Gesucht: eine konservative grüne Partei – das drängende Problem der Überbevölkerung

Oft nennen konservative Kräfte die gegenwärtige Klimadebatte „überzogenen“. Das ist die traditionelle Sicht der Konservativen.

Doch ich finde, das hat sich überholt – man sehe den Zustand der Welt. Ich denke, die Klimadebatte kann gar nicht hoch genug gehängt werden, denn die Probleme der Welt werden sich in Kürze exponentiell verstärken durch den Verschleiß und den Verzehr der natürlichen Lebensgrundlagen des Lebens auf der Erde. Grund dafür ist das immer drängender werdende Problem der Überbevölkerung.
Die Überbevölkerung ist der Grund, warum heute nicht Tausende, sondern Millionen aus den zunehmend versteppenden Regionen der Erde Zuflucht suchen, warum Kriege um die knapper werdenden Ressourcen stattfinden, etc..
In den letzten 50 Jahren verschwanden 70 % der Tiere vom Erdball. Am Ende werden wir Menschen auch verschwinden, denn es gibt nichts, was immer nur wachsen kann.

Wie ist das Problem der Überbevölkerung evaluierbar?

Es geht nicht um Schuldzuweisung und es geht auch nicht darum, dass sofort eine Lösung bei der Hand ist, sondern es geht zunächst um ein rationales Erkennen eines Problems.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirkung „des Menschen“ auf die Erde und deren Rückwirkung, ändern sich von Tag zu Tag. Der Streit, ob die Kriege der Gegenwart auch auf die sich verschärfenden Umweltkatastrophen zurückzuführen sind, sind endlos und fruchtlos.

Wie soll der menschliche Wille, das, was er glaubt tun zu müssen, unterscheidbar sein von den Nöten, in die der Mensch durch Äußerliches gerät? Wie will er das Äußerliche überhaupt unterscheiden von dem, was durch seine Anwesenheit entsteht? Wer will also beispielsweise sagen, was der Unterschied ist zwischen einem Krieg, der nach Überlegung begonnen wird, und einem, der aus dem Mangel an Rohstoffen (wie Wasser) resultiert? Es ist genau dasselbe. Wer will unterscheiden zwischen einem diktatorischen Regime das entsteht, weil die innerlichen Spannungen im Staat zu groß werden und einer Diktatur, die auf den bösen Diktator XYZ zurückzuführen ist? Es ist genau dasselbe.

Doch, was jeder ohne Mühe erkennen kann, ist, dass grenzenloses Wachstum nirgendwo existiert und existieren kann. Das allein muss jedem einleuchten. Das Problem existiert!

Ein Problem, das auf die Tagesordnung gehört

Und – das Potential zu einer Explosion der Bevölkerungszahl ist umso größer, je größer die Ausgangszahl ist. So gesehen befindet sich die Menschheit bereits in einer äußerst misslichen Lage, und darf nicht auf irgendetwas warten, z.B. darauf, dass die Bevölkerung die 10 Mrd.-Marke knackt, oder dergleichen. Sondern man muss die Augen aufmachen und das Problem ansprechen. Die Menschheit „erschließt“ gerade die letzten Ressourcen, verschmutzt und zerstört sie dabei.

Den Glauben, dass „der Mensch“ all dies mit seinem hohen Verstand steuert und unter Kontrolle hat, habe ich nicht. Letztendlich nimmt er es, wie es kommt, und steuert gar nichts, insbesondere solange das Problem unerkannt und unbesprochen bleibt.

Ich sehe nicht, dass das erkannt ist und kommuniziert wird, außer von ganz wenigen – z.B. tat es Altkanzler Schmidt kurz vor seinem Tod, auch Albert Einstein tat es (und das zu einem Zeitpunkt, als das Problem der Überbevölkerung noch weit weniger offensichtlich war). Denn tatsächlich hat der Gedanke, dass Überbevölkerung ein Problem ist, den Ruch des Denkverbotes – in diesen Tagen ist das sehr wichtig. Darf man denken, dass „der Mensch“ irgendetwas anderes als nur gut ist … für den Menschen?

Aus der Sicht der Religion sicherlich nicht, denn die findet, traditionellem Denken verhaftet, dass es an der menschlichen Vielzahl nie genug sein kann.

Ebenso wenig aus der Sicht linker und grüner Ideen, denn hier glaubt man traditionell, dass sich die Menschheit in einer großen glücklichen Familie zusammenzufinden habe. Die Anzahl des Menschen könne kein Problem darstellen. Doch kann man kein Problem erkennen, geschweige denn lösen, wenn man das Resultat von Überlegungen, einem Zwangsdenken verhaftet, vom „Ende her“ denkt.

Wohlverstanden ist der grüne Gedanke eigentlich synonym mit Konservativismus, denn was wohl wäre erhaltenswerter und wichtiger zu schützen, als die Quelle, der wir letztlich alles entnehmen? Dies zu kommunizieren, es aber nicht automatisch mit linkem Gedankengut zu verbinden, darin sehe ich eine wichtige Aufgabe einer konservativen Partei. Ich zumindest finde, dass das fehlt.

 

Gesucht: eine konservative grüne Partei – das drängende Problem der Überbevölkerung was last modified: Dezember 2nd, 2016 by Henrik Geyer