Aphorismen und Zitate, Thema: Was ist Tod?, Tod – das Ende ist ein Anfang. Zitate und Aphorismen / Eingehen in die Unendlichkeit des Geistes

Wir sterben nur ein einziges Mal, aber wenigstens hält es lange an.
Moliere
französischer Dramatiker
geb. 1622 in Paris, gest. 17. Februar 1673


Kein Tod ist herrlicher, als der ein Leben bringt,
Kein Leben edler als das, was dem Tod entspringt.
Angelus Silesius
deutscher Arzt, Theologe und Lyriker
getauft 25. Dezember 1624 in Breslau; gest. 9. Juli 1677 ebendort


Der Körper dient dem Geiste wie ein Werkzeug der lebendigen Bewegungskraft. Alles, was im Menschen lebt und empfindet, gehört seinem Geist an, und vom Haupt bis zur Fußsohle ist nichts im Menschen, was nicht lebt und empfindet. Deshalb bleibt der Mensch dennoch Mensch und lebt, auch wenn der Körper von seinem Geiste abgetrennt wird, was man sterben heißt.
Emanuel Swedenborg
schwedischer Wissenschaftler und Mystiker
geb. 29. Januar 1688 in Stockholm; gest. 29. März 1772 in London


Was ist unser Leben als eine Reihe von Präludien, zu jenem unbekannten Lied, dessen erste feierliche Note der Tod anschlägt.
Alphonse de Lamartine
französischer Schriftsteller und Politiker
geb. 21. Oktober 1790 in Mâcon; gest. 28. Februar 1869 in Paris


Nehmt die äußere Hülle weg, und es ist kein Tod in der Schöpfung; jede Zerstörung ist Übergang zum höhern Leben.
Johann Gottfried von Herder
deutscher Dichter und Theologe
geb. 25. August 1744 in Mohrungen, Königreich Preußen; gest. 18. Dezember 1803 in Weimar, Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach


Und befreit die Todesstunde
Deines Wesens Kern –
Heimwärts in die ewige Heimat
Trägt dein Engel deinen Stern.
Manfred Kyber
deutscher Schriftsteller
geb. 1. März 1880 in Riga; gest. 10. März 1933 in Löwenstein


Die Unsterblichkeit darf kein Wunsch sein, wenn sie erst eine Aufgabe gewesen ist, die ihr gelöst habt. Mitten in der Endlichkeit eins werden mit dem Unendlichen und ewig sein in jedem Augenblick, das ist die Unsterblichkeit.
Friedrich Schleiermacher
deutscher Theologe und Philosoph
geb. 21. November 1768 in Breslau, Schlesien; gest. 12. Februar 1834 in Berlin


Ewig jung ist der Ruhm, den treffliche Dichter erringen, weder im Alter geschwächt, weder im Tode getilgt.
Bhartrihari
nordindischer Lyriker und Hofdichter
lebte zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert


Sehen Sie gen Himmel, Gottes Sternenschrift, die Urkunde unserer Unsterblichkeit, die glänzende Charte unserer weitern Wallfahrt! Wo endet das Weltall? Und was sollte meinem Geist an dieses träge Staubkorn fesseln, sobald mein Leib, diese Hülle, herabsinkt?
Johann Gottfried von Herder
deutscher Dichter und Theologe
geb. 25. August 1744 in Mohrungen, Königreich Preußen; gest. 18. Dezember 1803 in Weimar, Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach


Tüchtiges Leben endet auf Erden nicht mit dem Tod, es dauert im Gemüt und Tun der Freunde wie in den Gedanken und der Arbeit des Volkes.
Gustav Freytag
deutscher Schriftsteller
geb. 13. Juli 1816 in Kreuzburg, Oberschlesien; gest. 30. April 1895 in Wiesbaden


Denn nach dem Tode zieht die Zeit sich aus dem Körper zurück, und die schon so gleichgültig gewordenen, blassen Erinnerungen sind nun von der, die nicht mehr ist, fortgewischt und werden es bald auch von dem sein, den sie noch immer quälen, in dem aber endlich auch sie einmal sterben werden, wenn das Verlangen nach einem lebendigen Leib sie nicht mehr unterhält.
Marcel Proust
französischer Schriftsteller
geb. 10. Juli 1871 in Paris; gest. 18. November 1922 ebendort


Aphorismen und Zitate, Thema: Was ist Tod?, Tod – das Ende ist ein Anfang. Zitate und Aphorismen / Eingehen in die Unendlichkeit des Geistes was last modified: Mai 10th, 2018 by Henrik Geyer