Aphorismen und Zitate, Thema: Tod – das Ende ist ein Anfang. Zitate und Aphorismen, Es geht weiter / Worauf kommt es an?

Denk im Leben: Das Leiden ist Mittel, sein Zweck ist Vollendung; denk in Freuden: Von besseren Freuden sind diese nur Schatten; denke des Morgens und Abends: Es eilt mein Ziel zur Vollendung, und beim Glockenschlag: Ich Sterblicher bin auch unsterblich.
Johann Kaspar Lavater
Schweizer Schriftsteller und Philosoph
geb. 15. November 1741 in Zürich; gest. 2. Januar 1801 ebendort


Unser Leben hat den Sinn, die Aufgabe zu lösen. Aber das ist nicht eine kurze Rechnung. Das Rechnen der Aufgabe nimmt das ganze Leben in Anspruch, erst auf dem Sterbebett können wir sie abschließen.
Paul Ernst
deutscher Schriftsteller
geb. 7. März 1866 in Elbingerode (Harz); gest. 13. Mai 1933 in Sankt Georgen an der Stiefing, Steiermark


Frage

Einst wird die Weltposaune dröhnen
Und mächtig aus des Engels Mund,
Ein lauter Donner, wird es tönen:
Du Erde, öffne deinen Schlund!

Sie schüttelt träumend ihre Glieder,
Und alle Gräber tun sich auf
Und geben ihre Toten wieder,
Die kommen staunend Hauf zu Hauf.

Dann, wenn, den großen Spruch zu sprechen,
Der Ewge sich vom Stuhl erhebt
Und stockend alle Herzen brechen
Und Todesangst die Welt durchbebt

Und laut erkracht des Himmels Krone –
Dann ringsum Schweigen fürchterlich -,
Dann will ich stehn vor seinem Throne
Und fragen: Warum schufst du mich ?

Friedrich Theodor Vischer
deutscher Literaturwissenschaftler und Philosoph
geb. 30. Juni 1807 in Ludwigsburg; gest. 14. September 1887 in Gmunden am Traunsee


Das, was das Leben hindurch andauert – darauf kommt es an; auf mein Leben kommt es mir an, in seiner langen Fortdauer und in seinem Verlauf.
David H. Lawrence
englischer Schriftsteller, Autor von Lady Chatterleys Liebhaber
geb. 11. September 1885 in Eastwood, Nottinghamshire; gest. 2. März 1930 in Vence, Frankreich


Forschen nach Gott

Ich suche dich, ich suche dich,
o Unerforschlicher!
der du im Dunkel wohnest,
und über Geisterwelten thronest;
unsichtbar streust du Segen aus;
wo ist dein großes Vaterhaus?
Unendlicher! Unendlicher!
wo find ich Dich?

Ich suche dich, ich suche dich,
o Unergründlicher!
In unermeßnen Fernen,
da strahlt dein Thron von jenen Sternen,
Umwehst du mich im Frühlingshauch,
und duftest mir vom Blüthenstrauch;
du Herrlichster! du Herrlichster!
wo find ich Dich?

Bist du ein Traum? bist du ein Traum?
o Unbegreiflicher!
Woher die Sternenheere?
dies Blumenland? die Früchte, Meere?
der Mensch, dein Bild voll Geist, Verstand?
Es sind die Werke deiner Hand!
Allschaffender! Allschaffender!
du bist kein Traum!

Ulrich Hegner
Schweizer Schriftsteller
geb. 7. Februar 1759 in Winterthur; gest. 3. Januar 1840 ebendort


Die Summe der Liebe und Freundschaft, welche wir hier auf Erden erwerben, ist das beste Gut.
Gustav Freytag
deutscher Schriftsteller
geb. 13. Juli 1816 in Kreuzburg, Oberschlesien; gest. 30. April 1895 in Wiesbaden


Ich glaube, daß der Sinn unseres Lebens sein sollte: Gott nicht zu widerstreben.
Paul Ernst
deutscher Schriftsteller
geb. 7. März 1866 in Elbingerode (Harz); gest. 13. Mai 1933 in Sankt Georgen an der Stiefing, Steiermark


Aphorismen und Zitate, Thema: Tod – das Ende ist ein Anfang. Zitate und Aphorismen, Es geht weiter / Worauf kommt es an? was last modified: Juli 5th, 2018 by Henrik Geyer