Freiheit – Was ist das – und wer gibt uns Freiheit?

Freiheit!

Freiheit! Tun und lassen können, was man will – wer möchte das nicht?

Was heißt Freiheit?

Freiheit von Zwängen

Es gibt so viele Zwänge: gesellschaftliche Zwänge, familiäre Zwänge. Politische Zwänge, kulturelle Zwänge. Monetäre Zwänge. Zwänge nennen wir auch manchmal „Notwendigkeiten“, oder „Verpflichtungen“.

Eine „Verpflichtung“? Ist einzuhalten! Nur der Treulose, Fahrlässige, würde seine Verpflichtungen vernachlässigen. Und doch sind beides, weniger fein unterschieden, auch Zwänge, die unsere Freiheit einschränken.

Freiheit von Notwendigkeit

Verwenden wir das Wort „Notwendigkeit“, klingt das weniger zwanghaft, sondern objektiver. Eine Notwendigkeit ist ein Zwang, der geradezu eine Voraussetzung für unser Hiersein ist. Etwa wie Essen, Trinken. Wir haben hier keine Wahl, sondern müssen – so oder so. Es wäre unvernünftig, gegen die Notwendigkeiten aufzubegehren – sie sind ja nun einmal notwendig.

 

Aber … was genau tun wir eigentlich, OHNE dass eine Notwendigkeit vorliegt? 

Halten wir denn nicht immer für notwendig, was wir tun? Zwang und Notwendigkeit unterscheiden sich nur graduell … Und sind es auch nur kleine, belanglose Handlungen – wir würden sie lassen, wären sie nicht in dem  Moment, da wir sie tun, für uns mit Notwendigkeit verbunden.

Wir sehen: Die Grenze zwischen Notwendigkeit und Zwang – wir ziehen sie selbst. Genau genommen müssen wir wenig bis nichts – wir haben immer die Wahl. Die Grenzen liegen in uns.

 

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Unser Leben ist, wie das Ganze, in dem wir enthalten sind, auf eine unbegreifliche Weise aus Freiheit und Notwendigkeit zusammengesetzt.
Johann Wolfgang von Goethe

 

Freiheit von der Meinung anderer

Aus materialistischer Sicht klingt „geistig“ wie „das freie Element“ – das Geistige bewegt sich der materialistischen Vorstellung zu Folge frei um das feste Element (also die Materie) herum.

Aus spirealistischer Sicht hingegen ist das Geistige bedingt (also nicht frei) – und zwar wiederum durch Geistiges.

Konkret: dass wir in der Gegenwart Anderer geistig frei sein können, ist eine Illusion. Man denke nur an das Frei-Sein von negativen Urteilen, die uns einschränken.

Positive Urteile hingegen empfinden wir als befreiend – wir dürfen weiter nach eigenem Gutdünken handeln. Positive Urteile empfinden wir als Adelung unseren Tuns als „vernünftig“, „richtig“, „wahr“. Doch auch dieses Empfinden zeigt uns, wie abhängig wir sind von den geistigen Inhalten anderer.

Die geistigen Inhalte derer, mit von wir umgeben sind, wirken sich unvermeidlich auf uns aus. Frei zu sein von der Meinung anderer ist auch eine Form der Freiheit – eine sehr wichtige sogar.

Siehe auch Artikel zum Thema : Shitstorm Doktor. Wie wichtig ist die Meinung anderer?

Freiheit ist relativ

Frei ist man letztlich in Bezug auf die eigenen Gedanken. Unsere Freiheit hängt ab von unserer Sichtweise auf uns selbst. Man könnte auch sagen: Von unserem Willen. Was wollen wir tun, was nicht? Was erachten wir als notwendig, was nicht? Wir werden freier, wenn wir uns hierüber klar werden.

Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.
Arthur Schopenhauer

Eigentlich sind wir frei zu sagen: „Ich tue was ich will, und zwar aus freien Stücken.“ Natürlich müssen wir die Konsequenzen dessen tragen, was wir tun. Doch allzu gern schieben wir die Verantwortung für das, was uns passiert, irgendwelchen Umständen zu. Indem wir immer wieder so denken und auch immer wieder so reden, werden diese Umstände für uns manifest.

Bedenken wir lieber, dass wir tatsächlich stets die Wahl haben. Wir sagen zwar, wir müssen dies, weil; wir müssen jenes, weil … Aber was müssen wir wirklich? Die „weils“, also die Gründe – es sind unsere Gründe.

Bedenken wir, dass es lediglich eine Annahme ist, dass uns die Konsequenzen dessen, was wir tun könnten überfordern würden. Es ist eine Annahme die wir auf der Basis der Gewohnheiten treffen, die wir immer gewohnt sind, zu tun.

Freiheit und Verantwortlichkeit

Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit. Das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten. (George Bernard Shaw)

Was sucht man, wenn man die Meinung anderer erfragt? Wenn man fragt: „Was soll ich tun?“ Man sucht die Grenzen. man findet die Grenzen des Anderen.

Freiheit heißt auch, frei zu sein von den geistigen Grenzen des Anderen. Frei bleiben – nicht fragen. Man kommt am Ende nicht um die Verantwortung herum, dass das, was einem passiert, aus Freiheit geschehen kann. Und Freiheit bedeutet natürlich, dass alles geschehen kann.

Das Wichtige Wissen sollte aus einem selbst kommen. Was will ich? Was sind meine Entschlüsse und was werde ich tun?

Freiheit ist Verantwortung, für die eigenen Gedanken, für das eigene Tun. Freiheit ist daher nichts, was einfach so zufällt, sondern etwas, das zu nehmen jeder selbst die Verantwortung hat.

Andere können uns keine Freiheit geben. Das können wir nur selbst tun. Wir nehmen sie uns, oder wir tun geistige Freiheit ab, weil wir meinen, wir seien bereits gefangen. Doch wir können wahrnehmen: Die Gefängnisse sind auch in uns.

Siehe auch Artikel zum Thema : Herz und Verstand. Was bedeutet es, auf „das Herz zu hören“?

Siehe auch Artikel zum Thema : ein neues Leben anfangen – wie beginnt man ein neues Leben?

Freiheit – Was ist das – und wer gibt uns Freiheit? was last modified: März 4th, 2016 by Henrik Geyer

Reichtum – über das Recht, reich zu sein

Spruchbild: Die Fülle der Welt ist unser wahrer Reichtum. Wir erschaffen diesen Reichtum nicht, und wir müssen nicht um ihn kämpfen. Wir müssen ihn nur zu schätzen wissen.

Mancher meint, er sei dazu geschaffen, arm zu sein, keine Chancen zu haben. Es sei sein Karma, nur das Normale, nur das Ungenügende für sich beanspruchen zu dürfen – aber keinen Reichtum, und keine Fülle!

Dem sei Folgendes gesagt:

Erkenne den Reichtum der Welt!

Erkenne, den Reichtum, den die Welt selbst darstellt. Das, was wir wir Menschen oft als Reichtum sehen, ist nicht der eigentliche Reichtum. Sieh die Wolken über Dir, sieh die Sterne und die Erde auf der Du gehst. Was wir an glänzenden Gütern der Massenindustrie hervorbringen, geht selbst erst aus der Unendlichkeit der uns umgebenden Natur hervor, die in unermesslicher Fülle Dinge und Ideen für uns bereithält. Sie ist unser wahrer Reichtum. Und wir Menschen tun so, als hätten wir all das selbst erschaffen!

Vermeide den Gedanken, du seiest arm, denn das trifft nicht zu. Unerfüllte Wünsche machen Dich arm. Unerfüllbare Wünsche machen dich arm und unruhig – deine Konzentration lässt nach. Erfüllte Wünsche machen Dich reich, ruhig und konzentriert, und mit diesem Kapital kannst Du immer noch reicher werden.

Siehe auch Artikel zum Thema: Glaub an dich – und du glaubst an die Welt.

Denke an das, was Du hast. Nicht an das, was Du nicht hast.

Denke an Dein Leben. Kein Arzt kann Dir Leben geben – es ist die Fülle der Natur, aus der Du hervorgehst. Sei dafür dankbar.

Kein Manager kann Dir Freunde geben, es ist die Fülle Deiner Welt, aus der all das hervorgeht. Sei auch dafür dankbar.

Kein Berater kann Dir Freude schenken – es ist die in Dir wohnende, unerklärliche Kraft, die Dich Freude empfinden lässt. Wisse sie zu schätzen und nutze sie!

Gewöhne Dir ab, Wünsche zu hegen, die Dich unglücklich machen. Sei dankbar für die Fülle, die in Deinem Leben bereits ist!

Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.
Epikur

Reichtum ist Glück

Wahrer Reichtum ist nicht der Reichtum an Geld. Manchmal verhindert Geldreichtum sogar innerliches Glücklichsein.

Manche Leute haben von all ihrem Reichtum nichts als die Angst, ihn zu verlieren.
Antoine de Rivarol

Du kannst sehen, wie Leute unglücklich sind, weil sie das nicht bekommen, was sie am allermeistem zu brauchen glauben: Geld. Oder die unglücklich sind, wenn sie Geld verlieren. Geld macht sie arm.

Du kannst auch sehen, dass viele Menschen sehr glücklich, und innerlich reich sind, die gar nicht so viel haben. Innerlicher Reichtum hängt nicht von Geldreichtum ab.

Siehe auch Artikel zum Thema: Lieben und Liebe erlangen – was tut man, wenn Liebe fehlt?

Ergreife den Reichtum der Dinge und Gedanken

Die Fülle der Welt, das bist auch Du. Man muss Dir nicht erst einen Anspruch auf diese Fülle geben, damit Du nehmen kannst – vielleicht in Form eines Geldbriefes, oder einer Option. Nein, weil Du da bist, hast Du ein Recht. Weil Du da bist, hast Du bereits Teilhabe.

Verbanne jeden Gedanken, du wärst nicht wert, reich zu sein, oder dein Schicksal sei Minderwertigkeit.

Du bist bereits reich, und Du hast jedes Recht auf weiteren Reichtum. Der erste Schritt zu diesem Reichtum ist, den Reichtum der Welt sehen zu können, und dafür dankbar zu sein.

Siehe auch Artikel zum Thema: Wachstumswahn – wie viel ist genug?

Reichtum – über das Recht, reich zu sein was last modified: Februar 22nd, 2016 by Henrik Geyer

ein neues Leben anfangen – wie beginnt man ein neues Leben?

ein neues Leben anfangen - wie beginnt man ein neues Leben?

Manchmal will man ein neues Leben anfangen, weil man meint, „das kann nicht alles gewesen sein“. Oder man schöpft das gottgegebene Potential nicht aus, das man hat …

Entschlusskraft und Mut

Ein neues Leben anfangen – dazu gehört Mut, so viel ist klar. Denn die Konsequenz ist, dass man am Ende Dinge zum ersten Mal tun muss. Neu eben.

Gerade, wenn man sich in seinem Leben eingerichtet hat, es sich gemütlich gemacht hat – mit Dingen die man kann und die man kennt – dann ist es schwierig, neu anzufangen. Wenn man gewohnt ist, gut zu sein, in dem was man tut, dann muss man sich neu beweisen, neue Fehler machen. Vielleicht ist man gar nicht mehr gewohnt, als jemand wahrgenommen zu werden, der Fehler macht – man will es nicht.

In der Jugend ist es leichter. Das Ego ist weniger groß, die Routinen sind noch nicht so eingeschliffen; Fehler zu machen ist völlig normal.

Daher erfordert es gerade in späteren Jahren Entschlusskraft und einigen Mut, ein neues Leben anzufangen. Das Ego muss einige Stufen zurückschalten

ein neues Leben anfangen – wann ist es Zeit?

Was schwer daran ist, ein neues Leben anzufangen, erscheint leichter durch den Grund, den man für Veränderung hat. Völlig grundlos wird Veränderung niemals sein. Wir spüren vielleicht, dass Veränderung sein muss; wir merken, dass sich Vieles in eine ungewollte Richtung entwickelt hat.

Man muss in sich selbst der Frage nachspüren: Ist der Beruf, den man ausübt, erfüllend? Spürt man noch, dass man wachsen kann – und will? Gibt es noch Herausforderungen?

Oder ist die tägliche Routine längst zu einer lästigen Pflicht geworden – so, als sei das Leben dazu gemacht, nur „schnell hinter sich gebracht“ zu werden? So als habe das Leben lediglich das Ziel, möglichst schnell zu Ende zu gehen, und sei nicht eine riesige Chance, wichtige und schöne Dinge zu tun, und zu erleben!

Siehe auch Artikel zum Thema: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Die Bedeutung dieses wunderbaren Zitates

was gibt mir Energie, was lähmt mich?

Wichtig ist zu schauen, was einen begeistert, was (Lebens-)Energie gibt. Es gilt, das Energiekonto anzuschauen. Kann ich den Beruf gut ausüben, weil ich in ihm Glück und Erfüllung finde?Weil ich ihn gern ausübe, und mit Begeisterung?

Oder nötigt es bereits viel Überwindungs-Energie ab, den beruflichen Verpflichtungen auf dem niedrigsten Level nachzukommen – so dass von Freude und guten Leistungen gar keine Rede mehr sein kann?

Wer versucht gegen seine Neigungen, gegen die innere Stimme (die auch eine Stimme der Vernunft ist!), gegen das Schöne zu handeln, und nur aus Notwendigkeit und aus Pflichtgefühl da zu sein, der hält das beste Rezept für Burn Out und Depression in der Hand.

Zu schauen, was Energie gibt, und was Energie entzieht, ist ein wichtiger Indikator. Er sagt uns, wann es sein muss, ein neues Leben anzufangen.

Zeit und Geduld

Neu anfangen heißt neue Fehler machen. Vieles muss neu gelernt werden. Das braucht Zeit und Geduld – ganz abgesehen von Ehrgeiz und Disziplin. Man sollte sich also, wenn man sich verändern will, selbst Zeit geben. Man denke nur an die vielen Lehr- und Praxisjahre, die es brauchte, zu dem zu werden, der man heute ist.

Wer glaubt, das Leben zu ändern sei ein Spaziergang, der kehrt allzu leicht wieder um, meinend, es sei nicht machbar. Doch man bedenke: Es nützt nichts, wenn wir uns selbst überfordern. Alles braucht seine Zeit. Im Allgemeinen überschätzt man, was man kurzfristig erreichen kann, aber man unterschätzt, was langfristig möglich ist.

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort: Im Allgemeinen überschätzt man,  was man kurzfristig erreichen kann, aber man unterschätzt,  was langfristig möglich ist.
Im Allgemeinen überschätzt man was man kurzfristig erreichen kann, aber man unterschätzt was langfristig möglich ist.

Wer sich beruflich völlig neu orientiert, muss damit rechnen, dass einige Jahre vergehen, bis man sich im neuen (Berufs-)Leben eingerichtet hat, bis man etwas verdient. Hier alles kurz auf knapp zu planen bringt Frustration und Druck, aber keinen Erfolg.

Es gilt, sein Leben lang zu arbeiten, zu kämpfen und jeden Tag neu zu beginnen. Man muss nicht nur mit anderen Geduld haben, sondern auch mit sich selbst.
Franz von Sales

das Gewohnte neu Denken

Auch wenn wir sagen, wir wollen ein neues Leben anfangen, bleiben wir doch großenteils mit unseren Gedanken, unseren Definitionen, unseren Wertvorstellungen, dieselben. Mancher, der meint, ein neues Leben anzufangen, bedeute nur eine partielle Änderung des Berufes, befindet sich bald wieder in der alten Misere.

Es lohnt sich, sehr genau zu überlegen, was man ändern will.   Was war schlecht am alten Leben, was kann weg? Was ist das Gute, das bleiben soll? Ganz „neu“ werden wir ohnehin nie.

Tun und Denken sind eins. Alles was wir tun, müssen wir auch denken. Indem wir anfangen anders zu denken, werden wir anders. Ein neues Leben anfangen – das bedeutet anders denken. Oft bedeutet es, über Bord zu werfen, was man ganz sicher weiß. Ein Stück vom Ego muss weg. Man muss partiell über Bord werfen, womit man sich identifiziert hat, was man als unabdingbar ansah.

Man sagt auch manchmal, man „erfindet sich“ neu.

Siehe auch Artikel zum Thema: Denken erschafft. Spirealismus und Spiritualität

ein neues Leben anfangen – wie beginnt man ein neues Leben? was last modified: Februar 12th, 2016 by Henrik Geyer

Wunschdenken – ist die Realität automatisch das, was man denkt?

Wunschdenken

Wunschdenken – sich einfach die Welt schön denken. Ist das Unsinn oder Realität? Traum oder Alptraum?

Im Zusammenhang mit Spiritualität, Religiosität, auch meinem Spirealismus und dessen Grundsatz „das Denken ist die Realität“, wird oft vermutet, es ginge um Wunschdenken – und Wunschdenken sei Quatsch.

Hierzu einige Gedanken und ein Aspekt des Begriffes „Wunschdenken“, der vielleicht ungewohnt erscheint.

Unsere Vorstellung von der Welt ist die Welt

In „Alles ist Geist“ lege ich meine Beobachtung dar, dass die Art und Weise des Denkens die individuelle Welt erschafft. Was wir denken ist nicht im eigentlichen Sinn eine Sichtweise „auf“ die Welt – sondern die individuelle Vorstellung ist die Welt (des Individuums).

Wie könnte man Vorstellung von der Welt und richtige Welt auseinander halten?

Wunschdenken ist real

Daher ist, was der Einzelne für „die Wahrheit“ hält, für ihn die Wahrheit. Punkt. Wenn Sie z.B. den eben formulierten Satz in diesem Moment nicht für wahr halten, so ist es Ihre, Ihnen unbestreitbar erscheinende, Wahrheit, dass er falsch ist. Es bleibt immer eine subjektive Wahrheit – DIE Wahrheit gibt es ebenso wenig wie DIE Realität.

Wenn man die Vorstellung von der Welt irgendwie beeinflussen kann: Hat es für den Einzelnen Sinn, sich eine schöne Welt vorzustellen, an Stelle einer schrecklichen? Ja! Und wenn unverbesserliche Realisten nun von der Realität sprechen, die man anerkennen müsse, dann verkennen sie mindestens, dass positives Denken ja ebenfalls eine Realität ist. Eine Realität, die das, was wir Materie nennen, bewegt. Indem sie uns bewegt.

Positives Denken hat Sinn. Glauben bewegt uns wie ein Motor. Glauben lässt uns stark sein, wenn es schwierig wird. Positives Denken gibt uns Kraft, Dinge anzupacken, die am Anfang wie unmöglich erscheinen. Es hat viel Sinn, sich auf guten Glauben, auf Zuversicht, zu konzentrieren, auf gute Gedanken! Es hat viel Sinn, gesteuert Wunschdenken zu betreiben.

Man kann übrigens Wunschdenken auch als einen Schutz vor einer (fälschlich) als schlecht wahrgenommenen Realität verstehen – auch dann hat Wunschdenken einen Sinn.

Wunschdenken praktizieren

Wunschdenken zu praktizieren bedeutet, sich bewusst einem Gedanken zuzuwenden, den für wahr zu halten man für nützlich hält.

 

Die Grenzen dessen, was wir uns vorstellen können, liegen im Denken (wenn auch nicht im Denken des Einzelnen, wodurch klar ist, dass das Denken des Einzelnen nur im Zusammenklang mit dem Denken aller die Macht hat, eine Realität für alle zu erzeugen – siehe Spirealismus).

Die Grenzen dessen, was der Einzelne sich vorstellen kann, sind demzufolge auch in den Denk-Grenzen der Personen zu finden, mit denen wir uns umgeben.

Daher sehen wir schon das Erfordernis, dass gezieltes Wunschdenken auch ein Abkoppeln vom Denken anderer Personen ist. Ein Denken anderer, das man selbst vielleicht nicht haben möchte.

Wie macht man das, wie koppelt man sich ab? In dem man sich mit den Personen auseinandersetzt, sich streitet? Indem man anderen beweist, im Unrecht zu sein? Nein, man koppelt sich ab, indem man sich aus der Kommunikation löst – nicht kommuniziert.

Die Kehrseite der Medaille ist natürlich, dass man auf diese Weise nicht das Denken der Anderen verändert (was ohnehin sehr unwahrscheinlich ist). Die eigene Wahrheit ist von der Wahrheit anderer abgekoppelt – aus Wunschdenken baut sich eine individuelle Wahrheit auf, die nicht automatisch die Wahrheit der anderen ist. Das zu akzeptieren ist Teil der Methode, Wunschdenken zu praktizieren.

Wunschdenken an der Realität vorbei: Wünsche für die man nichts tut

Die Realität ist nichts Genaues, nichts Scharfes, nichts Eindeutiges. Niemand kann sagen: die Realität ist nur das, oder nur jenes. In jedem ist die Realität anders.

Dennoch hat Wunschdenken sicherlich Grenzen des Nützlichen oder Machbaren. Z.B. wenn es uns Ziele verfolgen lässt, die sich letztendlich als untauglich erweisen. Wenn wir also „an der Realität vorbei“ handeln. Oder, wenn man, Träumen nachhängend, das Handeln zu seinem Besten vergisst, so dass man, aus Wunschdenken „erwachend“, sich in einer Alptraum-Realität wiederfindet.

 

Jedoch – „endgültig“ definieren lässt sich eine Abgrenzung nicht. Wir sind es zwar gewohnt, ganz genau zu beurteilen, was „nur Wunschdenken“ ist, und was „richtiges“ Denken. Aber bei Lichte besehen ist es doch nahezu unmöglich zu sagen, was genau Wunschdenken ist. Denn  wir alle leben (zumindest auch) in unseren Träumen, Vorstellungen, Wünschen. Macht das das Leben nicht gerade lebenswert? Die größten Künstler, Erfinder und Entdecker galten in ihrer Zeit als Träumer und Spinner. Die größten Realisten hingegen sind längst vergessen.

Der Wunschdenkende darf einfach nicht vergessen, seinen Wünschen entsprechend auch zu handeln. Was so viel heißt wie: den Gedanken zu Ende denken!

Wunschdenken – ist die Realität automatisch das, was man denkt? was last modified: Februar 10th, 2016 by Henrik Geyer

Glaube Liebe Hoffnung – ohne Glauben geht nichts

Glaube Liebe Hoffnung - der Schöpfer glaubt an dich Ohne Glauben geht nichts

Glaube, Liebe und Hoffnung halten uns auf dem Lebens-Weg. Wie sehr brauchen wir sie? Ist es besser, „Realist“ zu sein?

ohne Glauben geht nichts

Es ist wichtig zu verstehen, welche Rolle der Glaube in unseren Leben spielt. Wir alle glauben – selbst wenn wir nach Außen hin sagen: „Ich glaube an nichts.“ Doch in Wirklichkeit glauben wir immer an ganz viel. Ohne Glauben ginge gar nichts. Wir würden uns nicht einmal ein Butterbrot schmieren können, wenn wir nicht glauben würden, damit fertig zu werden.

Religiöser Glaube, spiritueller Glaube, buddhistischer Glaube, sind jeweils Wissen. Ebenso wie der Glaube, die Welt sei aus unteilbaren Kernen gemacht, sich uns als Wissen darstellt. Glaube, wie ihn sich der Unkundige vorstellt, als eine Art „Nicht Wissen“, ist etwas ganz anderes. Glaube der Kraft hat, ist Wissen. Glaube der in tausend Richtungen zugleich geht, und keine Kraft hat, ist Zweifel.

Der Glaube ist die Kraft der Schöpfung. Denn durch Glauben sind die Dinge für uns da. Wir wissen, sie sind da – und dann sind sie da! Oder hat schon einmal jemand die Liebe in einem chemischen Labor nachweisen können? Nein. Und dennoch ist sie da – durch uns. Durch unsere Liebe zu den Dingen kommt die Hoffnung in die Welt. Wir hoffen auf das Gute. Die Liebe zieht uns hin, zu den Dingen und zu den Menschen.

Element der Schöpfung – nicht Beobachter der Schöpfung

In uns ist die Kraft der Schöpfung. Durch uns wird geschaffen, was wir in unseren Welten sehen. Wir sind nicht nur äußerliche Beobachter eines von uns getrennten Vorganges – der Schöpfung. Sondern wir selbst sind Elemente der Schöpfung – und schöpfen ebenso, wie die Natur schöpft. Durch uns erschafft die Natur. Durch uns erst entstehen Glaube, Liebe und Hoffnung.

die Kraft des Schöpfers ist in uns – als unsere Hoffnungen und Liebe

Die Liebe ist gleichsam das, was wir wollen und was uns anzieht. Sie ist das Prinzip des Strebens nach etwas. Sie treibt uns an – als Kraft des Schöpfers in uns. Man kann es wissenschaftlich sagen: Die Kraft des Lebens. Die Kraft der Natur. Die Energie der Materie-Teilchen. Man kann es religiös sagen: Die Kraft Gottes.

Wir selbst sind Elemente der Schöpfung – und haben Teil an der göttlichen Kraft. Unser Sinn – das ist der Sinn des Schöpfers. Unser Glaube – das ist der Glaube des Schöpfers.

Glaube Liebe Hoffnung – Hoffnung finden

Hoffnung macht uns handlungsfähig. Wenn wir zweifeln und Sinnlosigkeit spüren, dann ist es wichtig, sich auf die Hoffnung zu konzentrieren.

In der Religion bedeutet Konzentration Gebet.

Für den Materialisten heißt Konzentration: Rationales Nachdenken. Aber die Kraft der Schöpfung ist irrational. Daher ist es wichtig, an seinen Überzeugungen, an seinem Glauben, festzuhalten; daran zu arbeiten. Rationales Nachdenken ist nicht der Glaube, den wir benötigen, um unseren Weg zu gehen.

Wir haben keine Ahnung von den Möglichkeiten der Schöpfung, und können sie rational weder erklären, noch begründen, noch erwarten. Es ist es die Kraft des Glaubens, die Kraft der manchmal nicht erklärbaren Hoffnung, die uns auf den rechten Weg zurückführt. Durch Glauben (diesen, wie mancher meint, unnützen, dummen Glauben) können Hoffnung und Liebe in unser Leben zurückkehren.

Glaube, Liebe und Hoffnung sind eine Art Treibstoff, die uns bewegen. So wie Energie die Materie bewegt. Man kann Energie berechnen, aber man kann Glaube, Liebe und Hoffnung nicht berechnen. Daher entziehen sie sich unserer „rationalen“ Überlegung.

Du wirst es schaffen

Manchmal haben wir einen Glauben, der uns zerstört.

Wenn wir glauben, ganz genau zu wissen, dass das Schicksal einen schlechten Weg nehmen muss. Wenn wir glauben, jede Hoffnung sei ausgeschlossen. Wenn wir annehmen, dass die Liebe nicht zu uns zurückkommt.

Dann fehlen uns Kraft und Mut. Deshalb ist es gerade dann wichtig, durch den Glauben die Hoffnung auf Leben und Liebe zu bewahren.

Siehe Artikel positives Denken

Mut und Kraft

Man muss sich immer vorstellen: das Leben nimmt seinen Weg. Immer geht es weiter, selbst wenn es manchmal scheint, als würden alle Wege enden. Ein Sprichwort sagt, dass die Nacht am aller schwärzesten ist, kurz bevor der Tag anbricht.

Du wirst es schaffen! Auch die schwierigsten Zeiten gehen vorbei. Aber Du musst an Dich glauben. Welche Situation sich auch immer einstellt, wir können Hoffnung finden. Was wir am allernotwendigsten brauchen, ist Glaube, Hoffnung und Liebe.

Selbst wenn die Zeiten schlecht sind, oder eine Krankheit uns einschränkt – Glaube, Hoffnung und Liebe sind immer noch da – wir finden sie in uns. Wir müssen lernen, das Kleine anzuerkennen, nicht zu verzweifeln, uns auch selbst nicht zu überfordern. Nur langsam, Schritt für Schritt, geht die Schöpfung ihren Weg. Schneller können auch wir nicht sein, denn wir sind Elemente der Schöpfung, nicht ihre rationalen Beobachter.

Nur durch uns entstehen Glaube, Hoffnung und Liebe.

 

Im Film „König der Könige“, einem Bibelfilm-Klassiker, erhält Johannes der Täufer den Segen Gottes. Er liegt im Kerker, und erwartet seine Bestrafungen – schließlich den Tod. Er zweifelt an Jesus, und damit am Sinn seines Lebenswerkes. Denn er hatte das Kommen von Gottes Sohn angekündigt.

Er zweifelt und leidet, die Hoffnung hat ihn im Kerker verlassen. Da erscheint ihm Jesus, und gibt ihm durch eine Berührung Glauben und Liebe zurück. Eine bewegende und wahre Szene in einem übrigens wunderbaren Film.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glaube Liebe Hoffnung – ohne Glauben geht nichts was last modified: Januar 21st, 2016 by Henrik Geyer

Freude wieder finden – Freude bereiten

Die Welt ist voll von kleinen Freuden, die Kunst besteht nur darin, sie zu sehen, ein Auge dafür zu haben. Li-Tai-Pe

Freude wieder finden – das ist wohl das, was wir alle wollen. Glück. Manche meinen, man benötig Geld dazu. Andere meinen, man braucht die richtigen Freunde … Aber das eigentliche Ziel ist nicht Geld, sind nicht Freunde, sondern ist Freude.

Freude – das ist die einfachste, beste, glücklichste, gesündeste und sinnvollste Art – zu leben.

Lieben

Zu lieben braucht es wenig. Man kann sich einfach dazu entschließen. Man kann entscheiden zu lieben. Was kann man alles lieben?

Das Leben kann man lieben, sich selbst, die Freunde, den Ehepartner. Eigentlich alles und jedes. Was braucht es dafür? Wertschätzung. Anerkennung.

Wertschätzung und Anerkennung kann man üben, indem man seine Gedanken wieder und wieder auf Wertschätzung und Anerkennung ruhen lässt.

Siehe Artikel „Danke sagen“

Die Liebe steckt an wie die Freude.
Adolph Kolping

Freude wieder finden durch mehr Bescheidenheit

Nicht in der großen Zahl liegt das Geheimnis Freude zu entdecken. Was ein Mensch sucht, kann er in einer einzigen Rose finden.
Antoine de Saint-Exupéry

Wieder sind wir beim Thema Wertschätzten. Wer schätzen kann, was er hat, benötigt nicht immer mehr und mehr. Wer wertschätzt was da ist, kann auch mit wenig zufrieden und glücklich sein. Auch das ist heute nicht selbstverständlich, wo doch scheinbar aller Sinn in Wachstum liegt, dem ewigen Streben nach dem Mehr.

Freude bereiten – bei seinen Freunden sein

Wir sind wie Spiegel – was wir selbst sind, sehen wir in Anderen. Im Guten wie im Bösen. Daher strahlt das Glück das wir teilen auf uns zurück. Das Glück der Anderen, die uns umgeben, ist unser eigenes Glück, ebenso wie der Hass der uns umgibt, schnell zum eigenen wird.

 

sich auf positive Gedanken konzentrieren

Freude und Angst sind Vergrößerungsgläser.
Aus Flandern

Sich auf Freude zu konzentrieren, und dadurch mehr und mehr Freude zu empfinden, ist eine Frage der Gewohnheit. Man kann sich geradezu in eine Euphorie des Glücks hineindenken, wenn man das Bewusstsein nur lange genug auf glückliche Gedanken fokussiert.

Siehe Artikel positives Denken

Sich auf freudvolle Gedanken zu konzentrieren ist ebenso angenehm wie gesund. Man denke an die vielen psychosomatischen Krankheiten, die unbestreitbar von der Psyche abhängen. Wo die Grenze zwischen psychosomatischen und „normalen“ Krankheiten verläuft, ist der Medizin unbekannt – man kann davon ausgehen, dass Glücklichsein jede Krankheit bessert.

Spruchbild: Freude, Mäßigkeit und Ruh' schließen dem Arzt die Türe zu. Friedrich von Logau
Freude, Mäßigkeit und Ruh‘ schließen dem Arzt die Türe zu. Friedrich von Logau

Glück ohne Leid gibt es nicht

Wer es versteht, dass zum Glücklichsein auch manchmal Leiden gehört, wie zum Süßen auch das Saure, oder wie zum Sonnenschein der Regen, der wird Leid wie eine notwendige Phase ansehen – und nicht dramatisieren. So, wie ohne den Regen alles austrocknet, kann es auch keine Freude geben, ohne die Erfahrung des Leides.

Darüber hinaus: Sehr oft wird erst aus Leid Verständnis geboren, für Zusammenhänge des Lebens, die uns wohl unsichtbar, und dennoch vorhanden sind. Menschen die das erleben, sind für die Erfahrung des Leides im Rückblick oft dankbar.

 

Freude wieder finden – Freude bereiten was last modified: Januar 19th, 2016 by Henrik Geyer

Tun was ich will! Wenn ich nur wüsste, was mein Wille ist …

Spruchbild Wille: Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geiste aber nur wenige. Dante Alighieri

Endlich einmal tun was ich will! Was ist Wille eigentlich und wie kann ich tun was ich will?

Tun was ich will – was ist mein Wille?

„Endlich einmal tun was ich will!“, sagt sich mancher. So oft scheint man getrieben von Umständen – man muss dies machen, jenes machen… Man ist ist in dem was man tut entfremdet. Entfremdung von der Arbeit bedeutet, dass die eigene Arbeit nichts mit einem selbst zu tun hat. Nicht mit den eigenen Zielen, nicht mit den eigenen Vorlieben, vielleicht noch nicht einmal mit den eigenen Moralvorstellungen. Man ist getrieben – und unglücklich.

Lebensqualität hängt davon ab, dass wir uns selbst verwirklichen können, dass wir unsere Tage nach eigenem Willen gestalten können. Dass wir unseren eigenen Zielen näherkommen. (siehe Artikel Was im Leben wirklich zählt)

Was man tun will, muss man zuallererst in sich selbst ergründen. Denn, weiß man das nicht, wird man notwendigerweise zum Werkzeug derjenigen, die sehr genau wissen was sie wollen.

Sich selbst zu erforschen, sich selbst zu ergründen, ist daher die wichtigste, und die beileibe nicht einfachste Herausforderung, der man sich zu stellen hat. Welchen Wert und welches Gewicht, zugleich welche Schwierigkeit in wahrer Selbsterkenntnis liegt, sieht man daran, dass die Forderung „Erkenne dich selbst!“ als höchstes Ziel über die Eingänge von Schulen im antiken Griechenland geschrieben wurde.

Den eigenen Willen entdecken – warum tu‘ ich nicht einfach was ich will?

Zitat: Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geiste aber nur wenige.
Dante Alighieri

Um dem Ziel der Selbsterkenntnis gerecht zu werden, und somit die eigenen Ziele, den eigenen Willen zu definieren, braucht es Mut. Denn körperlich hindert uns (heutzutage) im Grunde niemand, unsere eigenen Wege zu gehen. Die Zwänge sind subtiler, liegen in Grundüberzeugungen, die zu hinterfragen wir nicht gewohnt sind.

Aber natürlich kann nichts neu gedacht werden, was in seiner alten Form nicht auch hinterfragt wird.

Alte Denkschemata über Bord zu werfen, neu zu denken, neu zu tun – das ist auch eine Frage des Mutes. Man muss es sich zutrauen, man muss es riskieren… Wie sonst will man neues Land entdecken, wenn man nicht gewillt ist, das alte ein für allemal hinter sich zu lassen?

Sich die Zeit nehmen

Zitat: Der meistbeschäftigte Mensch hat am meisten Zeit für alles, was er ernsthaft will! Nur die Willensschwachen haben nie Zeit.

Es erscheint heute fast als Unverschämtheit, sich einfach Zeit zu nehmen, die es braucht, um ein eigenes Ziel zu verfolgen. Auch hierzu gehören Mut und Unverfrorenheit – und oft eine gewisse Schwerhörigkeit gegenüber dem Wissen „Aller“. Denn immer wissen „Alle“ ganz genau, was geht, und was nicht geht. Und übrigens wissen „Alle“ auch immer ganz genau, dass das Wissen „Aller“ stets das Aller-Vernünftigste ist

Man denke sich aber immer, dass das Besondere nie erreicht werden kann, wenn man dem Ratschluss der Masse folgt. Oft wird erst in späten Jahren verstanden, wie wenig von den glitzernden und blinkenden Zielen der Welt wert ist, angestrebt zu werden – und wie viel Fremdbestimmtheit in dem ist, was scheinbar „alle wollen“. Und erst dann auch versteht man, wie wichtig das Entdecken des eigenen, inneren Reichtums ist. Wenn man das bereits in jungen Jahren begreifen kann, ist es ein Glück.

Zitat: Was einer »an sich selbst hat«, kommt ihm nie mehr zu gute, als im Alter. Die meisten freilich, als welche stets stumpf waren, werden im höheren Alter mehr und mehr zu Automaten: sie denken, sagen und tun immer dasselbe, und kein äußerer Eindruck vermag mehr etwas daran zu ändern oder etwas neues aus ihnen hervorzurufen. Zu solchen Greisen zu reden, ist wie in den Sand zu schreiben: der Eindruck verlischt fast unmittelbar darauf. Ein Greisentum dieser Art ist denn freilich nur das Totengesicht des Lebens. (Schopenhauer)

Was ich will selbst definieren – Glück

Nicht von ungefähr fragen Philosophen und Dichter immer wieder, was Wille überhaupt ist.

Zitat:Täglich, bei aller Mühe und Arbeit, sehe ich, dass nicht mein Wille, sondern der Wille einer höheren Macht geschieht, deren Gedanken nicht meine Gedanken sind.
Johann Wolfgang von Goethe

Doch ungeachtet der Spur, die ins Unendliche führt, können wir das, was wir gemeinhin als „unseren eigenen Willen“ bezeichnen, nur entdecken, wenn wir den Mut zum Neudenken und zum Handeln haben. Den eigenen Willen zu entdecken, einen eigenen Begriff dafür zu entwickeln – darin liegen Glück und ein erfülltes Leben.

Zitat: Wahre Heiligkeit besteht darin, den Willen Gottes lächelnd zu tun.
Mutter Teresa

Tun was ich will! Wenn ich nur wüsste, was mein Wille ist … was last modified: Januar 18th, 2016 by Henrik Geyer

Lebensqualität schaffen – Alltag mit Glück und Freude.

Lebensqualität - Spruchbild: Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden. Mark Twain

Mehr Lebensqualität – wer will das nicht? Hier einige Gedanken.. was ist Lebensqualität, und, wie schaffen wir für uns selbst mehr Lebensqualität?

Lebensqualität: tun, was man wirklich mag

Es gibt Leute, die sagen, man müsse erst einmal sehr viel arbeiten, damit man später tun kann, was man wirklich will. Aber es ist ebenso gut so, dass man erst einmal tun sollte, was man wirklich will, damit man sehr viel arbeiten kann – und damit man, was noch wichtiger ist, tut, was man wirklich mag.

Zitat: Die beste Arbeit, die man tun kann, ist das, was man ohne Lob in der Stille tut.
Vincent van Gogh

Wenn man in Übereinstimmung mit seinen eigenen Wertvorstellungen lebt und arbeitet, dann ist man glücklich, dann ist man produktiv. Wenn man tut, was man möchte, dann erscheint Arbeit nicht als etwas Gezwungenes, das man nur zu bestimmten Zeiten tun muss, weil es nicht anders geht.

Sondern Arbeit ist eine geliebte Tätigkeit; etwas, das man ohnehin so oft wie möglich tun möchte. Man ertappt sich dabei, dass man zu fast jeder Zeit, und völlig freiwillig, arbeiten möchte.

Man kennt das als „das Hobby zum Beruf machen“ – doch wird das oft abgetan, es sei „unmöglich“. Ist es das wirklich … unmöglich?

Werte und Ziele formulieren

Um ein Hobby zum Beruf zu machen, muss man erst einmal ein Hobby haben. Und da gibt es auch einige Einschränkungen. Was ist das, was ich will? Ist mein Hobby das Sammeln von Bierdeckeln? Fasziniert mich das.. wirklich so sehr, dass ich damit Jahre zubringen könnte? Kann ich andere damit faszinieren? Kann ich mich selbst damit faszinieren. Was auch immer wir anfangen, es darf nicht zu simpel sein, es muss ein hoher Preis sein, um den wir kämpfen – und um den zu kämpfen sich lohnt.

Auf jeden Fall gilt es zu fragen: Was sind meine Werte, was möchte ich in meinem Leben sehen? Und was möchte ich nicht darin sehen? In dieser Frage liegt sehr viel Macht der Selbstdefinition. Wenn wir uns nicht selbst definieren, werden wir durch andere definiert, die uns sagen, dies sei nötig, jenes sei nötig ..

Tun

Was immer wir an Ideen entwickeln – wir müssen etwas dafür tun. Wir müssen die Entwicklung der Ideen vorantreiben, indem wir unseren Ideen eine konkrete Realisierung folgen lassen. Möglichst sofort. Sonst werden wir nicht nur frei bleiben von eventuell unangenehmen Fehlern. Sondern auch frei von dem Glück, das dem Tun folgt. Frei von der Kreativität, die der Kreativität folgt – denn  Kreativität erneuert sich selbst …

Wir müssen den Weg beschreiten, auf dem wir zum Ziel gelangen wollen. Besser heute als morgen.

Zitat: Indem man das, was man zu tun hat, aufschiebt, läuft man Gefahr, es nie tun zu können.
Charles Baudelaire

Schätzen was man hat

Zu schätzen, was man bereits hat, sich zu bescheiden, macht oft erst möglich, wovon wir bereits sprachen: das Hobby zum Beruf zu machen. Sehr viel kann mit bescheidensten Mitteln erreicht werden. In der Liebe zu den Dingen und zu den Personen, die einen bereits umgeben, liegt außerdem ein sehr direkter Weg zu mehr Lebensqualität.

Und … wer glaubt, er könne nur anfangen, wenn ihm XXL-Möglichkeiten zur Hand sind, der wird oft gar nicht erst mit dem Tun beginnen.

Zitat: Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun.
Marie von Ebner-Eschenbach

Siehe Artikel Wertschätzen

Das Notwendige mit Liebe tun

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass ein mächtiges Werkzeug zu mehr Lebensqualität die Liebe ist, mit der wir das Notwendige tun. Nicht immer können wir ein Hobby zum Beruf machen, oft fühlt man sich getrieben von Umständen …

Dennoch:  mit Liebe zu arbeiten, gut zu arbeiten – das ist wichtig. Schätzen wir nicht was wir tun, schätzen wir unser Leben nicht.

Wieder kommt es sehr darauf an, zu schätzen, was man hat. Die Dinge zu schätzen – auch das kann man lernen. Siehe auch Artikel Danke sagen

 

 

Lebensqualität schaffen – Alltag mit Glück und Freude. was last modified: März 8th, 2016 by Henrik Geyer

positives Denken – positive Gedanken

positives Denken - positive Gedanken

Wer möchte nicht ein positiver, optimistischer Mensch sein? Wie kann man das sein? Durch positives Denken. Und ganz konkret – durch positive Gedanken.

positives Denken

Wozu ist das gut? Macht man sich selbst etwas vor? Ist positives Denken Wunschdenken?

Das kommt auf den Standpunkt an. Positives Denken kann man auch als Wunschdenken sehen, nichtsdestoweniger ist es realistisches Denken. Denn durch unser Denken beginnt die Realisierung – das ist die Grundaussage des Spirealismus. Man kann es als das Gesetz der Anziehung formulieren. Wir erschaffen durch intensives, konzentriertes Denken, Realität.

In diesem Blog ist oft von der Macht des Glaubens die Rede. Ohne Glauben, und sei es im Kleinsten, geht gar nichts. Wenn wir nicht glauben würden, dass am Ende eine leckere Stulle vor uns liegen würde, würden wir nicht einmal beginnen, ein Brot mit Butter zu bestreichen.

Zitat: Optimisten leiden, ohne zu klagen. Pessimisten klagen, ohne zu leiden.
Karl Farkas

positives Denken ist realistisch

Mancher kennt die Geschichte von den zwei Fröschen, die in einen Milchkrug fielen und nicht mehr herauskamen, weil der Rand des Kruges zu hoch war, um daran hochzuklettern. Sie schwammen und schwammen. Der eine Frosch war Optimist, der andere Pessimist. Der pessimistische Frosch sah in all dem Schwimmen bald keinen Sinn mehr. Realistisch erkannte er, dass er am Ende untergehen würde. Und er ging unter.

Der andere Frosch war nicht so „schlau“. Er schwamm weiter, gegen alle Vernunft. Er schwamm so lange, bis sich in der Milch Butterklumpen bildeten. Der Frosch kletterte auf die Butter, und sprang von dort aus über den Rand des Kruges in die Freiheit.

positive Gedanken denken kann man üben

Wie wird man ein positiver Denker?

Indem man positive Gedanken denkt! Ganz einfach!

Einfach? Nein. Einfach ist es nicht.

Positives Denken ist eine Gewohnheit. Wenn man gewohnt ist, negativ zu denken, dann ist es schwer, von dieser Gewohnheit loszulassen. Ebenso schwer, wie das Rauchen aufzugeben, oder irgendein anderes Laster.

Aber man kann es erreichen. Der Weg ist, die Macht des Glaubens zu erkennen, oder, wem es lieber ist es so auszudrücken: die Kraft der Gedanken.

Ein guter Weg dorthin ist die Konzentration, konkret: die Meditation, das Gebet, die Kontemplation. Das heißt zu versuchen, nur einen einzigen Gedanken im Kopf zu behalten. Einen positiven Gedanken.

 

 

 

 

positives Denken – positive Gedanken was last modified: Januar 9th, 2016 by Henrik Geyer

gute Erwartungen und schlechte Erwartungen formen unsere Welt

Erwartungen .. das Gute erwarten: Hoffnung, Zuversicht.

Die Erwartung, etwas Gutes würde wahr werden, nennen wir Hoffnung, oder besser noch Zuversicht. Die Hoffnung wiederum, die Erwartung des Guten, definiert sich durch die Unterscheidung – von der Befürchtung, der Erwartung des Schlechten.
Das Wort Hoffnung drückt den Zwiespalt unserer Erwartungen aus, die optimistische Seite betonend. Das Wort Befürchtung hingegen betont die pessimistische Seite.

Erwartung des Guten – Hoffnung und Zuversicht

Ich hatte in einem Artikel über Zuversicht gesprochen. Das Beitrags-Bild dieses Artikels heißt eigentlich so: „Zuversicht“. Eine Frau schrieb mir, dass Zuversicht die Erwartung des Guten ist.

So kann man es sehen. Zuversicht ist, mehr noch als Hoffnung, die feste Erwartung des Guten.

Das Bild zeigt einen Mann, der ein Schiff in schwieriger Lage steuert. Er hält ein Steuer in Form eines Uhr-Ziffernblattes in der Hand, und dieses Ziffernblatt zeigt Fünf vor Zwölf an. Dennoch macht der Mann einen mutigen und handelnden Eindruck… er erwartet das Gute. Er erwartet es, vielleicht ganz ohne Grund, ganz ohne Abwägen der Chancen. Er ist sich sicher, dass das Gute eintreten kann, wenn er in dessen Erwartung handelt.

Erwartungen des Schlechten – Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Tod

Nun können wir uns vorstellen, was der Mann täte, wenn er fest mit dem Schlechten rechnete.  Er täte wohl nichts, würde seinen  letzten Minuten in Verzweiflung verdämmern. Er wüsste (und dies erschiene ihm als ganz „vernünftig“) dass bald „alles zu spät“ ist. Der Uhrzeiger würde mit Notwendigkeit auf die Zwölf vorrücken.

Hoffnung erlangen

Hoffnung zu erlangen – also den Konflikt des Zweifels weg von den Befürchtungen, hin zur Erwartung des Guten zu bewegen – das geht auf verschiedenen Ebenen.

Erstens kann man sich sich ansehen, was man überhaupt für Erwartungen hat. Oft hilft es schon, von Erwartungen loszulassen, um sich von Hoffnungen zu befreien, die eine Fülle von Befürchtungen mit sich bringen – und die eigentlich eine Belastung sind.

Zweitens hilft es, an die Stelle des Grübelns über Hoffnungen die Tat zu setzen. Ganz im Sinne des Beitragsbildes – es kann nur geben, woran wir auch glauben können; was wir sicher erwarten. Durch uns kommt es in die Welt. Durch unseren Glauben, es würde geschehen, aber nicht durch Zweifel.

Aus demselben Grund sollte man sich drittens nicht geistig fixieren, auf eine Hoffnung, oder eine Furcht. Epiktet: Man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden.

Vieles kann geschehen – durch unsere positiven  Erwartungen, die feste Erwartung des Guten, machen wir es wahrscheinlich. 

 

 

gute Erwartungen und schlechte Erwartungen formen unsere Welt was last modified: Dezember 10th, 2015 by Henrik Geyer