Glauben und Wissen – Geist und Materie

Glauben und Wissen - Geist und Materie [SPID 1204]

Wo ist die Grenze zwischen Wahrnehmung der Realität und der Realität? Zwischen Glauben und Wissen, zwischen Geist und Materie?

Man kann die Einheit erleben

Diejenigen, die die Wahrheit und Tatsache einer spirituellen Wandlung noch nicht selbst erlebten, die noch nicht bewusst bei sich selbst beobachteten, wie eine Wandlung der inneren Auffassung „von“ einer Situation, die Situation/die Realität selbst verändert, nennen Menschen, die die Veränderung der eigenen Situation vom Glauben her angehen, „Wunschdenker“.

Siehe auch: Beitrag Wunschdenken

Sie nennen die Vorstellung, mit Gedanken die Realität verändern zu wollen, „unrealistisch“. Sie meinen, einen Kinder-Irrglauben in den Anderen, den Gläubigen, den Idealisten, zu entdecken und halten das für schädlich und naiv. Sie sehen nicht, dass es sich bei dem von der Religion gemeinten „Glauben“ aus der subjektiven Sicht nicht um einen Glauben, sondern um Wissen handelt. Nur als felsenfestes Wissen ist der (nur so genannte!) Glaube wirksam.

Glauben und Wissen … Glaube IST Wissen

Religion, religiöser Glaube, ist als Wissen entstanden, nicht als Wunsch, oder gar als Etwas-nicht-genau-wissen.

Dabei ist es eine unbestreitbare Tatsache (auch Materialisten werden es nicht bestreiten), dass Gedanken Realität besitzen. Die Frage ist nur: welche Realität genau, in welchem Maß real? Die Frage, was unsere Wirklichkeit eigentlich ist – vielleicht die Gedanken in uns, oder die Objekte und Vorgänge außerhalb von uns, und was diese beiden Welten eindeutig voneinander unterscheidet, ist uralt.

„Ich weiß nicht, ob ich ein Mann bin, der träumt, ein Schmetterling zu sein, oder ob ich ein Schmetterling bin, der träumt, ein Mann zu sein..“

Dieses Zitat stammt von Dschuang Dsi, einem Philosophen etwa 350 – 275 v. Chr.

Sind die Gedanken meines Wachseins genauso real wie die Gedanken meiner Träume? Was unterscheidet beides? Haben Gedanken überhaupt Realität? Scheinbar sind doch die Objekte des Außen, die materiellen Objekte, von einer ganz anderen Beschaffenheit, als Gedanken? Die Tische, die Häuser, die Sterne sind doch scheinbar so grundverschieden von den Gedanken, den Gedanken beispielsweise an Tische, Häuser, Sterne.

Gedanken materialisieren sich … ständig

Wir erleben zwar ständig, dass Gedanken Realität werden – sich materialisieren, indem sich Dinge aus unserem Geist in der Realität umsetzen. Wir denken an einen Kaffee und haben im nächsten Moment einen Kaffee in der Hand, den wir trinken können. Und wir erleben auch ständig, dass äußere Objekte Gedanken werden, indem wir uns von den äußeren Objekten Begriffe bilden, die dann in unserem Geist existieren. Nur möchten wir etwas Grundverschiedenes, Gegensätzliches in Materie und Geist sehen. Oder besser ausgedrückt: wir sind es gewohnt, diesen Gegensatz zu sehen.

Die Verwandlung des Geistigen in etwas Reales erleben wir also ständig – es ist Normalität. Und doch sehen wir etwas so Gegensätzliches in Geist und Materie, in Phantasie und Realität. Irgendwo muss doch die Umwandlung von der Idee in Materie einsetzen und stattfinden. Wo und wann?

Wir machen uns einen Kaffee – und dadurch materialisiert sich ein Gedanke …. aus Geist wird Materie! Der Gedanke wird zu Stoff, indem mein Körper handelt, sich den Kaffee macht, Bewegungsenergie einsetzt, um den Kaffee zu machen. Es handelt sich also mindestens um eine Umwandlung von Geist in Bewegungsenergie (nach Einstein ist Energie eine Form der Materie).

Glauben und Wissen – Geist und Materie

Die Frage nach dem Unterschied zwischen Glauben und Wissen – Geist und Materie ist die grundlegendste, ursprünglichste aller Fragen. Wir gehen von einem Unterschied aus (nicht so der Spirealismus), können ihn aber nicht definieren.

Mindestens seit Kants vergeblicher Suche nach den Dingen in ihrer eigentlichen Wesensart, den Dingen „an sich“ ist deutlich, dass die Dinge und unsere Phantasie von den Dingen, sich vermischen. Es gibt keine Grenze. Gäbe es sie, müssten wir sagen, wir können sie nicht kennen – und kommen somit wieder auf die Aussage zurück: Für uns Menschen gibt es sie nicht. Da wir nur unsere menschliche Sichtweise zur Verfügung haben, und alles nur von unserer Warte sehen, können wir mit Fug und Recht sagen: Es gibt keine Grenze.

 

Als Resultat dieser Überlegungen legt Spirealismus dar: Eine Änderung des Geistigen (der Gedanken) bewirkt eine Änderung der Welt. Geistig ist Materiell. Die Grenze ist zwischen beidem ist eine Vorstellung, nichts anderes.

Siehe auch: Artikel Spiritualität leben – wir sind spritituelle Wesen

Ähnliches Thema: Was ist Glück?

Glauben und Wissen – Geist und Materie was last modified: Juli 3rd, 2016 by Henrik Geyer

Was ist Wahrheit? Wahrheit als Weltanschauung.

Thema: Was ist Wahrheit? Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort: Wahrheit ist eine Relation.Das Ich ist ein Teil der Relation.

Was ist Wahrheit? Ist das Wort Wahrheit, wie wir es verstehen, Ausdruck einer Weltanschauung?

Gibt es einen Zusammenhang gibt es zwischen unserer Auffassung von Wahrheit und unserer Sichtweise auf die Materie? Was ist der Zusammenhang?

Wahrheit und die materielle Außenwelt

Der materialistischen Weltanschauung zufolge hängen wir ab von einer von uns unabhängigen Außenwelt. Diese Außenwelt beobachten wir, lesen ihre Gesetzmäßigkeiten von ihr ab – diese von uns unabhängige Außenwelt ist unsere Kernvorstellung von Realität. 

Wir verbinden so viel mit dieser äußerlichen Realität. Alle sind wir wir Realisten, und wollen es auch sein! Realist zu sein, auf diese äußerliche Realität bezogen – das ist uns das höchste Lob.

Der zentrale Begriff für die von uns unabhängige Außenwelt, mit ihrer Objektivität, und ihrer Realität, von der jeder Einzelne von uns am allermeisten verstehen will, ist das Wort „Materie“. Das nenne ich die materialistische Weltanschauung: Der Glaube, wir wären geistige Beobachter einer von uns unabhängigen Außenwelt.

Was ist Wahrheit?

In Bezug auf den Begriff „Wahrheit“, der letztlich ebenso zentral für unsere Vorstellungen ist, wie der Begriff Materie (im Grunde sind beide Begriffe austauschbar), will ich einige Konstellationen nennen, die diese enge Verbindungen deutlich machen.

Wahrheit und Außen

Die Wahrheit ist uns nicht das, was ein Einzelner meint, oder ein Einzelner sieht. Was auch immer eine Mehrheit sieht, eine Mehrheit meint, eine Mehrheit denkt, eine Mehrheit glaubt richtig zu verstehen – das überwiegt alles, was ein Einzelner denkt. Dessen Gedanken werden dann zu einer Einzelmeinung, die nicht so wichtig ist.

Dieser Prozess funktioniert in beiden Richtungen. Die Meinung, die der Einzelne in seinem Außen überwiegen sieht, ist für ihn letztlich auch die Wahrheit.

Siehe auch: Innere Wahrheit – Äußere Wahrheit

Ähnliches Thema: Shitstorm. Wie wichtig ist die Meinung anderer?

objektive Wahrheit

Verbunden mit der Vorstellung der „einen und letztendlichen Wahrheit“ ist der Begriff der Objektivität. Objektivität, also etwas (eine Wahrheit), das außerhalb und unabhängig des menschlichen Bewusstseins sei. Etwas, das man nur so begreifen könne, also etwas, für das es nur eine einzige Möglichkeit gibt. Objektivität ist die Vorstellung von einer Welt außerhalb von uns, auf das alle Subjekte zugleich schauen, und worüber es letztlich keine zwei Meinungen geben kann.

Objektivität und materialistisches Weltkonzept sind Synonyme. Zum materialistischen Weltkonzept gehört auch die Vorstellung der einen und unbestreitbaren Wahrheit.

 

Wahrheit und Materie

So ist Wahrheit mit dem Begriff Materie verbunden. Materie als das Sinnbild des Materialismus. Das, worauf wir alle schauen, und was sich unserem gemeinsamen Blick durch seine Festigkeit und Greifbarkeit nicht entzieht. Materie als das Wirkliche, als das Reale. Die eigentliche Realität, so meint der Materialist (und damit auch die Wahrheit), läge in der Materie, nicht im Geist.

Materie ist der Zentralbegriff des Materialismus. Wir studieren die objektive Wahrheit der Materie, und glauben die letzten Wahrheiten in den objektiven materialistischen Wissenschaften zu finden.

Weiterlesen: Beitrag Glaube vs wissenschaftliches Wissen. Was ist Glaube?

Aber was ist Wahrheit in Wahrheit?

Wer die Wahrheit beschreiben will, überlasse die Eleganz dem Schneider.
Albert Einstein

Was ist Wahrheit nun wirklich? Was ist Wahrheit in Wahrheit?

Was ich in diesem Blog immer schreibe, immer aussagen will: Die Wahrheit ist nicht objektiv, nicht feststehend, letztendlich nicht zu fassen, ebenso wenig wie das Objektive. Die Materie in der vorgestellten Form gibt es nicht.

Nun wird man sich fragen: Welchen Wahrheitsgehalt hat zum Beispiel dieser Artikel? Was ist denn dann Wahrheit?

Wahrheit spirealistisch verstanden

Insofern ist zu klären, wie der spirealistische Ansatz zur Erklärung des Begriffes „Wahrheit“ aussieht. Es ist aber vorauszuschicken, dass sich dieser Ansatz eigentlich nur erschließt, wenn man vorher begriffen und verinnerlicht hat, dass es Objektivität nicht gibt. Wenn man die Vieldeutigkeit jedes einzelnen Begriffes in sich spüren kann. Das ist möglich, es ist aber auch ein langwieriger Lernprozess, wenn man diese Sichtweise nicht bereits mit der Muttermilch aufgesogen hat.

Die Realität der Begriffe

Erstens ist, gemäß Spirealismus, die Realität unserer Begriffe selbst die Realität. Anders gesagt: die Gedanken sind die Realität. Noch einmal anders formuliert: die Gedanken über die Realität, und die Realität, sind eins.

Die Welt, wie auch immer wir sie individuell auffassen, ist die Existenz für uns. Die einzige Existenz, von der wir wissen.

Daher ist zum Beispiel auch ein „falsch“ verstandener Wahrheitsbegriff aus der Sicht des Individuums nicht falsch. Denn wahr und falsch sind immer nur Relationen, die von den Begriffen des Denkens abhängen. Würden wir zum Beispiel in der Mehrheit an die Existenz von Hexen glauben, wer könnte uns das Gegenteil beweisen? Aus dieser (angenommen) Sichtweise sind Hexen existent.

Aus der Perspektive Desjenigen, der einen bestimmten Begriff als Wahrheit in sich trägt, ist dieser Begriff wahr. Das gilt ebenso für eine Gruppe von Individuen, die sich sich auf einen Begriff einigen. Siehe Supersubjektivität.

Wahrheit ist relativ

Wahr und falsch sind somit nur auseinander zu halten, aus der Perspektive der individuellen Wahrheit. Wahr und falsch sind stets eine Relation – und Teil der Relation ist das Individuum selbst, bzw. die Begriffe in ihm. Hierzu wiederum muss man verstehen, dass die Begriffe in jedem Einzelnen eine eigene Form annehmen – sie sind nie völlig gleich.

Wahrheit ist demgemäß subjektiv – nie objektiv.

Wahrheit als Ergebnis von Kommunikation

Das, was wir als die unumstößliche Wahrheit ansehen, ist das Ergebnis einer Kommunikation. Man könnte sich das vorstellen wie eine demokratische Wahl, der sich jeder unterwirft. Am Ende ist der Wahlsieger das, was die Wähler als existent begreifen müssen, solange sie sich an der Wahl (Kommunikation) beteiligen. Der Wahlsieger repräsentiert zugleich die Wahrheit. Nun stelle man sich vor, dass eine solche Wahl stets und ständig abläuft, mit jedem Gedanken verändert sich die Konstellation, das Wahlergebnis.

Spirealismus – die innere Wahrheit als die Quelle bzw. Existenz vieler Welten

Die Vorstellung vieler Welten geht aus von der spirealistischen Grundauffassung, dass es keine von uns unabhängige Außenwelt gibt. Woher kommt dann „die Welt“? Der Spirealismus besagt: es gibt sie nicht, „die Welt“. Sondern es gibt nur viele Welten. Wir Menschen (unter anderem) repräsentieren sie, in uns sind sie. Ebenso wie in jedem Objekt das wir sehen. Durch uns entstehen die Objekte, durch die Objekte entstehen wir. Wir selbst sind Elemente der Schöpfung, nicht ihre unabhängigen Beobachter. Und aus uns, unseren Ich-Universen, formt sich das, was wir für die von uns unabhängige Welt, und mithin auch für die von uns unabhängige Wahrheit halten.

Siehe auch: Artikel Die Entstehung der Realität – Bewusstsein erschafft Realität

Weiterlesen: Beitrag die Schwere und die Leichtigkeit des Spirealismus

 

Was ist Wahrheit? Wahrheit als Weltanschauung. was last modified: April 10th, 2016 by Henrik Geyer

Wahr – Schein. Wahrschein. Wahrscheinlichkeit

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort: Die Wahrheit ist wie das Zentrum eines Lichtstrahls, der sich in ständiger Bewegung befindet.Wie der Lichtstrahl, steht die Wahrheit nie fest, ist nie ganz greifbar. Um das Zentrum des Lichtstrahls herum ist ein Schein ... der Wahr-Schein.

Durch die Wahrscheinlichkeit wird das, was eintreten wird, schon jetzt wahr – als unsere Erwartung. Es scheint jedenfalls erst einmal so.

Was hat Wahrscheinlichkeit mit der Wahrheit zu tun? Über Wahrscheinlichkeit und Wahrschein.

worum geht es bei der Frage?

Wahrheit ist einer unserer wichtigsten und grundlegendsten Begriffe. Wahrheit zu definieren ist gleichermaßen wichtig wie andererseits völlig untypisch und schwierig. Wie soll man eine Definition finden, wenn man für jede Definition doch diese grundlegendsten Begriffe, wie z.B. Wahrheit, selbst erst benötigt (z.B. um zu prüfen, ob eine Definition überhaupt wahr ist)? Aus diesem Grund auch, weil dieser Ansatz so fundamental ist, glaubt ja jeder bereits bestens zu wissen, was Wahrheit ist. Und dennoch, dem zum Widerspruch, streitet man ständig um sie.

Wahrheit ist eine Eigenschaft, mit Hilfe derer sich verschiedene Objekte des Denkens unterscheiden lassen. Die Vorstellung der materialistischen Sichtweise ist dabei, man würde, je mehr man sich einer Wahrheit nähert, einer äußerlichen Realität näher kommen, die die „eigentliche“ und „endgültige“ Wahrheit repräsentiert. Das Ganze geht aus von der Ontologie des Materialismus, und ist im Grunde von dieser abhängig und von ihr nicht zu trennen: von der Vorstellung also, wir seien Beobachter von (Materie-)Objekten außerhalb von uns. Man könnte auch sagen: Beobachter einer objektiven Realität.

Ähnliches Thema: Artikel Die Ontologie des Materialismus

Auf diesem Blog wurde aber sehr oft der Gedanke geäußert, es gäbe keine Objektivität. Ich habe das wieder und wieder thematisiert, weil es doch so schwierig zu verstehen ist, und unserer landläufigen Vorstellung von „der Welt“ so zuwiderläuft. Gleichwohl ist es, wie ich meine, völlig unbestreitbar.

Wenn man also feststellt, dass es keine Objektivität gibt, so stellt sich die Frage, was dann wohl Wahrheit ist. Es ist letztlich wieder dieselbe Frage, die wir auf anderem Wege bereits zur Ontologie des Materialismus hatten: Was konstituiert die Welt, wenn es nicht Materieobjekte sind, die wir beobachten? Und zur Wahrheit lässt sich fragen: Was konstituiert Wahrheit, wenn es nicht eine äußerliche Realität ist?

Am Ende kommen wir immer darauf (das ist die spirealistische Weltsicht), dass unsere Realität aus den Objekten des Denkens resultiert, man könnte auch sagen, aus Vorstellungen (siehe auch „Die Welt als Wille und Vorstellung“ von Schopenhauer). Und unsere Vorstellungen sind wie Punkte in einem riesigen Geflecht von anderen Vorstellungen, von denen sie wiederum abhängen.

Aus diesem Grund gilt es, unsere Vorstellung von Wahrheit innerhalb eines Beziehungsgeflechtes verwandter Begriffe zu beobachten; solchen Begriffen also, die mit unserer Vorstellung von Wahrheit eng zusammenhängen. Anders gesagt: man kann sich der Bedeutung eines Begriffes nur nähern, in dem man seine Stellung innerhalb eines semantischen Beziehungsgeflechtes prüft. Beispielsweise ist es eben wichtig, den Begriff der Wahrscheinlichkeit zu untersuchen um ihn besser zu verstehen, und mit ihm gleichzeitig auch den Begriff der Wahrheit.

Die Wahrheit ist das, was ich weiß

Zunächst einmal wollen wir die Wahrheit als das verstehen, was „ich weiß“.

Nun wird mancher sagen, die Wahrheit sei nicht nur das, was ich weiß, sondern etwas, das sich an irgendetwas anderem festmacht. Etwas, das sich irgendwo zeigt.

Wir kommen in diesem Fall aber wieder darauf zurück, das etwas, das sich an etwas anderem zeigt, wieder von mir gewusst werden muss, damit es eine Existenz für mich hat. Es bleibt dabei: alles, was ich über die Wahrheit sagen kann, ist etwas, das ich wissen muss.

Das Wort Wissen ist zu betonen – denn die Wahrheit verbindet sich in der materialistischen Weltanschauung (im Gegensatz zur spirealistischen Weltanschauung) mit der Vorstellung einer äußerlichen Welt, deren Kernvorstellung die „Materie“ heißt. Insofern unterscheidet diese Weltanschauung zwischen Wissen und Glauben / innerlicher Welt und äußerlicher Welt / Geist der Materie beobachtet, und der Materie selbst.

Ähnliches Thema: Beitrag Innere Wahrheit – Äußere Wahrheit

Wahrscheinlichkeit geht immer von dem aus, was ich weiß

Man bedenke: Was für mich in diesem Moment wahr ist, ist das, worauf sich all mein Wissen für die Zukunft aufbaut. Warum? Weil ich, was immer ich sehe, was immer ich begreife, nur begreifen kann, mit den vorhandenen Begriffen.

Warum „Begriffe“ in der Mehrzahl? Weil jedes einzelne Wort, jeder einzelne Begriff, nie nur für sich allein stehen kann. Jeder Begriff und jedes Wort gewinnt seine Bedeutung nur aus einer Konstellation – dem Zusammenhang mit anderen Begriffen. Beispielsweise ist, was immer ich über altgermanische Kulturen erfahren kann, ist verbunden mit der Vorstellung von Germanien als Ort. Ohne das eine macht das andere keinen Sinn.

Diese Konstellationen sind bis in die Unendlichkeit komplex, und in einem ständigen Wechsel begriffen – so dass es einen endgültigen Sinn, eine endgültige Bezogenheit aufeinander, eine endgültige Konstellation und damit Wahrheit, nicht geben kann.

Das wiederum, was ich in diesem Augenblick weiß, meine Begriffe des Augenblicks, sind ihrerseits die Voraussetzung für alles das, was ich in Zukunft wissen kann. Denn um etwas („Neues“) zu verstehen, habe ich ja immer nur meine Begriffe. Und meine Begriffe des Augenblicks sind nicht neu. Und was für mich gilt, gilt im gleichen Maße für die Menschheit, weil sich alles immer wieder und wieder in Einem zusammenfindet. (Supersubjektivität).

Was immer ich in Zukunft begreifen kann ist abhängig von meinen Begriffen des Momentes:

Erst die Theorie entscheidet darüber, was man beobachten kann.
Albert Einstein

Die Wahrheiten des Morgen formen sich aus den Wahrheiten des Jetzt. Wie könnte es anders sein?

Wir formen die Zukunft mit Phantasie

Die Theorien, die wir über das „Äußerliche“ haben, sind weit weniger festgelegt, als wir glauben. Einstein wusste auch das. Er sagte einmal in einem Gespräch, dass es für die Theorien der Menschen (die Rede war konkret von mathematischen Ableitungen) keine unbedingte Notwendigkeit gäbe.

Nur durch unseren Glauben an eine von uns unabhängige Außenwelt ist es möglich, dass wir meinen, den Begriff der Wahrscheinlichkeit fein säuberlich vom Begriff der Phantasie trennen zu können. Die Wahrheit kann man (nur so!) als den Inbegriff des Äußerlichen sehen, des jederzeit Nachweisbaren – und Phantasie als der Inbegriff der inneren Welten (die mit Wahrheit angeblich nichts zu tun haben).

Aber, wenn unsere Theorien ohne eine besondere Notwendigkeit in die Welt kommen, dann gilt dasselbe für unsere Wahrscheinlichkeiten. Auch sie sind nicht unbedingt notwendig – im Umkehrschluss heißt das, dass wir die Zukunft mit Phantasie formen, indem wir Wahrscheinlichkeiten berechnen und diese, als unsere Auffassung von Wahrheit der Zukunft, in unsere Handlungen einfließen lassen.

Lesen Sie auch: Beitrag Was ist Phantasie? Ist Phantasieren nötig?

Wahrscheinlichkeit als Wahrschein – Schein der Wahrheit

Man stelle sich die Wahrheit vor wie das Zentrum eines Lichtstrahls, der sich in ständiger Bewegung befindet.Wie der Lichtstrahl, steht die Wahrheit nie fest, ist nie ganz greifbar. Unser Auge folgt dem Licht, versucht das Zentrum im Auge zu behalten. Doch das Auge kann natürlich nur erfassen, was der Lichtstrahl beleuchtet. Was er nicht beleuchtet – die unendliche Welt des Möglichen, verbirgt das Dunkel.

Um das Zentrum des Lichtstrahls herum ist ein Schein … der Wahr-Schein.

Der Wahrschein ist weniger hell als das Zentrum, aber in ihm ist dasselbe Licht des Augenblicks. Der Wahrschein  beleuchtet zugleich all die Orte, an denen sich das Zentrum des wandernden Lichtstrahls im nächsten Augenblick befinden kann. Nur hier, einem recht begrenzten Bereich unserer Welt, der sich direkt ableiten lässt von dem Zentrum des Lichtscheins, der Wahrheit, kann sich das Zentrum im nächsten Augenblick befinden. Und damit unsere Auffassung von Wahrheit.

Die Wahrscheinlichkeit drückt aus, was unsere Wahrheit des nächsten Augenblicks sein kann.

Lesen Sie auch: Es gibt nur das Jetzt. Immer ist Jetzt

Diese Metapher macht deutlich:

Erstens: Die Wahrheit steht nie fest – es gibt sie nicht in einer objektiven Form

Zweitens: Es ist das Wesen der Wahrheit, sich stets zu ändern. So wie sich die Relation, deren Teil wir sind, ständig ändert.

Drittens: Die Wahrheit der Zukunft geht aus von der Wahrheit des Jetzt, sie ist nicht unabhängig davon. Das bedeutet: wie wir die Wahrheit des Jetzt definieren, so wird unsere Zukunft aussehen. Das ist Wahrscheinlichkeit.

 

 

Wahr – Schein. Wahrschein. Wahrscheinlichkeit was last modified: März 30th, 2016 by Henrik Geyer

Glaube ist Wissen und Wissen ist Glaube

Glaube ist Wissen. Spruchbild: Wissen ist kollektiver Glaube. Glaube ist individuelles Wissen.

Glaube ist Wissen? Wissen ist Glaube? In dem Artikel „Das Ding an sich und die Suche nach Wahrheit“ hatte ich begründet, warum es infolge mangelnder Objektivität DIE Wahrheit nicht gibt.

Der Umkehrschluss dieser Aussage ist, dass Wissen nicht mit einer Notwendigkeit in die Welt kommt. Demzufolge hat Wissen den Aspekt einer gewissen Beliebigkeit. Wir könnten ein ganz anderes Wissen haben. Wir können uns nur nicht vorstellen, dass das, was wir ganz sicher zu sehen glauben, aus uns selbst erst entsteht. Die Wahrheit entsteht als Sichtweise, die abhängig ist von der weltanschaulichen Brille, die wir tragen.

Hier einige Aspekte.

Veränderlichkeit des Wissens

Die kürzeste Verbindung zweier Punkte muss nicht eine Gerade sein.

Ich erinnere mich einer Aussage Einsteins in einem Interview. Es ging um die Notwendigkeit wissenschaftlicher Folgerungen, und er erklärte, dass wissenschaftliche Entdeckungen nicht mit Notwendigkeit in die Welt kommen.

Als Beispiel nannte er die ganz sichere Annahme, dass die kürzeste Verbindung zweier Punkte die Gerade sei. Andere Völker sähen dies anders, so sagte er – ihre Wahrheit sei aus ihrer Sicht natürlich ebenfalls unbestreitbar, aber eben anders. Wahrheit sei ein relativer Begriff.

Wissen ist lediglich Wahrheit des Jetzt

Das kann man selbst nachvollziehen: Das Wissen von heute ist morgen falsch. Ebenso wie das Wissen von gestern heute falsch ist. Zu keiner Zeit ging es dem Wissen anders, als dass es die (nur scheinbar „endgültige“) Wahrheit des Jetzt ist.

die Überheblichkeit der Allwissenden

Mit einer gewissen Überheblichkeit sehen wir auf das Wissen vergangener Tage, so als sei völlig klar, dass dieses (überholte!) Wissen doch falsch sei. Fast hört man: Warum eigentlich haben die früher so dumm gedacht?

Mit eben dieser Überheblichkeit nehmen wir an, gerade im Jetzt im Vollbesitz einer endgültigen Weisheit zu sein.

Wie viele Menschen sind der Meinung, dass man fast gar nichts Neues mehr entdecken könne – man wisse schon fast alles! Doch jeder vernünftige Gedanke muss uns sagen, dass das nicht so ist; muss uns zu Bescheidenheit raten.

Wissen ist kollektiver Glaube

Wissen ist letztlich das, was „alle“ für unbestreitbar halten. Das, was „alle“ (man beachte und beobachte: es sind nie „alle“, es handelt sich immer nur um Gruppen) denken, wird zu einer Wahrheit des Einzelnen – das hat aus spirealistischer Sicht aber nichts mit einer objektiven Sichtweise zu tun, sondern ist und bleibt supersubjektiv.

Artikel Supersubjektivität

Es ist einfach das Wesen DER Wahrheit, so wie wir sie materialistisch verstehen, dass sie uns wie unbestreitbar erscheint.

Glaube ist Wissen

Umgekehrt ist es eine ganz praktische Erfahrung, dass Glaube, der Kraft hat, ein Wissen ist. Man kann den persönlichen Glauben so lange einüben, durch Affirmationen, Kontemplation, Meditation, Gebete, bis er ein Wissen ist. Genauso, wie man Mathematik einübt – bis Mathematik Wissen ist.

Glaube ist somit nicht, was der Unkundige meint: eine Art Nicht-Wissen, ein beliebiges Wunschdenken. Die Wahrheit, die uns zum Handeln veranlasst, der Glaube, der Macht hat – das muss ein unerschütterliches Wissen sein.

Ein Wissen, dessen einziger Anspruch ist, dem Einzelnen als wahr zu erscheinen.

Nur so erklären sich die vielfältigen spirituellen und religiösen Aussagen, die immer darauf hinweisen: Der Gedanke hat die Macht zu erschaffen – es kommt auf den Glauben an.

Siehe Artikel Glaube, Liebe und Hoffnung

 

 

 

 

Glaube ist Wissen und Wissen ist Glaube was last modified: Februar 5th, 2016 by Henrik Geyer

Das Ding an sich und die Suche nach Wahrheit

Das Ding an sich und die Frage nach Wahrheit: Wahrscheinlichkeit, aber keine Wahrheit: Freischeinlichkeit, aber keine Freiheit, - diese beiden Früchte sind es, derentwegen der Baum der Erkenntnis nicht mit dem Baum des Lebens verwechselt werden kann. Friedrich Nietzsche - Lebensweisheit Spruchbild

Wenn Immanuel Kant feststellt, dass sich das Ding an sich nicht beschreiben lässt .. Was bedeutet das für unsere Vorstellung von Wahrheit? Eine kurze Überlegung.

Ding „an sich“ – und Suche nach Wahrheit

Umkehr der Sichtweise

Ich hatte, wie ich es in „Alles ist Geist“ beschrieb, für mich gefunden, dass es keine Objektivität gibt. Nach einem Prozess persönlicher Erfahrungen wusste ich, dass die Realität im Denken liegt und nicht an äußerliche Dinge gebunden ist.

An einen solchen Gedanken schließt sich die notwendige Frage an: Was sind dann die Dinge, die im Denken auftauchen? Gibt es sie denn nicht? Wenn man sagt, die Realität – das sind die Gedanken, dann kehrt man ja die normale Sichtweise um. Normalerweise meint man, die Gedanken seien das Nicht-Reale. Das Reale hingegen liege in den Dingen, von denen das Denken gewissermaßen ein Abklatsch ist.

Dass man die Realität durchweg als subjektive Wahrnehmung beschreibt, ist durchaus so gemeint, wie es der Physiker Heisenberg („Der Teil und das Ganze“) beschreibt:

Daher empfinde ich es als eine Befreiung unseres Denkens, daß wir aus der Entwicklung der Physik in den letzten Jahrzehnten gelernt haben, wie problematisch die Begriffe ›objektiv‹ und ›subjektiv‹ sind. Das hat ja schon mit der Relativitätstheorie angefangen. Früher galt die Aussage, daß zwei Ereignisse gleichzeitig seien, als eine objektive Feststellung, die durch die Sprache eindeutig weitergegeben werden könne und damit auch der Kontrolle durch jeden beliebigen Beobachter offen stehe. Heute wissen wir, daß der Begriff ›gleichzeitig‹ ein subjektives Element enthält, insofern, als zwei Ereignisse, die für einen ruhenden Beobachter als gleichzeitig gelten müssen, für einen bewegten Beobachter nicht notwendig gleichzeitig sind. Die relativistische Beschreibung ist aber doch insofern objektiv, als ja jeder Beobachter durch Umrechnung ermitteln kann, was der andere Beobachter wahrnehmen wird oder wahrgenommen hat. Immerhin, vom Ideal einer objektiven Beschreibung im Sinne der alten klassischen Physik hat man sich doch schon ein Stück weit entfernt.

… wenn also alles subjektiv ist, was sind dann die Dinge? Die Objekte? Das Objektive? Was sind die Dinge eigentlich (an sich)?

Im Spirealismus gibt es das Objektive nicht mehr, ich verstehe das Gegensatzpaar subjektiv / objektiv anders, weitergehend, grundsätzlicher. Denn während Heisenberg meint, eine gemeinsam gemachte Beobachtung (physikalisches Experiment) sei dann notwendigerweise objektiv, begründet der Spirealismus, warum sie das nicht ist, sondern supersubjektiv.

Kant und die Dinge an sich

Immanuel Kant hatte sich die Frage ganz ähnlich gestellt – er fragte, was die Dinge „an sich“ sind. In der Sichtweise (die ich „Materialismus“ nenne), der zufolge wir Materie-Dinge in unserem Außen beobachten, fragt es sich: Wenn die Gedanken die letztendliche Vorstellung des Realen sind, was sind dann die Dinge ‚wirklich‘? Was sind sie „an sich“? „An sich“ – also jenseits unserer Worte, jenseits unserer Beschreibungen, jenseits unserer Gedanken.

Kant war zu demselben Schluss wie ich gekommen. Ich hatte formuliert, es gibt keine Objektivität. Kant sagte, die Dinge sind nicht als „Dinge an sich“ erkennbar – man kann darüber keine Aussage machen.

 

Anders als ich, stellte Kant nicht das materialistische Weltbild in Frage – sondern er sagt: Die Dinge sind nicht „an sich“ erkennbar, gleichwohl müsse es sie geben.

Während ich sage (spirealistisch): Die Dinge sind nicht „an sich“ erkennbar, daher gibt es auch keine Notwendigkeit, von ihrer Existenz „an sich“ zu sprechen. Wenn dieses „an sich“ also wegfällt, dann existieren die Dinge nicht „an sich“, sondern „nur“ als unsere Vorstellung.

Das Ding an sich ist nicht erkennbar – Jede Aussage ist nur eine Möglichkeit

Ob man nun sagt, die Dinge „gibt“ es, oder man sagt (wie der Spirealismus es tut): Die Dinge existieren nicht in dem von uns vorgestellten Sinn, als von uns unabhängige Entitäten – die Konsequenz aus der allerersten Beobachtung, nämlich, dass sich keine objektive Aussage machen lässt, führt zu Folgendem: Dem Umkehrschluss, dass jede unserer Aussagen eine gewisse Beliebigkeit aufweisen muss.

Das heißt: Alles was man feststellt, definiert, konstatiert, wissenschaftlich beweist, ist eine Möglichkeit, aber keine Notwendigkeit. Denn: woran sollte sich die absolute Notwendigkeit einer Aussage messen oder prüfen lassen, wenn die von uns vorgestellte Außenwelt ihren Dienst versagt, indem sie nicht objektiv erkennbar ist?

Der Wahrheits-Begriff

Es ergeben sich sofort daraus resultierende Fragen.

Zum Beispiel: Was ist Wahrheit? Wir sagen ja immer „Was ist DIE Wahrheit„, so als gäbe es nur eine Wahrheit. Aber wenn jede Aussage nur eine Möglichkeit ist, und keine Notwendigkeit, dann gibt es auch nicht DIE Wahrheit.

Die Frage nach DER Wahrheit ist uns ja immer ganz wichtig. Die materialistische Wissenschaft lebt davon und damit.

Und da ist auch der immerwährende Streit zwischen der Wissenschaft und den Religionen. Wer hat die Wahrheit? Oder der ewig währende Streit innerhalb der Wissenschaft – welcher Wissenschaftler hat DIE Wahrheit?

Was also ist Wahrheit?

Wenn sich kein Ding an sich definieren lässt (wie Kant formuliert), oder, wenn es keine Objektivität gibt, wie es der Spirealismus formuliert, dann gibt es auch nicht DIE Wahrheit.

Sondern es gibt, ganz offenbar, nur die Wahrheit des subjektiven Dafür-Haltens.

Wahrheitsbegriff des Spirealismus

Der Wahrheitsbegriff des Spirealismus ist, wie die ganze spirealistische Weltsicht, von der materialistischen Weltsicht fundamental verschieden.

Was der Materialismus als „die Wahrheit“ bezeichnet, ist dem Spirealismus nur beschreibbar als das „Vorkommen in Vielem“.

Es geht dem Spirealismus also erstens nicht darum, ganz klar zu sagen, „was DIE Wahrheit ist“, denn der Spirealismus selbst stellt ja fest, dass es DIE Wahrheit nicht gibt. DIE Wahrheit ist eine Vorstellung der materialistischen Denkweise, die sich ebenso wenig antreffen lässt, wie das Ding an sich. Im Grunde genommen sind DIE Wahrheit und DAS Ding an sich ein-und dasselbe. Denn, gäbe es DAS Ding an sich, gäbe es auch DIE Wahrheit.

Es kann sich bei der Frage nach Wahrheit auch nicht darum handeln, zu sagen, Wahrheit wäre etwas, das sich „in Allem“ zeigt. Denn das Alles verschließt sich der menschlichen Wahrnehmung ebenso wie das Nichts. Es ist außerdem sehr leicht nachweisbar, dass keine einzige menschliche Wahrheit sich in allen Menschen findet. Am einfachsten wieder über das Ding an sich – was wäre das, was alle gleich sehen müssten?

Vergleiche Artikel Was ist das Nichts und Alles und Nichts – zwei Seiten der gleichen Medaille

Existenzbegriff des Spirealismus

Es sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass der Spirealismus einen anderen Existenzbegriff hat, als den materialistischen. Denn an dieser Stelle wird auch sehr klar, warum die Frage nach dem Ding an sich zu einem anderen Existenzbegriff führen muss.

Wenn es die Dinge nicht „an sich“ gibt – wie dann? Wenn Existenz nicht die Existenz in dem von uns gemeinhin (unter materialistischen Aspekten) vorgestellten Sinn „gibt“, wie und auf welche Weise existieren die Dinge? „An sich“? – Oder existieren die Dinge vielleicht „an sich“ gar nicht?

SpiRealismus sagt: nein, tatsächlich existieren sie nicht „an sich“, sondern sie existieren als unsere Vorstellung. Unsere Gedanken sind die Realität. Eine davon noch einmal verschiedene Realität, die extra „existierte“, ist nicht vorhanden.

Was folgt nun daraus?

Was folgt nun daraus? Ganz Vieles. Eine umfassend andere Weltsicht bringt an jedem Punkt neue Aspekte hervor. Ganz Vieles muss neu überlegt werden.

Was, zum Beispiel, ist Glaube im Unterschied zu Wissen? Wenn wir sagen, dies sei Wissen – und im Gegensatz dazu sei jenes „nur“ Glaube – was bedeutet das eigentlich, wenn man in Betracht zieht, dass es „DIE Wahrheit“ gar nicht zu geben scheint?

 

 

 

 

Das Ding an sich und die Suche nach Wahrheit was last modified: Februar 20th, 2016 by Henrik Geyer