however we forget that unless we are always in tune to the supreme consciousness or cosmic consciousness we cannot achieve it. Divine laws work with a lot of precision.

When we are developing ourselves into being Self realized people we have to believe,  that it takes time for healing to happen and the process is all about enduring the suffering that is imminent. And moreover we have to have the attitude of complete surrender to the Almighty, because only he directs everything. So doing our part of affirming good health in a strong manner without an element of doubt is certainly essential. In the initial stages of our spiritual quest, we always have questions about the power of affirmations; but being steadfast in it is the only way ahead because in time your effort will see results.
Paramahansa Yogananda puts it very well stating that pain and pleasure is transitory and we have to endure the duality with the belief and faith that once we accept and possess the almighty we are well. Everything gets dissolved in his omnipresence.

God Bless every soul in this world, Amen

Healing was last modified: Dezember 22nd, 2015 by Henrik Geyer

spirituelle Reisen – Geistes-Reisen

spirituelle Reisen

Wenn von Reisen die Rede ist, so es oft darum, viel zu sehen, an möglichst viel Orte zu gelangen, tolle Erlebnisse zu machen. Reisen sind immer auch spirituelle Reisen – denn der Geist reist immer mit.

spirituelle Reisen – Geistesreisen

Egal welche Destination wir wählen – sei es die Bank im Park oder die Großstadt am anderen Ende der Welt: Uns kann öde vorkommen, was wir am anderen Ende der Welt sehen – und faszinierend, was wir im eigenen Garten entdecken. Warum? Wir selbst sind dabei – bei jeder Reise die wir in das noch so Fremde unternehmen. Daher wird die Langeweile und Ödnis, die uns zu Hause verfolgt, schnell zum Fluch der Urlaubstage im Ausland.

Und umgekehrt – wenn wir die Geheimnisse unserer Heimat entdecken und uns an ihnen erfreuen können, wie viel mehr sind uns dann die neuen Eindrücke eines exotischen Urlaubsortes ein Gewinn! Auf das Geistige kommt es an.

sich mit Neuem auseinandersetzen

Das eigentlich Interessante an jeder Reise, der Grund, warum wir sie unternehmen, ist, dass wir uns mit Neuem in Verbindung bringen wollen. Das uns Neue als eine Relation zu dem uns gewohnten Denken. Daher ist das eigentlich Wichtige an jeder Reise der geistige Aspekt.

Er entscheidet darüber, wie viel wir von einer Reise an Eindrücken mitnehmen können, welcher Art und wie groß der Gewinn aus dieser Reise ist.

Reisen an Orte, die das Geistige fördern

Spirituelle Reisen können beispielsweise die Meditation zum Leitgedanken haben, hierfür bieten sich Klöster-Reisen an, die in die Stille und Abgeschiedenheit führen, an magische Orte wie Lourdes, oder Wanderungen auf spirituellen Pfaden wie dem Jakobsweg.

Spirituelle Reisen in die Welt der Kunst und Kreativität können uns nach Italien führen, an die Wirkungsstätten großer Meister der bildenden Kunst. Das sind auch Reisen die man auf den Spuren seiner Lieblings -Autoren unternimmt, um deren Welten wieder zu entdecken, ihre Lebenswege kreuzen.

Spirituelle Reisen, die unser Wissen fördern, können jeder Art und Form annehmen, können uns beispielsweise an die berühmten Universitätsstädte führen, können uns in die Natur führen oder die Großstädte. Oder begeben wir uns auf die Suche nach kulturellen  Spuren, deren faszinierendes Erbe man an Orten wie Stonehenge oder im Dom von Chartres bewundern kann.

Stonehenge
Stonehenge

Geistesreisen sind Fernreisen

Doch im Geist kann man weiter reisen als in jedem Flugzeug. Reisen, als ein Sich-Bewegen im Äußerlichen, findet seine Entsprechung in der innerlichen Bewegung, zwischen gedanklichen Aspekten.

Die Rede ist von Phantasie, Träumen, Lesen, Kreativität. Es kommt auf dasselbe hinaus. Geistige Reisen setzen uns in Beziehung zu uns neuen und interessanten Gedanken.

Und geistige Reisen  führen weiter, als es jedes Flugzeug vermag. Im Geist überwinden wir mühelos Zeit und Raum, leben ganz verschiedene Leben, sehen Orte, die vor uns noch niemand sah.

 

spirituelle Reisen – Geistes-Reisen was last modified: Dezember 16th, 2015 by Henrik Geyer

Erfolg – Was ist das eigentlich? Über Erfolg und Erfüllung

Was ist Erfolg? Den eigenen Schatz heben.

Was ist Erfolg – für mich? Es lohnt sich, einmal darüber nachzudenken, was wir als unser Ziel ansehen – und was aus unserer eigenen, inneren Logik heraus, Erfolg für uns ist.

Es scheint ganz leicht zu beantworten; und doch ist es schwer. Ist das Geld nun das Wichtige, die Macht, die Familie… alles zusammen? Ist es wichtiger eine Tätigkeit auszuüben, die Spaß macht, oder eine, die Geld bringt?

Ist Erfolg abhängig von unserer Sichtweise?

In unserer Gesellschaft definiert man sich durch das Äußerliche.

Ich bin.. Angabe des Berufes

Ich habe.. Angabe des Vermögens

Es erscheint wie unabdingbar, dass das so sein muss. Doch es gibt Gesellschaften, die uns zeigen, dass etwas anderes wichtiger sein kann: Glücklich-Sein, zum Beispiel.

Mag man nun sagen, das sei falsch oder richtig, es sei nicht praktikabel (weil man die Realität ja immer beachten müsse…) , oder doch praktikabel – es geht darum, dass es möglich ist, es anders zu sehen. Der Himalaja-Staat Bhutan sei hier genannt, in dessen Verfassung ein Anspruch auf Glück festgeschrieben ist. Wohlgemerkt: Glück setzt man dort nicht gleich mit Wachstum, oder Bruttosozialprodukt, kurz, Geld.

Wenn wir das verstehen, dann wird die Relativität des Wortes „Erfolg“ geifbarer.

Verschlingende Maßstäbe

Wie falsch die Wertmaßstäbe unserer Gesellschaft sein können, wird uns manchmal vor Augen geführt. Man liest von monetär erfolgreichen Menschen, die dennoch unglücklich sind. Erleiden sie einen finanziellen Rückschlag, so verzweifeln sie manchmal daran. Beispielsweise las man vor einiger Zeit von einem Industriellen mit einem Vermögen von mehreren Milliarden Euro. Nun erlitt er einen finanziellen Rückschlag, durch gewagte Börsenspekulation. Einige Milliarden Euro waren weg, aber natürlich war noch „genug“ Geld vorhanden. Dennoch nahm sich der Mann das Leben – er warf sich vor einen Zug.

Erfolg ist relativ. Mancher hat buchstäblich nur das Hemd auf dem Leib – und fühlt sich erfolgreich und glücklich. Und andere häufen große Vermögen an – und fühlen sich nicht erfolgreich genug.

Maßstäbe, nach denen es von Allem nie genug geben kann, die ein ständiges „Mehr!“ und „Weiter!“ fordern, verschlingen die Menschen.

Was ist Erfolg – nach meinen Maßstäben?

An die Stelle des „Ich will Erfolg haben!“ können wir Nachdenken setzen. Was ist Erfolg – darüber sollte man einmal nachdenken. Erfolg muss glücklich machen, sonst ist es kein Erfolg.

Wir können Erfolg und Erfüllung nach unseren eigenen Maßstäben definieren. Wir müssen uns aber von der Vorstellung trennen, Erfolg und Erfüllung seien jenseits unserer eigenen Maßstäbe existent. Die monetären Maßstäbe unserer Gesellschaft müssten nicht mit Notwendigkeit unsere eigenen sein.

Wir fühlen uns erfolgreich, wenn wir wachsen. Wir fühlen uns erfolgreich, wenn wir unseren Zielen näherkommen. Wir selbst definieren die Ziele.

Verlässlicher Erfolg

Verlässlich lässt sich Erfolg und Erfüllung nur erreichen, wenn man sich nicht durch die scheinbar selbstverständlichen Maßstäbe des Außen definieren lässt. Sondern, wenn man geistig frei genug bleibt, selbst Herr der eigenen Ziele zu sein.

Wir sollten unsere geistige Freiheit nutzen. Sich von den Meinungen anderer zu lösen, die eigenen Maßstäbe für Erfolg und  Erfüllung zu definieren (und damit durchaus auch zu enttäuschen), nannte C.G. Jung „Individuation“. Es ist Sich-seines-Selbst bewusst-Werden.

Erfolg bedeutet, innerhalb des eigenen Werte-Gefüges zu wachsen. Erfolgreich fühlt sich, wer auf ein höheres Niveau gelangt – egal, ob der Ausgangspunkt des Wachstums nun selbst schon hoch ist, oder nicht. Erfolgreich ist letztlich, wer Gedanken des Erfolges in sich hegen kann. In einem absoluten Sinn festgeschrieben ist Erfolg nicht.

Erfolg sollte stets nur die Folge, nie das Ziel des Handelns sein.
Gustave Flaubert

 

Erfolg – Was ist das eigentlich? Über Erfolg und Erfüllung was last modified: Dezember 22nd, 2015 by Henrik Geyer

Kreativität – der in uns sprudelnde Quell der Schöpfung

Kreativität - der in uns sprudelnde Quell der Schöpfung

Kreativität  – damit meinen wir einerseits die Fähigkeit, Neues und Interessantes hervorzubringen. Wir meinen aber auch die Kraft, die dahinter steht, und die uns das wollen lässt. Denn aus irgendeinem Grund möchten wir kreativ sein. Töchter möchten sich frühmorgens hinsetzen und Farben und Pferdehaar auf einem Blatt zu einer höchst ungewöhnlichen Kreation vereinen. Erwachsene Männer möchten mit Farbe auf eine Leinwand klecksen, um so ein ungewöhnliches Bild zu gestalten. Wir möchten erschaffen.

Schließlich meint „Kreation“ auch „die Schöpfung“, also die Natur, die Erde, das Weltall. All das, von dem die Kreationisten sagen, Gott habe all das wohlüberlegt hervorgebracht, er habe es „kreiert“ (erschaffen).

Was ist diese unheimliche Schöpferkraft, durch die alles in die Existenz kommt? Ist Kreativität die Schöpferkraft, die in uns wirkt, und durch die wir Dinge entstehen lassen möchten, auch dieselbe, die die Pflanzen wachsen lässt, und überhaupt Dinge in die Existenz bringt?

Ich glaube, dass es so ist. Das ist ein Schlüssel meiner Philosophie – des Spirealismus.

Kreativität ist letztlich unerklärlich

Bob Dylan wurde einmal in einem Interview gefragt, woher er seine vielen guten Einfälle denn habe. Er sagte in seiner typisch abwesenden Art: „Ich weiß nicht.. es ist etwas außerhalb von mir. Es ist wohl dieser unversiegbare Quell der Kreativität.“

Allein die Tatsache, dass uns die Kraft, die uns Dinge tun lässt, letztlich unerklärlich ist, muss erst einmal wahrgenommen werden, muss achtsam beobachtet werden. Sonst glauben wir doch tatsächlich, wir wüssten das alles ganz genau.

Die größten Rätsel erscheinen uns wie völlig geklärt. Man muss diesen Blick auf das Rätselhafte erst wieder lernen. Denn tatsächlich ist rätselhaft, woher diese kreative Kraft kommt. Ganz ähnlich ergeht es uns in Vielem, das uns wie völlig geklärt erscheint, und es doch nicht ist. Die Schwerkraft beispielsweise erscheint nicht wie rätselhaft, dabei haben wir einem Phänomen, das wir sehen, doch nur einen Namen gegeben.

Isaac Newton, der das Gravitationsgesetz fand, war da bescheiden – er wusste, dass er nur etwas äußerlich formulieren kann, dessen innerer Ursprung uns doch rätselhaft bleibt.

Kreativität wertschätzen – die Schöpfung wertschätzen

Ebenso ergeht es uns mit der Kreativität. Wir glauben sie durch und durch zu kennen, denn wir glauben, sie sei „in“ uns. Können wir sie im Außen nicht sehen?

Und wissen wir die Kreativität, die wie ein Schatz in uns ist, zu schätzen? Spüren wir ihre unerklärliche Kraft? Können wir schweigen, und einen Moment all unsere schnellen Erklärungen einmal vergessen, und einfach dankbar für diese letztlich unerklärliche, aber wunderbare Macht, sein?

Wissen wir die Schöpfung zu schätzen, oder ist sie für uns selbstverständlich?

Kreativität zelebrieren

Wenn wir uns bewusst der Kreativität zuwenden, wenn wir versuchen in und aus uns zu schöpfen, um schöne oder ungewöhnliche Werke zu erschaffen, dann danken wir damit dem Schöpfer, für alles was ist. Dann drücken wir damit eine Wertschätzung aus für etwas, das uns oft als so gewöhnlich  erscheint, und doch überhaupt nicht gewöhnlich ist.

Wir anerkennen die Schöpferkraft, deren Teil wir sind.

Kreativität – der in uns sprudelnde Quell der Schöpfung was last modified: Dezember 22nd, 2015 by Henrik Geyer

Wissenschaft und Glaube, Spiritualität und Erkenntnis

Wissenschaft und Glaube, Spiritualität und Erkenntnis

Wissenschaft und Glaube, Glaube und Wissenschaft. Sind sie wie Feuer und Wasser? Ist Spirituelle Erkenntnis gleichzusetzen mit wissenschaftlicher Erkenntnis ..? Und ist Spiritualität eine Art Spinnerei?

Die Wissenschaft scheint mit spirituellem Denken wenig am Hut zu haben, umgekehrt fragt Spiritualität wenig nach den Resultaten der Wissenschaft als Quelle für eigenes Denken.

Das könnte sich ändern.

die Wissenschaft erfordert Glauben

Häufig genug kommt es zum Streit zwischen Wissenschaft und Glaube, genauer zwischen Wissenschaftlern und Vertretern spiritueller Denkrichtungen.

Tenor: die Wissenschaft arbeitet daran, jedes auch noch so entfernte Phänomen zu erklären, detaillierte Begründungen für alles zu finden, während es sich die Religion einfach macht: Gott sei der Schöpfer von allem, Punkt.

 

Beispielsweise erläutert Wissenschaftler Lawrence Krauss in Vorträgen die neuesten Erkenntnisse der Astrophysik, nicht ohne dabei Seitenhiebe in Richtung Religion einzustreuen. Er bezieht sich in seiner Kritik beispielsweise auf den Kreationismus, also die (biblische) Vorstellung einer absichtsvollen Schöpfung der Welt durch Gott. Die Wahrheit sei vielmehr, so sagt (nicht nur) er, die Erschaffung der Materie im Urknall vor 14 Milliarden Jahren.

Dabei verkennt man (wieder nicht nur er), dass zum Beispiel großer Streit darüber herrscht, warum genau der erste Weltkrieg ausgebrochen ist. Oder die Frage – was genau war gestern eigentlich?

Ist es nun vielleicht kein Glaube, zu sagen, man wüsste, was vor 14 Milliarden Jahren geschah? Müsste man nicht mindestens dazu sagen, dass die Annahme, damals fand ein Urknall statt, nur dann stimmen kann, wenn alle anderen Aussagen, die wir über das Universum machen, ebenso stimmen – und zwar genauestens und endgültig.

Aber können wir das?

Viel wahrscheinlicher ist, dass sich unser Denken, was das Universum ist und wie es sich beschreiben lässt, kurz gesagt unser wissenschaftliches Wissen, in hundert Jahren ganz anders darstellen wird als heute. So war es schon immer. Das Wissen der Menschen ändert sich, und damit das, was sie in einem Moment als die „endgültige Wahrheit“ ansehen.

Kausalität in der Entwicklung des Wissens

Wird das Wissen in hundert Jahren als eine geradlinige Entwicklung des Wissens aus dem Jetzt entstehen – gibt es in der Entwicklung des Wissens absolute Folgerichtigkeit?

Nur wenn man das so sieht, könnte man die Entwicklung des Wissens als eine (Weiter)Entwicklung hin zu einem letzten Punkt der Erkenntnis verstehen. Was wiederum bedeuten würde, wir näherten uns einer letzten Wahrheit an, und wären, wenn auch noch nicht dort, so doch schon in der Nähe – und nähern uns immer mehr.

Wenn aber die Entwicklung des Wissens Zufällen unterliegt, keinen letzten Endpunkt hat, dann ist unser Wissen, wie wir es heute sehen, eine Möglichkeit, keine Notwendigkeit.

Somit wäre es auch einigermaßen willkürlich, zwischen absolut notwendigem, weil eindeutig-folgerichtigem Wissen zu unterscheiden, und andererseits nicht notwendigem, dummen Glauben.

Letztendlich dürfte man die Wissenschaft ebenfalls als eine Art (sehr verfestigten) Glauben sehen.

Glaube ist Wissen(schaft)

Religiöser Glaube muss für den Gläubigen ein unwiderlegbares Wissen sein muss, sonst hätte es für diesen keinerlei Wert, keine Kraft der Realisierung.

Das wäre ähnlich, als würde der Materialist eigentlich nicht richtig an die Existenz des Atoms glauben.

Und nehmen wir auch zur Kenntnis, dass das, was wir heute als Glauben oder Aberglauben bezeichnen, als Wissen(schaft) entstand. So bezeichnet man die Astrologie als die Wiege der Wissenschaft, denn sie betrieb die Himmelsbeobachtung systematisch und analytisch. Die Denkvoraussetzung war dabei, dass das, was uns erschafft, größer ist, als wir selbst (die Götter). Und das ist auch heute noch die Hauptunterscheidung zwischen spirituellen Denkrichtungen und der materialistischen Wissenschaft. Die materialistische Wissenschaft negiert die Existenz von Göttern. Dabei heißt doch ihr eigener, alles erschaffender Gott, „Materie“! Mit Gott meine ich hier eine selbst nicht erklärbare Kraft und Existenz, deren Sein alles andere Sein erschafft. Das Ende der logischen Kausal-Kette, hin zum ontologischen Prinzip einer Weltanschauung.

Ähnliches Thema: Beitrag Was war eher da – Ei oder Henne? Was besagt dieses Paradox?

Weil er fein unterscheidet zwischen Materie dort und Geist hier, glaubt der Materialist, anders als der Spirituelle, die Schöpfung zu beobachten (wie Gott)  – der „alles widerspiegelnde Geist“ des materialistischen Weltbildes scheint der Materie übergeordnet.

Unser Wissen im Jetzt – eine Frage der Zeit

Die Schlüsse der Astrologie waren für die Zeit, in der sie entstand, richtig und auf der Höhe der Weisheit. Sie war maßgeblich für die sich aus ihr später entwickelnden Naturwissenschaften. Zu sagen, solche veralteten Wissenschaften seien dummer Aberglaube – das Wissen des Jetzt hingegen Ausdruck einer unübertrefflichen Weisheit („objektive Wahrheit“), das ist selbst Aberglaube und Überheblichkeit.

Wissenschaft und Glaube – die spirealistische Sichtweise

Spirealismus sieht Existenz als einen Informationsprozess, der jede Art von Realität hervorbringen kann. Auch die des materialistischen Denkens natürlich.

Einen fundamentalen Widerspruch zwischen Wissenschaft und Glaube sieht der Spirealismus nicht.

Den eigentlichen Pferdefuß des ansonsten völlig berechtigten Wissenschaftsdenkens sieht der Spirealismus in der Verabsolutierung des Materialismus als „objektiv nicht anders denkbare Wahrheit“. Als Weltanschauung formuliert, hält der Materialismus letztlich nur sich selbst für möglich und wahr – und das ist falsch.

Lesen Sie auch: Beitrag Die Ontologie des Materialismus

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Wissenschaft und Glaube, Spiritualität und Erkenntnis was last modified: März 5th, 2016 by Henrik Geyer

Meditation – was ist das? Gedankliche Disziplin durch Meditation

Meditation, meditieren

Was ist Meditation – wie meditiert man?

Meditieren bedeutet, die innere Mitte zu finden, indem man die Gedanken konzentriert, auf einen bestimmten Punkt. Den Mittelpunkt.

Was ist der Mittelpunkt?

Was der Mittelpunkt ist? Ganz einfach. Es ist wieder der Gedanke. Nach spirealistischer Auffassung sind die Gedanken die Existenz. Uns kommt die Welt, von wo auch immer wir sie betrachten, wie von einer Mitte aus gesehen vor. Diese Mitte ist das Ich (Ich-Universum)

Der Mittelpunkt ist letztlich der Mittelpunkt unserer Gedanken. Und Meditation bedeutet, sich zu konzentrieren, so dass ein Mittelpunkt für uns überhaupt erfassbar wird. Als ein Gedanke, auf den wir uns konzentrieren. Und sei dieser Gedanke auch die scheinbare Leere, „Ruhe“.

Meditation als Medium für Philosophie und Weltanschauung

Unser scheinbar so bewusstes tägliches Denken, beispielsweise auf der Arbeitsstelle, oder zu Hause, ist weitgehend unkontrolliert, gleicht einer Wirrnis.

Dieser Wirrnis ist man sich im Allgemeinen nicht bewusst, hält das eben für das „normale Leben“.

Daher ist Meditation nicht nur als Konzentrationsübung wichtig, sondern sie zeigt uns erst die Differenz zwischen dem „normalen Denken“, und dem Denken, wie es auch sein könnte – ruhig, konzentriert, erschaffend. Die Relation zu erleben lässt manchen die eigene Welt anders sehen. Alles  ist möglich durch Denken! Geist ist eben alles, und alles ist Geist.

Alles ist möglich durch Meditation – durch Konzentration

Mit Hilfe der Meditation lassen sich alle denkbaren Probleme verbessern oder lösen. Durch Meditation können wir herausarbeiten, welchen Gesetzmäßigkeiten unser Denken unterliegt, wir können unser Denken schulen und trainieren, um so neue Denkgewohnheiten anzunehmen – bessere Denkgewohnheiten.

Wir können lernen, üble Gewohnheiten zu verstehen und anzuerkennen, und schließlich als gleichgültig verblassen zu lassen. Wir können in unser Denken bringen, was uns wichtig ist, und andere Gedanken nach und nach verschwinden lassen. Wir können lernen, dass es eine Unterscheidung zwischen Körper und Geist nicht gibt. Dass Geist der Ansatzpunkt ist für alle Veränderungen, die wir uns nur vorstellen können.

Meditation ist der wichtigste Schritt, Achtsamkeit in das Denken bringen, das Handeln zu analysieren, und zu erkennen, welchen Gesetzmäßigkeiten das eigene Ich unterliegt.

Wie meditiert man?

Meditation kann viele Formen haben.

Viele nehmen, um zu meditieren, eine äußerlich konzentrierte körperliche Haltung ein. Körper und Geist sind eins – die äußerliche Konzentration führt zu innerer Konzentration. Bekannt ist der Lotussitz, eine typische Yoga Sitzhaltung, bei der der Übende still in dieser Stellung verharrt und seine Gedanken auf einen Punkt richtet. Die Beobachtung der eigenen Körperlichkeit steht dabei meist im Mittelpunkt, beispielsweise des Atmens.

Meditation kann aber jede Form annehmen, wichtig ist die Konzentration. Beispielsweise kann man auch beim Joggen seine Gedanken konzentrieren – völlig unangestrengt.

Der Psychologe C.G. Jung malte Mandalas – das Malen von Mandalas ist ebenfalls eine Form innerlicher Konzentriertheit, die durch eine äußerliche Handlung herbeigeführt wird. Ein Mandala ist eine Zeichnung, bei der sich wiederholende Elemente zu einem kreisrunden Muster führen – es ist ein Art mit einem Mittelpunkt – spirituell verstanden ist es zugleich das All wie Gott, der Schöpfer.

Die Themen der Meditation, der gedanklichen Konzentration, können vielfältig sein. Es kann einfach die Übung der Achtsamkeit sein, ein Bewusst-Werden des körperlichen Seins, Meditation kann ein Nachdenken über allgemeine persönliche Themen sein.

Nutzen

Das Ergebnis ist jedenfalls erstaunlich.

Eine wichtige Beobachtung bei der Meditation ist, dass man nicht gezwungen ist, jedem Gedanken zu folgen. Man kann Gedanken ausschalten, kann Reinheit, Stille und Genügsamkeit in das eigene Denken bringen. Ist man nicht mehr Sklave der sonst so zwangsläufig scheinenden Gedankenabfolge, kann sich frei(er) entscheiden, bestimmte negative Gedanken nicht (mehr) zuzulassen. Man entdeckt so, dass sich individuelle Realität verwandeln lässt.

Das ist für das „Äußerliche“ ebenso wahr: Meditation kann dabei helfen, Süchte wie das Rauchen aufzugeben, einen Lebensweg zu finden, neue Ziele, neues Glück.

Wer ständig positive Gedanken in seinem Kopf kreisen lässt, der ist ein positiv denkender Mensch – das gilt ebenso umgekehrt. Die individuelle Realität entsteht durch das, was wir im Geist bewegen, was wir zulassen; worauf wir unseren Blick richten und dessen Interpretation.

Was könnte (uns) also wichtiger sein als unsere individuelle Realität? Was könnte wichtiger sein, als den richtigen Weg des Denkens zu üben?

 

 
Weiterlesen: Artikel Das kollektiv Unterbewusste

Ähnliches Thema: Beitrag Monodenk – tue, was Du wirklich willst

Siehe auch: Beitrag Inspiration. Inspirierte Gedanken über den Hauch der Schöpfung in uns.

Lesen Sie auch: Tun was ich will! Wenn ich nur wüsste, was mein Wille ist …

Meditation – was ist das? Gedankliche Disziplin durch Meditation was last modified: April 22nd, 2016 by Henrik Geyer

Geistiges Heilen, spirituelle Heilmethoden

Geistiges Heilen

Geistiges Heilen – gibt es das? Ist es wirksam?

Ich las neulich folgende Geschichte. Ein Buchautor berichtete von einem gesundheitlichen Problem, das er in mittleren Jahren gehabt hatte.

Er hatte ein Magengeschwür entwickelt und hatte sich dagegen behandeln lassen, mit den üblichen Medikamenten und Methoden. Natürlich beachtete er, was der Arzt ihm gesagt hatte: er nahm die Medikamente, er trank viel Milch, er aß Hüttenkäse mit Toast et cetera.

Eines Tages ging er zu einer Massage, und er bat den Masseur, pfleglich mit ihm umzugehen, er habe ja dieses Problem, das Magengeschwür.

Der Masseur fragte ihn, wie alt er sei.

„36.“

Der Masseur fragte „Willst du wirklich von diesem Magengeschwüren geheilt werden?“

„Ja, selbstverständlich!“

„Dann vergiss es.“

Das erschien dem Mann rätselhaft, er bestellte sich jedoch an demselben Abend ein Bier (entgegen ärztlichem Rat) – an Stelle der Milch. Es befürchtete es könne zu Schmerzen kommen, aber es passierte – erst einmal nichts. Er dachte tatsächlich immer weniger an das Magengeschwür und wurde in der Folge geheilt. Die Heilung war durch ein Umdenken erfolgt, sie ging vom Kopf aus. 

Bei dieser Geschichte denkt man an einen Satz PlatosDie größte Behinderung des Lebens liegt darin, ständig auf die Gesundheit zu achten.

Kann geistiges Heilen wirksam sein?

Gerade bei sogenannten „psychosomatischen“ Erkrankungen, bei denen die Erkrankung auch aus schulmedizinischer Sicht „geistiger Natur“ ist, sind die Chancen auf Heilung durch ein Umdenken, durch mehr Spiritualität, groß.

Ich selbst habe eine solche Heilung erlebt, und ich habe auch erlebt, dass die Schulmedizin zwar den Begriff der Psychosomatik hat, also des durch die Psyche hervorgerufenen Krankheitssymptoms. Aber sie kann damit wenig anfangen, weil ihr die Psyche letztendlich rätselhaft ist. Die Psyche ist nicht naturwissenschaftlich fassbar – die Resultate, die sie zeitigt, sind nicht in einem Außen nachweisbar.

Zu den Wegen der Psyche haben Religionen und spirituelle Weisheitslehren die besseren Aussagen. Dies wiederum hört man in den materialistischen Naturwissenschaften nicht gern – dort wird geistiges Heilen eher als Scharlatanerie gesehen.

Dennoch ist, ich habe es selbst erlebt, geistiges Heilen durchaus wirksam – und darauf kommt es letztlich an.

Geistiges Heilen und der Unterschied zwischen Körper und Geist

In unserer Kultur wird der Unterschied von Körper und Geist als gegeben angesehen. Es ist die Basis unseres Denkens – wir denken in den Kategorien der materialistischen Sichtweise, der Unterscheidung: dort die Materie in einem Außen, hier der Geist (wir selbst), der das Materielle in seinem Innen widerspiegelt.

In diesem Blog komme ich oft genug auf meine Philosophie, den Spirealismus, zu sprechen, dem zufolge alles Geist ist, auch unser Körper. Der Spirealismus verbindet die Wahrheit des Spirituellen mit den Wahrheiten der Wissenschaft, nennt die Macht des Glaubens ebenso existent wie die Wirksamkeit der Wissenschaft. Weil das alles verbindende Element Geist ist.

Einheit von Körper und Geist

Dem Spirealismus zufolge besteht also eine Einheitlichkeit von Körper und Geist. Um dies wirklich zu verstehen muss man allerdings „den Geist“ anders sehen, als wir ihn materialistisch sehen.

Alles ist Geist – das bedeutet zu verstehen, Teil zu sein; Teil eines umfassenden Geistes. Nicht wir sehen mit gottgleichem, geistigen Blick, auf das Nichtgeistige, sondern Geist umhüllt und erschafft uns. Teil zu sein bedeutet, wir sind nicht alles. Es bedeutet, gegenüber dem Allem ist unser Begriffsvermögen begrenzt.

Es ist dies ein völlig anderes Menschenbild, als es der Materialismus hat, der ja, abgeleitet von seinem Grundsatz „ein freier Geist beobachtet die Festlegungen der Materie“ zu wissen meint, der Mensch könne die Natur in Endgültigkeit erkennen.

Auch wenn es von einer Begrenztheit des menschlichen Geistes ausgeht, ist das spirealistische Menschenbild kein den Menschen klein machendes, oder herabwürdigendes Menschenbild. Es ordnet richtiger ein. Es hält andere Folgerungen bereit; setzt andere Prämissen.

In medizinischer Hinsicht wird dadurch klarer, dass wir „geistige Wirkungen“ nicht klar umgrenzen können. Was wir denken hat immer seine Wirkung. Denn das, was wir als „unseren Geist“ ansehen geht nahtlos über in das, was uns als Geist umgibt, das wir aber nicht als unser Ich kennen. Somit geht „Psychosomatik“ nahtlos über in jede andere Krankheitsform.

Dieser Gedanke macht uns achtsamer uns selbst gegenüber, und dem, was wir denken – und es macht uns in der Folge gesünder.

Geistiges Heilen, spirituelle Heilmethoden was last modified: Februar 13th, 2016 by Henrik Geyer

Schätzen, was man hat. Wertschätzen und dankbar sein, wer – man ist und wie man ist

Schätzen, was man hat. Wertschätzen und dankbar sein, wer - man ist und wie man ist

Wertschätzen bedeutet, die Dinge, die einen umgeben, ernst zu nehmen, sie nicht als selbstverständlich zu betrachten, sie zu lieben und zu ehren.

Wertschätzen, dankbar sein, ist eine der grundlegenden Lebensweisheiten

Mancher tut mit einem mitleidigen Blick ab, was ihn umgibt. Wie könnte man gerade das schätzen: ein Auto keiner besonderen Marke? Eine Wohnung – es gibt auch bessere.. Ein Lebenspartner, der kein Filmstar ist..?

Im Grunde unterliegt doch alles, was uns umgibt, unserer Bewertung, die immer vergleichen will mit Dingen, die mindestens genauso schön sind, oder schöner, als das, was nun einmal da ist. Man kann es so sehen – oder auch anders. Warum nicht schön sehen? Warum nicht wertschätzen?

Viel zu oft hat man dabei die Bilder aus dem Fernsehen oder von Hochglanzprospekten im Kopf, von denen man nicht weiß, unter welchen Umständen sie zu Stande kommen: hoch bezahlte Models in Einheitsgröße.. so als ob es für Schönheit bereits ein einheitliches Maß gäbe. Natürlich sind da auch Wissenschaftler, die ganz genau zu wissen vorgeben: der optimale Abstand der Augenbrauen ist dieser und jener… dann ist man schön. Wer braucht so ein Wissen? Wir offenbar, denn wir richten uns sehr gern an solchen Definitionen aus. Aber nützen sie uns auch? Oder lassen sie uns leiden, denn dieses Optimum, wo finden wir es? Bei uns bestimmt nicht.

Das uns Wertvolle liegt (scheinbar!) im Außen

Und so scheint es uns doch stets: Selbstverständlich ist es erstrebenswert ein teures Auto zu fahren! Selbstverständlich brauchen wir Urlaubsreisen zu Fernzielen! Selbstverständlich benötigen wir dies und das.. hat doch jeder! Wer es nicht hat, der ist ein Loser, das weiß doch jeder!

Weiß das jeder? Zum Glück nicht.

Textpassage aus dem Song „Nothing Else Matters“:

So close, no matter how far 
Couldn’t be much more from the heart 
Forever trust in who we are 
And nothing else matters 

Never cared for what they do 
Never cared for what they know 

…Einmal nicht wissen, was jeder weiß! Sich von der Logik der anderen abkoppeln, und einfach glücklich sein! Ja, das geht.

Die Dinge wertschätzen, die man selbst hat, die man selbst weiß – es ist alles andere als trivial. So close, no matter how far … Couldn’t be much more from the heart… und doch sind wir  viel zu oft abgelenkt durch Myriaden von Informationen, die uns sagen: meine Welt sollte so und so sein… sie ist aber (leider!) irgendwie anders. Wir werden dominiert von Medien, von Meldungen, von Meinungen. Findet in uns selbst die eigene Meinung auch noch Gehör? haben wir eine eigene Meinung, die wir auch schätzen – wertschätzen? Oder ist das, was wir wertschätzen, nur im Außen?

Der Vergleich des  „..es sollte sein“ mit dem „.. es ist“ – ist es, was uns leiden lässt; ist es, was dazu führt, daß wir das Leben nicht so genießen können, wie es gerade ist.

Verantwortung für das, was uns vertraut ist

Woher wissen wir eigentlich, dass ein Auto der Marke XYZ erstrebenswert ist? Meist ist es ja nicht unsere Kenntnis der vorzüglichen Details eines Produktes, etwa die Stärke des Motors bei einem Auto. Meist geht es um Ansehen („andere sollten dies und jenes von mir denken!“), um bessere Geschäfte, um Gruppendynamik (das gleiche Produkt haben wie die Peergroup). Können wir uns davon lösen? Können wir unseren Blick willentlich auf das richten, was uns selbst wirklich wichtig ist? Es ist etwas das wir meist bereits besitzen.

Im Kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupery heißt es: „..du hast Verantwortung für das, was du dir vertraut gemacht hast“.

Für mich hat diese wunderschöne Zeile viele Bedeutungen

– es sind jene Dinge, die man sich vertraut gemacht hat, die einen definieren, die man sich nicht aus Zufall gewählt hat, sondern die aus einem inneren Antrieb, den man manchmal selbst nicht bewusst kennt, in das eigene Leben gekommen sind. Für das was man selbst ist, hat man zweifellos Verantwortung.

– man hat bezüglich der Dinge, Umstände, Personen, die einen umgeben, keine Wahl, als Verantwortung zu übernehmen, weil es (einem Menschen) nicht anders möglich ist, als sich in einer konkreten Umgebung zu befinden, mit der er sich auseinandersetzt. Dieses Jagen nach dem Glück anderswo, als dort, wo man gerade ist, ist einfach nur eine nicht enden wollende Jagd.

– die Dinge, die Umstände und die Personen, mit denen wir uns vertraut gemacht haben, erfordern Liebe und Achtsamkeit, um zu prosperieren, sich gut zu entwickeln, um uns selbst dann wieder zum Besten zu gereichen. Wir müssen uns beschränken, um so das Wünschenswerte in unserem Leben wachsen zu lassen, die Dinge nicht klein werden zu lassen, die nun einmal unser Leben ausmachen, und stattdessen vielleicht eine Idee (oder ein Produkt) zu stärken, das mit uns rein gar nichts zu tun hat.

Wert zu schätzen was man hat, ist eine wichtige Lebensweisheit und ein grundlegender Schritt hin zu innerer Harmonie und Glück.

 

 

Schätzen, was man hat. Wertschätzen und dankbar sein, wer – man ist und wie man ist was last modified: Dezember 16th, 2015 by Henrik Geyer

Fasten spirituell – der spirituelle Weg der geistigen Entschlackung

Fasten spirituell - Entschlacken für den Geist

 Fasten spirituell – das ist nicht völlig verschieden von Heilfasten, von Entgiften, Abnehmen.

Fasten ist ein bekannter spiritueller Weg – ein guter Weg, sei hinzugefügt. Man denke nur an die Initiationsriutale bei Naturvölkern, oder an Jesus und seinen 40-tägigen Aufenthalt in der Wüste.

Fasten hält einen überaus großen und überraschenden Erkenntnisgewinn für den Novizen bereit: man stirbt nicht von ein paar Tagen Hungern,  man kann wochenlang fasten und es geschieht: Nichts. Jedenfalls nichts körperlich-Bedrohliches. man findet in dieser Zeit ganz neue Einsichten, neue Perspektiven, neue Ziele.

Fasten spirituell

Die meisten haben zig Jahre lang morgens, mittags und abends ihre Mahlzeiten zu sich genommen. Fiel eine aus, war man mehr als beunruhigt: Mangel an Nährstoffen, Vitaminen, Kalzium, allem. Eben Hunger. Dann konnte es gern auch mal ein leckeres Schnellgericht sein.

Wenn man an einem einzigen sehr wichtigen Punkt, wie den Essensgewohnheiten, feststellt, dass das, was man bisher für unabdingbar hielt, keineswegs unabdingbar ist, dann beginnen auch sämtliche andere Überzeugungen zu wanken.

Auf diese Weise kann Fasten eine überaus weitreichende Erkenntnis sein, da ja so vieles im Leben felsenfest zu stehen scheint: Die gemachten Erfahrungen, der erwählte Beruf, der zurückgelegte Weg (der natürlich nicht anders gangbar war).

 

Und dann ist da noch dieser soziale Mangel: während andere essen, muss man selbst tatenlos dabei sitzen. Man muss Griesgrämigkeit unterdrücken. Bauchknurren. Am Anfang Kopfschmerzen. Wer sich das antut weiß hinterher: es lohnt sich. Man kann auch Ruhe in sich selbst finden. Man benötigt keine Äußerlichkeiten, man muss keinen Hühnchenschenkel in der Hand halten wie alle anderen – und kann dennoch  zufrieden und ganz bei sich sein.

Der Erkenntnisgewinn ist bei spirituellem Fasten groß und lang anhaltend.

Geistesreisen

Es kommt also darauf an, mit welcher Attitüde man das Fasten angeht. Will man nur ein paar Pfunde verlieren, oder will man viel mehr? Wollen wir Lebensantworten? Wollen wir neuen Sinn erfahren?

Wie immer geht es im Leben um die Frage, wie wir auffassen, was geschieht.

Geht es uns nur darum ein paar Kilo loszuwerden? Oder ist uns die achtsame Beobachtung des Geistes wichtig? Je nachdem, wie wir unsere spirituelle Reise antreten, welche geistige Haltung wir einnehmen, werden  zu sehr überraschenden Orten gelangen.

Wer nur daran denkt, seinen Magen zu füllen, lässt seinen Kopf hungern.
Aus China

 

Fasten spirituell – Körper und Geist sind eins. So entschlackend wie sich Fasten auf die Körperfülle auswirkt, entfaltet es seine entschlackende Wirkung im Geistigen. 

 

Fasten spirituell – der spirituelle Weg der geistigen Entschlackung was last modified: Dezember 15th, 2015 by Henrik Geyer