Aphorismen und Zitate: Werben und verliebt sein, Liebe, die Naturgewalt / Der Kuss

Die Liebe ist der Austausch zweier Phantasien und die Berührung zweier Hautschichten.
Nikolas Chamfort
französischer Schriftsteller
geb. 6. April 1741 in Clermont, Auvergne; gest. 13. April 1794 in Paris


Küsse sind das, was von der Sprache des Paradieses übriggeblieben ist.
Joseph Conrad
britischer Schriftsteller
geb. 3. Dezember 1857 in Berdytschiw, Russisches Kaiserreich; gest. 3. August 1924 in Bishopsbourne


Ja die Liebe fragt nicht nach Georgi und Michaeli; Luftschlösser sind ihre liebsten Häuser, ihr Grundbuch ist das Herz, der Zins wird nur mit Küssen bezahlt.
Johann Nestroy
österreichischer Schriftsteller
geb. 7. Dezember 1801 in Wien; gest. 25. Mai 1862 in Graz


Was ist ein Kuß? Ein Wunder, ein Geheimnis ist der Kuß; Denn wie des Morgenlandes Weisen sangen, Die Lippe küßt, wohin das Herz sich neigt; Ehrfurcht die Hände, Sklavendienst das Kleid, Die Freundschaft auf die Wangen; auf die Stirne Küßt tröstend Mitgefühl; doch auf die Lippen Drückt Liebe ihren Kuß, wildloderndes Verlangen auf das müd geschlossne Auge, Und Sehnsucht haucht ihn seufzend in die Luft: Noch mehr! Ein Kuß ist das, was ihr ihn schätzt; Nichts, wenn ihr scherzt, und wenn ihrs ernst meint, alles; Er kühlt und glüht; er fragt und er gibt Antwort, Er heilt und er vergiftet, trennt und bindet; Er kann versöhnen und entzweien, kann Vor Wonne töten, und kann Tote wecken. Und mehr noch, mehr! Was könnte nicht ein Kuß?
Friedrich Halm
österreichischer Dichter
geb. 2. April 1806 in Krakau; gest. 22. Mai 1871 in Wien


O, daß jeder Kuß eine Woche lang währen und jede Umarmung einen Monat dauern möge – und unsere Liebe immer und ewiglich erstrahle!
Edgar Allan Poe
amerikanischer Schriftsteller
geb. 19. Januar 1809 in Boston, Massachusetts, USA; gest. 7. Oktober 1849 in Baltimore, Maryland


Mangelhafte Schöpfung

Zwei Augen, Dich zu sehen,
Zwei Ohren, Dich zu hören,
Zwei Arme, Dich zu fassen,
Und, ach, um Dich zu küssen,
Nur einen Mund, o Holde!
Das will mir gar nicht passen!

Adolf Glaßbrenner
deutscher Humorist und Satiriker
geb. 27. März 1810 in Berlin als Georg Adolph Theodor Glasbrenner; gest. 25. September 1876 ebendort


Aphorismen und Zitate: Werben und verliebt sein, Liebe, die Naturgewalt / Der Kuss was last modified: März 9th, 2018 by Henrik Geyer