Was ist Philosophie und was bedeutet Philosophie heute noch?

Was ist philosophie? Warum findet Philosophie kein Ende?

Was ist Philosophie?

Philosophie bedeutet Liebe zur Weisheit und ist in der griechischen Antike als Wissenschaft entstanden. Heute versteht man die Philosophie nicht als Wissenschaft im eigentlichen Sinne – sie ist eine Geisteswissenschaft, die im Selbstverständnis der Philosophen mal diese, mal jene Ergebnisse hervorbringen kann – und … welche ernsthafte und nutzbringende Wissenschaft kann sich dergleichen schon leisten?

Die Philosophie ist außer Ansehn gekommen: und doch war sie die höchste Beschäftigung der Weisen. Die Wissenschaft der Denker hat alle Achtung verloren. Seneka führte sie in Rom ein; eine Zeit lang fand sie Gunst bei Hofe: jetzt gilt sie für eine Ungebührlichkeit. Und doch war stets die Aufdeckung des Trugs die Nahrung des denkenden Geistes, die Freude der Rechtschaffenen.
Gracian’s Orakel der Weltklugheit, Balthasar Gracian

Dabei waren die Anfänge der Philosophie und die Anfänge der strengen Wissenschaften durchaus verbunden – die Philosophen waren meist gleichzeitig Naturkundler ersten Ranges …

Ein weiterer Grund mag sein, dass sich die Philosophie allzu weit davon entfernt hat, ein Wert des öffentlichen Bewußtseins zu sein – sie scheint sich (für den Außenstehenden) allzusehr mit Themen zu beschäftigen, die keinen praktischen Wert haben, sie kann nichts lehren das als hoher gesellschaftlicher Wert verstanden würde, oder das man als persönlichen Gewinn ansehen würde, hätte man nur Anteil …

Vorbei die Zeiten, als (vor mehr als 2000 Jahren) einige der griechischen Sophisten hochangesehene Lehrer der Tugenden waren, wie beispielsweise des Sprechens (der Rhetorik), und damit viel Geld verdienten.

 

Die Kompliziertheit der in der modernen Philosophie behandelten Themen förderte auch eine recht komplizierte Sprache, was ebenfalls zum Rückzug der Philosophie aus dem öffentlichen Bewusstsein beitrug.

Offenbar waren viele Philosophen aus einer gewissen intellektuellen Überheblichkeit recht zufrieden damit, sich einer kryptischen Sprache zu bedienen. Dennoch darf man wohl davon ausgehen, dass gerade jene, die diesen Missstand erkannten und erkennen, und versuchen ihn zu beheben, die Hoffnung der modernen Philosophie sind …

Warum aber hat Kant seine »Kritik der reinen Vernunft« in einem so grauen, trockenen Packpapierstil geschrieben? Ich glaube, weil er die mathematische Form der Descartes-Leibniz-Wolfianer verwarf, fürchtete er, die Wissenschaft möchte etwas von ihrer Würde einbüßen, wenn sie sich in einem leichten, zuvorkommend heiteren Tone ausspräche. Er verlieh ihr daher eine steife, abstrakte Form, die alle Vertraulichkeit der niederen Geistesklassen kalt ablehnte. Er wollte sich von den damaligen Popularphilosophen, die nach bürgerlichster Deutlichkeit strebten, vornehm absondern, und er kleidete seine Gedanken in eine hofmännisch abgekältete Kanzeleisprache. Hier zeigt sich ganz der Philister.

„Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland“ von Heinrich Heine

denn was nützt schon etwas, das in seiner Allgemeingültigkeit zwar eigentlich äußerste Wichtigkeit hat, das aber kaum jemand lesen, geschweige denn begreifen mag?

Alles, was überhaupt gedacht werden kann, kann klar gedacht werden. Alles, was sich aussprechen lässt, lässt sich klar aussprechen.
Ludwig Wittgenstein

Jedenfalls erscheint mit dem Siegeszug der strengen Naturwissenschaften in den letzten Jahrhunderten die Philosophie geradezu wie eine aus dem Fokus entschwundene Wissenschaft; eine Wissenschaft der man im Grunde nicht mehr bedarf; eine Wissenschaft, die nur dann betrieben wird, wenn jemand eine gewisse Liebe dafür aufbringt … und somit eine Wissenschaft, die nicht aus keiner besonderen Notwendigkeit heraus betrieben wird.

Eine Wissenschaft, die nicht immer und überall reproduzierbare Ergebnisse liefert, gilt heute wenig. Weisheit … was ist das?

Was nun macht die Philosophie so schwierig?

Dass nun die Philosophie gleichzeitig die schwierigste Wissenschaft ist, ist zumindest aus spirealistischer Sicht verständlich.

Einerseits versucht diese Wissenschaft die grundlegendsten Prinzipien des Kosmos zu ergründen, also jene Prinzipien, die den Gesetzen und Naturgesetzen übergeordnet sind. Somit strebt die Philosphie die Formulierung der fundamentalsten Grundsätze an, will die aller-allgemeinsten Aussagen treffen. Und findet nun die Schwierigkeit vor, dass sich nichts Allgemeines sagen lässt, ohne das vorherige Formulieren des Speziellen. Ohne das Erkennen der Einzeldinge lässt sich keine Aussage über die Gesamtheit treffen. Das Begreifen der Gesamtheit wiederum wirkt sich auf das Verstehen der Einzeldinge aus. Dieser Zirkelschluss führt dazu, dass man mit dem Justieren der Aussagen zu keinem Ende kommen kann.

Ich will das an einer Analogie deutlich machen.

Wenn wir eine Aussage über das Universum machen wollen, dann müssen wir die Konkretheit der Himmelskörper beobachten. Wenn wir eine Aussage über die Himmelskörper machen wollen, dann müssen wir die Konkretheit der Elemente beobachten, aus denen sie bestehen.

Nun scheint es dem materialistischen Verstand so zu sein, als beobachteten wir eine außerhalb unserer selbst liegende Realität, die in den Möglichkeiten der Materie begrenzt ist. Insofern müssten wir mit den Beobachtungen dieser einen Realität irgendwann an ein Ende gelangen.

Der Spirealismus sieht das Wesen der Welt als geistig, und das Wesen des Geistes als die Relation an. Die Relationen bestehen zwischen allen Begriffen, so dass das Erkennen des Einzelnen auf das Erkennen des Gesamtzusammenhanges wirkt, aber ebenso auch umgekehrt: jede Formulierung eines Gesamtzusammenhanges wirkt auf das Erkennen des Einzelnen zurück.

Anders ausgedrückt: als was wir das Universum sehen, wirkt auf das Verständnis der Planeten zurück. Etwas Einzelnes, das sich nur aus sich heraus begreifen ließe, gibt es nicht.

Nun wollen wir uns das Ganze aber als ein Universum aus Begriffen denken. Also nicht ein Universum aus Planeten, Galaxien, etc., sondern ein Universum aus Worten, ein Universum der Semantik gewissermaßen. Die Worte dieser Semantik bezeichnen alles, was wir begreifen können, also zum Beispiel ein Universum, hierfür gibt es die Begriffe Erde, Planet, Galaxie, etc.. Aber auch ein Haus, hierfür gibt es die Begriffe Wand, Dach, Tür, Fenster, Raum. Oder einen Kirschbaum, hierfür gibt es die Begriffe Stamm, Zweig, Kirsche, Kirschkern, etc..

Wer nun meint, all dies, also Universum, Haus, Kirschbaum, seien Dinge, die miteinander nichts zu tun haben, der irrt. Das Universum enthält nicht nur Erde, Planeten, Galaxien, sondern auch Häuser, Türen, Fenster, Äste, Kirschen, etc.. Umgekehrt bezeichnet man Teile von Galaxien als Zweige, wir suchen nach Kernen in allen Dingen, so als hätten wir immer Kirschen vor uns, man denke an den Erdkern, den Atomkern, des Pudels Kern, etc.. Ein Haus in Verbindung mit Universum ergibt zum Beispiel „Tür in eine andere Dimension“.  Das bedeutet: Alles steht in einer Verbindung mit allem anderen. Alles ist eingebunden in ein schwingendes Netzwerk aus Relationen, aus Sinnverbindungen. Das Verständnis was ein Kirschkern ist, lässt uns sowohl Mikrokosmos wie auch Makrokosmos in einer ganz bestimmten Weise begreifen. Nichts steht für sich allein. Alles ist eine Metapher. Und daher: Ändert sich ein Begriff, ändert sich der Kosmos der Begriffe … das Universum ist nichts anderes als das Einzelne in seinem Zusammenhang, in seiner Konstellation. Und das Einzelne wiederum ist nichts anderes als ein Kosmos im Kosmos – es lässt sich nicht verstehen, wenn man es nicht als Teil einer Gesamtheit begreift.

 

Die Naturwissenschaften machen es sich in einer gewissen Weise leicht. Sie zweifeln ihre Paradigmen nicht an. Für die Mathematik sind die Zahlen unzweifelhafte Wesenheiten, die Chemie vertraut ihrem Periodensystem der Elemente, die Physik ihren Gesetzmäßigkeiten. Würden die Naturwissenschaften ihre Grundbegriffe hinterfragen, was durchaus berechtigt wäre, und was die gesamte Wissenschaft ändern würde (man denke an den Paradigmenwechsel in der Physik durch Einsteins Relativitätstheorie), dann würde sie sich sozusagen philosophischer Methoden bedienen.

Denn das macht die Philosophie – sie ist dem Wesen der Dinge auf der Spur. Sie will nicht wissen, wie man mit Zahlen rechnen kann, sondern sie will wissen was Eins ist. Sie will nicht den Urknall logisch ergründen, sondern will wissen wie wir von Einem zum Anderen kommen, so dass wir logische Ableitungen erhalten.

Nun stellt aber insbesondere der Philosoph fest, dass er in der Erforschung des Allgemeinen nie zu einem Ende gelangen kann, denn, wie gesagt, die Interpretation eines Begriffes, die Definition eines Tatbestandes, welcher es auch sei, seine Verschiebung innerhalb eines semantischen Sinn-Netzwerkes, bringt einen geänderten Kosmos der Begriffe hervor, der nun erneut beschrieben werden könnte.

Innerhalb der materialistischen Vorstellungswelt erschließt es sich uns eben nicht, dass wir nicht Beobachter eines äußerlichen Prozesses sind, sondern Elemente dieses Prozesses. Wir beobachten nicht, sondern erschaffen. Und der Philosoph ist dieser Wahrheit eigentlich am nächsten, kann sie aber ebenso wenig erkennen wie die materialistische Wissenschaft, solange er glaubt, mit seinen Worten eine äußerliche Realität zu beschreiben.

 

 

 

Was ist Philosophie nicht – im Gegensatz zur exakten Naturwissenschaft?

Geisteswissenschaften wie Philosophie liefern nur Subjektives. Diese Auffassung geht von der materialistischen Sichtweise aus, der zufolge der Mensch Beobachter eines von ihm selbst unabhängigen Außen ist.

Die Ergebnisse der Naturwissenschaften seien demzufolge objektiv, also außerhalb und unabhängig des menschlichen Bewußtseins gültig und „vorhanden“, die Wissenschaft der Philosophie jedoch eher eine Sammlung von Sichtweisen.

Die Subjektivität der Naturwissenschaft

Im Rahmen der Besprechungen zum Spirealismus wurde auf diesem Blog dargelegt, warum die Naturwissenschaften keine Objektivität aufweisen. Man denke auch an Schopenhauers „Die Welt ist eine Vorstellung“ …

Siehe auch: Artikel Was bedeutet subjektiv? Ist ein wissenschaftlicher Versuch objektiv?

Ähnliches Thema: Mengenlehre, Worte, Zahlen. Sind Zahlen objektiver als Worte?

Siehe auch: Beitrag Was ist das Nichts?

So gesehen sind in einem absoluten Sinn die Weisheiten der Philosophie nicht weniger objektiv als die der Naturwissenschaften. Oder, besser gesagt, die Naturwissenschaften sind gleichermaßen subjektiv. Der Unterschied ist lediglich ein gradueller – er trägt den Charakter einer Einigung.

Während die Philosophie als Arbeitswerkzeug die Alltags-Sprache hat, und sich jeder Philosoph seine eigenen Begriffe prägt, nutzt die Naturwissenschaft seit Jahrtausenden die gleichen Begriffe und kommt so auf die Idee, es könne keine anderen geben – man denke an die Idee, alles sei aus „Kernen“ aufgebaut, die Dinge enthielten Atome (und diese wiederum Atomkerne), so wie die Kirsche einen Kern hat.

Die Naturwissenschaft setzt voraus, den Gedanken der eigenen Objektivität stets hegend, dass es keine andere Sichtweise geben könne, als die eigene, daher hat jeder, der Naturwissenschaft betreiben möchte, die vorhandene Sprache zu lernen und anzuwenden, was wiederum zu einer Stabilisierung und Kontinuität der soeben besprochenen  Vorstellung von der eigenen Objektivität führt – anders gesagt: ein anderes zum Vergleich taugendes Wissenschaftssystem steht nicht zur Verfügung; ein ewig auf sich selbst zurückführender Zirkelschluss.

Und als vergleichbar und ebenbürtig wird die Wissenschaft ja eben nicht angesehen, es ist noch nicht einmal die Vorstellung der Philosophie von sich selbst, ebenbürtig zu sein. Wie oft schon habe ich selbst studierte Philosophen mit Geringschätzung über die Philosophie sprechen hören – dies oder jenes sei nur Philosophie …

Die wahre Bedeutung der Philosophie

Doch, wie das wahre Verständnis des Spirealismus, oder von Philosophen wie Schopenhauer oder Kant zeigt: Umfassendere Wahrheiten wie die des Fehlenden Objektiven, der Fortentwicklung der Menschheit als einer Fortentwicklung seiner Begriffe, sind aus den Naturwissenschaften mit ihrem materialistischen Objektivitätsdenken nicht zu erwarten.

Die Philosophie tut sich keinen Gefallen, wenn sie sich ebenfalls diesem Maßstab unterwirft, ganz freiwillig sozusagen und unter Negation ihrer wichtigsten geistigen Errungenschaften. (Ganz Ähnliches gilt übrigens für die Psychologie).

Weiterlesen: Beitrag Naturwissenschaften vs Geisteswissenschaften. Die Psychologie in der Naturwissenschaft und der Geisteswissenschaft

Vielmehr muss sie versuchen ihre Resultate in klarere Worte zu fassen um in der Gesellschaft als wichtige und wirkliche Wissenschaft wahrgenommen werden zu können; eine Wissenschaft sogar, die, wie sich herausstellen könnte, die weiterführendsten Erkenntnisse für die Menschheit hervorbringt.

Diese Erkenntnis von der ich spreche, das ist in ihrem Wesen die, dass die Begriffe in ihrer Weiterentwicklung wieder neue Begriffe und Probleme hervorbringen müssen, ganz ähnlich einem Esel, dem der Reiter eine an einer Angel hängende Möhre vorhält – der Esel kann die Möhre zwar nicht erlangen, aber er schreitet fort. Die Menschheit entwickelt ihr Universum (auch) aus sich heraus fort. Und das unterscheidet die Naturwissenschaften eben nicht von der Philosophie. Das ist im Übrigen die Folge des spirealistischen Grundsatzes der fehlenden Objektivität, das ist die Folge von: „Die Welt ist eine Vorstellung“. Sie ist eine Möglichkeit.

Die Ergebnisse der Philosophie sind die Entdeckung irgendeines schlichten Unsinns und die Beulen, die sich der Verstand beim Anrennen an die Grenze der Sprache geholt hat. Sie, die Beulen, lassen uns den Wert jener Entdeckung erkennen.
Ludwig Wittgenstein

 

 

Siehe auch: Artikel Lebensweisheiten

 

 

Was ist Philosophie und was bedeutet Philosophie heute noch? was last modified: Juni 7th, 2016 by Henrik Geyer

Die Ontologie des Spirealismus

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort Thema Ontologie des Spirealismus: Es ist eine Illusion anzunehmen, die materielle Existenz habe etwas Faktisches. Dieser Illusion sehen wir uns in der alltäglichen Welt ebenso gegenüber, wie in der Teilchenwelt. Es gibt keinen Unterschied. Die Brille, mit der wir in unsere Welten sehen, ist immer Geist. Geist ist das einzig Faktische.

Im Artikel Die Ontologie des Materialismus wurde das allgegenwärtige Seins-Konzept des Materialismus beschrieben. Was steht diesem Konzept gegenüber? Und zwar wirklich gegenüber, nicht als materialistische Weltanschaungs-Variante oder eine weitere Sichtweise des Materialismus? Es ist die Ontologie des Spirealismus: Alles ist Geist.

Thema: Beitrag ‚Die Ontologie des Materialismus‘

Ist das Sein etwas Kompliziertes?

Ich glaube, viele meinen, das Sein zu beschreiben sei sehr schwierig. Es ginge dabei um die kleinsten Teilchen der Materie. So sieht es der Materialismus – und beim allgegenwärtigen Materialismus betrachten wir ja alles aus der Sichtweise des Materialismus. Das Sein, so meinen wir, sei damit in Formeln verborgen, in Teilchenbeschleunigern, etc..

So sieht es der Spirealismus nicht.

Die Ontologie des Spirealismus ist: das Sein ist geistig; die Objekte denen wir uns gegenüber sehen, sind eine Vorstellung.

Daher geht es letztlich nicht um Atome, denn was Atome sind, ist ja selbst eine Vorstellung. Wenn man also vom Sein spricht, so kann man das getrost tun, indem man sagt: das Sein ist eine Vorstellung im Geistigen. Man denke an Schopenhauer: „Die Welt als Wille und Vorstellung“

Die Frage ist eher: Was kann man nun über Vorstellungen sagen?

Das Atom eine Vorstellung?

Dass das Sein eine Vorstellung ist, leitet sich durchaus auch aus dem ab, was namhafte Atomphysiker selbst über die Teilchen sagen. Sie ringen mit ihren Vorstellungen, sagen, das Atom sei dies, dann wieder das. Je nachdem, wie sie das Atom begreifen, so ist ihnen das Atom letztlich.

Einem Zitat Werner Heisenbergs folgend, könnte man formulieren, dass er die Existenz im „unmittelbar Faktischen der uns umgebenden Welt“ sieht. Hier das Zitat:

Die Ontologie des Materialismus beruhte auf der Illusion, daß man die Art der Existenz, das unmittelbar Faktische der uns umgebenden Welt, auf die Verhältnisse im atomaren Bereich extrapolieren könne.
Werner Heisenberg

Doch – was ist das „unmittelbar Faktische“? Das unmittelbar Faktische ist für Heisenberg eine direkte Beobachtung: „Dort ist ein Baum.“

kann ein Baum eine Vorstellung sein?

Ja. In Alles ist Geist beschreibe ich, wie das „unmittelbar Faktische“ für mich das Faktische verlor. Ich stellte fest: Jede Wahrheit ist auch ein Glaube. Das gilt letztlich auch für das, was wir sehen. Denn das was wir sehen ist nicht zu trennen von einer Vorstellung, die wir davon haben.

Für mich ist der Weg dieses Erkennens das Interessante. Denn es zeigt, dass man auf tausenderlei Wegen immer auf dieselbe Frage stößt.

Anders als Heisenberg, ging ich den umgekehrten Weg. Ich untersuchte nicht Teilchen, sondern das sogenannte Faktische und stellte fest: Es ist nicht da.

Meine Um-Formulierung des obigen Zitates wäre:

Es ist eine Illusion anzunehmen, die materielle Existenz habe etwas Faktisches. Dieser Illusion sehen wir uns in der alltäglichen Welt ebenso gegenüber, wie in der Teilchenwelt. Es gibt keinen Unterschied. Die Brillen, mit denen wir in unsere Welten sehen, ist immer Geist. Geist ist das einzig Faktische.

Die Ontologie des Spirealismus und das unmittelbar Faktische. Die Wahrheit.

Die materialistische Vorstellung von der „existierenden Außenwelt“, dem Objektiven, dem unmittelbar Faktischen, dem Realen, dem Wirklichen, ist auch immer verbunden mit dem materialistischen Verständnis von Wahrheit.

Und insofern nehme ich auch folgendes Einstein-Zitat als Hinweis auf das Fehlen des unmittelbar Faktischen:

Wer die Wahrheit beschreiben will, überlasse die Eleganz dem Schneider.
Albert Einstein

Die Ontologie des Spirealismus

Die Ontologie des Spirealismus ist zusammengefasst: Alles ist Geist. Geist steht nicht Materie gegenüber, sondern wieder Geist. Geist, in jeder seiner Formen, nennen wir es Materie, Traum, Erleben, Faktisches, ist das Wirkliche. Geist ist die Existenz.

Geist ist „nur“ relativ, immer subjektiv – nie objektiv. Das Beobachtete (gemeinhin „Objekt“ genannt) gibt es in der Form, wie der Beobachter es sieht, nur im Beobachter. Das Objektive gibt es nicht, sondern immer nur Subjektivität.

Und daraus folgt auch: Man kann nichts beobachten, das vom Beobachter zu trennen wäre.

 

Siehe auch:  ‚Materialismus Philosophie. Spirealismus vs Materialismus‘

Die Ontologie des Spirealismus was last modified: März 7th, 2016 by Henrik Geyer

Die Ontologie des Materialismus

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort: Die Ontologie des Materialismus bestehtin der grundsätzlichen Auffassung, dass Materie dem Geist GEGENÜBER steht.Der Geist habe die Materie abzubilden.

Es geht auf Spireo viel darum, was „die Welt“ wirklich ist. Ist sie Geist? Der Spirealismus bejaht das. Aber was heißt das? Was bedeutet „Alles ist Geist“? Die Bedeutung dessen wird erst in einer Gegenüberstellung klarer – im Allgemeinen verstehen wir unter Existenz „das Wirkliche“, versinnbildlicht im Außen, in der Materie. Das ist die Ontologie des Materialismus – die Seins-Lehre des Materialismus.

Dem unabhängigen Außen steht Geist gegenüber

Die Ontologie des Materialismus (Seinslehre des Materialismus) beruht auf der Grundvoraussetzung, dass dem Geist eine materielle Außenwelt gegenübersteht. Diese materielle Außenwelt, wird im Gehirn abgebildet.

Die Vorstellung von einer materiellen Außenwelt wird mit verschiedenen Eigenschaften dieser Außenwelt in Verbindung gebracht.

  1. Die materielle Außenwelt sei vom Beobachter unabhängig
  2. Die materielle Außenwelt beherberge das Objektive (das Objektive ist letztlich ein Synonym für „Außenwelt“, denn es betrifft das Begriffspaar objektiv/subjektiv. Ähnliches Thema: Artikel ‚objektiv subjektiv. Was ist der Unterschied zwischen Objektivität und Subjektivität?‘)
  3. Die materielle Außenwelt beherberge also Dinge, die der Geist lediglich versucht in ihrem wirklichen Wesen mehr und mehr zu begreifen. Damit ist, in der materialistischen Sichtweise, diese Außenwelt verbunden mit dem Wirklichen, der Wahrheit, oder auch dem Kantschen Ding „an sich“.
  4. Umgekehrt ist der Geist demnach das Nicht-so-Wirkliche

 

Materialismus - was ist das?
Materialismus – was ist das?

 

Der Geist ist das weniger Wirkliche

Damit ist also beschrieben, dass die Ontologie des Materialismus das wesentliche Begriffspaar Materie und Geist beinhaltet.

Der Geist ist dabei das Nicht-Wirkliche, oder, wie immer man es nennen möchte … das „nicht so Wirkliche“, das Noumenon als eine Beschreibung oder Umschreibung des Wirklichen, und so weiter.

Auch wenn dieser Artikel die Ontologie des Materialismus zum Gegenstand hat, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass mit gerade geschriebenem Satz sofort die Frage auftaucht: Warum sollte gerade das elemantare Ding, welches uns doch Kunde von unserer Welt gibt, nämlich der Gedanke, nicht wirklich sein?

Siehe auch:  ‚Die Ontologie des Spirealismus‘

Die Untersuchung der Materie

Daher meint der Materialismus, sich auf Grund seiner Ontologie auf die materialistische Wissenschaft verlassen zu können. Sie sei Instrument des Seins-Erkennens – indem sie objektiv untersucht, objektiv erkennt.

Man untersucht im Teilchenbeschleuniger CERN die Teilchen und meint, dem wahren Wesen des Seins immer mehr auf die Spur zu kommen. Man nennt die Teilchen, die man zu finden gedenkt, „Gottesteilchen“.

die Ontologie des Materialismus findet sich in jedem Gedanken, den wir denken

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass die Ontologie des Materialismus in jedem Gedanken von uns steckt. Die Sprache, derer wir uns bedienen, enthält als Basis all unseres Verständnisses Begriffspaare wie objektiv/subjektiv, Materie/Geist, wirklich/unwirklich, Traum/Realität.

Indem wir sie denken und aussprechen, bewegen wir uns innerhalb des Gedankengebäudes des Materialismus. Das bedeutet, wir können jedes andere Gedankengebäude nur von der Warte des Materialismus aus sehen und beurteilen.

Die Ontologie des Materialismus bedingt, dass er sich nur selbst für möglich hält

Der Materialismus, mit seiner real existierenden Außenwelt, die es gilt im Geist genau abzubilden, mit seiner Objektivität als Inbegriff des Nicht-anders-Denkbaren, hält natürlich nur letztlich eine einzige Wahrheit für richtig. Wie könnte es anders sein … natürlich ist es seine eigene.

 

Lesen Sie auch: Artikel ‚Die Entstehung der Realität – Bewusstsein erschafft Realität‘

 

 

Die Ontologie des Materialismus was last modified: November 20th, 2016 by Henrik Geyer

Ist der Spirealismus agnostisch? Agnostizismus und Philosophie.

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort Thema agnostisch/Agnostizismus: Für die Quelle, solange sie existiert, kann es kein Ende des Wassers geben.Die Existenz der Quelle ist Wasser. Für den Menschen, solange er existiert,kann es kein Ende des Erkennens geben. Die Existenz des Menschen ist Geist.

Agnostizismus, was bedeutet das? Und … Ist der Spirealismus nun eine agnostische Philosophie, also eine Philosophie, die die Erkenntnisfähigkeit des Menschen grundsätzlich in Frage stellt? Über Agnostizismus und Philosophie.

Spirealismus und Erkenntnis

Der Spirealismus hält den Menschen für ein Element der Schöpfung, nicht für einen Beobachter der Schöpfung.

Das bedeutet unter anderem, dass der Mensch nicht in der Lage ist, ein Gesamtbild der Schöpfung zu zeichnen. Denn aus ihm selbst, dem Menschen sprudelt die Schöpfung, wie aus einer Quelle. Der Quelle muss das, was da sprudelt, unendlich vorkommen, sich aus sich selbst erneuernd. Und so kann es für die Quelle, solange sie selbst existiert, kein Ende des Wassers geben. Und für den Menschen kein Ende des Erkennens.

Materialismus und Erkenntnis

Die Sichtweise des Spirealismus steht natürlich im Gegensatz zu der materialistischen Sichtweise, der zufolge es die letzte Erkenntnis, die letzte Wahrheit geben muss. Der Materialismus sieht Erkenntnis wie ein Abrufen von Information aus einem vom Menschen getrennten Außen. Der Mensch bildet sein Außen im Geiste nach – und liest die Information von der Materie (die im Materialismus der Inbegriff des von uns unabhängigen Außen ist), ab.

Die Antwort

Und so gefragt: „Ist der Mensch Erkenntnis-fähig?“ wäre die Auskunft des Spirealismus: Nein, in der vom Materialismus vorgestellten Weise gibt es keine Erkenntnis. Eine Erkenntnis als endgültig, die letzte Wahrheit, die Weltformel, etc.., das bestreitet der Spirealismus.

Wenn der Mensch selbst, auch in seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Schöpfer ist, dann gibt es keine eindeutige Wahrheit, keine letzte Wahrheit, keine eindeutige Erkenntnis, keine letzte Erkenntnis. So, wie es auch kein definiertes Außen gibt. Es entsteht erst durch uns, durch den Menschen, in einer Wechselwirkung – als Relation.

Ist der Spirealismus also agnostisch?

Spirealismus als nicht – agnostisch

Der Spirealismus ist dennoch nicht agnostisch, weil er die Erkenntnis, dass der Mensch Quelle der Information ist, für das Wesen der Dinge und des Kosmos hält.  Dies zu erkennen – das hält Spirealismus für den Inbegriff von Erkenntnis.

Dass es Erkenntnis im materialistischen Sinn nicht gibt, bedeutet für den Spirealismus, dass die Frage nach Erkenntnis falsch gestellt ist. Erkenntnisfähigkeit, spirealistisch verstanden, ist etwas anderes.

Somit ist auch der negative Touch, der der Geisteshaltung des Agnostizismus anhaftet, beim Spirealismus nicht zu finden. Spirealismus hält Suche nach Erkenntnis nicht für überflüssig. Auch wenn Fragen und Antworten in einer schöpferischen Weise aus uns sprudeln, ist doch die Tatsache des Fragens und Antworten-Findens das Wesen unserer Existenz. So, wie die Quelle eben aus Wasser besteht.

Auch wenn sich die Quelle sagen muss, dass es für sie nie ein Ende des Wassers geben kann, heißt das für sie nicht, dass die Quelle an der Sinnhaftigkeit zweifeln muss, Wasser hervorzubringen.

die geistige Natur der Dinge erkennen

Auch der Spirealismus muss erst einmal erkannt werden. Diese geistige Natur der Dinge zu erkennen, diese Erkenntnis zu machen, das wäre Erkenntnisfähigkeit im spirealistischen Sinn – und, mindestens aus spirealistischer Sicht – nicht agnostisch.

Die (Er-)Kenntnis der Dinge als in ihrer Natur schöpferisch – diese fundamentalste, unbegreiflichste, und zugleich wahrste vorstellbare Erkenntnis, steht als allgemeines Wissen noch aus.

 

Siehe auch: Artikel ‚Philosophie im Alltag – wozu brauchen wir Philosophie überhaupt?‘

Siehe auch: Artikel ‚Spirealismus als Lebenshaltung – durch Gedanken entsteht Realität‘

 

Ist der Spirealismus agnostisch? Agnostizismus und Philosophie. was last modified: März 5th, 2016 by Henrik Geyer

Viele Welten statt einer Welt – eine philosophische Viele Welten Theorie

Viele Welten statt einer Welt - eine philosophische Viele Welten Theorie

Viele Welten – Viele Welten Theorie – wie kommt man darauf?

Das Denken ist die Realität

In meinem Buch „Alles ist Geist“ legte ich dar, wie ich auf den Gedanken kam, dass die sogenannte Realität nicht an das Vorhandensein äußerlich fester Objekte gebunden ist. Es wurde im Laufe der Zeit zu meiner festen Überzeugung, denn mehr und mehr wurde mir klar, dass die Welt (besser „die Welten“), die wir vor uns sehen, auch erklärbar sind, ganz ohne das materialistische Denken.

Noch einmal kurz zur Rekapitulation: mit „materialistisches Denken“ meine ich die Auffassung, dass wir Menschen feste Materieobjekte in einem Außen beobachten.

Es gibt nicht Objektives

Die Überwindung des materialistischen Denkens hatte die Beobachtung zur Voraussetzung, dass es nichts Objektives gibt.

Das bedeutet in der Konsequenz, dass es keine einzige Auffassung gibt, die in jedem Menschen völlig gleich ist. (Das übrigens lässt wiederum das Wort „Information“ in einem gänzlich neuen Licht erscheinen.)

materialistische Sichtweise

Dass es nichts Objektives gibt, bedeutet, dass in jedem Menschen eine eigene Welt ist. In der materialistischen Sichtweise stellt man sich die Verbindung der Menschen untereinander so vor:

Außerhalb der Menschen ist eine Welt, die beobachtet wird. Und die Menschen tauschen sich in (sprachlichen) Informationen darüber aus, was und wie diese Welt ist. Das ist die materialistische Sichtweise. Doch die materialistische Sichtweise ist widersprüchlich. Auf Spireo.de sind hierzu viele Artikel zu finden. Um ein Beispiel zu nennen: der Materialismus hat die Vorstellung, es gäbe das objektive Außen – kann es aber nicht nachweisen.

spirealistische Sichtweise

Die spirealistische Sichtweise ist, dass es die Kommunikation ist, die den Eindruck entstehen lässt, wird hätten „feste“ Objekte eines Außen vor uns, die jeder sehen müsse. Im Spirealismus ist Kommunikation kein Austausch und keine Übermittlung von Information, sondern ein Erzeugen und eine Abstimmung von Information. Kommunikation ist damit das Wesen unseres Seins. Gemeint ist eine umfassende Kommunikation, nicht lediglich schriftliche, sprachliche oder sonstige menschlich-gesteuerte Kommunikation.

Die Konsequenz des spirealistischen Ansatzes ist die Feststellung, dass es viele Welten gibt, während subjektiv nur eine gesehen werden kann. Die Welten des Fremden können nicht im eigentlichen Sinn begriffen werden, sondern nur integriert, indem sie aus der individuellen Sicht verstanden werden.

Ich denke also bin ich

Die Theorie vieler Welten kann auch ausgehend von dem Satz Descartes „Ich denke, also bin ich“ begriffen werden.

Link zum Artikel Ich denke also bin ich

"Ich denke, also bin ich" vs "Ich bin, also denke ich" Spruchbild Erläuterung, Viele Welten, Viele Welten Theorie
„Ich denke, also bin ich“ vs „Ich bin, also denke ich“

Wie man sieht, hat die materialistische Sichtweise als Denkvoraussetzung, dass wir das Gehirn haben, um die „richtige“ Welt widerzuspiegeln. Diese Denkvoraussetzung hat der Spirealismus nicht. Sondern für ihn entsteht das Gehirn als ein Objekt unter vielen Objekten, aus Denken. Daher ist im Spirealismus mit Denken auch nicht unser uns so selbstverständlich erscheinendes „Gehirn-Denken“ gemeint, sondern ein umfassendes Denken – „Alles ist Geist“.

(Übrigens, nur zum Verständnis – trotz seines Satzes „Ich denke, also bin ich“ ist Descartes keineswegs Spirealist)

Viele Welten Theorie

Spirealismus führt auch zur Feststellung vieler Welten,  verbunden mit der Aussage, dass wir aus systemischen Gründen nicht sagen können, wie genau die fremden Welten „von innen“ aussehen. Denn dem Individuum ist es nur gegeben, eine einzige Welt zu sehen. Dem Spirealismus ist das Individuum selbst Ausdruck, oder anders formuliert, Quelle einer Welt.

Wo sind sie also, die fremden Welten? Die uns fremden Welten fangen gleich im nächsten Individuum an.

Universen vs Multiversen

Das materialistische Weltbild besagt, dass wir in einem Universum leben, das heißt in einem Behälter, in dem alles ist.

Die spirealistische Weltsicht ist, dass wir in einem Multiversum leben, das kein Behälter ist. Denn, anders als unsere Vorstellung von einem Behälter, können wir bei einem Multiversum niemals eine Aussage über dessen Grenzen treffen. Wir selbst sind organisches Element dieses Multiversums, in dem jeder von uns eine bestimmte Sichtweise, wenn man so will ein individuelles Universum, repräsentiert. Im Spirealismus heißt das individuelle Universum „Ich-Universum“. Im Spirealismus gibt es also statt eines Universums viele Ich-Universen.

Siehe auch Artikel Denken erschafft

Viele Welten statt einer Welt – eine philosophische Viele Welten Theorie was last modified: Februar 17th, 2016 by Henrik Geyer

Mengenlehre, Worte, Zahlen. Sind Zahlen objektiver als Worte?

Mengenlehre, Worte, Zahlen. Sind Zahlen objektiver als Worte?

Gibt uns die Mengenlehre mit ihren Zahlen das Mittel in die Hand, die Welt objektiv zu erfassen? Zitat des Philosophen Ludwig Wittgenstein: Die Arithmetik ist die Grammatik der Zahlen.
Ich füge hinzu: Die Grammatik ist die Arithmetik der Sprache. 

Was soll das bedeuten? Was will ich damit aussagen? Ich will damit sagen, dass Mathematik und Sprache ganz ähnlich sind.

In diesem Artikel geht es um den Eindruck, man habe Objektivität vor sich, wenn es um Zahlen geht, im Gegensatz zu Undefiniertheit bei Worten. Die Frage ist: Ist mit Hilfe von Zahlen tatsächlich Objektivität darstellbar?

In meinem Artikel über Objektivität habe ich dargelegt und begründet, warum es grundsätzlich keine Objektivität gibt. Das soll in diesem Artikel nicht wiederholt werden, sondern ich möchte den Blick auf die Zahlen richten, und darlegen, warum auch sie nicht objektiver sind, als irgendein Begriff, den wir erfassen können.

Worte vs Zahlen – eine Frage der Objektivität?

Zunächst einmal wollen wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten, wie wir eine Menge erfassen.

Im obigen Bild ist ein Blatt abgebildet. Wenn wir sagen, dort ist EIN Blatt, dann erscheint diese Menge vollständig beschrieben, so wie nicht anders beschreibbar. Doch im Kleinen und Kleinsten können wir nicht sagen, was genau diese Bezeichnung „eins“, bzw. „ein Blatt“ umfasst. Setze ich meine Menge namens „Blatt“ genau am Anfang des Stieles an, oder einen Mikrometer daneben? Verschiedene Beobachter werden immer verschiedene Resultate erzielen. Man kann sich das auch so vorstellen, dass das Blatt, aus der Position verschiedener Beobachter in der Raumzeit, immer verschieden ist. Die scheinbare Eindeutigkeit ergibt sich aus einer Kommunikation, die als (nur scheinbar) eindeutiges Zeichen für das Objekt das Symbol „Eins“ setzt. Aber nichts, was das menschliche Auge erfassen kann, ist in einer Letztendlichkeit erfasst.

Zitat: Auch das kleinste Ding hat seine Wurzel in der Unendlichkeit, ist also nicht völlig zu ergründen.
Wilhelm Busch

Es gilt jetzt, sich vorzustellen, dass das Symbol 1 zwar eindeutig wirkt – es aber nicht ist. Denn die Zahl ist nichts ohne das individuelle Begreifen dessen, was sie bezeichnet: das Objekt. Damit ist gesagt, dass die scheinbar ganz eindeutige Menge 1 niemals völlig eindeutig bestimmbar ist.

Natürlich soll das nicht heißen, die Arithmetik sei ungültig, 1=1 gelte nicht, oder 1+1 =2, etc.. Worum es geht ist vielmehr aufzuzeigen, dass die Objekte die wir in der Arithmetik verwenden nicht objektiv sind. Sondern, dass die es nur in unserer Vorstellung sind.

Oder geht es darum vielleicht nicht? In der materialistischen Denkweise sind Objekt und Bezeichnung (Wort für das Objekt) ja getrennt. Normalerweise sagt der Materialist, es käme auf die Objekte selbst an, nicht auf die Worte, mit denen man die Objekte bezeichnet. Ist das denn bei der Mathematik irgendwie anders geworden? Nein, es geht immer um die Dinge – und was wir uns unter den Dingen vorstellen. Und nun finden wir also, das unserer Vorstellung von den Dingen im Prinzip nicht mehr  Objektivität hinzugefügt ist, wenn wir die Mathematik verwenden. Auch in der Mathematik geht es letztlich um die Dinge – als die Vorstellung von unserer Welt. Was wäre die Mathematik ohne diese Vorstellung?

Und – wie in der „richtigen“ Welt, finden wir das oben aufgeführte Zitat auch in der Mathematik bestätigt. Nämlich: „Auch das kleinste Ding hat seine Wurzel in der Unendlichkeit, ist also nicht völlig zu ergründen.“ Wie jedes Objekt das wir uns vorstellen, können wir auch jede Zahl bis in die Unendlichkeit zerteilen. Denn auch die Zahlen sind ja Objekte unserer Vorstellung.

 

Nehmen wir wahr, dass der Gedanke an jedes Ding wie das Herausgreifen von ETWAS aus einer Unendlichkeit ist? Oder glauben wir, dass das, was wir gerade sehen, bereits so existiert, in einer von uns selbst unabhängigen Weise?

Worte sind ungenau

Dass Worte ungenau sind, ist uns wohl allen schon bewusst geworden. Wenn wir sagen „Baum“, dann fragt es sich – was für ein Baum? Der Baum in der Vorstellung eines Menschen ist nie der Baum in der Vorstellung eines anderen.

(Scheinbar) anderes Thema, gleiche Sache: Sprachwissenschaftler sagen, eine Sprache ließe sich nie „richtig“ in eine andere übersetzen. Jeder, der eine Fremdsprache spricht, wird das bestätigen. Man kann alles übersetzen, so dass man verstanden wird, aber es ist nie ganz genau dasselbe. Ich füge hinzu: Die Vorstellung von ETWAS (was auch immer es sei), ist von Mensch zu Mensch immer unterschiedlich. Denn es gibt keine zwei völlig gleichen Gedanken.

die Mengenlehre abstrahiert

Der Eindruck der Eindeutigkeit der Objekte wird durch die Zahlen, bzw. die Mengenlehre,  auf die Spitze getrieben. Wie macht die Mengenlehre das? Sieht sie sich die Objekte genauer an? Sagt sie, was genau zu dem Blatt des obigen Beispiels gehören soll? Nein, im Gegenteil. Während ein Wort im Prinzip sagt, worum es sich bei dem benannten Objekt handeln soll (Blatt), verzichtet die Mengenlehre auf solches Benennen, sondern setzt an dessen Stelle das Universalwort „eins“. Eins – das ist somit irgendein Objekt – somit ist es ein beliebiges, universelles Objekt.

Damit ist das Problem des Bemessens des eigentlich Entscheidenden, nämlich des Objektes, auf eine scheinbar davon unabhängige Instanz verschoben. So als käme es nicht darauf an, WAS etwas ist, sondern nur DASS es ist.

Der Eindruck entsteht, als ob „Eins“ eine objektivere Tatsache wäre, als „Blatt“ – so als wäre es völlig unstrittig, dass es genau bemessbare Objekte gäbe.

Jedoch: Es ist strittig. Genauer gesagt ist unstrittig, dass es im Letzten bemessbare Objekte nicht gibt. Wir kommen insofern zurück auf die wahrnehmbare Tatsache, dass es kein Objekt gibt, dessen Existenz in einem endgültigen Begriff zu fassen wäre – und weisen wiederum auf Immanuel Kant hin, und seine vergebliche Suche nach den Dingen „an sich“. Was aber wäre die Mathematik ohne die Dinge, z.B. das Blatt, die man mit ihr beschreiben will? Sie wäre unnötig.

 

Damit ist gesagt: Die Mengenlehre kann nicht objektiver sein, als es der menschliche Geist selbst ist. Da dieser nicht objektiv ist, ist es die Mengenlehre auch nicht.

Es geht letztendlich immer noch um die Objekte, die der Geist erfasst. Die Zahlen sind nur ein weiteres Symbol dafür.

Die Mengenlehre systematisiert die Art und Weise des menschlichen Denkens

Daher kann man die Mengenlehre als ein Werkzeug sehen, dass der Systematik des menschlichen Denkens nahe rückt. Was immer der Mensch erfasst, ist ETWAS, ist ein Ding, ist ein Objekt, ist EINS.

Und wir können jedes Ding, wenn wir es einmal bezeichnet haben, weiter zerteilen, in weitere, unendlich viele, Dinge. Oder wir können es multiplizieren. Eine Grenze dafür gibt es nicht. Aber wir hätten wir keine Schwierigkeit, eine Grenze zu definieren – und das tun wir ja auch ständig, indem wir eben die Objekte im Geist als Eins bilden.

Wir können gedanklich jederzeit Dinge aus Dingen herausteilen, können die Dinge verdoppeln und verdreifachen. Und ebenso wenig Schwierigkeiten bereitet uns die Definition eines Blattes. „Dort ist es!“ – und schon ist das erledigt.

Das Fließende zu sehen, das in allem liegt, ist nicht die Art und Weise menschlichen Schauens.

Gleichwohl hilft die Mengenlehre nicht aus dem Dilemma, in der die materialistische Sichtweise sich befindet. Auch durch die Mengenlehre wird keine Objektivität erreicht.

Kommt es nun auf die Zahlen an, oder die Objekte, die damit bezeichnet werden?

Manche sehen in der Mathematik eine universelle Sprache, die quer durch das Universum gelten müsse. Die Mathematik sei so abstrakt und universell, dass sie überall verstanden werden müsste, meinen manche.

Hierzu zwei Überlegungen.

Erstens ist es fraglich, ob es nicht andere Möglichkeiten des Denkens gibt, als das objekthafte Denken menschlicher Prägung, welches wir kennen. Meiner Ansicht nach kann diese Frage nicht beantwortet werden, denn wir kennen nur unser eigenes Denken. Wie sollten wir die Frage also beantworten? Außerdem haben wir noch nicht einmal mitbekommen, dass das menschliche Denken eine bestimmte Form ist, die keineswegs „objektives Erkennen“ bedeutet.

Zweitens. Angenommen, der erste Einwand würde nicht gelten, und alle Formen des Denkens wären an objekthaftes Erkennen gebunden. Dann wäre das Verwenden der Mengenlehre nur dann möglich, wenn alle an der Kommunikation Beteiligten sich auf gemeinsame Objekte beziehen könnten – was nach meiner Auffassung eine unzulässige Annahme ist. Denn es gibt kein Gesetz, dem zufolge zwei Wesen im Universum gleiche Objekte sehen müssen. Wenn Wesen dies vermögen, so ist hier bereits eine kommunikative Abstimmung gegeben, die wir beispielsweise im gleichen „Bau“ der Augen erkennen. Wie man sieht, ist hier von einer „kommunikativen Abstimmung“ die Rede, die nicht in der Hand des Menschen liegt, sondern, wenn man so will, in Händen der Natur, oder Gottes.

Eindruck der einen Welt

Man mag das obige Beispiel (des Blattes) trivial nennen, oder auch bedeutungslos … aber es ließe sich auf jede Menge anwenden, jedes Wort, jeden Begriff  – natürlich auch auf das eine Universum, die eine Welt, das eine All (das eine Alles).

Der Eindruck der EINEN Welt, die wir vor uns zu haben glauben, wird durch Abstimmung , durch Kommunikation, erzeugt. Kommunikation, die bereits in unserem Blick liegt, aber ebenso in unserer Sprache. In einem absoluten Sinn, in einem objektiven Sinn, also außerhalb und unabhängig von uns, gibt es die Welt nicht. Die Welt ist die Welt unserer Vorstellungen.

 

 

 

Mengenlehre, Worte, Zahlen. Sind Zahlen objektiver als Worte? was last modified: Mai 19th, 2016 by Henrik Geyer

Objektivität – was ist das? Warum wir keine Objektivität finden

Objektivität - was ist das? Warum finden wir keine Objektivität?

Ein wichtiges Problem vieler Philosophen, der Naturwissenschaft, und auch des Spirealismus, ist die Frage nach Objektivität.

Für den Spirealismus gilt, dass er die Nichtexistenz von Objektivität voraussetzt. Wenn der Spirealismus nach Objektivität fragt, dann geht es für ihn eher darum zu zeigen, wie und warum der Eindruck von Objektivität überhaupt in die Welt kommt. Was verstehen die Menschen, wenn sie das Wort verwenden? Was ist eigentlich Objektivität und warum scheint sich das Fehlen von Objektivität dem Normalmenschen nicht zu offenbaren? Warum ist dieses Fehlen eine Spezialentdeckung von Wissenschaftlern und Philosophen, die wohl in jedem Jahrhundert erneut gemacht wird, sich aber dennoch nicht auf das Weltbild der Vielen auswirkt?

die Definition

Zunächst zur Definition: Was ist Objektivität? Hier die Definition aus meinen Studienzeiten: „‚Objektiv bedeutet außerhalb und unabhängig des menschlichen Bewusstseins.“

Manchem wird sofort auffallen: Was soll denn der Mensch formulieren, was dann wiederum unabhängig von ihm ist? Allein der gedankliche Ansatz wirkt schräg. Das wäre so, als wenn der Maulwurf formuliert, dass das, was er denkt, außerhalb und unabhängig vom Maulwurfsdenken sein soll. Das klingt absurd.

Ich denke, es reicht aus, zu sagen: „Objektivität ist eine Sichtweise unabhängig von subjektiv-menschlichem Denken.“

Auch das ist widersprüchlich genug, denn hier wäre nun die Frage: Wer kann, subjektiv sprechend, etwas Objektives formulieren?

siehe auch den Artikel objektiv-subjektiv .. was ist der Unterschied?

Objektivität als wichtiger Teil der materialistischen Weltanschauung

Objektivität ist ein Begriff der materialistischen Weltsicht, der zufolge der Mensch Beobachter einer außerhalb seiner selbst befindlichen Realität ist.  Er beobachtet aus einer Innensicht (subjektiv) Objekte in seinem Außen, die das Objektive in sich tragen; also eine Information, die „da“ ist, und die der Mensch durch sein Beobachten abruft.

Aus dieser Sicht heraus entwickelt der Materialismus das Verständnis, in den beobachteten Objekten sei Information bereits „vorhanden“, die einzigartig und genau bestimmbar sei. In den Objekten die er beobachte, liegt eine Begrenzung. Wie sonst sei es möglich, dass Menschen alle dasselbe beobachten? Die Objekte des Außen seien objektiv vorhanden.

Im Umgangssprachlichen wird das materialistische Weltbild selbstverständlicher Gegenstand der menschlichen Vorstellungen. Hier klingt „objektiv“ wie

  • „ganz genau“
  • „unbestreitbar“
  • „alle müssen das so sehen“

Interessant ist insofern der ewig währende Streit um das Objektive. Jeder glaubt im Besitz einer zwar subjektiv beobachteten, aber dann doch objektiven Wahrheit zu sein. Jeder bezeichnet sich als Realist, was die logische Schlussfolgerung in sich trägt, dass alle anderen weniger realistisch sind. Realismus wird verstanden als die unumgänglich „richtige“ Weltsicht.

Gegensatz: Sichtweise des Spirealismus

Der Spirealismus hat eine ganz andere Sicht auf die Information. Im Spirealismus wird die Information im Zuge der Beobachtung erzeugt. Im Spirealismus ist der Gedanke die eigentliche Existenz. Der Gedanke ist zugleich die Information.

Dass eine Welt entstehen könnte, wie wir sie vor uns sehen, dafür braucht es nicht die Welt materialistischen Glaubens. Sondern eine Welt, besser: Welten der Relation, Ich-Universen, können auch ganz anders entstehen.

Die oben gestellte Frage, warum Menschen immer dasselbe beobachten, beantwortet der Spirealismus so:

Tatsächlich beobachten die Menschen gar nicht immer dasselbe. Sondern, die Information ist immer einzigartig. Kein Gedanke ist genau wie der andere. Daher gibt es im Spirealismus auch keine Information, die genau gleich einer anderen wäre – und daher ist Information im Spirealismus auch nirgendwo einfach „abrufbar“. Ebenso wenig, wie es zwei Punkte in der Raumzeit gibt, die völlig gleich wären. Zwei Punkte in der Raumzeit, die völlig gleich sind, wären nicht zwei Punkte, sondern einer – ein- und derselbe nämlich.

Ebenso wenig gibt es zwei Personen, die an genau derselben Stelle stehen können, und ein Objekt in genau derselben Sichtweise sehen können. Die resultierende Information ist immer unterschiedlich.

Der Mensch selbst ist Ausdruck der Information. Er bildet keine Information ab, die er von Außen abrufen würde.

Was der Mensch „objektiv“ nennt, was so gemeint ist wie „nicht anders beobachtbar“, ist das Resultat einer kommunikativen Abstimmung. Im Spirealismus heißt das Supersubjektivität.

Objektivität im Alltag

Das Problem des Spirealismus ist, dass dies zu verstehen, im Allgemeinen fast unmöglich ist. Denn täglich sind die Menschen gewohnt, mit Zahlen und Daten umzugehen, die sie für unbestreitbar, objektiv, in jeder Sichtweise immer gleich, ansehen.

Daher ist es wichtig, über das Problematische am Begriff Objektivität zu sprechen. Inwiefern kann man sagen, dass niemals und nirgends eine Information auftreten kann, die völlig unbestreitbar ist?

In meinem Buch „Alles ist Geist“ habe ich das begründet, in dem ich mich, die Phantasie bemühend, aus der menschlichen Vorstellungswelt hinaustrete, und feststelle: Jenseits der menschlichen Vorstellungen gibt es nicht menschliches Begreifen. Was der Mensch innerhalb der Begriffe seiner supersubjektiven Anschauungen für selbstverständlich hält, ist außerhalb dieser Begriffe nicht vorhanden.

Die Suche nach Objektivität im „Ding and sich“

Oft können Philosophen sehr gut über Immanuel Kant, und dessen Frage nach dem „Ding an sich“, sprechen. Doch können sie auch verstehen, worum es dabei geht? Ich habe des Öfteren mit Philosophen darüber diskutiert. Während sie das Theoretische irgendwie gedanklich behandeln können, trennen sie meist die ganz praktische Frage davon ab, was man wohl vor sich habe, wenn man irgendeinen beliebigen Gegenstand vor sich sieht. Das hielten sie, jedenfalls so oft ich das besprach, für eine ganz andere Frage. Doch, darauf läuft die Frage nach Objektivität letztlich hinaus. Nämlich auf: Was formt die Welt, wenn es nicht objektive Informationen sind, die bereits in Form von Materie in einem Außen existieren? Was also sind die Dinge, die wir direkt vor uns haben? Was sind sie wirklich?

Denn das materialistische Weltbild sagt uns ja, wir würden die Informationen aus den „wirklich existierenden Dingen“ gewinnen. Und Immanuel Kant war der Meinung, die Dinge sind von unseren Vorstellungen nicht zu lösen. Er fragt: was also sind die Dinge „an sich“, jenseits der Vorstellungen? Man kann es benennen. Aber man kann es nicht in seinem eigentlichen Wesen erfassen.

Der Philosoph Schopenhauer entwickelte den Gedanken weiter, und nannte die Welt eine Vorstellung.

 

Die Vorstellung von „Existenz“ formuliert Spirealismus anders

Die oben genannte Frage, was denn die Dinge in Wirklichkeit sind, sieht der Spirealismus aus der materialistischen Grundüberzeugung erwachsen, der Mensch würde eine außerhalb seiner selbst befindliche, objektive Existenz beobachten.

Diese materialistische Grundüberzeugung teilt der Spirealismus aber nicht. Wenn also der Spirealismus eine solche, unabhängig vom Menschen existierende Realität, bestreitet, dann ist auch die Frage danach, was die „Dinge“ in Wirklichkeit sind, unzulässig. Die „Dinge“ können nie etwas anderes sein, als der Mensch darin sieht.

 

Während Kant zu dem Schluss kam, das Ding an sich sei nicht beschreibbar, dennoch wohl vorhanden – ähnlich wie Hume, der formulierte, eine existierende Außenwelt sei nicht feststellbar, dennoch komme man nicht umhin an sie zu glauben – geht der Spirealismus einen anderen Weg.

Spirealismus sagt:  Eine bereits „existierende“ Außenwelt gibt es nicht. Damit unsere Vorstellung von einer existierenden Außenwelt aber in die Existenz der Gedanken kommt, braucht es keine wirklich existierende Außenwelt, im Sinn der Vorstellung. (In dieser Formulierung ist übrigens Bruch der materialistisch-gewohnten Kausalität enthalten, was eine weitere kaum zu überwindende Denkschwierigkeit sein dürfte. Denn der Materialist meint, das Denken existiere, weil es die Materie gibt, und zwar Materie in Form des Gehirns. Der Spirealismus hingegen stellt fest, dass es unsere Vorstellung von Materie nicht gäbe, wäre nicht der Gedanke daran da).

Wenn  Existenz ohnehin aus Denken besteht, wie es der Spirealismus feststellt, kann „die Welt“ jede Form annehmen. Auch die der materialistischen Vorstellungen. Und eben das sehen wir vor uns. „Die Welt“ existiert immer subjektiv und immer verschieden – objektiv und „endgültig“ ist sie nirgendwo feststellbar.

Das ist das letztendliche Resultat der Frage nach dem Objektiven.

Der Mensch: Ausschnitt aus einer Skala

Warum aber sind „feste“ Objekte unsere Welt – viel mehr als die Vorstellung einer sich stets wandelnden Relation, wie sie ähnlich in der griechischen Antike formuliert wurde: „Alles fließt“ ?

Jede Beobachtung, die wir machen, erscheint uns wie ein Ausschnitt aus einer Skala, die zu beiden Seiten unbegrenzt ist, und in der wir selbst wie in der Mitte stehend, erscheinen. In dieser, in uns selbst liegenden Systematik, liegt die Begrenzung.

Unsere Beobachtung erscheint uns nicht wie eine Möglichkeit in der Unendlichkeit, sondern wie eine Notwendigkeit, inmitten einer rätselhaften Unbegrenztheit. Man denke an die Unbegrenztheit des Universums, oder des Mikrokosmos, aus unserer Sicht. Oder man denke an unsere  Vorstellungslosigkeit, wo wohl die beiden Seiten des vorgestellten Zeitstrahls enden … Irgendwo im Nirgendwo. Und dennoch meinen wir, uns in der scheinbaren Mitte dieser Unendlichkeiten befindend, eine objektive Welt vor uns zu haben. Wir glauben, das, was wir gerade sehen, sei objektiv.

 

Erst der Spirealismus vermag, diese in sich widersprüchliche Vorstellung vom Kopf auf die Füße zu stellen. Sein wichtigstes Mittel dazu ist, das Nichtvorhandensein des Objektiven, das nun so oft festgestellt wurde, zur Kenntnis zu nehmen, und zur Denkvoraussetzung aller weiteren Schlüsse zu machen. Und nicht, wie der bereits angeführte Hume es ausdrückte, zu sagen, man müsse dennoch an Objektivität glauben.

Wenn es Objektivität nicht gibt, dann gibt es nicht die vorgestellte Beziehung Subjekt-Objekt / Beobachter-beobachtetes objektives Außen. Sondern: Alles ist relativ, alles ist Geist.

Worin liegen nun also die Grenzen? Worin liegen die Grenzen der Objekte, die wir sehen? Die Sichtweise des Spirealismus ist: Der Mensch selbst ist begrenzt. Als Element eines umfassenden Denkens (das sich nicht in seinem Kopf abspielt!), bringt er die Information erst in die Existenz. Er ist nicht etwa ein „Abrufer“ von Information, der die Information durch Beobachtung aus Äußerlichem gewinnt.

Die Begrenztheit der menschlichen Vorstellungen, die dem Wesen von Information entspricht, immer nur ein Punkt in der Unendlichkeit zu sein, erschafft erschafft erst die Vorstellung eines „Dinges an sich“; oder auch von Dingen, von Materie.

Erinnert sei in diesem Zusammenhang noch einmal an den spirealistischen Grundsatz, dass das, was wir „das Existierende“ nennen, oder „die Realität“, immer nur das sein kann, was das subjektive Ich-Universum kennt. Nichts anderes. Ein Ding „an sich“ existiert wohl als Name und als Vorstellung, aber es ist nicht das eigentliche Ding „an sich“ im Sinne dieser Vorstellung, also als unbestreitbare Entität außerhalb von uns.

Die Welt als Glaubensfrage

Die Vorstellung, die Menschen würden eine Welt beobachten, ist in allen, die materialistischen Glaubens sind.

Kann man das anders sehen? Der Materialist meint, nein. Doch, in mir (Henrik Geyer) zum Beispiel ist diese Vorstellung nicht, was doch immerhin zeigt, dass die Aussage, „man könne nicht umhin, man müsse die Existenz einer Außenwelt anerkennen“ (Hume), zumindest im Einzelnen falsch ist. Ich persönlich kann sehr gut umhin – obwohl auch ich ja ein Teil von „man“ bin.

 

Der materialistische Glaube ist in der Menschheit verbreitet. Die Vorstellung der Vielen hält der Einzelne für eine Notwendigkeit.

Daher ensteht aus der Vorstellung von Vielen: Eine Welt. Eine objektive Welt sogar. Und die Vorstellung der Vielen wirkt auf den Einzelnen zurück – er kann nicht anders, als die Vorstellung der Vielen für sich zu adaptieren, und sie „wahr“ zu nennen. Das ist zugleich eine Beschreibung des spirealistischen Begriffes Supersubjektivität, der beinhaltet: Die Sichtweise der Vielen wird zu einer Wahrheit eigener Art, die dem Einzelnen völlig unbestreitbar, und im materialistischen Weltbild sogar „objektiv“ erscheint – es aber nicht ist. Man kann sie nie anders als „subjektiv“ nennen.

Das Fehlen von Objektivität erschließt sich dem Materialismus-Gläubigen nicht

Überall und in allem sind wir durchdrungen von der materialistischen Logik – wir finden sie in jedem Wort, dem Begreifen der Mathematik, etc.. Wir finden sie in den Paradoxien des Materialismus, die wir nicht verstehen, aber geflissentlich gewohnheitsmäßig wegdenken – ich spreche von den Begriffen „das Nichts„, „das Unendliche„, „das Unbewusste“, etc..

 

 

Objektivität – was ist das? Warum wir keine Objektivität finden was last modified: Mai 23rd, 2016 by Henrik Geyer

Ist Philosophie Wissenschaft? Warum Philosophie die wichtigste Wissenschaft ist.

Philosophie Wissenschaft: Sokrates - Der Beginn der Weisheit ist die Definition der Begriffe

Philosophie Wissenschaft: ist Philosophie überhaupt eine Wissenschaft?

Die Philosophie ist die Urmutter und die Krone der Wissenschaften. Zumindest war sie das im Altertum. Sie fragte nach dem Wesen unserer Begriffe. Unsere Begriffe, also das was wir begreifen – das ist unsere Welt.

Im Heute hat sich die Sichtweise verlagert. Wir fragen nicht mehr nach unseren Begriffen, sondern nach den Dingen im Außen. Dass die Dinge im Außen von der Sichtweise abhängen, mit der man sieht, vom Begreifen, ist uns nicht (mehr) gegenwärtig. Wir hinterfragen nicht mehr die Brille, die wir tragen – daher nehmen wir sie nicht wahr.

Weiterlesen: Naturwissenschaften vs Geisteswissenschaften. Die Psychologie in der Naturwissenschaft und der Geisteswissenschaft

Nur die in einem Außen zeigbare Dinge haben für uns Wahrheit

So scheint die individuelle Sichtweise unwichtig zu sein. Nur, was sich in einem Außen zeigen lässt, was sich (scheinbar) immer, und ganz objektiv, wiederholen lässt, reproduzieren lässt, halten wir für Wahrheit. Die inneren Wahrheiten, die Sichtweisen, sind für uns uninteressant. Das sind Geisteswissenschaften – aber wen interessiert der Geist, wenn man doch „Dinge“ will?

Die Tatsache, dass sich die Philosophie dem Wesen der Welt auf so vielen Wegen nähern kann, halten wir für eine unwillkommene Beliebigkeit, die uns nichts sagt.
Und auch der Philosophie selbst ist dies unheimlich und eigentlich unwillkommen. Sie möchte am liebsten Naturwissenschaft sein. Denn das würde in unserer materialistischen Welt ein materielles Potential bedeuten – also Geld, also Dinge. Es gibt keine Stellenbeschreibung in einem Industriebetrieb – namens „Philosoph“.

Und auch ich kenne einige Diplom-Philosophen, die ich des Öfteren in dem Sinne reden höre: Dies oder jenes sei doch lediglich Philosophie!

Die Wahrheit der Menge

Die Wahrheiten der Menge, die Wahrheiten des Außen, haben sich als für uns nützlich erwiesen.
Reproduzierbarkeit der Erfahrung ist die Basis der Naturwissenschaften. Und die Naturwissenschaften sind in unserer so materialistischen Welt zweifelsohne sehr wichtig.
Inwiefern also könnte eine „Liebe zur Weisheit“, könnte Philosophie, brauchbare Wissenschaft sein, wenn sie geradezu Beliebigkeit postuliert?

Die Bedeutung der Philosophie als Wissenschaft

Die eigentliche Stärke der Philosophie als Wissenschaft ist das Hinterfragen der Begriffe. Und damit das Wahrnehmen der Brille, die wir tragen. Die Philosophie kann das Wesen der Welt in einem allgemeinen Sinn erfassen. Das können die Naturwissenschaften nicht. Die Naturwissenschaften bescheren uns die Segnungen der modernen Industrie ebenso wie die Atombomben. Aber die materialistischen Wissenschaften können uns keine Auskunft darüber geben, wie wir diese Resultate weise einsetzen können. Wie entkommt man dem zerstörerischen Strudel des „Mehr!“? Wie setzt man die Atombombe sinnvoll ein? Die Militärs können wir nicht fragen. Sie würden sagen, die Atombombe muss im Verteidigungsfall als letztes Mittel eingesetzt werden. Aber – ist das in einem wissenschaftlichen Sinn „richtig“? Ist es „wahr“? Das Ende des menschlichen Denkens als „Ultimo Ratio“?

Beliebigkeit überwinden

Es erscheint paradox, aber in unserer „kopfgesteuerten“, und dennoch uninspirierten Zeit, müssen wir wieder dazu kommen, uns selbst zu hinterfragen. Wir müssen die Brillen beobachten, die wir tragen, müssen sie ansehen und einer genauen Begutachtung unterziehen. Dazu brauchen wir die Philosophie-Wissenschaft mehr als jede andere Wissenschaft. Nur die Philosophie kann uns davor bewahren, die Antworten der Naturwissenschaft als „einzig mögliche“ Antworten zu sehen. Denn das sind sie nicht.

Die Antwort der Philosophie auf den Vorwurf der Beliebigkeit ist: „Das ist das Wesen der Welt. Die scheinbare Beliebigkeit, aber anders ausgedrückt, die Fülle der Möglichkeiten, ist, was wir vor uns sehen.“
Es gilt, dieses Wissen und die philosophische Wissenschaft wieder weise zu gebrauchen. Und wahre Weisheit wiederum, als das was man tun sollte, wenn man klug überlegt, ist nicht beliebig.

 

Siehe auch: Alles ist relativ. Kann einem dann alles egal sein? Einstein und die Relativität

Weiterlesen: Grenzen der Menschheit.

Ist Philosophie Wissenschaft? Warum Philosophie die wichtigste Wissenschaft ist. was last modified: April 14th, 2016 by Henrik Geyer

Philosophie im Alltag – wozu brauchen wir Philosophie überhaupt?

Philosophie im Alltag: Sokrates - modern wie nie

Philosophie im Alltag

Philosophie im Alltag? Fast scheint es so, als wäre Philosophie heute unnütz. Oft heißt es: „Philosophiere nicht so viel!“ – was bedeuten soll, dass die vorliegenden Überlegungen völlig überflüssig sind, nicht zielführend, sondern sozusagen „Geschwafel“. Auch die bekannte Redewendung „Hier begeben wir uns in das Reich der Philosophie… “ geht in genau dieselbe Richtung

Bedeutet das, dass Philosophie für unseren Alltag verzichtbar ist?

Wozu brauchte man Philosophie früher?

Ursprünglich war die Philosophie die Krone der Wissenschaften. Es war die „Liebe zur Weisheit“, und Weisheit, als ein Sich-mit-den-Dingen-Auskennen, war gefragt und gesucht.

Siehe auch: Artikel Ist Philosophie Wissenschaft? Warum Philosophie die wichtigste Wissenschaft ist.

Für die alten Griechen bestand Weisheit in Selbsterkenntnis („Erkenne dich selbst“ stand als Inschrift über Schulen) und in Nachfragen, was die Dinge denn „im Grunde“ sind. So wandelte beispielsweise Sokrates durch die Gassen und „wanzte sich an Passanten heran“ (er hatte ein kleines Vermögen geerbt und war so der Notwendigkeit enthoben, einer dauernden gewerblichen Beschäftigung nachzugehen). Er fragte die Vorübergehenden nach der Bedeutung allgemein bekannter Begriffe, wie Mut oder Freundschaft – und stellte immer wieder fest, dass diese Begriffe ihre Wurzeln im Unendlichen haben. Niemand kann sie wirklich erklären. Immer verwickelt man sich in Widersprüche, wenn man diesen Begriffen auf den Grund gehen möchte. Das war Philosophie früher – eine in der Antike hoch geschätzte Kunst.

heute…

Aber – wer interessiert sich heute dafür? Ich selbst habe verschiedentlich gehört, dass die Menschen aus den Ergebnissen der Philosophie nichts wesentlich Neues erwarten. Philosophie im Alltag – fast scheint es, als gelte die Philosophie den Philosophen selbst als völlig nutzlos.

Philosophie sieht man heute eher als das (Kennen-)Lernen der bestehenden philosophischen Literatur, weniger als ein Sich-selbst-Befragen. Heute würde man wohl auch Sokrates‘ Fragen als irrelevant empfinden.

Meint denn nicht fast jeder genau zu wissen, was sich hinter den Worten verbirgt, die er benutzt?

Spirealismus-Philosophie

Ja, tatsächlich meint wohl fast jeder, dass er im Vollbesitz der Deutungskraft der Worte wäre, die er benutzt. Und dennoch ist es nicht so. Der Grund dafür ist die Relativität allen Denkens, ein sich stets erneuernder und umformender Prozess. Diesem Prozess unterliegen auch die Worte. Diesem Prozess unterliegen auch die Worte der Philosophie.

Sokrates würde heute seine Philosophie mit genau derselben Methodik anwenden können, wie vor 2000 Jahren.

Die Tatsache der unendlichen Bedeutungsvielfalt jedes Wortes erscheint uns allerdings paradox, denn wir glauben ja, mit unseren Worten nur eine außerhalb von uns selbst befindliche Realität zu beschreiben.

Lesen Sie auch: Beitrag Die Metapher – wozu ist es gut, in Metaphern zu denken?

Und glauben daher an eine Objektivität, eine Objektivität auch der Worte. Objektivität, die wir allerdings im Tatsächlichen  nirgendwo finden. Dies ist die Grund-Aussage des Spirealismus.

Was bedeutet das für den Alltag?

Die grundlegende Überlegung des Spirealismus ist, das es Objektivität nicht gibt. Dem Spirealismus ist Relativität der Urgrund des Seins – Relativität als Quelle von Existenz – anstelle eines objektiven Außen.

Insofern überwindet der Spirealismus die scheinbare Beliebigkeit der Philosophie, indem er erklärt, dass die Relativität, die in der materialistischen Sichtweise wie Beliebigkeit erscheint, der Urgrund unseres Seins ist – und eben nicht ein objektives Außen, das wir beobachten.

Für den Spirealismus ist Philosophie im Alltag sehr wichtig, denn die Sichtweisen selbst sind unsere Realität. Es gibt die Realität nicht noch einmal „extra“, in objektiver Form.

Was also könnte für uns wichtiger sein, als unsere Sichtweise?

Ähnliches Thema: Artikel Materialismus Philosophie. Spirealismus vs Materialismus

Philosophie im Alltag – wozu brauchen wir Philosophie überhaupt? was last modified: März 8th, 2016 by Henrik Geyer

Leben ändern – Realität verändern

Leben ändern

Wir können unser Leben ändern – aber wir können die Realität nicht ändern. Wirklich?

Nein, das stimmt nicht. Wenn ich mein Leben ändern will, dann ändere ich damit auch meine Realität. Und von welcher Realität würden wir wohl sprechen, wenn nicht immer von unserer eigenen?

Der Beginn der Änderung ist das Einüben neuer Begriffe. Es ist dies die verblüffende Feststellung, die ich in meinen spirituellen Büchern beschreibe. Es ist die am Anfang überaus merkwürdige Feststellung, dass es jenseits der individuellen Realität keine „feste“ Realität gibt.
Zitat Hilde Domin: Jeder meint, dass seine Wirklichkeit die richtige Wirklichkeit ist.

Was ist statt dessen wahr?

Wahrheit, Realität und so viele menschliche Begriffe, gibt es nicht außerhalb von uns. Das bedeutet, aus uns selbst geht hervor, was immer wir als die Realität bezeichnen. Das ist die Grundaussage des Spirealismus. Da der Mensch aber eben nicht ein von einer äußeren Realität abgetrennter Beobachter ist, sondern vielmehr ein Element dessen, was Realität erst hervorbringt, ist unser menschliches Selbstbild falsch, das uns sagt, wir wären abgetrennte Beobachter.

Das Besondere der spirealistischen Sichtweise ist, dass sie erklärt, dass der Mensch nichts beobachten kann, das von ihm selbst unabhängig wäre. Das gilt ebenso für die Beobachtungen der Wissenschaft.

Kann ich die Realität verändern, und dadurch mein Leben ändern?

Ganz praktisch gesehen gibt uns die oben gemachte Erkenntnis das Werkzeug in die Hand, die subjektive Realität, die die einzige Realität ist, die wir kennen, zu ändern. Denn wenn wir unsere Begriffe ändern, ändern wir die Realität. Unsere Begriffe – das ist unser Begreifen dessen, was wir sehen. Unser Begreifen eines Wortes zum Beispiel, das wir hören.

Sind denn die Worte nicht statisch?

Hier wird es ein wenig schwierig, denn es handelt sich um eine Frage der Wahrnehmung. Und wenn man sagt, dass unsere Begriffe die Realität sind, dann liegen die Grenzen unserer Realität in dem Begreifen z.B. der Worte.
Wir Menschen glauben doch meist, dass die Worte, die wir verwenden, „nur“ eine Beschreibung einer äußerlichen Realität sind. Doch das sind sie nicht. Sie sind selbst unsere Realität, weil wir, wenn wir ein Wort hören, etwas Bestimmtes verstehen. Und das variiert von Mensch zu Mensch. Die Worte sind also nicht statisch, sie verändern sich ständig in ihrer Bedeutung. Ein praktisches Beispiel: Wenn wir die letzten drei Sätze nicht für wahr halten können, dann sind Worte uns wie „Schall und Rauch“. Während sie, unter einem anderen Gesichtspunkt verstanden, die Instrumente der Veränderung von Realität sind. Der andere Gesichtspunkt von dem die Rede war – das ist z.B. Spirealismus.

Leben ändern – Realität verändern was last modified: Dezember 2nd, 2015 by Henrik Geyer