Glaub an dich – und du glaubst an die Welt.

Glaub an dich: Glaube an dich selbst

An sich glauben

Glaub an dich – das bedeutet, die eigenen Ziele für wahr halten; den Sinn sehen.
Für jene, für die das Höhere in ihnen selbst ist, für die Gott sich durch sie ausdrückt, bedeutet es, Gott zu dienen.
Zitat: Glaube an dich selbst, Mensch, glaube an den inneren Sinn deines Wesens, so glaubst du an Gott und die Unsterblichkeit. (Johann Heinrich Pestalozzi)

An sich selbst glauben als Gegensatz zu „alles glauben“

An sich selbst zu glauben – was ist daran besonders? Woran glaubt man denn, wenn nicht an sich selbst?

An sich selbst zu glauben steht im Gegensatz zum Glauben jener, die alles in ihrem Außen für wahr und richtig halten. Sie glauben an alles Mögliche zuerst, bevor sie auf ihre eigene innere Stimme hören. Für sie ist jede Fernsehwerbung attraktiv, jeder hanebüchene Zeitungsartikel hat Wahrheit, jede Meinung ist wichtig.
Sie meinen, so viel zu wissen und anzuerkennen sei wichtig – und verlieren dabei das Wichtigste aus den Augen, die Stimme des eigenen Innen.
In diesem Sinn wäre dieser Glaube eine Art Nicht-Vorhandensein im eigenen Denken. Alles andere ist wichtiger. Spürbar ist solch ein Denken als Selbstzweifel; als eine tiefe Unsicherheit. Jedes äußerliche Wort kann dann von den gefassten Zielen abbringen, jede gehörte Meinung ändert die eigene Meinung.

An sich selbst glauben als Gegensatz zu nicht an sich glauben

Nicht an sich selbst zu glauben kann auch der Ausdruck eines ausgesprochenen Minderwertigkeitsgefühls sein. Es ist der permanente Gedanke des Nicht-ausreichend-Seins; das Gefühl, es nicht schaffen zu können. So kann man darin eine starke Fokussierung sehen, in der das Ich zwar im Mittelpunkt steht, aber immer in einem negativen Sinn. Es wäre also eine große Sicherheit damit verbunden, aber eine negative Sicherheit – nämlich die, minderwertig zu sein.

Was ist zu tun? Glaub an dich!

Spiritualität ist ein Ausdruck von „an sich glauben“. Denn Spiritualität ist die Gewohnheit, das (eigene) Geistige als wahr anzusehen; wie auch, auf die eigene innere Stimme zu hören. Es ist Geistigkeit. Es ist eine wichtige Grundfertigkeit, die das eigene Innere zunächst einmal wahrnehmbar macht.
Spiritualität – in welcher Form auch immer, gibt uns die nötige Achtsamkeit, die Wege unserer Gedanken zu beobachten. Welcher Gedanke tut gut – welcher nicht? Wie kann ich das eine vom anderen unterscheiden? Wie kann ich nur einen Gedanken denken, und andere Gedanken, jene die nicht gut tun, ausschließen?
Wer nur in einer negativen Form an sich selbst zu denken vermag, der kann durch spirituelles Üben lernen, sein eigenes Selbstbild in die Verbindung mit positiven Begriffen zu bringen. Und so, Stück für Stück, die negativen Affirmationen verschwinden zu lassen.
„Glaub an dich!“ – das ist die Aufforderung sich ganz auf das zu konzentrieren, was man als einziges unmittelbar beeinflussen kann – das eigene Denken.

Glaub an dich – und du glaubst an die Welt. was last modified: Dezember 2nd, 2015 by Henrik Geyer