das Nichts – Raum der unbegrenzten Möglichkeiten

Stell dir vor …

Stell dir vor, deine Gedanken hingen nicht ab von einem materiellen Außen, das du beobachten und bedenken musst, um richtig denken zu können. Verbinde das mit Übungen der Stille und Kontemplation, und beobachte deine Gedanken, wenn sie allein gelassen werden. Wenn du dich bemühst, nicht zu denken. Schließe die Augen.

Du wirst bemerken, dass deine Gedanken aus sich heraus Vorstellungen erzeugen. Ganz ohne Objekte, die die Augen sehen, werden Objekte des Denkens erzeugt. Der neue Gedanke, zusammen mit dem noch neueren, bringt den allerneuesten hervor. Die Gedanken nehmen, setzt man diese Übung fort, die phantastischsten Formen an.

Das ist die Welt der Imagination und Phantasie. Losgelassen kann sie dir alles mögliche zeigen. Welten über Welten. Wie ein Kaleidoskop erzeugt das Denken neue Ideen, Assoziationen, Vorstellungen.

Manche davon denkst du immer wieder, sie fließen in deine Realität ein. Es sind deine (guten) Ideen, deine Lösungen, deine Pläne. Deine Hoffnungen und deine Furcht.

Spruchbild, Bildspruch: Es denkt


Es denkt. Ganz willenlos. Woher kommt das?

Es kommt aus dem Raum des Unendlich-Möglichen. In dir wird das Mögliche fest. Als Element der Schöpfung vertrittst du es. Du trägst deine individuelle Wahrheit in dir und bringst sie ein in das, was man gemeinhin Welt nennt.

Den Raum des Unendlich-Möglichen kann man auch als das Nichts bezeichnen – warum? Weil kein Mensch dort hinein Zutritt hat. Als Existenz erschließt sich dieser Raum nicht. Es gibt eine unsichtbare Grenze. Warum ist sie unsichtbar? Weil man gemeinhin glaubt, in Gedanken alles fassen zu können. Die Gedanken wabern hinaus, doch, überschreiten sie die Grenze zum Nichtgedachten? Nein, wie könnten sie.

Der Mensch ist begrenzt auf die Gedanken, die er in sich findet. Wie viele Gedanken jedoch sind möglich, vor allem, wenn man die Augen schließt? Unendlich viele? Es ist nicht möglich, die Unendlichkeit zu denken, sie ist uns das Un-Konkrete, das Un-Feste. Das Feste, gedacht als die Festigkeit der Materie hingegen, ist die Existenz im materialistischen Sinn.

Das Nicht-Feste, die unendlichen Welten der Phantasie, das Nichts aus dem alles werden könnte – das ist die Nichtexistenz des Nichts.

 

 

das Nichts – Raum der unbegrenzten Möglichkeiten was last modified: Januar 19th, 2018 by Henrik Geyer