Was ist Nonkonformismus? Nonkonformistische Seelenheilung

Nonkonformismus - schwarzes Schaf [SPID 4371]

Was ist Nonkonformismus? Nonkonformismus ist Unangepasstheit. Nonkonformismus ist der Gegenpol zu Konformismus, der Angepasstheit. Unangepasstheit/Angepasstheit – bezogen auf was? Bezogen auf die Gebräuche, Sitten, das „normale“ Denken der umgebenden Menschen.

 

Ist man ein Nonkonformist, wenn man heute Musik aus den 70ern hört? Mancher versteht das so. Aber Musik aus den 70ern zu hören ist im Grunde schon wieder eine Mode, zumindest in bestimmten Kreisen. Bezogen auf diese Kreise ist man kein Nonkonformist, sondern ein Konformist. Bezogen auf andere Kreise wiederum verhält es sich genau umgekehrt.

Man sieht, dass in einer unendlichen Bandbreite Nonkonformismus so ziemlich alles bedeuten kann. Doch wollen wir Nonkonformismus in seiner deutlichen Ausprägung anschauen, dort, wo er zu einer Unbequemlichkeit wird. Nonkonformismus als eine gewisse Unabhängigkeit des Denkens.

Was ist Nonkonformismus?

Mir fallen dazu einige Begriffe ein, die ich kurz besprechen will

Unbequemlichkeit

Nonkonformismus ist unbequem, denn es ist der dringendste Wunsch des Menschen, sich in Übereinstimmung zu befinden. Jedes offensichtliche Nicht-Übereinstimmen ist unbequem, versetzt in eine Opposition.

Einsamkeit

Sich in den Gegensatz zu anderen zu begeben, bedeutet, keine Zustimmung zu erhalten. Oft bedeutet es Einsamkeit.

Der Loner

Im Film ist der Nonkonformist der Einzelgänger, der unbeirrt von der Meinung der Vielen seinen Weg geht, sich nur auf sich verlässt. Das ist die Variante, in der der Nonkonformist als „gut“ erscheint – er hat den Mut zu tun, was andere nicht für möglich halten, und oft genug gelingt es ihm zu erreichen, was andere nie erreichen können, die artig auf die Zustimmung aller bauen.

Der Böse

Oft ist im Film der Nonkonformist auch der Böse, der sich in den Gegensatz zur großen Mehrheit begibt. Die Mehrheit empfindet das eigene Denken als richtig, daher erscheint das gegensätzliche Denken wie falsch, und auch als böse.

Mut

Es gehört Mut dazu, nicht Teil der Menge sein zu wollen. Die Menge sieht das nicht gern. Die Menge beurteilt richtig oder falsch nach der Maßgabe des eigenen Denkens. Das tut der Nonkonformist natürlich im Prinzip auch, doch verlässt er sich weniger darauf, was alle anderen für richtig halten, sondern befragt vor allem sich selbst.

Das Denken der Menge erscheint der Menge selbst als überaus richtig. In einem endlosen Zirkelschluss prüft die Menge „die Wahrheit“ an der Wahrheit der Menge – und kann so beim besten Willen zu keiner anderen Wahrheit kommen, als der der Menge.

 

Gleichgültigkeit

Es gehört wohl Mut zu nonkonformistischem Denken – man könnte das auch Gleichgültigkeit nennen. Wenn man einmal bestimmte Wahrheiten der Masse als falsch erkannt hat, wird es einem gleichgültig, was dieser oder jener dazu sagt.

Genaues Überlegen

Die Voraussetzung, seine eigene Wahrheit über die der Menge zu stellen, ist Arbeit und genaues Überlegen.

Umgekehrt bemerkt man, selbst arbeitend, fragend, eruierend, wie viele Menschen gewöhnlich damit zufrieden sind, dass irgendjemand zu ihnen sagt, eine Sache verhalte sich soundso. Auf ebendiese Weise wollen sie dieses „Wissen“ auch weitergeben.

Denken können sehr Wenige, aber Meinungen wollen Alle haben: was bleibt da anderes übrig, als daß sie solche, statt sie sich selber zu machen, ganz fertig von Andern aufnehmen? – Da es so zugeht, was gilt noch die Stimme von hundert Millionen Menschen? – So viel wie etwa ein historisches Faktum, das man in hundert Geschichtsschreibern findet, dann aber nachweist, daß sie alle einer den andern ausgeschrieben haben, wodurch zuletzt alles auf die Aussage eines Einzigen zurückläuft.
Arthur Schopenhauer

Ignoranz, Zynismus

Zynismus ist eine Denkrichtung, die die Ablehnung der Werte der Menge beinhaltet. Nicht etwa, wie diese Menge glaubt, weil der Zyniker das Leben ablehnt (das ist ja der heutige Wortsinn von „zynisch“: ablehnend sein, die Werte missachtend etc.). Nein, ganz im Gegenteil. Sondern, weil er die Werte der Menge für falsch hält, und das Leben zu sehr schätzt, als sich falschen Werten hinzugeben.

Der Eremit

Der Eremit, der sich in eine Klause abseits der menschlichen Gesellschaft zurückzieht, ist ein Nonkonformist. Er koppelt sich weitgehend vom Denken der Gesellschaft ab, um die eigene, innere Wahrheit zu ergründen. Er nimmt dafür die Unbequemlichkeit des Einzelgängertums auf sich.

Geistige Gesundheit

Nonkonformismus ist ein guter Ansatz für Gesundheit, auch geistige Gesundheit.

Die Annahme, man müsse dem Denken der Masse immer gerecht werden, führt zu vielerlei Überforderungen. Erstens sind die Anforderungen oft unpassend, zweitens ist man selbst oft nicht in der Lage, bestimmte Leistungen zu erbringen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob man nun „Nicht-Können“ als körperliche Unfähigkeit, oder als ein Nicht-Wollen definiert. Meist läuft das auf ein- und dasselbe hinaus.

Im Grunde muss man sich darüber klar werden, dass es keine genaue Deckungsgleichheit geben kann, zwischen der Wahrheit der Masse und der eigenen Wahrheit. Die Lücke wird immer bestehen. Was es braucht, ist Mut zur Lücke.

Wer nicht akzeptieren kann, dass das eigene Denken stets auch in einem graduellen Widerspruch zum Denken aller anderen stehen muss, wer angepasst sein muss auf Biegen und Brechen, riskiert sein Glück und seine Gesundheit, nicht zuletzt seine geistige Gesundheit. Auch Burn-Out ist ein Phänomen, das von einem Angepasst-sein-Wollen ausgeht .. was es hier zur Heilung braucht, ist Nonkonformismus.

Was ist zu tun?

Keine „Macht des Guten“ sein wollen

Für den Normalmenschen hört es sich paradox an, aber, Nonkonformist zu sein bedeutet, nicht dauernd „der Gute“ sein zu wollen. Mut zum Bösen, wenn man so will.

Das Gute ist für die Menschen das, was sie als richtig sehen. „Richtig“  ist für jeden Menschen das, was er selbst für wahr hält, was er selbst tut, was er selbst denkt. Was er selbst denkt ist dem Konformisten gleich dem, was alle denken – sein wichtigstes Kriterium für Wahrheit ist, dass sie sich in Übereinstimmung befindet.

Daher bedeutet Nonkonformismus der Mut zum Bösen. Stimmt man nicht mit seinen Mitmenschen überein, macht man aus deren Sicht Dinge falsch, denkt falsch, und ist in der extremen Konsequenz auch der Böse.

Seinen Weg gehen

Man sollte einfach seinen Weg gehen, und versuchen, die eigene Position zumindest nicht immer davon abhängig zu machen, was irgendjemand sagt. Das ist Nonkonformismus.

Wichtig ist, was einem selbst gut tut. Dass das nicht jedem passt, ist selbstverständlich.

Freiheit

In seinem Wesen ist Nonkonformismus Freiheit. Geistige Freiheit ist Freiheit schlechthin. Für manchen ist es Freiheit, in einem Auto mit offenem Verdeck zu fahren. Aber da alles, was erlebt wird, gedacht werden muss, ist das entscheidende Kriterium für Freiheit die Freiheit der Gedanken. Und Freiheit der Gedanken ist viel mehr als die Fahrt in einem offenen Auto.

Konfrontation …

… sollte man dennoch meiden.

Was den Nonkonformisten von der Masse unterscheidbar macht, ist, was er tut und was er sagt. Nur wenn er selbst will, wird er unterscheidbar. Wer sich in die Konfrontation begibt muss kämpfen, leidet auch. In der Konfrontation des Nonkonformisten mit der konformistischen Mehrheit hat er wenig Aussicht auf irgendeinen Gewinn.

Ein Nonkonformist in diesem Sinne war der oben zitierte Schopenhauer. Man hielt ihn im zeitgenössischen Frankfurt (seinem Wohnort) für einen verkannten Niemand. Das ist nicht gerade sehr schmeichelhaft für einen der größten deutschen Denker.

Es hat für den Nonkonformisten wenig Sinn, sich der konformistischen Mehrheit anzudienen, auf die Zustimmung, gar das Lob jener zu hoffen.

Kannst du nicht allen gefallen durch deine Tat und dein Kunstwerk, Mach es wenigen recht; vielen gefallen ist schlimm.

Friedrich von Schiller

 

Was ist Nonkonformismus? Nonkonformistische Seelenheilung was last modified: November 24th, 2016 by Henrik Geyer

Gewohnheiten ändern – ein Neubeginn

Gewohnheiten ändern - ein Neubeginn

Das Leben besteht aus Gewohnheiten. Was wären wir ohne die täglichen Routinen, die wir doch umso besser machen, je öfter wir sie erledigen? 

Es schleichen sich im Laufe der Zeit aber auch viele Gewohnheiten ein, die uns zwar selbstverständlich erscheinen, wie alles, was wir tun. Doch es sind schlechte Gewohnheiten, und wir wissen das. Schlechte Gewohnheiten, die wir ändern sollten. Wir merken erst dann, wie schwer das ist, wenn wir tatsächlich daran gehen, sie zu ändern. Nichtsdestoweniger sollte man es versuchen.

Aber (Zitat): Man bleibt jung, solange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann.
Marie von Ebner-Eschenbach

eine Bestandsaufnahme machen

Schauen wir uns genau an, was wir tun. Wie wir die Dinge tun. Zum Beispiel was wir zu anderen sagen, und wie wir es sagen. Schauen wir mit Achtsamkeit an, was unsere Konzepte sind – und hinterfragen wir sie! Das ist sozusagen der spirituelle Weg .. es kann der Weg sein, schlechte Gewohnheiten erfolgreich zu bekämpfen.

 

Aus eigener Erfahrung weiß ich noch, wie es war, als ich mit dem Rauchen aufhörte. Daher will ich dies als Beispiel anführen.

Ich wollte diese Gewohnheit ändern, daher beobachtete ich mich beim Rauchen. Ich nahm zum ersten Mal, und mit ehrlichem Erstaunen, wahr, dass mir Zigaretten überhaupt nicht gut tun. Die Annahme, eine Zigarette würde entspannen, traf nicht zu! Komisch, dass ich das erst jetzt bemerkte.

Eher war es umgekehrt. Will man in einen angespannten Zustand kommen, so als sei eine stressige Situation zu bewältigen (und so, als wäre sie in dem Moment bewältigt , da man die Zigarette in der Hand hat), zündet man sich eine an.

Aber natürlich – wirklich gut tut die Zigarette nicht! Sie beruhigt nicht, sie löst kein Problem. Eine stressige Situation verursacht sie eher. Eine Zigarette bringt leichte Kopfschmerzen, schmeckt scheußlich, macht Mundgeruch – sie tut rundum nicht gut.

Man verbindet so vieles Gute damit, wenn man Raucher ist. Vieles, was eigentlich gar nicht zur Zigarette gehört. Z.B. gemütliche Abende mit Freunden, viele kleine Erlebnisse (die immer auch etwas Positives haben). Jedoch: gemütliche Abende gibt es eben auch ohne Zigarette – es ist eine Frage der Assoziation.

 

Kurz und gut: eine solche sehr genaue Bestandsaufnahme kann helfen, Gewohnheiten zu ändern. Sie hilft, eine schlechte Gewohnheit von dem zu trennen, was als gutes Gefühl mitschwingt, jedoch in Wirklichkeit gar nichts mit dieser Gewohnheit zu tun hat. Die Bestandsaufnahme kann dabei helfen, eine schlechte Gewohnheit ganz anders wahrzunehmen.

Für mich verlor durch diese neue Wahrnehmung die Zigarette ihre besondere Attraktivität. Ich hörte mit dem Rauchen auf, ohne groß darum ringen zu müssen. Kam der Gedanke an eine Zigarette, dachte ich eher an die Folgen (Kopfschmerz, Nervosität, Mundgeruch, schlechter Geschmack), als an etwas Positives.

Es ist einfach kein Drang da, selbst zu rauchen (das Rauchen anderer macht mir allerdings nichts aus).

Gewohnheiten ändern durch Neudefinition des Ich

Und so ist es wohl mit jeder Gewohnheit. Wir brauchen Gewohnheiten – Gewohnheiten machen uns aus. Wir SIND unsere Gewohnheiten. Wohl darum ist es so schwierig, Gewohnheiten zu ändern. Mit jeder geänderten Gewohnheit werden wir ein bisschen ein Anderer / eine Andere.

Aber wir haben die Macht uns neu zu definieren – Stückchen für Stückchen.

Gewohnheiten ändern wir, wenn wir uns selbst anders beschreiben können. Statt zu sagen (und zu fühlen): „ich bin Raucher“, können wir sagen: „ich bin Nichtraucher“. Statt zu sagen „ich bin unsportlich“ können wir sagen „ich bin sehr sportlich“.

Siehe auch Artikel zum Thema: Der Schriftsteller und sein wichtigstes Werkzeug, das Denken – Sport und Gehirn

Wir sehen uns neu, beobachten uns neu. Sehen unsere Gewohnheiten auf neue Weise, nehmen sie anders wahr. Was Denkvoraussetzung für den Raucher ist („Ich muss jetzt eine rauchen!“), denkt der Nichtraucher genau umgekehrt: „Ich muss nicht rauchen, und ich wüsste auch nicht, wozu das gut sein soll!“. Gewohnheiten ändern durch Neudefinition des Ich bedeutet, einen stetigen Gedanken, eine Denkgewohnheit, zu schwächen, zugunsten einer anderen Denkgewohnheit.
Siehe auch Artikel zum Thema: positives Denken – positive Gedanken

Gewohnheiten ändern – ein Neubeginn was last modified: Februar 13th, 2016 by Henrik Geyer

ein neues Leben anfangen – wie beginnt man ein neues Leben?

ein neues Leben anfangen - wie beginnt man ein neues Leben?

Manchmal will man ein neues Leben anfangen, weil man meint, „das kann nicht alles gewesen sein“. Oder man schöpft das gottgegebene Potential nicht aus, das man hat …

Entschlusskraft und Mut

Ein neues Leben anfangen – dazu gehört Mut, so viel ist klar. Denn die Konsequenz ist, dass man am Ende Dinge zum ersten Mal tun muss. Neu eben.

Gerade, wenn man sich in seinem Leben eingerichtet hat, es sich gemütlich gemacht hat – mit Dingen die man kann und die man kennt – dann ist es schwierig, neu anzufangen. Wenn man gewohnt ist, gut zu sein, in dem was man tut, dann muss man sich neu beweisen, neue Fehler machen. Vielleicht ist man gar nicht mehr gewohnt, als jemand wahrgenommen zu werden, der Fehler macht – man will es nicht.

In der Jugend ist es leichter. Das Ego ist weniger groß, die Routinen sind noch nicht so eingeschliffen; Fehler zu machen ist völlig normal.

Daher erfordert es gerade in späteren Jahren Entschlusskraft und einigen Mut, ein neues Leben anzufangen. Das Ego muss einige Stufen zurückschalten

ein neues Leben anfangen – wann ist es Zeit?

Was schwer daran ist, ein neues Leben anzufangen, erscheint leichter durch den Grund, den man für Veränderung hat. Völlig grundlos wird Veränderung niemals sein. Wir spüren vielleicht, dass Veränderung sein muss; wir merken, dass sich Vieles in eine ungewollte Richtung entwickelt hat.

Man muss in sich selbst der Frage nachspüren: Ist der Beruf, den man ausübt, erfüllend? Spürt man noch, dass man wachsen kann – und will? Gibt es noch Herausforderungen?

Oder ist die tägliche Routine längst zu einer lästigen Pflicht geworden – so, als sei das Leben dazu gemacht, nur „schnell hinter sich gebracht“ zu werden? So als habe das Leben lediglich das Ziel, möglichst schnell zu Ende zu gehen, und sei nicht eine riesige Chance, wichtige und schöne Dinge zu tun, und zu erleben!

Siehe auch Artikel zum Thema: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Die Bedeutung dieses wunderbaren Zitates

was gibt mir Energie, was lähmt mich?

Wichtig ist zu schauen, was einen begeistert, was (Lebens-)Energie gibt. Es gilt, das Energiekonto anzuschauen. Kann ich den Beruf gut ausüben, weil ich in ihm Glück und Erfüllung finde?Weil ich ihn gern ausübe, und mit Begeisterung?

Oder nötigt es bereits viel Überwindungs-Energie ab, den beruflichen Verpflichtungen auf dem niedrigsten Level nachzukommen – so dass von Freude und guten Leistungen gar keine Rede mehr sein kann?

Wer versucht gegen seine Neigungen, gegen die innere Stimme (die auch eine Stimme der Vernunft ist!), gegen das Schöne zu handeln, und nur aus Notwendigkeit und aus Pflichtgefühl da zu sein, der hält das beste Rezept für Burn Out und Depression in der Hand.

Zu schauen, was Energie gibt, und was Energie entzieht, ist ein wichtiger Indikator. Er sagt uns, wann es sein muss, ein neues Leben anzufangen.

Zeit und Geduld

Neu anfangen heißt neue Fehler machen. Vieles muss neu gelernt werden. Das braucht Zeit und Geduld – ganz abgesehen von Ehrgeiz und Disziplin. Man sollte sich also, wenn man sich verändern will, selbst Zeit geben. Man denke nur an die vielen Lehr- und Praxisjahre, die es brauchte, zu dem zu werden, der man heute ist.

Wer glaubt, das Leben zu ändern sei ein Spaziergang, der kehrt allzu leicht wieder um, meinend, es sei nicht machbar. Doch man bedenke: Es nützt nichts, wenn wir uns selbst überfordern. Alles braucht seine Zeit. Im Allgemeinen überschätzt man, was man kurzfristig erreichen kann, aber man unterschätzt, was langfristig möglich ist.

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort: Im Allgemeinen überschätzt man,  was man kurzfristig erreichen kann, aber man unterschätzt,  was langfristig möglich ist.
Im Allgemeinen überschätzt man was man kurzfristig erreichen kann, aber man unterschätzt was langfristig möglich ist.

Wer sich beruflich völlig neu orientiert, muss damit rechnen, dass einige Jahre vergehen, bis man sich im neuen (Berufs-)Leben eingerichtet hat, bis man etwas verdient. Hier alles kurz auf knapp zu planen bringt Frustration und Druck, aber keinen Erfolg.

Es gilt, sein Leben lang zu arbeiten, zu kämpfen und jeden Tag neu zu beginnen. Man muss nicht nur mit anderen Geduld haben, sondern auch mit sich selbst.
Franz von Sales

das Gewohnte neu Denken

Auch wenn wir sagen, wir wollen ein neues Leben anfangen, bleiben wir doch großenteils mit unseren Gedanken, unseren Definitionen, unseren Wertvorstellungen, dieselben. Mancher, der meint, ein neues Leben anzufangen, bedeute nur eine partielle Änderung des Berufes, befindet sich bald wieder in der alten Misere.

Es lohnt sich, sehr genau zu überlegen, was man ändern will.   Was war schlecht am alten Leben, was kann weg? Was ist das Gute, das bleiben soll? Ganz „neu“ werden wir ohnehin nie.

Tun und Denken sind eins. Alles was wir tun, müssen wir auch denken. Indem wir anfangen anders zu denken, werden wir anders. Ein neues Leben anfangen – das bedeutet anders denken. Oft bedeutet es, über Bord zu werfen, was man ganz sicher weiß. Ein Stück vom Ego muss weg. Man muss partiell über Bord werfen, womit man sich identifiziert hat, was man als unabdingbar ansah.

Man sagt auch manchmal, man „erfindet sich“ neu.

Siehe auch Artikel zum Thema: Denken erschafft. Spirealismus und Spiritualität

ein neues Leben anfangen – wie beginnt man ein neues Leben? was last modified: Februar 12th, 2016 by Henrik Geyer

Glaube Liebe Hoffnung – ohne Glauben geht nichts

Glaube Liebe Hoffnung - der Schöpfer glaubt an dich Ohne Glauben geht nichts

Glaube, Liebe und Hoffnung halten uns auf dem Lebens-Weg. Wie sehr brauchen wir sie? Ist es besser, „Realist“ zu sein?

ohne Glauben geht nichts

Es ist wichtig zu verstehen, welche Rolle der Glaube in unseren Leben spielt. Wir alle glauben – selbst wenn wir nach Außen hin sagen: „Ich glaube an nichts.“ Doch in Wirklichkeit glauben wir immer an ganz viel. Ohne Glauben ginge gar nichts. Wir würden uns nicht einmal ein Butterbrot schmieren können, wenn wir nicht glauben würden, damit fertig zu werden.

Religiöser Glaube, spiritueller Glaube, buddhistischer Glaube, sind jeweils Wissen. Ebenso wie der Glaube, die Welt sei aus unteilbaren Kernen gemacht, sich uns als Wissen darstellt. Glaube, wie ihn sich der Unkundige vorstellt, als eine Art „Nicht Wissen“, ist etwas ganz anderes. Glaube der Kraft hat, ist Wissen. Glaube der in tausend Richtungen zugleich geht, und keine Kraft hat, ist Zweifel.

Der Glaube ist die Kraft der Schöpfung. Denn durch Glauben sind die Dinge für uns da. Wir wissen, sie sind da – und dann sind sie da! Oder hat schon einmal jemand die Liebe in einem chemischen Labor nachweisen können? Nein. Und dennoch ist sie da – durch uns. Durch unsere Liebe zu den Dingen kommt die Hoffnung in die Welt. Wir hoffen auf das Gute. Die Liebe zieht uns hin, zu den Dingen und zu den Menschen.

Element der Schöpfung – nicht Beobachter der Schöpfung

In uns ist die Kraft der Schöpfung. Durch uns wird geschaffen, was wir in unseren Welten sehen. Wir sind nicht nur äußerliche Beobachter eines von uns getrennten Vorganges – der Schöpfung. Sondern wir selbst sind Elemente der Schöpfung – und schöpfen ebenso, wie die Natur schöpft. Durch uns erschafft die Natur. Durch uns erst entstehen Glaube, Liebe und Hoffnung.

die Kraft des Schöpfers ist in uns – als unsere Hoffnungen und Liebe

Die Liebe ist gleichsam das, was wir wollen und was uns anzieht. Sie ist das Prinzip des Strebens nach etwas. Sie treibt uns an – als Kraft des Schöpfers in uns. Man kann es wissenschaftlich sagen: Die Kraft des Lebens. Die Kraft der Natur. Die Energie der Materie-Teilchen. Man kann es religiös sagen: Die Kraft Gottes.

Wir selbst sind Elemente der Schöpfung – und haben Teil an der göttlichen Kraft. Unser Sinn – das ist der Sinn des Schöpfers. Unser Glaube – das ist der Glaube des Schöpfers.

Glaube Liebe Hoffnung – Hoffnung finden

Hoffnung macht uns handlungsfähig. Wenn wir zweifeln und Sinnlosigkeit spüren, dann ist es wichtig, sich auf die Hoffnung zu konzentrieren.

In der Religion bedeutet Konzentration Gebet.

Für den Materialisten heißt Konzentration: Rationales Nachdenken. Aber die Kraft der Schöpfung ist irrational. Daher ist es wichtig, an seinen Überzeugungen, an seinem Glauben, festzuhalten; daran zu arbeiten. Rationales Nachdenken ist nicht der Glaube, den wir benötigen, um unseren Weg zu gehen.

Wir haben keine Ahnung von den Möglichkeiten der Schöpfung, und können sie rational weder erklären, noch begründen, noch erwarten. Es ist es die Kraft des Glaubens, die Kraft der manchmal nicht erklärbaren Hoffnung, die uns auf den rechten Weg zurückführt. Durch Glauben (diesen, wie mancher meint, unnützen, dummen Glauben) können Hoffnung und Liebe in unser Leben zurückkehren.

Glaube, Liebe und Hoffnung sind eine Art Treibstoff, die uns bewegen. So wie Energie die Materie bewegt. Man kann Energie berechnen, aber man kann Glaube, Liebe und Hoffnung nicht berechnen. Daher entziehen sie sich unserer „rationalen“ Überlegung.

Du wirst es schaffen

Manchmal haben wir einen Glauben, der uns zerstört.

Wenn wir glauben, ganz genau zu wissen, dass das Schicksal einen schlechten Weg nehmen muss. Wenn wir glauben, jede Hoffnung sei ausgeschlossen. Wenn wir annehmen, dass die Liebe nicht zu uns zurückkommt.

Dann fehlen uns Kraft und Mut. Deshalb ist es gerade dann wichtig, durch den Glauben die Hoffnung auf Leben und Liebe zu bewahren.

Siehe Artikel positives Denken

Mut und Kraft

Man muss sich immer vorstellen: das Leben nimmt seinen Weg. Immer geht es weiter, selbst wenn es manchmal scheint, als würden alle Wege enden. Ein Sprichwort sagt, dass die Nacht am aller schwärzesten ist, kurz bevor der Tag anbricht.

Du wirst es schaffen! Auch die schwierigsten Zeiten gehen vorbei. Aber Du musst an Dich glauben. Welche Situation sich auch immer einstellt, wir können Hoffnung finden. Was wir am allernotwendigsten brauchen, ist Glaube, Hoffnung und Liebe.

Selbst wenn die Zeiten schlecht sind, oder eine Krankheit uns einschränkt – Glaube, Hoffnung und Liebe sind immer noch da – wir finden sie in uns. Wir müssen lernen, das Kleine anzuerkennen, nicht zu verzweifeln, uns auch selbst nicht zu überfordern. Nur langsam, Schritt für Schritt, geht die Schöpfung ihren Weg. Schneller können auch wir nicht sein, denn wir sind Elemente der Schöpfung, nicht ihre rationalen Beobachter.

Nur durch uns entstehen Glaube, Hoffnung und Liebe.

 

Im Film „König der Könige“, einem Bibelfilm-Klassiker, erhält Johannes der Täufer den Segen Gottes. Er liegt im Kerker, und erwartet seine Bestrafungen – schließlich den Tod. Er zweifelt an Jesus, und damit am Sinn seines Lebenswerkes. Denn er hatte das Kommen von Gottes Sohn angekündigt.

Er zweifelt und leidet, die Hoffnung hat ihn im Kerker verlassen. Da erscheint ihm Jesus, und gibt ihm durch eine Berührung Glauben und Liebe zurück. Eine bewegende und wahre Szene in einem übrigens wunderbaren Film.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glaube Liebe Hoffnung – ohne Glauben geht nichts was last modified: Januar 21st, 2016 by Henrik Geyer

Freude wieder finden – Freude bereiten

Die Welt ist voll von kleinen Freuden, die Kunst besteht nur darin, sie zu sehen, ein Auge dafür zu haben. Li-Tai-Pe

Freude wieder finden – das ist wohl das, was wir alle wollen. Glück. Manche meinen, man benötig Geld dazu. Andere meinen, man braucht die richtigen Freunde … Aber das eigentliche Ziel ist nicht Geld, sind nicht Freunde, sondern ist Freude.

Freude – das ist die einfachste, beste, glücklichste, gesündeste und sinnvollste Art – zu leben.

Lieben

Zu lieben braucht es wenig. Man kann sich einfach dazu entschließen. Man kann entscheiden zu lieben. Was kann man alles lieben?

Das Leben kann man lieben, sich selbst, die Freunde, den Ehepartner. Eigentlich alles und jedes. Was braucht es dafür? Wertschätzung. Anerkennung.

Wertschätzung und Anerkennung kann man üben, indem man seine Gedanken wieder und wieder auf Wertschätzung und Anerkennung ruhen lässt.

Siehe Artikel „Danke sagen“

Die Liebe steckt an wie die Freude.
Adolph Kolping

Freude wieder finden durch mehr Bescheidenheit

Nicht in der großen Zahl liegt das Geheimnis Freude zu entdecken. Was ein Mensch sucht, kann er in einer einzigen Rose finden.
Antoine de Saint-Exupéry

Wieder sind wir beim Thema Wertschätzten. Wer schätzen kann, was er hat, benötigt nicht immer mehr und mehr. Wer wertschätzt was da ist, kann auch mit wenig zufrieden und glücklich sein. Auch das ist heute nicht selbstverständlich, wo doch scheinbar aller Sinn in Wachstum liegt, dem ewigen Streben nach dem Mehr.

Freude bereiten – bei seinen Freunden sein

Wir sind wie Spiegel – was wir selbst sind, sehen wir in Anderen. Im Guten wie im Bösen. Daher strahlt das Glück das wir teilen auf uns zurück. Das Glück der Anderen, die uns umgeben, ist unser eigenes Glück, ebenso wie der Hass der uns umgibt, schnell zum eigenen wird.

 

sich auf positive Gedanken konzentrieren

Freude und Angst sind Vergrößerungsgläser.
Aus Flandern

Sich auf Freude zu konzentrieren, und dadurch mehr und mehr Freude zu empfinden, ist eine Frage der Gewohnheit. Man kann sich geradezu in eine Euphorie des Glücks hineindenken, wenn man das Bewusstsein nur lange genug auf glückliche Gedanken fokussiert.

Siehe Artikel positives Denken

Sich auf freudvolle Gedanken zu konzentrieren ist ebenso angenehm wie gesund. Man denke an die vielen psychosomatischen Krankheiten, die unbestreitbar von der Psyche abhängen. Wo die Grenze zwischen psychosomatischen und „normalen“ Krankheiten verläuft, ist der Medizin unbekannt – man kann davon ausgehen, dass Glücklichsein jede Krankheit bessert.

Spruchbild: Freude, Mäßigkeit und Ruh' schließen dem Arzt die Türe zu. Friedrich von Logau
Freude, Mäßigkeit und Ruh‘ schließen dem Arzt die Türe zu. Friedrich von Logau

Glück ohne Leid gibt es nicht

Wer es versteht, dass zum Glücklichsein auch manchmal Leiden gehört, wie zum Süßen auch das Saure, oder wie zum Sonnenschein der Regen, der wird Leid wie eine notwendige Phase ansehen – und nicht dramatisieren. So, wie ohne den Regen alles austrocknet, kann es auch keine Freude geben, ohne die Erfahrung des Leides.

Darüber hinaus: Sehr oft wird erst aus Leid Verständnis geboren, für Zusammenhänge des Lebens, die uns wohl unsichtbar, und dennoch vorhanden sind. Menschen die das erleben, sind für die Erfahrung des Leides im Rückblick oft dankbar.

 

Freude wieder finden – Freude bereiten was last modified: Januar 19th, 2016 by Henrik Geyer

Tun was ich will! Wenn ich nur wüsste, was mein Wille ist …

Spruchbild Wille: Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geiste aber nur wenige. Dante Alighieri

Endlich einmal tun was ich will! Was ist Wille eigentlich und wie kann ich tun was ich will?

Tun was ich will – was ist mein Wille?

„Endlich einmal tun was ich will!“, sagt sich mancher. So oft scheint man getrieben von Umständen – man muss dies machen, jenes machen… Man ist ist in dem was man tut entfremdet. Entfremdung von der Arbeit bedeutet, dass die eigene Arbeit nichts mit einem selbst zu tun hat. Nicht mit den eigenen Zielen, nicht mit den eigenen Vorlieben, vielleicht noch nicht einmal mit den eigenen Moralvorstellungen. Man ist getrieben – und unglücklich.

Lebensqualität hängt davon ab, dass wir uns selbst verwirklichen können, dass wir unsere Tage nach eigenem Willen gestalten können. Dass wir unseren eigenen Zielen näherkommen. (siehe Artikel Was im Leben wirklich zählt)

Was man tun will, muss man zuallererst in sich selbst ergründen. Denn, weiß man das nicht, wird man notwendigerweise zum Werkzeug derjenigen, die sehr genau wissen was sie wollen.

Sich selbst zu erforschen, sich selbst zu ergründen, ist daher die wichtigste, und die beileibe nicht einfachste Herausforderung, der man sich zu stellen hat. Welchen Wert und welches Gewicht, zugleich welche Schwierigkeit in wahrer Selbsterkenntnis liegt, sieht man daran, dass die Forderung „Erkenne dich selbst!“ als höchstes Ziel über die Eingänge von Schulen im antiken Griechenland geschrieben wurde.

Den eigenen Willen entdecken – warum tu‘ ich nicht einfach was ich will?

Zitat: Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geiste aber nur wenige.
Dante Alighieri

Um dem Ziel der Selbsterkenntnis gerecht zu werden, und somit die eigenen Ziele, den eigenen Willen zu definieren, braucht es Mut. Denn körperlich hindert uns (heutzutage) im Grunde niemand, unsere eigenen Wege zu gehen. Die Zwänge sind subtiler, liegen in Grundüberzeugungen, die zu hinterfragen wir nicht gewohnt sind.

Aber natürlich kann nichts neu gedacht werden, was in seiner alten Form nicht auch hinterfragt wird.

Alte Denkschemata über Bord zu werfen, neu zu denken, neu zu tun – das ist auch eine Frage des Mutes. Man muss es sich zutrauen, man muss es riskieren… Wie sonst will man neues Land entdecken, wenn man nicht gewillt ist, das alte ein für allemal hinter sich zu lassen?

Sich die Zeit nehmen

Zitat: Der meistbeschäftigte Mensch hat am meisten Zeit für alles, was er ernsthaft will! Nur die Willensschwachen haben nie Zeit.

Es erscheint heute fast als Unverschämtheit, sich einfach Zeit zu nehmen, die es braucht, um ein eigenes Ziel zu verfolgen. Auch hierzu gehören Mut und Unverfrorenheit – und oft eine gewisse Schwerhörigkeit gegenüber dem Wissen „Aller“. Denn immer wissen „Alle“ ganz genau, was geht, und was nicht geht. Und übrigens wissen „Alle“ auch immer ganz genau, dass das Wissen „Aller“ stets das Aller-Vernünftigste ist

Man denke sich aber immer, dass das Besondere nie erreicht werden kann, wenn man dem Ratschluss der Masse folgt. Oft wird erst in späten Jahren verstanden, wie wenig von den glitzernden und blinkenden Zielen der Welt wert ist, angestrebt zu werden – und wie viel Fremdbestimmtheit in dem ist, was scheinbar „alle wollen“. Und erst dann auch versteht man, wie wichtig das Entdecken des eigenen, inneren Reichtums ist. Wenn man das bereits in jungen Jahren begreifen kann, ist es ein Glück.

Zitat: Was einer »an sich selbst hat«, kommt ihm nie mehr zu gute, als im Alter. Die meisten freilich, als welche stets stumpf waren, werden im höheren Alter mehr und mehr zu Automaten: sie denken, sagen und tun immer dasselbe, und kein äußerer Eindruck vermag mehr etwas daran zu ändern oder etwas neues aus ihnen hervorzurufen. Zu solchen Greisen zu reden, ist wie in den Sand zu schreiben: der Eindruck verlischt fast unmittelbar darauf. Ein Greisentum dieser Art ist denn freilich nur das Totengesicht des Lebens. (Schopenhauer)

Was ich will selbst definieren – Glück

Nicht von ungefähr fragen Philosophen und Dichter immer wieder, was Wille überhaupt ist.

Zitat:Täglich, bei aller Mühe und Arbeit, sehe ich, dass nicht mein Wille, sondern der Wille einer höheren Macht geschieht, deren Gedanken nicht meine Gedanken sind.
Johann Wolfgang von Goethe

Doch ungeachtet der Spur, die ins Unendliche führt, können wir das, was wir gemeinhin als „unseren eigenen Willen“ bezeichnen, nur entdecken, wenn wir den Mut zum Neudenken und zum Handeln haben. Den eigenen Willen zu entdecken, einen eigenen Begriff dafür zu entwickeln – darin liegen Glück und ein erfülltes Leben.

Zitat: Wahre Heiligkeit besteht darin, den Willen Gottes lächelnd zu tun.
Mutter Teresa

Tun was ich will! Wenn ich nur wüsste, was mein Wille ist … was last modified: Januar 18th, 2016 by Henrik Geyer

Apokalypse – Offenbarung. Der ewige Kreislauf der unschuldigen Sünde

Apokalypse - Offenbarung. Der ewige Kreislauf der Unschuld. Unschuld, Totale Zerstörung, Verwüstung, Demolierung, Apokalypse, Rot, Schönheit, Unbekümmertheit, Arglosigkeit, surreal, brennende Stadt, Zerstörung

Was ist die Apokalypse? Gibt es eine Notwendigkeit für sie? Worin besteht die Notwendigkeit, wodurch lässt sie sich abwenden?

Biblische Offenbarung – das Ende der Welt .. Gott übernimmt wieder

Apokalypse ist ein biblisches Wort – es ist das Buch der Offenbarung, das das Ende der Welt beschreibt, das jüngste Gericht. Aufgrund menschlicher Verfehlungen wird das Ende der Welt eingeleitet, es ist eine Abrechnung Gottes mit den Fehlern der Menschheit – eine fürchterliche Bestrafung und wohl nur manchmal eine Belohnung.

Die Welt kehrt in ihren himmlischen Urzustand zurück, ohne Menschen, aber auch ohne Sünde.

Endzeit-Visionen – die modernisierte Form der Apokalypse

Es gibt viele Endzeitphantasien, oft sind sie inspiriert von der biblischen Apokalypse. Diese Endzeit-Phantasien hängen entweder mit Krankheiten (Pandemien) oder Weltkriegen zusammen, man denke an „I am Legend“ (Buch von Richard Matheson), „The Book Eli“ (Film), „Mad Max“ (Film) und viele, viele mehr.

„Die Zeitmaschine“ von H.G.Wells ist eine sehr gut geschriebene, spannende und äußerst hellsichtige Variante. In „Die Zeitmaschine“ dringt ein Zeitreisender in die Epoche nach einer atomaren Kriegskatastrophe vor. Die Rest-Menschheit hat sich in die Eloi und die Morlocks geteilt.

Die Morlocks sind unterirdisch lebende, kannibalistische Ungeheuer. Sie ernähren sich von den überirdisch lebenden Eloi, die sie regelmäßig zusammentreiben und planvoll auf die Schlachtbank führen. Die Welt der Eloi ist himmlische Unwissenheit – sie vertreten das Prinzip der Schönheit, der Harmonie des Gartens Eden. In ihrer Unwissenheit sind sie wie Schafe, aber auch völlig ohne Sünde. Hingegen sind die Morlocks im Grunde der heute lebenden Menschheit sehr ähnlich. Denn sie sind wissend, berechnend, ausnutzend, produktiv, und sind dem Leser des Buches, obwohl sie so schrecklich und fremd wirken, irgendwie auch ein alptraumhaftes Spiegelbild.

H.G. Wells fragt nun: ist es das Los des Menschen, strebend, brutal, listig, vorwärts drängend zu sein, und damit schicksalhaft auch das Böse als unabdingbare Notwendigkeit in die Welt zu bringen?

Jack London – Der scharlachrote Tod

Die 1915 erschienenen Novelle „Der scharlachrote Tod“ von Jack London ist eine weitere, erstaunliche Variante einer Endzeit-Phantasie. Erstaunlich, weil Jack London eigentlich nicht für spirituelle Texte bekannt ist, dennoch ist gerade dieses Werk durchdrungen von spiritueller Weisheit und es ist wunderbar hellsichtig.

„Der scharlachrote Tod“ handelt von Überlebenden einer weltweiten Vernichtung der Menschheit durch eine gleichnamige Krankheit.

Der letzte Zeitzeuge der eigentlichen Katastrophe erzählt 60 Jahre danach, Kindern von den Tagen der Pandemie. Und er kommt auch darauf zu sprechen, wie es nun aus seiner Sicht weitergehen wird. Er hat Bücher in ein Versteck gebracht, um dem geistigen Neustart der Menschheit, den er voraussieht, zu befördern. Gegenwärtig sind die wenigen Überlebenden in einen Zustand des Analphabetentums, der Wildheit, des Aberglaubens, zurückgefallen – und er hält es für nötig, das geistige Erbe zu bewahren.

Doch dann, den Kindern berichtend, und ihre Reaktionen hörend, zweifelt er …

 

Erneuerung durch Feuer und durch Blut

Zitat (Übersetzung)

„Das Schießpulver wird wiederkommen. Nichts kann es aufhalten – es ist immer und immer wieder dieselbe Geschichte. Der Mensch steigt auf, und der Mensch kämpft.  Schießpulver wird den Menschen ermöglichen, Millionen anderer Menschen zu töten, und nur auf diese Weise, durch Feuer und durch Blut, wird sich eine neue Zivilisation in einer weit entfernten Zukunft entwickeln.

Und zu welchem Preis? Genau wie die alte Zivilisation verging, so wird es der neuen geschehen. Es kann fünfzigtausend Jahre dauern, dass sie sich entwickelt, aber auch sie wird vergehen. Alles vergeht. Es bleiben nur die kosmischen Kräfte und die Materie, die, immer fließend, immer agierend, die zeitlosen Typen hervorbringt – den Priester, den Soldaten und den König. Aus dem Mund von Kindern kommt die Weisheit aller Zeitalter. Manche werden kämpfen, andere werden herrschen, andere werden beten; und der Rest wird schuften und leiden, während ihre geschundenen Körper benutzt werden; wieder, und dann wieder, ohne Ende, die erstaunliche Schönheit und die überragenden Wunder der Zivilisation hervorbringend.

Es wäre ebenso gut, ich würde die Bücher, die ich in der Höhle sammelte, zerstören. Ob sie nun bleiben oder verschwinden, all ihre alten Wahrheiten werden entdeckt werden; all ihre alten Lügen werden neu gelebt und weitergegeben. Was wäre der Nutzen (sie zu bewahren)….“

die spirealistische Sicht

Aus spirealistischer Sicht hängt, was vorgedacht wird, mit einer sich entwickelnden Realität zusammen. Der Mensch ahnt hier völlig zu Recht. Denn er hat sich von seinen Quellen getrennt, und wähnt sich nun eigenständig. Die Welt SO sehend, entfremdet er sich von ihr, zerstört seine Quellen, lebt nicht in Einklang, sondern in ewigem Kampf. Dem Kampf, von dem Jack London spricht, und der sich immer wiederholen wird, solange sich der Mensch als getrennt von den Dingen sieht.

Bild „Apokalypse“

Es ist diese Unschuld, die ich in obigem Bild, das ich „Apokalypse“ nannte, darstellen wollte. Der Mensch sündigt und ist dabei völlig unschuldig. Wie ist das möglich? Kampf und Atombomben für selbstverständlich haltend, und sie sogar dem menschlichen Genie zurechnend, erschafft sich der Mensch seine fürchterliche Realität. Seine schrecklichsten Alpträume werden wahr. Und der Mensch beteuert, er wüsste nicht, woher all das kommt (!)… er ist in seiner Ahnungslosigkeit vollkommen ehrlich.

 

Die Sichtweise des Kampfes zu durchbrechen ist die Chance des Menschen – doch dieses Durchbrechen müsste mit einer ganz anderen Weltsicht einhergehen, als sie der Mensch derzeit hat.

Es wäre nicht die Welt der Unwissenheit der Eloi aus „Die Zeitmaschine“ – denn es gibt kein Zurück aus dem Wissen um Waffen. Es müsste eine Welt des Einklanges, und dennoch des Wissens, sein. Es müsste eine Welt sein, in der niemand die Notwendigkeit der Bombe sieht. Die technische Möglichkeit der Bomben-Konstruktion wohl habend, müsste jeder, oder anders formuliert, müsste „der Mensch“, eine solche Realisierung für völlig absurd halten. Das währe gleichbedeutend mit: Es technisch nicht ermöglichen. Es nicht planen, nicht entwickeln, nicht verbreiten, einfach weil man keinen Nutzen darin sieht.

Ist so etwas vorstellbar?

 

 

Apokalypse – Offenbarung. Der ewige Kreislauf der unschuldigen Sünde was last modified: Juni 5th, 2016 by Henrik Geyer

Spiritualität leben und erleben. Was Spiritualität ist und was sie bringt.

Spiritualität leben und erleben. Was Spiritualität ist und was sie bringt. … das Symbolhafte in allem sehen…

Es ist ist gar nicht so leicht zu sagen, was Spiritualität ist. Jemand, der darüber häufig mit Menschen diskutiert, wie ich es tue, merkt, dass die Auffassungen darüber weit auseinandergehen.

Wer meint, es sei egal, was die Menschen darunter verstehen, der bedenke, dass eine Sache nichts anderes sein kann, als das, was wir in ihr begreifen.

Was ist Spiritualität überhaupt?

Natürlich kann auch ich nur meine eigene wohlüberlegte Erklärung vorlegen.

Spiritualität (Geistigkeit) ist eine besondere Fokussierung auf das Innere, den Geist. Es ist das Für-wahr-halten-des-Gedankens, manchmal mehr noch, als das Für-wahr-Halten der äußerlichen Erscheinungen.

Daher kann mit Spiritualität für Außenstehende eine gewisse Entrücktheit einhergehen, so als könne der Spirituelle das Offensichtliche nicht sehen, oder, er sei nicht ganz in der Realität. Andererseits erscheint der Spirituelle, weil er Dinge sieht, die der normalen Sichtweise verborgen sind, manchmal geheimnisvoll.

Die Realität ist dem Spirituellen das Symbolhafte, eine Sichtweise, die in den Dingen Verschiedenstes erkennt – nicht Eindeutigkeit.

Damit ist nicht gesagt, dass jeder, der sich spirituell nennt, es im oben genannten Sinn auch ist. Viele verstehen Spiritualität als einen Gegensatz zum Religiösen. Ich denke, man kann den Grund dafür wie folgt formulieren:  Einerseits will man in den Kontakt mit dem Höheren kommen. Man will Transzendenz spüren… das Metaphysische. Andererseits hält man den Gedanken an einen Schöpfer für kompromittierend. Glaube sei etwas für Dumme. Auf diese Weise erscheint Spiritualität wie eine Wunderwaffe, die durch die Vermischung von religiösen und wissenschaftlichen Inhalten einerseits transzendent ist, andererseits „wissenschaftlich bewiesen.“ Solche Denkrichtungen halten oft nur sich selbst für wahr (ganz ähnlich den materialistischen Wissenschaften) – was ich wiederum als Ausschlusskriterium für Spiritualität sehen würde.

Ich halte folgende Punkte als Kennzeichen von Spiritualität für wichtig

  • die Grundauffassung, dass der Gedanke Kraft hat – dass der Glaube erschafft
  • die Grundauffassung, dass die Welt eine Welt der Gedanken ist. Die Welt ist demzufolge nicht (nur) das offensichtlich Sichtbare. Damit ist der Gedanke an Transzendenz und Metaphysik verbunden.
  • natürlich will man aus Spiritualität Nutzen ziehen, z.B. indem man das Wesen der Welt besser erkennt.
  • die Grundauffassung, dass es etwas Höheres gibt, als den Menschen

Siehe auch Artikel zum Thema : Was ist Gott? Die Notwendigkeit der Götter

Spiritualität leben – wie geht das?

Spirituelle Übungen sind Übungen der Konzentration und Achtsamkeit.

C.G.Jung malte Mandalas, Meditation ist eine verbreitete Konzentrationsübung, das Gebet erfüllt in der Religion denselben Zweck. Spiritualität leben – das kann verschiedenste Formen annehmen. Wichtig ist die Fähigkeit, die Gedanken auf etwas ruhen zu lassen. Wichtig ist auch Achtsamkeit, mit der man sich und die Wirkungen der Gedanken, beobachtet.

Spiritualität wird schließlich zu einer Geisteshaltung, die letztlich Transzendenz in allem sieht.

Was bringt mir Spiritualität?

Wenn ich schrieb, dass der Spirituelle die Transzendenz in allem sieht, so bedeutet das auch, dass er Transzendenz in sich selbst entdeckt. Es ist das Verborgene hinter dem Offensichtlichen – das gilt auch im Zusammenhang mit dem Ich.

Das bedeutet, weniger festgelegt zu sein. Die Meinungen, die Worte, die für den Materialisten aus sich selbst heraus die Welt sind, bedeuten, so gesehen, weniger. Für mich verbindet sich damit geistige Freiheit.

Siehe auch Artikel zum Thema: surreal – Was ist surreal?

All die Überzeugungen materialistischen Denkens, die uns manchmal das Leben wie eine Sackgasse erscheinen lassen (man denke an den Tod), lösen sich auf. An die Stelle des Sackgassen-Denkens tritt das Sehen ganz anderer Zusammenhänge, die durch die materialistische Brille schlicht unsichtbar sind.

Spiritualität ist für den Einzelnen wichtig, denn es bedeutet Glück, handlungsfähig sein, dem Herzen folgen. Für die Menschheit ist Spiritualität ebenso wichtig, denn es könnte sie frei machen von Überzeugungen, die sie für naturgegebene Imperative hält („wir brauchen mehr!“), genauso gut aber auch ihr Untergang sein können.

Muss Spiritualität sein? Oder kommt man auch ohne sie aus?

Diese Frage hört man des Öfteren von genervten Materialisten, die damit ausdrücken: „Die Kausalität der Dinge, so wie sie die Wissenschaften definieren, ist mir bestens bekannt. Somit bin ich bereits im Besitz aller Weisheit, die man auf dieser Welt benötigt. Wunderglaube ist nicht, was ich brauche.“

Siehe auch Artikel zum Thema: Objektivität – was ist das? Warum wir keine Objektivität finden

Ich kann hier wieder nur für mich sprechen, wenn ich sage, dass Spiritualität verbunden ist mit der Erkenntnis, dass die Kausalität der Wissenschaft eine mögliche Form der Weltsicht ist, keine notwendige. Dies ist zugleich die Sichtweise meines Spirealismus.

Damit ist auch gesagt, dass die inneren Welten der Menschen, die individuellen Realitäten ihrer Ich-Universen, nahezu jede Form annehmen können. Auch das Ich-Universum des Materialisten erscheint diesem vollständig und in der Innensicht ebenso vollkommen wie unbegrenzt – es gibt also keine Notwendigkeit, mit der dieser irgendetwas begreifen oder kennen „müsse“. Ebenso wenig muss jeder Einsteins Gleichungen nachvollziehen können.

Deshalb würde ich nicht sagen, dass Spiritualität mit Notwendigkeit zum Menschen gehört.

Was Spiritualität aber in jedem Fall wünschenswert macht, ist eine andere Form von Glück; Glück, das für den Spirituellen aus dem Innen kommt. Außerdem ein tieferes Verständnis des Zusammenhanges des Menschen mit den Dingen. Somit ist Spiritualität ein Weg das zu erreichen, was der Mensch eigentlich wie selbstverständlich für sich in Anspruch nimmt: sich selbst zu (er)kennen.

Aber das sind Vorteile, die man begreift, wenn man spirituell ist. Sie sind nicht im Vorhinein sichtbar, nicht im Außen nachweisbar.

Carl Gustav Jung sagte einmal:

Die entscheidende Frage für den Menschen ist: Bist du auf Unendliches bezogen oder nicht? Das ist das Kriterium seines Lebens.

 

 

 

Spiritualität leben und erleben. Was Spiritualität ist und was sie bringt. was last modified: Februar 9th, 2016 by Henrik Geyer

Pläne machen, gute Vorsätze fassen – und umsetzen

Pläne machen - Gute Vorsätze fassen und einhalten. Welche Krawatte soll es sein?

Pläne machen, gute Vorsätze fassen – hierfür erscheint der Beginn eines neuen Jahres besonders geeignet. Einen Cut machen, ganz neu beginnen, etwas ändern… Was hindert uns daran? Scheinbar nichts und doch ist es schwer.

Der Mensch besteht aus Gewohnheiten

Wir gehen jeden Tag der gleichen Arbeit nach, ziehen uns gleich an, sagen die gleichen Sätze zu unseren Bekannten, kaufen uns ähnliche Dinge. Im Detail mag das immer verschieden erscheinen; man könnte sich statt einer blauen Krawatte auch mal eine rote kaufen… aber im Wesentlichen tun wir immer die gleichen Dinge.

Das ist es auch, was die Persönlichkeit ausmacht, woran man uns erkennt.. „der oder die macht das immer so und so…“

Natürlich könnte man auch ein ganz anderer werden, aber im Grunde des Herzens erscheint doch alles so am Richtigsten, wie es gerade ist. „Wozu eine rote Krawatte kaufen … diese Möglichkeit besteht ja immer. Aber,  wenn nun einmal blau am besten passt?“

Komfort-Zone verlassen

Es ist ein Verlassen der Komfort-Zone, wenn man versucht, eine andere Gewohnheit anzunehmen. Es ist das Einüben von etwas, das man noch nicht kennt. Ganz ähnlich dem Einüben eines Musikstückes. Es gehört eine gewisse Neugier und Lernwilligkeit dazu, das auf sich zu nehmen. Der Wille, den Trott der Gewohnheit zu verlassen. Das bedeutet Unbequemlichkeit.

Wenn wir lediglich gute Vorsätze fassen, ohne uns der Schwierigkeiten bewusst zu sein, der Arbeit, die das mit sich bringt, werden unsere Pläne enden, wie es die sprichwörtlichen „guten Vorsätze zum neuen Jahr“ gewöhnlich tun: als Enttäuschung mit uns selbst.

Pläne machen – und mit Spiritualität und Achtsamkeit die guten Vorsätze umsetzen

Pläne machen und gute Vorsätze fassen ist schön – Spiritualität und Achtsamkeit können dabei helfen, die Pläne auch umzusetzen.

Will man von schädlichen Gewohnheiten lassen, wie beispielsweise dem Rauchen (aber auch jeder anderen Art von unerwünschter Gewohnheit), dann ist es wichtig, das eigene Wünschen und Wollen einer achtsamen Prüfung zu unterziehen. Es zu beobachten.

Denn, um unliebsame Gewohnheiten loszuwerden ist es viel hilfreicher, nicht mehr zu wollen, als gegen das Wollen zu kämpfen. Gegen das Wollen zu kämpfen bedeutet, den innerlichen Wunsch nicht aufzugeben. Weiter zu wollen, und nur im Außen zu kämpfen. Das ähnelte einer Selbstverleugnung, einem Kampf gegen das eigene Selbst. Ein Kampf, der verloren gehen muss.

Achtsamkeit

Uns selbst zu beobachten, wie wir (z.B.) rauchen, wie die Zigarette überhaupt nicht gut tut; oder zu beobachten, wann wir rauchen, und warum eigentlich, und was dann passiert – das kann eine viel tiefgreifendere Veränderung  mit sich bringen, als dieser ständige Kampf..

Nicht Ringen mit uns selbst bringt uns unseren Zielen näher, sondern das achtsame Transformieren der Gewohnheiten – aus Einsicht. „Kampf“ hört sich heroisch an, geht aber meist verloren.

 

Man bleibt jung, solange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann.
Marie von Ebner-Eschenbach

 

 

Pläne machen, gute Vorsätze fassen – und umsetzen was last modified: Dezember 25th, 2015 by Henrik Geyer

Lieber Gott bitte hilf mir! Gottes Hilfe in Zeiten der Not

Lieber Gott bitte hilf mir! Gottes Hilfe in Zeiten der Not

Lieber Gott bitte hilf mir!

Wenn man in Zeiten der Not ruft: „Lieber Gott bitte hilf mir“ dann fragt man sich manchmal: Gibt es Gott überhaupt?

Ja. Es gibt Gott. Es gibt den Schöpfer. Es gibt das Höhere.

Dieses Höhere wirkt in uns und durch uns hindurch. Wenn man so will, sind wir selbst Ausdruck des Schöpfers.

Wir finden das göttliche Prinzip in uns. Es ist, wie Jesus in der Bergpredigt formulierte. Jemand hatte ihn gefragt, wo man es denn besichtigen könne, dieses Reich seines Vaters. Man wolle es sich einmal anschauen. Jesus antwortete „Das Reich Gottes ist inwendig.“

Um den Glauben geht es

Der andere fragte, wann das Reich Gottes denn zu erwarten sei. Jesus fuhr fort: „Wenn du weißt, dass es da ist, dann wird es gekommen sein.“

Dieser Satz erklärt  sich dem Materialisten nicht, der gewohnt ist, alle Wahrheit nur im Außen zu sehen. Der Materialist benötigt den äußerlichen Nachweis, etwas sei „da“.

Wovon Jesus spricht, das ist Glaube. Glaube ist Wissen um die innere Wahrheit. Wissen, dass es Gott gibt. Einfach Wissen.

Dieses Wissen ist nicht leicht zu erlangen, daher muss man darum bitten (beten). Man bittet „Lieber Gott bitte hilf mir.“ Damit erkennt man seine Existenz an. Man lässt seine Gedanken darauf ruhen, lange und immer wieder. Und es verfestigt sich, wird zur Wahrheit…

Wird er mir helfen?

Ja. Allein seine Anwesenheit ist bereits eine Hilfe. Wenn man weiß, dass er da ist; wenn man glaubt. Gerade in der Not ist man ihm näher, als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt. Denn alles Wissen fällt von einem ab – und man ist frei für ein anderes Wissen.

Zitat: Merket wohl, alle nachdenklichen Gemüter: Das schnellste Roß, das euch zur Vollkommenheit trägt, ist Leiden. Nichts ist so gallebitter wie Leiden: und nichts so honigsüß wie Gelittenhaben.
Meister Eckhart

Was wird geschehen?

Alles kann geschehen. Seine Macht ist jenseits unserer Vorstellung. Und auch seine Wege sind jenseits unserer Vorstellung.

Unsere Logik ist nicht seine Logik.

Noch ein Zitat: Sobald Gott dich bereit findet, muss er in dein Wesen einströmen, geradeso wie der Sonnenschein sich auf die Erde ergießen muss, wenn die Luft klar und rein ist. Sehnendes Verlangen schafft Liebe, und Liebe überwindet alle Hindernisse.
Meister Eckhart

Den Blick auf das Innen richten

Das Wichtige ist, den Blick auf das Innen zu richten. Hier ist die Wahrheit, die wir suchen. Wir können die Wahrheit des Schöpfers nicht im Außen finden, wir können die Wissenschaft nicht danach fragen, wir können uns diese Wahrheit nicht „vorführen“ lassen. Denn sie ist inwendig, und es geht um Glauben.

Lieber Gott bitte hilf mir! Gottes Hilfe in Zeiten der Not was last modified: März 6th, 2016 by Henrik Geyer