Mit dem Atomkraftwerk kam der Wohlstand

Atomkraftwerk

Aus einem Fernsehbeitrag vor einigen Tagen:

Vorgestellt wurde ein Mann, der als Einziger in dem Gebiet lebt, das durch das im Jahr 2011 verunglückte Atomkraftwerk Fukushima verseucht wurde – in der Sperrzone sozusagen.

Der Mann, ein großer, uriger Bauer mit weißen Haaren, berichtete davon, dass nach der Katastrophe alle Menschen in Panik das Gebiet verließen, alles, auch die Tiere zurücklassend. Er selbst habe auch bei Freunden und Verwandten außerhalb der Todes-Zone unterkommen wollen, doch niemand wollte ihn aufnehmen, alle hatten Angst, selbst verseucht zu werden.

So fuhr er zurück auf seinen Bauernhof innerhalb der Todeszone; nun lebt er dort wieder, einsam inmitten der verlassenen Häuser. Er bekam das Sterben der Tiere in den Ställen mit, als die Menschen die Gegend verließen. Kühe, Schweine, Schafe, Hunde und Katzen verhungerten, oft mit Jungtieren an ihrer Seite. Wo er konnte, habe er manchmal Hunde aufgenommen oder andere Tiere, sagte er.

Er berichtete von der Zeit vor der Katastrophe.

Bevor das Atomkraftwerk gebaut wurde, war die Gegend arm. Wenn die Kinder ein Loch in der Kleidung hatten, gabs einen Flicken drauf, und weiter ging’s. Die Leute hatten keine Autos, die konnte sich niemand leisten.

Erst, als das Atomkraftwerk kam, hielt der Wohlstand Einzug. Die Leute hatten plötzlich Autos, viele Familien auch mehrere. Geflickt musste nichts mehr werden. Reich wurde man. Wenn da nicht das Unglück wäre…

Ist der Mensch wirklich das Genie, für das er sich hält? Ist es vielleicht sein Streben nach immer mehr, das ihn am Ende umbringt?

 

 

 

mit dem Atomkraftwerk kam der Wohlstand
mit dem Atomkraftwerk kam der Wohlstand
Mit dem Atomkraftwerk kam der Wohlstand was last modified: März 13th, 2015 by Henrik Geyer