Der vierte Weg

Roboter

Der vierte Weg

Nach Gurdijeff, einem kaukasischen Okkultisten der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts, ist der Mensch gefangen in einem Käfig der Gewohnheiten; er ist einem Roboter ähnlich. Die eigentlichen Kräfte seines Seins stehen ihm erst zur Verfügung, wenn er lernt aus dem Käfig auszubrechen.

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Dieser Ausbruch gelingt auf verschiedenen Wegen, insbesondere dem Weg des Yoga, der Religion, des Fakirs. Gurdijeff fügte noch den vierten Weg hinzu, „die Arbeit“. „Die Arbeit“ ist ein System, das verschiedene von Gurdijeff erfundene Techniken vereint, die man allesamt als eine Art Achtsamkeitstechniken verstehen könnte.

Der vierte Weg sollte, nach den Vorstellungen Gurdjeffs, im Gegensatz zu den anderen Wegen der „Bewusstwerdung“, ein Weg des Erkennens, aber nicht spirituell-religiöser Handlungen sein. Es ist, wenn man so will, der intelligente Weg, der zusätzlich zu den spirituellen Wegen geschaffen werden sollte.

Im Laufe seines Lebens etablierte Gurdijeff verschiedene Schulen, die ein System aus solchen Lehren zusammenfasste und als „die Arbeit“ durchführten. Eine Übung beispielsweise war, daß sich die Schüler selbst auf das Kommando „Stop!“ hin in ihrer Tätigkeit unterbrechen mussten, was auch immer sie taten. Ein Schüler verbrannte sich dabei die Hand, denn er hatte gerade eine heiße Tasse Tee gefasst und konnte sie nun, da das Kommando „Stop!“ gesagt worden war, nicht loslassen.

Eine weitere Übung war die der „extra Mühe“, das heißt, die Schüler hatten, auch wenn dies unnötig schien, oder besser gesagt gerade dann, sich besonderen Mühen zu unterziehen, einzig zu dem Zweck, einen höheren Bewusstseins-Zustand zu erlangen. So wurde in extra lauten Cafes gesprochen, es wurden Erdarbeiten durchgeführt um sich der Mühe des Grabens auszusetzen, psychologische Mühen wurden durch Gurdijeff geschaffen.

Manche Schüler verprellte Gurdijeff mit den Methoden seines vierten Weges (der insgesamt ein unbequemer war), dennoch darf man ihn zu den bekanntesten und einflussreichsten Persönlichkeiten der psycho-okkulten Szene seiner Zeit, der ersten Hälfte des 20. Jhd., rechnen. Er war ein bedeutender und charismatischer Visionär mit großem Einfluss auf weitere wichtige Zeitgenossen, wie beispielsweise Ouspenksy. 
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Noch mehr Spruchbilder

Wer keine ueblen Gewohnheiten
Wer keine üblen Gewohnheiten hat, hat wahrscheinlich auch keine Persönlichkeit.
William Faulkner

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Der vierte Weg was last modified: April 26th, 2016 by Henrik Geyer