Leben ändern – Realität verändern

Leben ändern

Wir können unser Leben ändern – aber wir können die Realität nicht ändern. Wirklich?

Nein, das stimmt nicht. Wenn ich mein Leben ändern will, dann ändere ich damit auch meine Realität. Und von welcher Realität würden wir wohl sprechen, wenn nicht immer von unserer eigenen?

Der Beginn der Änderung ist das Einüben neuer Begriffe. Es ist dies die verblüffende Feststellung, die ich in meinen spirituellen Büchern beschreibe. Es ist die am Anfang überaus merkwürdige Feststellung, dass es jenseits der individuellen Realität keine „feste“ Realität gibt.
Zitat Hilde Domin: Jeder meint, dass seine Wirklichkeit die richtige Wirklichkeit ist.

Was ist statt dessen wahr?

Wahrheit, Realität und so viele menschliche Begriffe, gibt es nicht außerhalb von uns. Das bedeutet, aus uns selbst geht hervor, was immer wir als die Realität bezeichnen. Das ist die Grundaussage des Spirealismus. Da der Mensch aber eben nicht ein von einer äußeren Realität abgetrennter Beobachter ist, sondern vielmehr ein Element dessen, was Realität erst hervorbringt, ist unser menschliches Selbstbild falsch, das uns sagt, wir wären abgetrennte Beobachter.

Das Besondere der spirealistischen Sichtweise ist, dass sie erklärt, dass der Mensch nichts beobachten kann, das von ihm selbst unabhängig wäre. Das gilt ebenso für die Beobachtungen der Wissenschaft.

Kann ich die Realität verändern, und dadurch mein Leben ändern?

Ganz praktisch gesehen gibt uns die oben gemachte Erkenntnis das Werkzeug in die Hand, die subjektive Realität, die die einzige Realität ist, die wir kennen, zu ändern. Denn wenn wir unsere Begriffe ändern, ändern wir die Realität. Unsere Begriffe – das ist unser Begreifen dessen, was wir sehen. Unser Begreifen eines Wortes zum Beispiel, das wir hören.

Sind denn die Worte nicht statisch?

Hier wird es ein wenig schwierig, denn es handelt sich um eine Frage der Wahrnehmung. Und wenn man sagt, dass unsere Begriffe die Realität sind, dann liegen die Grenzen unserer Realität in dem Begreifen z.B. der Worte.
Wir Menschen glauben doch meist, dass die Worte, die wir verwenden, „nur“ eine Beschreibung einer äußerlichen Realität sind. Doch das sind sie nicht. Sie sind selbst unsere Realität, weil wir, wenn wir ein Wort hören, etwas Bestimmtes verstehen. Und das variiert von Mensch zu Mensch. Die Worte sind also nicht statisch, sie verändern sich ständig in ihrer Bedeutung. Ein praktisches Beispiel: Wenn wir die letzten drei Sätze nicht für wahr halten können, dann sind Worte uns wie „Schall und Rauch“. Während sie, unter einem anderen Gesichtspunkt verstanden, die Instrumente der Veränderung von Realität sind. Der andere Gesichtspunkt von dem die Rede war – das ist z.B. Spirealismus.

Leben ändern – Realität verändern was last modified: Dezember 2nd, 2015 by Henrik Geyer