Was ist Glück?

Was ist Glück? Wir brauchen die Nächte, um die Sterne zu entdecken. (Aus Brasilien)

Was ist Glück? Vorausschickend sei gesagt, dass Glück in diesem Zusammenhang als die Empfindung von Glück gemeint ist – nicht als ein Glücksfall beim Würfelspiel beispielsweise.

Was ist Glück nicht?

Zunächst einmal ist es wichtig sich bewusst zu machen, das Glück an keine äußerlichen Bedingungen gebunden ist. Glück hängt nicht ab von irgendeiner Sache, die wir im Außen finden.

Was ist Glück dann?

Glück lässt sich am besten als Relation beschreiben. Eine Relation zu dem, was wir in unserer Welt finden. Was wir in unserer Welt zu finden glauben, hängt von den Bewertungen ab, die wir vergeben.
Unser Glück hängt also davon ab, ob wir gewohnheitsmäßig das Glas halb voll oder halb leer sehen.

Die Welt ist immer durch Gegensätze definiert

Wie glücklich man auch immer sein kann – unser Sein ist ein Sein der Gegensätze.
Wir können uns keinen Begriff denken, von dem nicht auch sein Gegenteil existieren kann.
Wir brauchen die Nächte, um die Sterne zu entdecken. (Aus Brasilien). Wir brauchen Traurigkeit, um zu wissen, was Glück und Fröhlichkeit sind. Wer Phasen fehlenden Glücks nicht verabsolutiert, wer weiß, dass diese Phasen nötig sind, damit Glück eintreten kann, wer immer bedenkt, dass dem Sommer der Winter vorausgehen muss, der wird schwierige Phasen umso weniger als mangelndes Glück empfinden. Traurigkeit gehört zum Glück eben auch dazu.

Das Glück ist überall zu finden

Das Glück dort zu suchen, wo man selbst nicht ist, ist der beste Weg, unglücklich zu sein. Hingegen ist es eine bewährte Methode, die Gedanken gewohnheitsmäßig auf etwas zu lenken, in dem ganz greifbares Glück liegt. Aus dem Bereich der Spiritualität kennen wir Dankgebete, die eben diesem Ziel folgen. Der zur Gewohnheit werdende Dank für das, was man hat (und nicht der Zorn über Dinge, die fehlen!), lassen uns die Gaben bewußt werden, die uns umgeben. So erst können wir sie sehen und anerkennen.

Glück liegt im Sein, nicht im Sehnen

Die eigenen Schwächen anzuerkennen und zu lieben, ist Glück. Machen wir uns bewusst, nicht perfekt sein zu können. Unsere Realität ist ist nur denkbar mit Stärken UND Schwächen. Die Welt ist eben immer durch Gegensätze definiert.
Glück heißt: Seine Grenzen kennen und sie lieben. (Romain Rolland)

Konzentration auf gute Begriffe

Spiritualität, als die Fähigkeit sich auf Geistiges zu konzentrieren, ist eine gute Voraussetzung für Glück. Wer zulässt, dass die Gedanken zerfasern, wer vor den Toren seines Geistes nicht Wache hält, der lässt zu, dass alle denkbaren Einflüsse in das Zentrum dessen gelangen, wo Glück entstehen kann.
Man ist aber nur „seines Glückes Schmied“, wenn man auf eben dieses Zentrum, das Denken, achtet.

Was ist Glück? was last modified: Dezember 2nd, 2015 by Henrik Geyer