Ist der Mensch die Krankheit der Welt? Zerstörung der Erde – Heilung der Erde.

Zerstörung der Erde: Ist der Mensch die Krankheit der Erde?

Ist der Mensch die Krankheit der Erde?

Zunächst einmal erscheint die Frage ungewöhnlich, oder gar ungehörig. Soll sich denn etwa der Mensch mit einer Krankheit vergleichen?? Und die Welt soll auf der anderen Seite der Patient sein? Zerstörung der Erde durch den Menschen, der sich doch eigentlich in der Rolle des Erschaffers sieht?

Unsere Sichtweise bezieht normalerweise nur uns selbst ein. Wir sorgen uns um uns, nicht um die Welt. Ebenso wenig machen wie wir uns Sorgen um die Bazillen in uns – etwa in der Art: „Sind wir krank genug, damit sie leben können?“

Ist also die eingangs gestellte Frage dumm, ungehörig und defätistisch?

Zerstörung der Erde durch ungezügeltes Wachstum

Die Frage „Ist der Mensch die Krankheit der Erde?“, lässt uns aber eine Perspektive einnehmen, die für uns überaus wichtig ist, selbst wenn wir wieder nur ganz egozentrisch vorgehen. Selbst wenn wir nur an uns denken, nicht an die vielen Tierarten etwa, die uns weichen mussten und müssen.

Denn, so muss man feststellen, die Welt ist immer ein Gleichgewicht, egal aus welcher Perspektive man schaut. Ein Gleichgewicht, das uns hervorbrachte – ganz genauso wie ein Mensch ebenfalls ein Gleichgewicht ist. Ein Mensch stirbt, wenn das Gleichgewicht in ihm gestört ist, beispielsweise durch das ungezügelte Wachstum einer Krankheit. Die Krankheit wächst und wächst, ihre Zellen breiten sich aus, und entziehen dem Ganzen, dem sie selbst eigentlich auch die Existenz verdanken, die Lebensgrundlage. Und schließlich stirbt der Mensch, wenn er dem Wachstum nicht Einhalt gebieten kann. Mit ihm stirbt die Krankheit. Das Wachstum endet so oder so auf natürlichem Weg.

Das Gleichgewicht namens „Welt“ wiederum, dessen Teil und Produkt wir sind, kann ebenso wenig ungezügeltes Wachstum vertragen. Auch hier steht am Ende des ungezügelten Wachstums eine Zäsur.

Ebenso, wie die Krankheit schließlich stirbt, wenn der Wirt stirbt, wird der Mensch sterben, wenn die Natur der Welt aus dem Gleichgewicht kommt, das wir kennen. Wenn das Gleichgewicht beginnt eine andere Form anzunehmen – eine Form dann, die uns nicht mehr hervorbringt.

Das ist das hermetische Prinzip, nach dem sich alles in allem immer wiederfindet. So wäre es im egoistischsten Interesse des Menschen, das Gleichgewicht, das ihn hervorbringt, zu bewahren.

Allmachtsphantasien verhindern Taten zur Heilung der Erde

Das ist, bis hierhin, eigentlich eine recht einfache und klare Überlegung. Was verhindert nun, dass wir Schritte zur Heilung der Erde unternehmen? Schritte in Richtung „weniger Wachstum in der Masse“? Und sei es nur der Schritt, dass das Problem in die breite Diskussion kommt?

  • Es ist erstens die Überzeugung, dass die Menschheit Wachstum braucht. Nur so können wir leben, glauben wir insbesondere in den entwickelten Industrienationen. Wachstum hat in der Vergangenheit (die wir kennen) wunderbar funktioniert.
  • zweitens die Überzeugung, dass eine Begrenzung des menschlichen Lebens einem Sakrileg gleichkommt. Das heißt im Klartext: je mehr Menschen, desto besser.
  • drittens die Vorstellung, dass der findige Mensch im Fall der Not ein Ass aus dem Ärmel ziehen wird. In den Weltraum auswandern, beispielsweise, oder eine riesige CO2-fressende Maschine installieren, oder schnell eine riesige Menge Bäume pflanzen. Aber all das bitte erst, wenn es hart auf hart kommt.

Ist das menschliche Urteilsvermögen tatsächlich so unbestechlich, wie der Mensch selbst meint?  Wer sich die Zufriedenheit ansieht, mit der Waffen auf Waffen gehäuft werden, bis sich der Mensch schließlich viele Male selbst in die Luft sprengen kann; wer sich die überall zunehmenden Umweltkatastrophen anschaut – der wird an dieser Urteilsfähigkeit zweifeln.

„Der Mensch“, oder besser: „der vernunftbegabte Mensch“, dessen Existenz in diesem Artikel immer vorausgesetzt wird, und von dem immer die Rede ist – es gibt ihn eigentlich nicht. „Der Mensch“, das wäre ein global agierender und wirkender, aber  auch global denkender, Übermensch. Doch „der Mensch“ in seinem globalen Auftreten hat einen unterentwickelten Verstand; einen uneinheitlichen Verstand. Einen Verstand, der sich aus den Gehirnzellen all seiner Individuen zusammensetzt, die jeweils immer an sich denken und nicht an „den Menschen“. Im Ergebnis ist „dem Menschen“ wenig an der Erhaltung seiner selbst gelegen. Ganz ähnlich, wie dies bei einer Krankheit ist, deren Zellen wachsen, ohne an das zwangsläufige Ende des Wachstums zu denken – dann nämlich, wenn der Wirt endet.

Der Mensch ist Teil eines Prozesses – nicht dessen äußerlicher Beobachter, nicht dessen Verursacher und nicht dessen Bedingung

Wir Menschen haben noch nicht verstanden, dass wir Teil eines Prozesses sind, von dem wir selbst abhängen. Die Welt ist nicht von uns geschaffen. Wir können die Welt nicht ein zweites Mal erschaffen, wenn die Zerstörung der Erde vollendet ist. Wenn erste Welt „verbraucht“ ist. Die materialistische Sichtweise, nach der wir die genialen Beobachter eines äußerlich stattfindenden Prozesses sind, von dem wir eigentlich nicht abhängen, ermöglicht uns eine unbegreifliche Überheblichkeit. So als wären wir autark von der Welt. Und so, als hätten den Reichtum der Welt erst wir hervorgebracht.

Aber der eigentliche Reichtum – das ist die Welt selbst, nicht unsere Industrieprodukte.

Nur fundamentales Umdenken wird ermöglichen, dass nicht der uns hervorbringende Prozess uns begrenzt, sondern dass wir uns nach unseren eigenen Maßstäben begrenzen dürfen. Um die Zerstörung der Erde zu beenden, um die Erde zu heilen, benötigen wir alle zur Verfügung stehende Vernunft.  „Der Mensch“, von dem wir immer so selbstverständlich sprechen – das wollen wir erst werden.

 

 

 

Ist der Mensch die Krankheit der Welt? Zerstörung der Erde – Heilung der Erde. was last modified: Dezember 2nd, 2015 by Henrik Geyer

Geistiges Heilen, spirituelle Heilmethoden

Geistiges Heilen

Geistiges Heilen – gibt es das? Ist es wirksam?

Ich las neulich folgende Geschichte. Ein Buchautor berichtete von einem gesundheitlichen Problem, das er in mittleren Jahren gehabt hatte.

Er hatte ein Magengeschwür entwickelt und hatte sich dagegen behandeln lassen, mit den üblichen Medikamenten und Methoden. Natürlich beachtete er, was der Arzt ihm gesagt hatte: er nahm die Medikamente, er trank viel Milch, er aß Hüttenkäse mit Toast et cetera.

Eines Tages ging er zu einer Massage, und er bat den Masseur, pfleglich mit ihm umzugehen, er habe ja dieses Problem, das Magengeschwür.

Der Masseur fragte ihn, wie alt er sei.

„36.“

Der Masseur fragte „Willst du wirklich von diesem Magengeschwüren geheilt werden?“

„Ja, selbstverständlich!“

„Dann vergiss es.“

Das erschien dem Mann rätselhaft, er bestellte sich jedoch an demselben Abend ein Bier (entgegen ärztlichem Rat) – an Stelle der Milch. Es befürchtete es könne zu Schmerzen kommen, aber es passierte – erst einmal nichts. Er dachte tatsächlich immer weniger an das Magengeschwür und wurde in der Folge geheilt. Die Heilung war durch ein Umdenken erfolgt, sie ging vom Kopf aus. 

Bei dieser Geschichte denkt man an einen Satz PlatosDie größte Behinderung des Lebens liegt darin, ständig auf die Gesundheit zu achten.

Kann geistiges Heilen wirksam sein?

Gerade bei sogenannten „psychosomatischen“ Erkrankungen, bei denen die Erkrankung auch aus schulmedizinischer Sicht „geistiger Natur“ ist, sind die Chancen auf Heilung durch ein Umdenken, durch mehr Spiritualität, groß.

Ich selbst habe eine solche Heilung erlebt, und ich habe auch erlebt, dass die Schulmedizin zwar den Begriff der Psychosomatik hat, also des durch die Psyche hervorgerufenen Krankheitssymptoms. Aber sie kann damit wenig anfangen, weil ihr die Psyche letztendlich rätselhaft ist. Die Psyche ist nicht naturwissenschaftlich fassbar – die Resultate, die sie zeitigt, sind nicht in einem Außen nachweisbar.

Zu den Wegen der Psyche haben Religionen und spirituelle Weisheitslehren die besseren Aussagen. Dies wiederum hört man in den materialistischen Naturwissenschaften nicht gern – dort wird geistiges Heilen eher als Scharlatanerie gesehen.

Dennoch ist, ich habe es selbst erlebt, geistiges Heilen durchaus wirksam – und darauf kommt es letztlich an.

Geistiges Heilen und der Unterschied zwischen Körper und Geist

In unserer Kultur wird der Unterschied von Körper und Geist als gegeben angesehen. Es ist die Basis unseres Denkens – wir denken in den Kategorien der materialistischen Sichtweise, der Unterscheidung: dort die Materie in einem Außen, hier der Geist (wir selbst), der das Materielle in seinem Innen widerspiegelt.

In diesem Blog komme ich oft genug auf meine Philosophie, den Spirealismus, zu sprechen, dem zufolge alles Geist ist, auch unser Körper. Der Spirealismus verbindet die Wahrheit des Spirituellen mit den Wahrheiten der Wissenschaft, nennt die Macht des Glaubens ebenso existent wie die Wirksamkeit der Wissenschaft. Weil das alles verbindende Element Geist ist.

Einheit von Körper und Geist

Dem Spirealismus zufolge besteht also eine Einheitlichkeit von Körper und Geist. Um dies wirklich zu verstehen muss man allerdings „den Geist“ anders sehen, als wir ihn materialistisch sehen.

Alles ist Geist – das bedeutet zu verstehen, Teil zu sein; Teil eines umfassenden Geistes. Nicht wir sehen mit gottgleichem, geistigen Blick, auf das Nichtgeistige, sondern Geist umhüllt und erschafft uns. Teil zu sein bedeutet, wir sind nicht alles. Es bedeutet, gegenüber dem Allem ist unser Begriffsvermögen begrenzt.

Es ist dies ein völlig anderes Menschenbild, als es der Materialismus hat, der ja, abgeleitet von seinem Grundsatz „ein freier Geist beobachtet die Festlegungen der Materie“ zu wissen meint, der Mensch könne die Natur in Endgültigkeit erkennen.

Auch wenn es von einer Begrenztheit des menschlichen Geistes ausgeht, ist das spirealistische Menschenbild kein den Menschen klein machendes, oder herabwürdigendes Menschenbild. Es ordnet richtiger ein. Es hält andere Folgerungen bereit; setzt andere Prämissen.

In medizinischer Hinsicht wird dadurch klarer, dass wir „geistige Wirkungen“ nicht klar umgrenzen können. Was wir denken hat immer seine Wirkung. Denn das, was wir als „unseren Geist“ ansehen geht nahtlos über in das, was uns als Geist umgibt, das wir aber nicht als unser Ich kennen. Somit geht „Psychosomatik“ nahtlos über in jede andere Krankheitsform.

Dieser Gedanke macht uns achtsamer uns selbst gegenüber, und dem, was wir denken – und es macht uns in der Folge gesünder.

Geistiges Heilen, spirituelle Heilmethoden was last modified: Februar 13th, 2016 by Henrik Geyer

Krankheit als Weg

http://spireo.de : Krankheit als Weg - Kann Krankheit ein gangbarer Weg sein?

Krankheit als Weg

Krankheit als Weg ist ein Klassiker der Literatur für alternative Medizin von Rüdiger Dahlke und daher sicher schon vielen bekannt. Dennoch ist es gut, noch einmal auf dieses wichtige Buch hinzuweisen. Spirituell Interessierte werden es mit großem Gewinn lesen.

Die erste Hälfte des Buches widmet sich allgemeinen Erläuterungen zu den Themen alternative Medizin, esoterische Weltanschauung, namentlich hermetische Weltanschauung, Homöopathie. Diesem ersten Teil des Buches könnte man als den wichtigeren Teil bezeichnen, denn die Kernaussage dieses ersten Teiles ist, dass Krankheiten eine Bedeutung haben, die über das Sehen der Symptome hinausgeht. Mit Recht wird gesagt, dass diese Bedeutung von der Schulmedizin nicht gesehen wird, weil sie der Schulmedizin nicht wichtig ist. Wichtig ist der Schulmedizin die technische Beseitigung der Symptome, die der Heilung  gleichgesetzt wird. Wichtig ist die Bedeutung der Dinge die sich im Leben der Menschen ereignen, also auch die Krankheiten, für die Menschen aber sehr wohl. Die Bedeutung der Krankheit zu erkennen, an der man leidet, kann dem Leiden Sinn geben und das Leiden heilen. Warum die technische Beseitigung von Symptomen keine Heilung ist, oder keine Heilung sein muss, wird in dem Buch Krankheit als Weg sehr anschaulich gezeigt.

Dabei bleibt Krankheit als Weg stets sachlich. Die Schulmedizin wird nicht verteufelt und ihre Errungenschaften werden nicht in Abrede gestellt. Vielmehr werden ihre Grenzen aufgezeigt, und die Tatsache begründet, warum in unserer heutigen, modernen Zeit, in der die Möglichkeiten der Wissenschaft geradezu unbegrenzt scheinen, dennoch die Möglichkeiten der alternativen Medizin sehr hoch geschätzt werden.

 

Wichtige Themen, von denen in Religionen und Philosophien immer wieder die Rede ist, werden im ersten Teil des Buches vorgestellt. Zum Beispiel die Infragestellung des menschlichen Konzeptes der Zeit, des menschlichen Konzeptes eines eindeutigen Ursache und Wirkungsprinzip usw.. Dies geschieht so interessant, eingängig und logisch, dass der Leser, auch wenn er mit esoterischen Themen noch nicht so vertraut ist, hier einen guten Einstieg findet.

Im zweiten Teil des Buches werden die Prinzipien, die im ersten Teil des Buches erklärt wurden, auf gängige Krankheitsbilder angewandt. Mögliche Bedeutungen bestimmter Krankheitsbilder werden erläutert, indem verblüffende Sprachzusammenhänge aufgezeigt werden, indem Hintergrundwissen zu Krankheiten in Verbindung gebracht wird mit ganz andern Vorgängen, beispielsweise in der Gesellschaft, und hier Parallelen gesucht werden.

Dieses für denjenigen, der mit diesen Prinzipien noch nicht so vertraut ist, verblüffend und  interessant. Die Einsichten, die sich daraus gewinnen lassen, haben das Potenzial, das Leben und die Lebensweise der Betroffenen zu ändern und damit das Krankheitsbild – sehr wahrscheinlich nachhaltiger zu ändern, als dies durch das Behandeln der Symptome möglich wäre.

So hat der Leser von Krankheit als Weg die Möglichkeit, für sich nachhaltig neue Wege zu finden. Die Methode, die Bedeutung von Krankheiten jenseits des üblichen Ursache und Wirkungsprinzips zu suchen, lässt sich mit erstaunlichem Gewinn auch in anderen Lebensbereichen anwenden.

Krankheit als Weg sei jedem empfohlen, der Ausweg aus – oder Sinn in – einer Krankheit sucht, die ihn getroffen hat, und auch jedem, der offen ist für neue und interessante Wege des Denkens.

 

 

Krankheit als Weg was last modified: Dezember 15th, 2015 by Henrik Geyer