Der Mensch kann niemals über die Grenzen des Universums hinaus

Grenzen des Universums - der Mensch im Multiversum [SPID 4343]

Der Mensch kann die Grenzen des Universums nicht verlassen. Warum ist das so? Was sind überhaupt die Grenzen des Universums?

Was sind überhaupt die Grenzen des Universums?

Das Universum ist unbegrenzt. Warum? Weil das Universum alles das ist, was ist, und was sein kann. Bereits der Name sagt es: Universum, das ist das, in dem universell alles ist. Das Welt-All ist alles. „Alles“ wiederum ist eine in der Konsequenz nicht zu begrenzende Größe. „Alles“ ist Unendlichkeit.

Die Unendlichkeit ist uns paradox, weil wir sie als Objekt benennen, und den Begriff so verwenden, als könne man die Unendlichkeit wie ein Objekt betrachten, sie vor sich hin halten und ansehen. Doch das kann man natürlich nicht.

Das Welt-All ist alles, was wir kennen und kennen lernen können. Daher können wir das Welt-All/Universum nie verlassen, denn wir werden nie etwas anderes im Kopf bewegen, als die Dinge die wir kennen oder kennen lernen können.

Besteht die Grenze des Universums in seiner Unbegrenztheit? Das ist Mindfuck!

Somit kann man sagen, das Universum kann nicht verlassen werden, weil es unendlich ist. Man könnte auch sagen, die Grenze kann nicht überwunden werden, weil es keine gibt.

Grenzen des Universums [SPID 4341]
Der Mensch, den Weltraum von Außen betrachtend, kann sich wiederum nur im All (das ihn stets umgebende „Alles“) befinden. Nicht, wie hier abgebildet in einem Nichts. Doch was hier abgebildet ist, ist ja schon kein Nichts mehr. Es sind zwei Dinge darin: Das Weltall und der Beobachter, beide zusammen ergeben schon wieder einen Raum.
Vorgestellt, der menschliche Betrachter könnte aus dem Universum hinaus (in der nebenstehenden Grafik ist das abgebildet), müsste er sich irgendwo befinden. Auch dieser Standort hätte notwendigerweise Dinge, Orte, die der Mensch kennen würde bzw. kennengelernt hätte. Eines dieser Dinge wäre das Universum, das er gerade verließ. Es wäre nun eines der „Dinge“ seiner Welt, es wäre eines der Dinge des Welt-Alls. Das bedeutet, er befände sich immer noch innerhalb des Universums der Definition, also dem Raum, in dem alles ist. Er wäre nicht aus dem Universum im eigentlichen Sinn herausgetreten.

Soll es in diesem Artikel um die pingelige Auslegung der Definition des Begriffes „Universum“ gehen, und nicht um das Reale?

Es geht in diesem Artikel um den Begriff des Universums, und zwar unter der Prämisse (und das muss erklärt werden): unsere Begriffe und unsere Realität sind nicht zweierlei, sondern genau dasselbe.

Eine Frage der Kreativität

Dass unsere Begriffe (Worte) und unsere Realität genau dasselbe ist, ist eine spirealistische Aussage. Sie dürfte sich materialistischem Denken kaum erschließen, das ja davon ausgeht, unabhängiger Geist (Mensch) würde feste Materie beobachten. Während der Spirealismus sagt: Alles ist Geist.

Doch schauen wir, was passiert, wenn wir den Begriff „Universum“ anpassen, um sagen zu können, wir würden aus Universum 1 heraus, und in Universum 2 hineintreten. Wir bemerken bei dieser phantasievollen Annahme, dass die Frage, in welchem Universum wir uns befinden, einzig und allein eine Frage der Definition ist. Eine Frage des Begriffes also … eines Begriffes, der sich durch uns erst formt. Doch, wenn es eine Frage der Definition ist, so könnte man doch auch in diesem Augenblick definieren, man würde ein Universum verlassen, wenn man aus der Haustür tritt!

Wir sehen, woher das Paradox kommt. Wir formen die Begriffe, definieren, und glauben, etwas Äußerliches damit zu beschreiben. Etwas durch uns nicht Formbares, das wir nur beobachten.

Doch statt dessen ist, was wir wahrnehmen, mindestens auch eine Frage unserer eigenen Kreativität.

Das unendliche All ist nicht erfahrbar

Das Besondere am Begriff des Universums, des Alls, ist seine Unendlichkeit. Unendlichkeit ist uns paradox, weil wir Unendlichkeit als solche nicht erfahren können, den Begriff aber gebrauchen, als könnten wir. (das Wort erfahren kann man übrigens an dieser Stelle so sehen, als würde man tatsächlich irgendwo hinfahren. Man kann immer irgendwo hinfahren, aber man kann nicht überall hinfahren, was wiederum auf das eben Besprochene zurückführt).

Wir nähern uns auf diese Weise der dem Materialismus unzugänglichen Wahrheit: Die Begriffe des Menschen sind seine Realität. Die Begriffe des Menschen sind, materialistisch gebraucht, in sich widersprüchlich. Die Unendlichkeit entsteht durch den Menschen, er kann sie nicht beobachten, als wäre es ein Ding. Das All entsteht – in der menschlichen Form – durch den Menschen; auch hier beobachtet er nichts im materialistischen Sinn.

Der Mindfuck, der in der Formulierung liegt, die Begrenztheit des Universums bestehe in seiner Grenzenlosigkeit, basiert auf der bereits im Beginn paradoxen Annahme (die ich die materialistische Weltsicht nenne), der Mensch würde feste Objekte in seinem Außen beobachten, von denen er deren Eigenschaften durch seine Sinnesorgane abruft. So stellt er sich letztlich alles als ein Objekt vor, auch „das Universum“. Doch das Universum ist kein Objekt, sondern ein Prozess, der aus dem Menschen hervorgeht.
Siehe auch: Wir können kein fremdes Universum betreten

Der Mensch kann niemals über die Grenzen des Universums hinaus was last modified: November 19th, 2016 by Henrik Geyer