Den Sinn des Lebens finden

Spruchbild Sinn des Lebens von Goethe

Sinn des Lebens finden

Was ist der Sinn des Lebens? Ist es: Die Pflicht zu erfüllen, gegenüber den nachkommenden Generationen? Ist es vielleicht nur, das tägliche Leben zu leben? Ist der Sinn, soviel Geld wie möglich anzuhäufen, damit die Kinder und Enkel etwas davon haben? Ist der Sinn des Lebens vielleicht, zu kämpfen, sich durchzusetzen, den Widrigkeiten zu trotzen? Sieger zu sein?

Oder ist bereits die Frage nach einem Sinn überflüssig und dumm?

Sinn … als eine Verbindung

Denn Sinn … das ist ja eigentlich die Verbindung von etwas, in diesem Fall dem Leben, mit etwas anderem, das als „Grund“ dienen möge, oder als „Ziel“, oder als „Zweck„.

Wenn aber dieses Etwas, dieses Leben, doch die Voraussetzung dafür ist, dass wir überhaupt uns selbst und das Andere erkennen können; so dass es uns auf diese Weise erst möglich wird nach einem Grund oder Zweck zu fragen, dann erscheint die Frage nach dem Sinn des Lebens zumindest schwierig. Oder nicht?

Sinn des Lebens und Lebensziele

Dennoch ist die Frage berechtigt, zumindest aus spirealistischer Sicht. Denn aus spirealistischer Sicht ist die Welt ohnehin eine Vorstellung – umgekehrt gilt auch: ohne Vorstellungen keine Welt. Uns kann natürlich nichts und niemand davon abhalten, Vorstellungen zu haben …

Gründe und Ziele für Alles und Jedes zu finden, ist sozusagen verbunden mit unserer Existenz – es geht gar nicht anders.

 

Man fragt sich einfach (und will Antwort): Was ist mir wichtig, was sind meine Ziele? Was ist mein Zweck und meine Ursache?

Wozu müssen wir das wissen? Um Richtungsentscheidungen für das Leben zu treffen. Um zu spüren, ob das gut und richtig ist, was wir tun, ober ob wir uns auf der falschen Fährte befinden. Eine Richtungsentscheidung können wir nur treffen, indem wir unsere Werte benennen. Ein Weg, den man ohne Kompass geht, führt im Kreis, und letztlich nirgendwo hin. Daher fragt man sich: was sind meine Werte, was ist mir wichtig?

Der Sinn meines Lebens und meine Werte sind miteinander verknüpft. Aus ihnen heraus formuliert sich nun auch mein Ziel.

Ein Ziel haben. Sinn haben.

Wer ein Ziel hat, weiß auch, worin der Sinn besteht, das Ziel zu erreichen.

Die quälende Ungewissheit, was der Sinn des Lebens sei, tritt nur dann auf, wenn wir uns unserer Ziele Sinn des Lebens Sobald ein Mensch [SPID 840]und Werte nicht gewiss sind. Wenn wir uns nicht klar sind, was das ist, was uns wichtig ist, was wir erreichen wollen. Oder wenn wir uns Zielen verpflichtet fühlen, bei denen wir spüren: Es sind nicht die eigenen. Wenn wir glauben, die falschen Ziele zu verfolgen.
Wer keine Ziele hat, denen er von ganzem Herzen nachgeht, fühlt sich auch in Bezug auf den Lebenssinn wie Treibgut. Freud sagte sogar, ein solcher Mensch sei krank. In diesem Zusammenhang sei auch ein Ausspruch von Ralph Waldo Emerson erwähnt: Die Krankheit, an der das menschliche Hirn leidet, ist mangelnder Glaube.
Zu unseren Wertvorstellungen im Zusammenhang mit geistiger Gesundheit, der Fähigkeit Sinn zu sehen, Ziele zu haben die einen erfüllen, kommen wir jetzt.

der Sinn – abhängig von den persönlichen Werten und Erfahrungen

Der Sinn im Leben hängt mit unserer ganz individuellen Deutung des Lebens zusammen. Ein Sinn kann nie außerhalb der Begriffe eines Individuums formuliert werden. Einen allgemeinen, immer und für alle gültigen Sinn, gibt es nicht. Außer vielleicht den, zu sein – was Goethe formulierte als: Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst. 

Doch dieser Sinn, in seiner allgemeinsten Form, sagt uns wenig, denn das Sein nehmen wir, da wir ja sind, während wir über Sinn nachdenken, als Selbstverständlichkeit wahr.

Was wir suchen ist der konkretere Sinn. Ein Sinn, der mit den Werten und den Begriffen des Einzelnen in engem Zusammenhang steht.

Der Sinn des Lebens kann nichts Unabhängiges sein, jenseits der Auffassungen des Einzelnen. Er muss sich aus den Begriffen des Individuums formen – wie könnte er sonst zu formulieren sein? Es sind die Auffassungen über die eigenen Lebensumstände, die Identifikation mit der ausgeübten Beschäftigung (was „bin ich“ – beruflich?), etc..

Was könnte der Sinn, den wir einer Sache beimessen (und sei es in diesem Fall dem Leben), anderes sein, als etwas, das wir kennen?

Die Art und Weise, wie wir dass Leben ansehen

Daher lohnt es sich der Frage nachzugehen, wie wir das Leben sehen. Wie wir es deuten, wie wir es beurteilen.

Und es ist lohnenswert, sich darüber klar zu werden, dass unsere eigenen Deutungen des Lebens, dass unsere Wertungen, es sind, die Sinn und Ziel entstehen lassen. Und …. sie sind nirgendwo festgemeißelt! Wir können die Begriffe umdeuten. Wir können Wertungen  ändern. Wir können unser Denken ändern. Wir können unsere Identität umformen. Und wir können unserem Leben neuen Sinn geben. Dort, wo vorher nichts war, kann Sinn entstehen.

Deutung des eigenen Lebens

Die Deutung der eigenen Umstände beruht auf unseren Urteilen. Die Bandbreite der Wahrnehmung ist unendlich. Jeder sieht im Leben etwas anderes.

Was sie in ihren Leben sehen, kann das daran ermessen, welche Metaphern Menschen benutzen, um ihr Leben zu beschreiben.

Mancher sagt, das Leben sei ein Fest. Andere Menschen bezeichnen ihr Leben als stetigen Kampf. Wieder andere bezeichnen ihr Leben als ein Abenteuer. Demnach mag der Sinn des Lebens für den einen die Teilnahme an einer Lebens-Party sein, was sich mit den Worten Genuss, Tanz, offenes Büffett verbindet.

Für den nächsten ist es ein Ringen, verbunden mit den Worten Gefahr, Verletzung, Kraftanstrengung. Für einen dritten ist es eine Fülle von Wagnissen und Erfolgen. Der Sinn des Lebens mag für den einen demnach sein, sich bestmöglich zu vergnügen, für den nächsten, im Kampf zu siegen, und für den dritten, die Abenteuer möglichst glimpflich zu bestehen, und mit einem Goldschatz nach Hause zurückzukehren.

So unterschiedlich die Begriffe und Auffassungen der Menschen vom Leben sind, stellt sich die Frage, mit welcher Notwendigkeit man das Leben in einer ganz bestimmten Weise sehen muss. Denn mit der jeweiligen Sichtweise verknüpft, ist eine ganz bestimmte Art und Weise, das Leben in jedem Moment wahrzunehmen, zu handeln, zu arbeiten, Entscheidungen zu treffen.

Unsere Werte und Wertungen bedingen eine ganze Welt innerer Auffassungen. Wer das Leben als Party ansieht, wird den Genuss zu maximieren suchen. Wer das Leben als Kampf betrachtet, wird versuchen, seine Fertigkeiten des Kampfes zu erhöhen. Er wird oft Kämpfe zu bestehen haben. Er wird Kämpfe sehen und erleben, wo es für andere keinen Kampf gibt. Für den Lebens-Abenteurer gilt das gleiche. Das Leben formt sich entlang der eigenen Begriffe.

 

Spireo-Sinn des Lebens-Wer-als-Werkzeug
Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.
Paul Watzlawick

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Die Worte die wir benutzen, formen unsere Welt

Die Metaphern die wir benutzen, verraten also viel über unsere Art und Weise zu denken, und sie bestimmen so die Richtung unseres Handelns. Sie selbst sind es, diese Metaphern, diese Worte, die unser Leben bestimmen. Sie sind Ausdruck unseres Begreifens – es sind unsere Begriffe.

Mit welchem Ziel fragen wir nach dem Sinn des Lebens? Möchten wir dem Leben einen Sinn geben, möchten wir den Sinn ändern? Das liegt nahe, denn in einem Zustand der Zufriedenheit, wenn wir Ziele verfolgen und uns diesen Zielen annähern, wenn wir wachsen, dann fragen wir seltener. Dann erscheint uns bereits die Frage vielleicht unnötig. Sinn und Ziele zu hinterfragen, ist unseren Krisenzeiten vorbehalten. Wenn wir uns also diese Frage aller Fragen stellen, dann oft in einer Situation des Ändern-Wollens.

Da es die Metaphern sind, die wir benutzen, unsere Worte also, mit denen wir uns definieren, ist ein Schlüssel, dem Leben Sinn zu geben, oder einen anderen Sinn, das Ändern der Worte und Metaphern. Mancher kennt diesen Ansatz vielleicht aus der Lehre des NLP, der Neurolinguistischen Programmierung. Im NLP ist die Sprache der Schlüssel zum Erreichen von Lebenszielen – oder konkreter: Zielen der Kommunikation, des Umgangs mit anderen. Wie der Name schon sagt, ist Neurolinguistische Programmierung, also „Gehirn-Sprachliche Steuerung“, darauf angelegt, über die Sprache das Denken und Verhalten zu ändern. In meinem Buch „Alles ist Geist“ schlage ich einen Bogen, von (zum Beispiel) diesem Konzept des NLP, bis hin zum Taoismus – und dessen Vorstellung einer Welt aus zehntausend Namen.

Aber, welcher Philosophie man auch immer anhängt, die Tatsache bleibt: Wir definieren uns über unsere Begriffe. Unsere Begriffe kommen in unseren Worten zum Ausdruck. Denken wir über die Worte nach, die wir benutzen. Hören wir uns selbst zu.

sich selbst neu definieren

Wenn wir neuen Sinn für unser Leben suchen, dann müssen wir den ewigen inneren Dialog eindämmen, der uns stets und ständig bei den gleichen Gedanken festhält. Uns festhält, bei den ewig gleichen Definitionen. Suchen wir die Neudefinition, suchen wir die Stille, um den Kopf frei zu machen, um ihn leer zu machen, für Neues.

Werden wir uns der Gedanken und Worte bewusst, die wir nutzen. versuchen wir, schrittweise, neue Worte und Gedanken in unser Leben einfließen zu lassen. Üben wir neue Metaphern ein.

Stück für Stück kann das gelingen, durch Konzentration und Übung – durch Spiritualität und bewusstes Sein. Es kann nicht gelingen in einer Zerstreutheit des Denkens, wenn wir alles zugleich haben möchten. Es kann nicht gelingen im ewigen Für und Wider eines zerfahrenen inneren Dialoges. Es kann nicht gelingen, wenn wir unser Denken wie festgefügt ansehen – und nicht als den Prozess, der es ist. Es kann nicht gelingen, wenn wir glauben, wir könnten jederzeit alles denken was wir wollen, was uns wiederum der Mühe jedes Denk-Übens entheben würde. Es kann nicht gelingen, wenn wir unser Außen als für uns bestimmend ansehen, und nicht das Innen.

Der Sinn unseres Lebens speist sich aus den Vorstellungen, die wir über das Leben haben. Fragen wir uns ruhig nach dem Sinn des Lebens! Und werden wir uns bewusst, dass wir dem Leben jeden Tag neuen Sinn geben können. Wir selbst sind die Schöpfer.
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Den Sinn des Lebens finden was last modified: Juni 18th, 2016 by Henrik Geyer