Lebenskrise als Chance

Lebenskrisen geben uns Gelegenheit über die wichtigen Themen des Lebens nachzudenken.

Warum können wir das normalerweise nicht?

Weil wir abgelenkt sind von den tausenderlei Geschehnissen des Tages, den Anforderungen, den „ganz wichtigen“ Dingen.

Oft sind wir erst in der Lage über uns selbst nachzudenken, wenn etwas Schlimmes geschieht. Dann werden wir zu Recht ganz kleinlaut. Die „Wichtigkeiten“ der Welt treten in den Hintergrund, werden unwichtig und klein. Wir lecken die Wunden. Das Ego löst sich auf, wird biegsam und schmiegsam – quasi formbar. Das Ego ist jene Instanz, die uns sagt, etwas ganz Bestimmtes zu sein; das Ego ist das Ich. Ich BIN … Plötzlich ist man sich über vieles nicht mehr so ganz im Klaren .. was vorher ganz sicher schien.

Der Verlust des Ego geht oft einher mit einem Verlust an Gewicht. Die Körperlichkeit verliert, man könnte es als einen Prozess der teilweisen Auflösung sehen und als eine schöne Illustration dafür, dass Körper auch Geist ist. Der mit der Depression (Depression lateinisch für Niedergang, Zurückgehen) verbundene Niedergang des Ego drückt sich in einem Niedergang des Körperlichen aus.

Und nun erst, weil die Lage gar keinen anderen Schluss mehr zulässt, kann man sich eingestehen, dass man selbst an all dem Übel, das einem zustieß, Schuld (mit-)trägt. Nur jetzt, in dieser schweren Zeit, kann man akzeptieren, selbst der Bösewicht zu sein.

Das könnte man eigentlich dauerhaft so sehen, aber die wenigsten tun es. Daher ist eine solche Not-Lage eine große Chance. Sie bietet die Möglichkeit wachsender Einsicht.

Es ist eine einmalige Gelegenheit, etwas unschätzbar Wichtiges zu verstehen, etwas, das man sonst wohl nie lernen würde. Was man jetzt verstehen kann, ist, wie sehr unser Außen ein Spiegelbild des Innen ist. Und wie sehr die Teufel des vermeintlichen Außen in einem selbst wohnen. Und umgekehrt hat man die Chance zu begreifen, dass der Himmel ebenfalls in einem selbst wohnt, sofern man ihn dort sehen kann. „Gottes Reich ist inwendig. Man wird nicht mit dem Finger weisen können, es sei da oder dort … [im Außen]“


Kontemplation ist jetzt wichtig. Nachdenken. In sich gehen. Nicht viele Worte, sondern Schweigsamkeit. Keine Schuldzuweisungen. Nichts hat NUR eine Seite. Nichts ist einzeln. Auch das Ego ist das Resultat aus Beziehungen. Wenn es klein wird hat es die Chance sich neu zu definieren. Man drückt das oft so aus: Man will sich selbst finden. Oder: Man will sich neu er-finden.

Das ist wichtig. Es geht darum, was man tun wird. Was einem am allerwichtigsten ist. Wer man ist, oder besser: als was man sich sieht.

Und es geht jetzt wieder darum, wer man sein wird. Wer man sein will, wenn man es sich aussuchen könnte. Es ist dann wieder ein bisschen, als sei man ein kleines Kind. Alles ist offen(er). Man kann sich die Zukunft neu aussuchen, vorausgesetzt, man findet jetzt das richtige Verständnis für die Situation.

Man überlegt, wie man mit der Situation umgeht. Folgende Punkte halte ich für besonders bedenkenswert. Jeder einzelne Punkt ist eine Philosophie für sich und sollte in das Denken einsinken. Es reicht eigentlich nicht aus, die Punkte zu lesen und sie gut zu finden, sondern sie müssen begriffen und gelebt werden.

  1. Endlichkeit. Alles ist für den Menschen sehr endlich, zum Beispiel die Zeit, also die Jahre, die man noch hat. Egal ob man jung oder alt ist. Und damit sind die Dinge endlich, die man tun kann. Die Zeit, die einem verbleibt, und deren Maß man nicht abschätzen kann, ist sehr wertvoll – man sollte nicht damit herumschludern. Dieser Gedanke sollte einem ein Gefühl dafür geben, wie entscheidend es ist, sich auf die allerwichtigsten Werte konzentrieren und JETZT das Leben zu leben, das man für richtig hält.
  2. Endlichkeit akzeptieren. Trotzdem geht es nicht darum,  das Leben „maximal auszunutzen“. Der Wert der Dinge ist ohnehin eine Sichtweise. Nichts was man tut weil man es „tun muss“ gewinnt dadurch an Wert. Was man schnell und ohne Liebe tut, ist verschwendet. Was man ohne Überzeugung tut, ist verschwendet. Aus der Sichtweise der Endlichkeit (Punkt 1) folgt, dass der Mensch nur einfache, kleine Dinge, tun kann. Er ist endlich im Unendlichen! Doch diese kleinen Dinge können für ihn den allergrößten Wert haben. Es geht also darum, Verständnis zu gewinnen. Es muss mit Bedacht ausgewählt werden, was man selbst für wichtig hält.
  3. Karma: Was wir tun, was wir denken, hat Wirkungen. Wirkungen, die wir nicht im Zusammenhang mit ihren Ursachen sehen können. Der Gedanke des Karma ist der Gedanke des Wissens um ein Nichtwissen: ALLES hat seine Wirkungen, und ALLES hat auch einen Grund. Die Begrenztheit des Menschen kommt darin zum Ausdruck, dass er nur wenige Wirkungen ihren Ursachen zuordnen kann, und nur wenige Ursachen ihren Wirkungen. Der Gedanke des Karma lässt uns verstehen, wie wichtig unsere innere Einstellung für andere Leben ist, im Sinne eines nie endenden Kontinuums. Das wir die Dinge gekapselt sehen, als in sich abgeschlossen, uns selbst beginnend und endend in Geburt und Tod, ist nur eine Sichtweise; tatsächlich ist alles mit allem verbunden. Beispielsweise werden wir unseren Kindern kein Gefühl für Verantwortung hinterlassen können, wenn wir selbst keins haben. Das ist Ursache und Wirkung. Wir können kein Gefühl der Liebe an unsere Kinder weitergeben, wenn Liebe für uns Nebensache ist, oder wenn wir Liebe für manipulierbar und als Mittel zum Zweck ansehen. Und so weiter. Auch wenn wir glauben, die Kinder lebten später „ihr eigenes Leben“, ist, was in ihnen bleibt, die Erinnerung an unser gelebtes Leben, das in ihnen mit dem unserem verwoben ist. Wer die Sichtweise des Karma verinnerlicht, der wird es für wichtiger halten, fundamentale Werte im eigenen Leben zu verwirklichen, als flüchtige Werte, als materielle Werte, als wechselnde Werte des Momentes.
  4. Entscheidungen. Klar werden. Die Sichtweise der Endlichkeit hat auch eine weitere klare Folge: Man muss sich entscheiden. Man kann nicht alles haben. Man muss auch nicht alles haben, um ein erfülltes und gutes Leben zu leben. Man kann die schon erwähnte Endlichkeit akzeptieren, darf für sie sogar dankbar sein. Dieser Gedanke sollte dazu dienen, dass wir uns für einige Akzente unseres Lebens entscheiden, die wir gern verwirklicht sehen möchten. Es geht eher um entscheidende Prinzipien, als um einen genauen Weg. Beispielsweise geht es sehr häufig um „Ehrlichkeit“ im Gegensatz zu Lebenslügen. Wer diesen Akzent setzen will, der muss in sich Ehrlichkeit verwirklichen. Der muss eine ENTSCHEIDUNG treffen. Man kann nicht ehrlich sein, wenn man es gleichzeitig für möglich hält unehrlich zu sein. Und es geht auch nicht darum, Ehrlichkeit im Außen zu suchen, etwa, um andere Menschen zu bewerten und sie ihrer Unehrlichkeit wegen zu verurteilen.
  5. Das Ego verstehen. Überhaupt ist die Besinnung auf das Selbst, die oft erst in Krisenzeiten eintritt, sehr wichtig. Im Arbeitsprozess, in der Peergroup, werden die Anforderungen, die Meinungen, schnell verinnerlicht. Man weiß nicht mehr zu unterscheiden zwischen dem, was anderen wichtig ist, und dem, was einem selbst wichtig ist. Wenn man beginnt das Ego als etwas Eigenständiges zu sehen, dann beginnt man andererseits auch, die Verwobenheit des Ego mit den anderen Egos zu  begreifen. Und man beginnt das Wechselspiel, den Prozess zu sehen, der zwischen all diesen kosmischen Punkten stattfindet. Der Prozess ist das Interessante, nicht die statische Auffassung: Derjenige IST so und so, Jener dort IST so und so …
  6. Vergebung. Meist haben unsere schwersten Lebenskrisen etwas mit anderen Menschen zu tun, denken wir an Ehekrisen, an geschäftliche Krisen, an Freundschafts- und Vertrauenskrisen, u.v.m.. Wer das Ego versteht, der versteht auch, dass derselbe Kampf der Gefühle, der Unsicherheiten, des Das-Gute-tun-wollen-und-Böses-Hervorrufen, überall im Gange ist. In uns und außerhalb von uns. In diesem Gedanken liegt Verständnis für andere Egos. Darin liegt Vergebung. Vergebung bedeutet Verständnis für die psychischen Nöte des Anderen. Vergebung muss nicht heißen, dass man auf sein (juristisches) Recht verzichtet. Das kann es heißen. Vergebung muss nicht heißen, dass man keinen Zorn mehr spürt. Das kann es heißen. Vergebung muss nicht heißen, dass es keine Konsequenzen gibt. Das kann es heißen. Vergebung kann dazu führen, dass man bestimmte Rechtsmittel nicht einlegt, dass man sich in Frieden trennen kann, dass man sich nicht zermürbt in Zweifeln und in Gedanken an eigene Lächerlichkeit. Vergebung kann heißen, dass man Schlaf und Ruhe findet, und damit die Kraft neu anzufangen. Vergebung ist im Grunde ein tiefes Verständnis für das Wesen des Kosmos – als eine Wechselwirkung. Nichts was ich im Außen sehe ist mir wirklich fremd, denn es ist auch in mir! Vergebung ist der Form nach Vergebung für andere, ist aber ebenso ein Sich-selbst-Vergeben. Anderen Ruhe geben bedeutet, selbst Ruhe finden. Anderen Schuld zu verzeihen bedeutet eigene Schuld überhaupt sehen zu können. Anderen Schuld zu verzeihen bedeutet, sich weniger auf das eigene Leid konzentrieren zu müssen.
  7. Sich auf sich selbst konzentrieren. Wir vergessen oft, dass unser Schicksal zuallererst von uns selbst abhängt. Der wichtigste Hebel für unser Glück und für unser Wertschätzen sind wir selbst. Niemanden können wir in derselben Weise, mit der gleichen Leichtigkeit, formen, so wie uns selbst. In diesem Gedanken liegt ein tiefer Frieden, denn wir müssen auf niemanden warten, dass dieser uns unser Glück ins Haus trägt. Sondern, wir können und müssen bei uns selbst anfangen. Das vermindert unsere Unzufriedenheit über das Handeln anderer. Das Handeln anderer sollten wir als ein Geschenk sehen, auf das man hoffen darf, das man aber nicht mit Sicherheit hervorrufen kann. Sich auf sich selbst zu konzentrieren vermindert unser manipulatives Verhalten anderen gegenüber, was wiederum von diesen intuitiv wahrgenommen und wertgeschätzt wird. Was wir geben kommt auf diese Weise zu uns zurück. So bekommen wir auch den besten Hebel für unser Glück in die Hand: Indem wir verstehen dass der entscheidende Faktor für Glück bei uns selbst liegt, erkennen wir, durch Tun, die Formbarkeit des Selbst. Übrigens lernt man auf diese Weise, indem man das Selbst begreift und formt, dass das keineswegs leicht ist. Das Ego zu formen ist in etwa so schwer, wie es schwer für einen Bodybuilder ist, 30 kg Muskelmasse aufzubauen. Hier wie dort handelt es sich um einen Prozess, der nicht damit erledigt ist, dass man sagt: „Jetzt habe ich etwas verstanden.“ Es hat eher etwas mit täglichem Tun und Denken, bzw. Training zu tun. Man benötigt Entschlossenheit, um die bisherigen Lebensgewohnheiten und Sichtweisen fundamental umzustellen. In Lebenskrisen gibt es die Chance auf eine solche Entschlossenheit.
  8. Gottvertrauen. Bei aller Selbstsicherheit, dass man sein Schicksal „in die eigenen Hände nehmen“ könne, darf man niemals vergessen, dass die Zukunft in ihrem Wesen ungewiss ist. Ist denn nicht die aktuelle Lebenskrise der beste Beweis, dass man eben nicht Herr des Schicksals ist? Gerade eben noch glaubte man alles „im Griff“ zu haben! Das macht kleinlaut, völlig zu Recht. Der Mensch denkt, Gott lenkt. Man darf voller Schicksalsergebenheit auf Gott vertrauen. Krisenzeiten bieten immer auch die Chance zu verstehen, wie wichtig das Loslassen ist. Loslassen als das Gegenstück des Zwangsdenkens, wir hätten unser Leben „in der Hand“ und müssten es gottgleich steuern. Das gelingt nicht, überfordert nur. Alles kann passieren. Auch wenn man sich noch so bemüht kann es doch nie gelingen, dass man das eigene Schicksal vollständig in die Hand bekommt. Unser Schicksal ist verwoben mit so vielen anderen Schicksalen, die ganz ähnlich ungewiss sind. Akzeptanz … Loslassen … Auf Gott, das Höhere, vertrauen!
  9. Die Formbarkeit des Ego erhalten. Gottvertrauen hat auch den Aspekt von: Das Ego nicht zu groß werden lassen. Denn wer das Höhere als eine Seinsbedingung begreift, wer Gott am Werk sieht, überall dort, wo er auch hinschaut, dem kann das eigene Ego nicht zu einem Gott werden. Zu einem scheinbar allmächtigen Gott-Ego, das da sagt: ICH verstehe alles, ICH habe alles im Griff. Und wer die Formbarkeit des Selbst als einen Prozess versteht (man denke an den erwähnten Bodybuilder), der wird auch verstehen, wie wichtig es ist, die Formbarkeit des Ego zu erhalten. Denn das Ego hat die Tendenz wieder stark und übermächtig zu werden, in Selbstgefälligkeit zu verknöchern und später spektakulär und schmerzhaft zu zerbrechen. Man sollte versuchen das Ego jung und biegsam zu halten. Im Lebens-Prozess gibt es immer wieder Gelegenheiten für wichtige Entscheidungen, die wir dann gut meistern können, wenn unser Ego nicht zu übermächtig geworden ist. Wenn wir uns selbst noch ändern können.
  10. Jetzt. Weil alles im Leben endet, weil alle Dinge kaputtgehen, alle Menschen sterben, alle Gedanken vergessen werden, sollte man lernen das Jetzt und den Moment wertzuschätzen und anzunehmen. Das Jetzt ist das eigentliche Sein. Man darf Danke sagen für das Jetzt. Ziele, die man für eine ferne Zukunft hat, verleiten uns oft dazu das Jetzt nicht wertzuschätzen. Verleiten uns, das Jetzt als einen flüchtigen Moment des Übergangs in eine besseren Zeit zu verstehen. Als einen unglücklichen Moment sogar, um den es nicht schade ist, da er ja dem höheren Zweck dient, einer besseren Zukunft geopfert zu werden. So hofft denn mancher, dass das Jetzt bald vorübergehen möge. Doch es bleibt. Das Jetzt ist immer. Auf diese schlichte Weise vergeben sich viele das Glück und die Erfüllung, die der Moment für sie bereithalten könnte – in der Hoffnung auf ein Glück und eine Erfüllung der Zukunft. Doch welche Zukunft des Glücks will man aufbauen aus einer Gewohnheit des Unglücklichseins heraus?
  11. Abgrenzung und Verbindung. Weil das Ego das Resultat aus Beziehungen ist, darf man nie vergessen, dass Abgrenzung ebenso wichtig ist, wie die Verbindung. Selbsternannte Esoteriker reden oft davon, man müsse sich mit allem verbinden. Alles sei „in Wirklichkeit“ eins. Aber Abgrenzung, das Lösen von Verbindungen, ist ebenso wichtig. Das geht schon aus dem ersten Punkt, der menschlichen Endlichkeit, hervor. Wir müssen uns beispielsweise keinen Problemen stellen, die wir nicht haben, die wir nicht einmal kennen. Es ist der alte spirituelle Weg des Eremiten. Man kann das Ego wie einen SÜCHtigen begreifen, dessen SUCHE nach immer Demselben (dieselben Denkgewohnheiten, dieselben Informationsquellen, dieselbe Peergroup) das Schicksal gestaltet. So, wie es einem Alkoholsüchtigen geraten ist Kneipen zu meiden (selbst wenn er vorgibt dort nur Brause trinken zu wollen und Zeitung zu lesen), ist es für das Ego auch wichtig bestimmte Verbindungen zu meiden und neue aufzubauen. Je nachdem, was man im Leben verwirklicht sehen möchte. Je radikaler das gelingt, desto umfassender kann eine Veränderung sein.
  12. Wertschätzung. Das bedeutet: als wertvoll einschätzen, was gut ist am eigenen Leben. Das heißt, die Menschen wert zu schätzen, die einem gut tun; die Dinge wertzuschätzen, die einem das Leben erleichtern; die kleinen Dinge wertzuschätzen die völlig oder fast kostenlos sind, wie die Luft, das Wasser, auch die Nahrung. Das bedeutet sparsam und nicht zu anspruchsvoll zu sein. Mit Wertschätzung kann das einfachste Leben ein glückliches Leben sein. Wertschätzung bildet einen guten Lebenskompass. Wertschätzung ist eine Übung, ein Lebensweg. Es ist die Übung, jeden Tag „Danke“ zu sagen. Ausgerüstet mit dem Kompass der Wertschätzung lassen sich die wichtigen Lebensentscheidungen gut treffen. Dann kann man gut unterscheiden zwischen dem, was man wirklich braucht, was einem wichtig ist. Und dem, was eigentlich ganz überflüssig und wertlos ist – selbst wenn die ganze Welt anderer Ansicht ist. Oft genug leben wir die Werte anderer und vergessen darüber, das eigene Leben, und die eigenen Dinge darin, wertzuschätzen.

Man kann eine Lebenskrise als eine Gelegenheit sehen, das eigene Leben neu zu verstehen und neu aufzubauen. Eine Lebenskrise ist, so gesehen, wertvoll. Aber es liegt in der Natur der Sache, dass man eine Lebenskrise nicht genießen kann. Und man sucht Lebenskrisen auch nicht, sondern will sie vermeiden. Man denke an schwere Krankheiten, an Scheitern, an Abschiede, an Unfälle, an Vertrauensbrüche und vieles mehr. Vielleicht tröstet es ein wenig in der schwierigen Situation, wenn man die oben genannten Punkte bedenkt, selbst wenn man sie zuerst nicht wirklich versteht.

Lebenskrisen sind Phasen, von denen man sagt „so etwas möchte ich nie wieder erleben.“ Man hat gute Chancen, dasselbe nicht noch einmal zu erleben, und dieselben Fehler nicht noch einmal zu begehen,  wenn man aus einer Lebenskrise lernt. Wenn man eine Lebenskrise, schließlich und endlich, als Chance begreift.

Lebenskrise als Chance was last modified: April 19th, 2018 by Henrik Geyer