Die Ontologie des Spirealismus

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort Thema Ontologie des Spirealismus: Es ist eine Illusion anzunehmen, die materielle Existenz habe etwas Faktisches. Dieser Illusion sehen wir uns in der alltäglichen Welt ebenso gegenüber, wie in der Teilchenwelt. Es gibt keinen Unterschied. Die Brille, mit der wir in unsere Welten sehen, ist immer Geist. Geist ist das einzig Faktische.

Im Artikel Die Ontologie des Materialismus wurde das allgegenwärtige Seins-Konzept des Materialismus beschrieben. Was steht diesem Konzept gegenüber? Und zwar wirklich gegenüber, nicht als materialistische Weltanschaungs-Variante oder eine weitere Sichtweise des Materialismus? Es ist die Ontologie des Spirealismus: Alles ist Geist.

Thema: Beitrag ‚Die Ontologie des Materialismus‘

Ist das Sein etwas Kompliziertes?

Ich glaube, viele meinen, das Sein zu beschreiben sei sehr schwierig. Es ginge dabei um die kleinsten Teilchen der Materie. So sieht es der Materialismus – und beim allgegenwärtigen Materialismus betrachten wir ja alles aus der Sichtweise des Materialismus. Das Sein, so meinen wir, sei damit in Formeln verborgen, in Teilchenbeschleunigern, etc..

So sieht es der Spirealismus nicht.

Die Ontologie des Spirealismus ist: das Sein ist geistig; die Objekte denen wir uns gegenüber sehen, sind eine Vorstellung.

Daher geht es letztlich nicht um Atome, denn was Atome sind, ist ja selbst eine Vorstellung. Wenn man also vom Sein spricht, so kann man das getrost tun, indem man sagt: das Sein ist eine Vorstellung im Geistigen. Man denke an Schopenhauer: „Die Welt als Wille und Vorstellung“

Die Frage ist eher: Was kann man nun über Vorstellungen sagen?

Das Atom eine Vorstellung?

Dass das Sein eine Vorstellung ist, leitet sich durchaus auch aus dem ab, was namhafte Atomphysiker selbst über die Teilchen sagen. Sie ringen mit ihren Vorstellungen, sagen, das Atom sei dies, dann wieder das. Je nachdem, wie sie das Atom begreifen, so ist ihnen das Atom letztlich.

Einem Zitat Werner Heisenbergs folgend, könnte man formulieren, dass er die Existenz im „unmittelbar Faktischen der uns umgebenden Welt“ sieht. Hier das Zitat:

Die Ontologie des Materialismus beruhte auf der Illusion, daß man die Art der Existenz, das unmittelbar Faktische der uns umgebenden Welt, auf die Verhältnisse im atomaren Bereich extrapolieren könne.
Werner Heisenberg

Doch – was ist das „unmittelbar Faktische“? Das unmittelbar Faktische ist für Heisenberg eine direkte Beobachtung: „Dort ist ein Baum.“

kann ein Baum eine Vorstellung sein?

Ja. In Alles ist Geist beschreibe ich, wie das „unmittelbar Faktische“ für mich das Faktische verlor. Ich stellte fest: Jede Wahrheit ist auch ein Glaube. Das gilt letztlich auch für das, was wir sehen. Denn das was wir sehen ist nicht zu trennen von einer Vorstellung, die wir davon haben.

Für mich ist der Weg dieses Erkennens das Interessante. Denn es zeigt, dass man auf tausenderlei Wegen immer auf dieselbe Frage stößt.

Anders als Heisenberg, ging ich den umgekehrten Weg. Ich untersuchte nicht Teilchen, sondern das sogenannte Faktische und stellte fest: Es ist nicht da.

Meine Um-Formulierung des obigen Zitates wäre:

Es ist eine Illusion anzunehmen, die materielle Existenz habe etwas Faktisches. Dieser Illusion sehen wir uns in der alltäglichen Welt ebenso gegenüber, wie in der Teilchenwelt. Es gibt keinen Unterschied. Die Brillen, mit denen wir in unsere Welten sehen, ist immer Geist. Geist ist das einzig Faktische.

Die Ontologie des Spirealismus und das unmittelbar Faktische. Die Wahrheit.

Die materialistische Vorstellung von der „existierenden Außenwelt“, dem Objektiven, dem unmittelbar Faktischen, dem Realen, dem Wirklichen, ist auch immer verbunden mit dem materialistischen Verständnis von Wahrheit.

Und insofern nehme ich auch folgendes Einstein-Zitat als Hinweis auf das Fehlen des unmittelbar Faktischen:

Wer die Wahrheit beschreiben will, überlasse die Eleganz dem Schneider.
Albert Einstein

Die Ontologie des Spirealismus

Die Ontologie des Spirealismus ist zusammengefasst: Alles ist Geist. Geist steht nicht Materie gegenüber, sondern wieder Geist. Geist, in jeder seiner Formen, nennen wir es Materie, Traum, Erleben, Faktisches, ist das Wirkliche. Geist ist die Existenz.

Geist ist „nur“ relativ, immer subjektiv – nie objektiv. Das Beobachtete (gemeinhin „Objekt“ genannt) gibt es in der Form, wie der Beobachter es sieht, nur im Beobachter. Das Objektive gibt es nicht, sondern immer nur Subjektivität.

Und daraus folgt auch: Man kann nichts beobachten, das vom Beobachter zu trennen wäre.

 

Siehe auch:  ‚Materialismus Philosophie. Spirealismus vs Materialismus‘

Die Ontologie des Spirealismus was last modified: März 7th, 2016 by Henrik Geyer

Die Ontologie des Materialismus

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort: Die Ontologie des Materialismus bestehtin der grundsätzlichen Auffassung, dass Materie dem Geist GEGENÜBER steht.Der Geist habe die Materie abzubilden.

Es geht auf Spireo viel darum, was „die Welt“ wirklich ist. Ist sie Geist? Der Spirealismus bejaht das. Aber was heißt das? Was bedeutet „Alles ist Geist“? Die Bedeutung dessen wird erst in einer Gegenüberstellung klarer – im Allgemeinen verstehen wir unter Existenz „das Wirkliche“, versinnbildlicht im Außen, in der Materie. Das ist die Ontologie des Materialismus – die Seins-Lehre des Materialismus.

Dem unabhängigen Außen steht Geist gegenüber

Die Ontologie des Materialismus (Seinslehre des Materialismus) beruht auf der Grundvoraussetzung, dass dem Geist eine materielle Außenwelt gegenübersteht. Diese materielle Außenwelt, wird im Gehirn abgebildet.

Die Vorstellung von einer materiellen Außenwelt wird mit verschiedenen Eigenschaften dieser Außenwelt in Verbindung gebracht.

  1. Die materielle Außenwelt sei vom Beobachter unabhängig
  2. Die materielle Außenwelt beherberge das Objektive (das Objektive ist letztlich ein Synonym für „Außenwelt“, denn es betrifft das Begriffspaar objektiv/subjektiv. Ähnliches Thema: Artikel ‚objektiv subjektiv. Was ist der Unterschied zwischen Objektivität und Subjektivität?‘)
  3. Die materielle Außenwelt beherberge also Dinge, die der Geist lediglich versucht in ihrem wirklichen Wesen mehr und mehr zu begreifen. Damit ist, in der materialistischen Sichtweise, diese Außenwelt verbunden mit dem Wirklichen, der Wahrheit, oder auch dem Kantschen Ding „an sich“.
  4. Umgekehrt ist der Geist demnach das Nicht-so-Wirkliche

 

Materialismus - was ist das?
Materialismus – was ist das?

 

Der Geist ist das weniger Wirkliche

Damit ist also beschrieben, dass die Ontologie des Materialismus das wesentliche Begriffspaar Materie und Geist beinhaltet.

Der Geist ist dabei das Nicht-Wirkliche, oder, wie immer man es nennen möchte … das „nicht so Wirkliche“, das Noumenon als eine Beschreibung oder Umschreibung des Wirklichen, und so weiter.

Auch wenn dieser Artikel die Ontologie des Materialismus zum Gegenstand hat, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass mit gerade geschriebenem Satz sofort die Frage auftaucht: Warum sollte gerade das elemantare Ding, welches uns doch Kunde von unserer Welt gibt, nämlich der Gedanke, nicht wirklich sein?

Siehe auch:  ‚Die Ontologie des Spirealismus‘

Die Untersuchung der Materie

Daher meint der Materialismus, sich auf Grund seiner Ontologie auf die materialistische Wissenschaft verlassen zu können. Sie sei Instrument des Seins-Erkennens – indem sie objektiv untersucht, objektiv erkennt.

Man untersucht im Teilchenbeschleuniger CERN die Teilchen und meint, dem wahren Wesen des Seins immer mehr auf die Spur zu kommen. Man nennt die Teilchen, die man zu finden gedenkt, „Gottesteilchen“.

die Ontologie des Materialismus findet sich in jedem Gedanken, den wir denken

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass die Ontologie des Materialismus in jedem Gedanken von uns steckt. Die Sprache, derer wir uns bedienen, enthält als Basis all unseres Verständnisses Begriffspaare wie objektiv/subjektiv, Materie/Geist, wirklich/unwirklich, Traum/Realität.

Indem wir sie denken und aussprechen, bewegen wir uns innerhalb des Gedankengebäudes des Materialismus. Das bedeutet, wir können jedes andere Gedankengebäude nur von der Warte des Materialismus aus sehen und beurteilen.

Die Ontologie des Materialismus bedingt, dass er sich nur selbst für möglich hält

Der Materialismus, mit seiner real existierenden Außenwelt, die es gilt im Geist genau abzubilden, mit seiner Objektivität als Inbegriff des Nicht-anders-Denkbaren, hält natürlich nur letztlich eine einzige Wahrheit für richtig. Wie könnte es anders sein … natürlich ist es seine eigene.

 

Lesen Sie auch: Artikel ‚Die Entstehung der Realität – Bewusstsein erschafft Realität‘

 

 

Die Ontologie des Materialismus was last modified: November 20th, 2016 by Henrik Geyer

„Ich denke, also bin ich“ vs „Ich bin, also denke ich“

"Ich denke, also bin ich" vs "Ich bin, also denke ich" Spruchbild Erläuterung

Descartes Satz „Ich denke, also bin ich“ ist wohl vielen bekannt. Doch was bedeutet er?

Widersprüchlichkeit

Man kann den o.g. Satz wie folgt auffassen: „Obwohl ich doch alles begründen kann, ist die Ursache dafür, dass ich überhaupt begründe, in der Tatsache  zu finden, dass ich denke.“

Dieses Verständnis bleibt aber in der materialistischen Sichtweise rätselhaft. Denn, was besagt die Aussage „Ich denke, also bin ich“, wenn man die Kausalkette der Logik „Ich bin, also denke ich“ nicht loswird? Also einer Kausalkette, die besagt: Die Augen nehmen Information auf, das Gehirn „verarbeitet“ die Information, daraus folgt Denken, u.s.w..

Diese materialistische Kausalität wird nicht verlassen. Und doch stellt der Satz „Ich denke also bin ich“ diese Kausalität auch in Frage. Er muss rätselhaft bleiben, und unerklärbar. Denn, noch einmal: Woher kenne ich all die Zusammenhänge von denen ich spreche, woher kenne ich das Wort „Kausalität“ selbst, wenn nicht aus den Gedanken? Das Denken ist das Primäre. Das Denken ist mir das Nächste. Bevor ich irgendetwas begründen kann, ist der Gedanke da. Aber – und das ist das Rätselhafte: Das Denken ist doch nicht bei den Objekten… Oder doch?

Ich denke, also bin ich, in der spirealistischen Auffassung

Doch. In der spirealistischen Sichtweise löst sich der Widerspruch. In der spirealistischen Sichtweise formt der Gedanke die Objekte. Die spirealistische Auffassung des Satzes „Ich denke, also bin ich“, ist, dass der Gedanke die eigentliche Ursache allen Erkennens ist. So drückt es das obige Schema aus.

Der Gedanke ist frei

Gemäß der allgemeinen Auffassung ist der Gedanke frei, kann also im Prinzip jede Form annehmen. In der materialistischen Auffassung („Ich bin, also denke ich“) ist der Gedanke jedoch an die materielle „Verwirklichung“ in einem Außen gebunden.

materialistische Kausalität

Die Kausalität, die den materialistisch Denkenden im materialistischen Weltmodell gefangen hält, selbst wenn er versucht den Satz „Ich denke, also bin ich“ zu verstehen, steckt bereits in der Grundvoraussetzung: Ich denke, weil ich bin. Weil ich ein Gehirn habe. Weil ich Augen habe. Weil die Welt aus Materie besteht. Weil die Materie aus Atomen besteht. Weil die Materie die Organe formen (Augen, Gehirn). Weil die Atome sich in einem Urknall bildeten, der vor 14 Milliarden Jahren stattfand.

Umkehr der Kausalität

In der spirealistischen Auffassung ist der Gedanke ebenfalls im Prinzip frei, und auch nicht an die o.g. (materialistischen) Denkvoraussetzungen gebunden. Denn den Satz „Ich denke, also bin ich“, versteht der Spirealismus konsequenterweise so, dass der Gedanke die Grundvoraussetzung jedes sich bildenden „Objektes des Denkens“ ist – und mithin auch der Vorstellung von Kausalität. Somit führt die Logik des Spirealismus zur Vorstellung vieler Welten, die repräsentiert sind in den Individuen bzw. Dingen.

Ich denke, also bin ich – materialistisch verstanden

Descartes, der den Satz „Ich denke, also bin ich“ prägte, war natürlich kein Spirealist. Seine Philosophie verließ nicht den materialistischen Ansatz.

 

Hier ist ein schönes Zitat, das den Gedanken „Ich denke, also bin ich“ variiert, und gleichzeitig zeigt, dass der materialistische Ansatz nicht verlassen werden kann, und zwar aus einem geistigen Festgelegt-Sein heraus. Der Spirealismus nennt dies eine Denkgrenze.

Das Zitat ist aus dem Buch „Der Teil und das Ganze: Gespräche im Umkreis der Atomphysik“ (German Edition) von Werner Heisenberg

Heisenberg gibt darin Gespräche wieder, in diesem Fall eine Erörterung eines Jugendfreundes (also nicht seine eigene Aussage).

Der Ansatz „Ich denke, also bin ich“ ist seit langer langer Zeit in der Welt, lange vor Descartes. Doch die Menschen kommen in einer Mehrheit immer wieder auf das materialistische „Ich bin, also denke ich“, zurück.

Man beachte: den eigentlichen Ansatz „Ich denke, also bin ich“, drückt nur der erste Satz aus. In den folgenden Sätzen ist man schon wieder bei „Ich bin, also denke ich“

Was ihr sprecht, kommt doch aus euren Gedanken, nur von ihnen habt ihr unmittelbar Kunde; aber die Gedanken sind ja nicht bei den Dingen. Wir können die Dinge nicht direkt wahrnehmen, wir müssen sie zuerst in Vorstellungen verwandeln und schließlich Begriffe von ihnen bilden. Was bei der sinnlichen Wahrnehmung auf uns von außen einströmt, ist ein ziemlich ungeordnetes Gemisch von sehr verschiedenartigen Eindrücken, denen die Formen oder Qualitäten, die wir nachher wahrnehmen, gar nicht direkt zukommen. Wenn wir etwa ein Quadrat auf einem Blatt Papier anschauen, so wird es weder auf der Netzhaut unseres Auges noch in den Nervenzellen des Gehirns irgend etwas von der Form eines Quadrats geben. Vielmehr müssen wir die sinnlichen Eindrücke unbewußt durch eine Vorstellung ordnen, ihre Gesamtheit gewissermaßen in eine Vorstellung, in ein zusammenhängendes, ›sinnvolles‹ Bild verwandeln. Erst mit dieser Verwandlung, mit dieser Zusammenordnung von Einzeleindrücken zu etwas ›Verständlichem‹ haben wir ›wahrgenommen‹. Daher müßte doch zuerst einmal geprüft werden, woher die Bilder für unsere Vorstellungen kommen, wie sie begrifflich gefaßt werden und in welcher Beziehung sie zu den Dingen stehen, bevor wir so sicher über Erfahrungen urteilen können. Denn die Vorstellungen sind doch offenbar vor der Erfahrung, sie sind die Voraussetzung für die Erfahrung.«

„Ich denke also bin ich“,widersprüchlich verstanden als „Ich bin, also denke ich“

Das o.g. Zitat sehe ich als die spirituelle Variante einer grundsätzlich materialistischen Auffassung. Ich hatte überlegt, wie ich diese Variante in einer Grafik darstellen kann, ganz ähnlich der Grafik oben an diesem Artikel.

Doch letztlich ist das, was das Zitat ausdrückt, bereits in der obigen Grafik verbildlicht, und zwar unter „Ich bin, also denke ich“. Das verdeutlicht die (bleibende) Widersprüchlichkeit, wenn man zwar einerseits den sehr gut nachvollziehbaren Ansatz verfolgt „Ich denke, also bin ich“, andererseits aber nicht anders kann, als dem „Ich bin also denke ich“, verhaftet zu bleiben.

 

„Ich denke, also bin ich“ vs „Ich bin, also denke ich“ was last modified: Januar 25th, 2016 by Henrik Geyer

Glücklich sein – wie geht das? Völlig idiotisch glücklich sein!

Glücklich sein - Früchte des Glücks - Weintrauben

Immer geht es ums Glücklich sein. Egal, ob wir nach Geld, Macht, Vorherrschaft, geistiger Überlegenheit, faszinierenden Einblicken und Erlebnissen suchen – immer geht es darum, dass wir glücklich sein wollen. 

Warum also nicht einfach so glücklich sein? Wenn es das ist, was wir wollen?

Gibt es ein Rezept für Glück?

Zunächst einmal müssen wir uns offen zu dem Ziel bekennen, glücklich sein zu wollen. Und Glücklichsein hängt nicht von irgendetwas anderem ab, als dem Gefühl, glücklich zu sein. Niemand kann sagen, was genau es braucht, damit jemand Glück empfinden kann. Der Umkehrschluss ist: wir können in jeder Situation Glück empfinden. Wir müssen es nur zuallererst einmal wollen.

Akzeptanz und Glück sind verbunden. Unsere westliche Logik scheint zu suggerieren, dass Dinge nötig sind, damit wir glücklich sein können. Und immer mehr von den Dingen sei nötig. Dieses Mehr findet keine Begrenzung, und so streben wir nach immer mehr, ohne es je erreichen zu können. Denn unsere Bedürfnisse wachsen einfach mit, und sind immer ein wenig schneller als das, was wir im Moment haben können.

Ein solches Streben nach Glück, das abhängig von einer undefinierten Zukunft ist, lässt uns im Jetzt unglücklich sein. Denn wir haben ja nie ganz, was wir wollen. Im Hier und Jetzt glücklich zu sein, das müssen wir erst wieder lernen.

Ich begegne lieber einem glücklichen Menschen, als dass ich eine Fünf-Pfund-Note finde. Ein heiterer Mensch verbreitet gute Laune um sich, und wenn er in ein Zimmer kommt, ist es, als sei ein Licht angezündet worden.
Robert Louis Stevenson

 

Glück und Glücklich Sein

Glücklich sein üben

Glücklich sein kann man üben. Völlig idiotisch und ohne Grund glücklich zu sein, das kann zu einer täglichen Gewohnheit werden, wie das Zähneputzen. Und – während man noch übt, beginnt man bereits, sich glücklich und immer glücklicher zu fühlen. Was könnte schöner sein?

Als Nebenbedingung müssen wir lernen, das, was uns unglücklich macht, zu vergessen – indem wir es für weniger und weniger wichtig halten. Denn wenn Glück das ist, was wir suchen, dann sollten wir uns auf keine Nebenwege einlassen. Dies sei wichtig, jenes sei wichtig – man bedenke immer: das Wichtigste ist das persönliche Glück.

Es ist übrigens letztlich eine weltanschauliche Frage. Wenn unsere Gedanken die Realität sind (Spirealismus), dann ist die Realität unserer Gedanken dafür verantwortlich, ob wir glücklich sein können. Und wir meinen ja immer, wir könnten denken was wir wollen. Wir sollten also Gedanken des Glücklich Seins denken.

Glücklich sein – wie geht das? Völlig idiotisch glücklich sein! was last modified: Dezember 3rd, 2015 by Henrik Geyer