Zynismus – Verzicht auf das Mehr!

Zynismus: Nachdenklich liegt in seiner Tonne, Diogenes hier an der Sonne.

Das Wort Zynismus bedeutet nach heutigem Verständnis das die (hohen) Werte der Gesellschaft Ablehnende. Ein Zyniker schätzt gering, was allgemein hoch geachtet ist, tut es ab, und ist so (nach außen nicht immer erkennbar), der soziale Paria der Gesellschaft.

Das Wort Zynismus entstammt der Denkrichtung der Zyniker der griechischen Antike. Es ist eine Philosophie, die durch materiellen Verzicht Reinheit und Unabhängigkeit zu erreichen suchte – ein Gedanke, der, weil er auch etwas Zwingendes hat, immer wieder in der Geschichte auftaucht, man denke nur an Franz von Assisi, an Jesuiten, an die Fastenbewegung heute …

Siehe auch: Wenn du frei sein willst, nimm dir Zeit

Zynismus (Kynismus) leitet sich vom griechischen Wort für Hund ab – es bedeutet Hündigkeit, leben wie ein Hund, wegen der dem Kynismus eigenen Bedürfnislosigkeit.

Zynismus ist ursprünglich nicht negativ

Weil sich der zynische (kynische) Philosoph (jedenfalls ursprünglich) allem möglichen Ungemach aussetzte, um seine hohen Ideale der Natürlichkeit und Freiheit zu erreichen, kann man ihn nicht eigentlich abtuend oder negativ im heutigen Sinne nennen.

Bekanntestes Beispiel für einen Zyniker im klassischen Sinne ist Diogenes von Sinope. In einer herrlich gezeichneten Bildgeschichte von Wilhelm Busch ist er das arme Mobbingopfer zweier böser Buben. Da er als „Dach überm Kopf“ lediglich ein Weinfass sein eigen nennt, ist er deren Angriffen auch relativ schutzlos ausgeliefert. Doch trotz (oder gerade wegen?) der Gewaltlosigkeit des Diogenes enden die Angriffe der Buben für diese schlimm, für Diogenes hingegen gut.

Eine weitere amüsante Geschichte ist, als Diogenes durch eine Volte des Schicksals in Gefangenschaft gerät und als Sklave teuer verkauft werden soll. Von Kaufinteressenten gefragt, was er denn besonders gut könne, antwortete er: „Ich kann besonders gut Befehle geben. Wer also Interesse hat sich hier einen Herrn einzukaufen, der möge zuschlagen.“

Eine weitere bekannte Anekdote ist der Besuch des berühmten Feldherrn Alexander (des Großen) bei Diogenes. Alexander war erstaunt gewesen, warum Diogenes ihm nicht seine Aufwartung gemacht hatte, wie es bei der Anwesenheit des Königs alle taten, die in der Stadt ein gewisses Ansehen hatten. So kam nun Alexander zu Diogenes und fand ihn müßig in der Sonne liegend vor. Alexander begrüßte ihn und fragte: „Wenn du dir etwas von mir wünschen könntest, was würdest du dir wünschen?“ Diogenes antwortete: „Dass du mir aus der Sonne gehst.“

 

Das Gesagte macht deutlich, dass Zynismus in Bezug auf die Freiheit anspruchsvoll ist, was eine Abkehr von den Werten der Gesellschaft als Notwendigkeit mit sich bringt.

Zynismus ist im Ursprung aber nicht bösartig, nicht gemein, nicht zerstörerisch. Sondern in gewisser Weise konstruktiv. Vielleicht muss sich die Gesellschaft wandeln, sich abkehren von der ewigen Logik des Mehr! und immer Mehr! In diesem Fall würde wohl eine Spielart des Zynismus eine der Welt wohltuende Renaissance erleben.

 

Weiterlesen: Beitrag Verantwortung für die Welt übernehmen

Siehe auch: Artikel Wachstumswahn – wie viel ist genug? Ist ein Ende des Wachstums erst dann erreicht, wenn wir die Schnauze voll haben?

Siehe auch: Artikel Ist der Mensch die Krankheit der Welt? Zerstörung der Erde – Heilung der Erde.

 

 

Zynismus – Verzicht auf das Mehr! was last modified: Mai 17th, 2016 by Henrik Geyer

Vegetarier sein – wozu?

vegetarier werden

Vegetarier sein … sollte man. Warum eigentlich? Was mich dazu treibt, Vegetarier sein zu wollen.

Wie es kam

Als Junge hatte ich, wie wohl alle Kinder, das Gefühl, dass die Tiere von den Menschen ausgenutzt und gequält werden. Dieses Gefühl verflüchtigte sich allmählich, denn soundso viele Ältere erklärten, begründeten, sagten, es sei nicht so.

Ich wurde Fleischesser, wie alle. Der beste Steakfreund, häufig haben wir gegrillt. Kann daran etwas Verwerfliches sein – das machen doch alle so? Ist es nicht der natürliche Lauf der Dinge, sind dafür denn die Tiere nicht da?

eine Umstellung im Leben

Durch einen persönlichen Schicksalsschlag, der auch der Ausgangspunkt für mein Schreiben war, verstand ich irgendwann, dass der Mensch vom Bewusstsein eigentlich recht wenig versteht. Wie wenig, ist ihm eben nicht bewusst. Dass er glaubt, viel davon zu verstehen, ist bereits Teil des Problems.

Jedenfalls wurde mir zu diesem Zeitpunkt auch klar, dass alles das, was der Mensch über das tierische Bewusstsein zu sagen hat, meistenteils Unsinn sein muss.

Kindermund

Insofern nahm ich nun mit einer höheren Bereitwilligkeit auf (als ich es wohl vorher getan hätte), was auch unsere Kinder davon anfingen: Tiere zu essen sei eigentlich nicht moralisch. Die Kinder waren auch eher bereit, aus diesem, von ihnen erkannten Missstand, Konsequenzen zu ziehen. Sie wollten kein Fleisch essen, wollten Vegetarier sein. Keine Wurst, kein Steak, keine Buletten. Mit Erstaunen nahm ich zur Kenntnis, wie einfach das offenbar ist, dass man seine Überzeugung zur Tat werden lässt.

Und es war auch erstaunlich, dass die einfache Wahrheit meiner Jugend, in späteren Jahren und mit neuen Einsichten, zu mir zurückkommt. Kann der direkte und einfache Gedanke manchmal auch der wahre sein?

Weil ich nun besser verstand, was meine Kinder meinten, aber auch, weil es einfacher ist, den Kindern nachzugeben als mit ihnen herumzustreiten, haben wir seitdem weniger und weniger Fleisch gegessen. Es gibt so vieles, was ebenfalls ganz wunderbar schmeckt – Fleisch muss eigentlich gar nicht sein! Seitdem wenig davon im Haus ist, essen wir größtenteils einfach keins – und das ist völlig ok.

Vegetarier sein geht also, im Prinzip. Und es ist wahrscheinlich sogar die gesündere Lebensart. Eigentlich ist doch klar, dass diese Überfülle der heutigen Zeit, auch die Überfülle der Fleischtheke, völlig unnatürlich ist, und sicher auch ungesund.

Vegetarier werden, aus Überzeugung

Ich habe inzwischen vieles gelesen und gehört, dass mich zu der Überzeugung bringt: Wir wissen nicht, was wir tun.

Unsere Überzeugungen, die Tiere könnten „nur“ dies oder jenes denken, stimmen nicht. Solche (Ab)Wertungen sind ja scheinbar immer schnell bei der Hand, wenn das Gewissen beruhigt werden soll. Im Dritten Reich waren es die Juden, die angeblich nicht wert waren … und so weiter. Was mit ihnen geschah, war angeblich egal – kümmere dich nicht drum! Das millionenfache Leid ist nicht überliefert, die schrecklichen Höllen … nur manchmal, aus den Erzählungen weniger Überlebender, ist es  nachvollziehbar.

Was ist nun mit unseren stummen Mitlebewesen? Von ihnen hört man keine Klage, sie haben keine Lobby, sie haben keine Rechtsvertretung. Heißt das, sie leiden nicht?

Für mich nicht. Für mich ist, was mit ihnen geschieht, eine der vielen Höllen, die die Menschen in der Lage sind, zu bereiten. Und die Menschen sind dabei völlig unschuldig, denken sich nichts dabei! Wichtig ist dem Menschen nur sein eigenes Leid.

Ich habe niemals an diese Millionen von still und geduldig ertragenen Leiden denken können, ohne von ihnen bedrückt zu werden. Wenn der Mensch so viel Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn er selbst leidet?

Romain Rolland

Siehe auch: Artikel Apokalypse – Offenbarung. Der ewige Kreislauf der unschuldigen Sünde

Temple Grandin

Temple Grandin ist eine Bücher-schreibende Ingenieurin, die sich auf die Konzeption von Schlachthöfen spezialisiert hat, und insofern als Autorität gilt. Sie ist übrigens Autistin und sagt selbst, dass sie ein besseres Verständnis für die Tierpsyche habe, als der „Normalmensch“, was ihr wiederum bei ihrer Ingenieur-Arbeit zugute kommt.

Sie schildert in einem ihrer Bücher, wie Rinder geschlachtet werden (zumindest bevor Grandin in den Schlachthöfen für ein Mindestmaß an Menschlichkeit/Tierischkeit sorgt). Die Rinder werden bei lebendigem Leib an den Hinterläufen aufgehängt, damit man ihnen am Fließband die Kehle durchschneiden kann. Die Hinterläufe brechen häufig – aber das spielt in der Fleischproduktion natürlich gar keine Rolle. Time is money, is ja am Ende eh Wurscht!

Wer Tiere quält, ist unbeseelt und Gottes guter Geist ihm fehlt. Mag noch so vornehm drein er schaun, man sollte niemals ihm vertraun.
Johann Wolfgang von Goethe

Was in der Fleischproduktion geschieht, weiß kein Mensch, denn die Menschen wissen sich und ihren Geist zu schützen: sie wollen es gar nicht wissen.

Als ich das las, war es mir abstoßend – man weiß ja insgeheim, dass es stimmt! Man überlegt sich einfach dreimal, ob man so etwas unterstützen will, indem man weiterhin Fleisch „genießt“, oder ob man nicht lieber Vegetarier werden will. So war es jedenfalls bei mir. Mein Vegetarier-Sein ist nicht vollständig, ist nicht perfekt. Es ist aber immerhin ganz anders als vorher, als ich bedenkenlos „genoss“. Der Gedanke daran, was hinter den Kulissen abläuft, nimmt den Appetit. Das rettet vielleicht nicht gerade die Welt. Aber man möchte an einem bedenkenlosen, kaputten System, so wenig wie möglich Teil haben. Ich denke, auch das nützt etwas – auch wenn es nicht viel ist.

Wie wichtig ist es doch, sich bei Delikatessen und ähnlichen Speisen vorzustellen, dass dieses die Leiche eines Fischs, jenes die Leiche eines Vogels oder Schweines ist, ebenso, dass der Falerner der Saft einer Traube ist und das Purpurgewand die Wolle eines Schafes mit Blut einer Muschel benetzt.
Mark Aurel

 

 

Lesen Sie auch: Ist der Mensch die Krankheit der Welt? Zerstörung der Erde – Heilung der Erde.

Ähnliches Thema: Spirituelles Erwachen – Chance für die Menschheit

Ähnliches Thema: Kann der Mensch etwas NICHT wissen? Unwissenheit.

 

 

 

Vegetarier sein – wozu? was last modified: Mai 24th, 2016 by Henrik Geyer

Krieg – woher kommt er? Muss es ihn geben?

Spruchbild: Bevor es den Menschen gab, wartete der Krieg schon auf ihn. Das ultimative Handwerk, das auf den ultimativen Handwerker wartet

Warum muss Krieg sein? Es gibt Menschen, die Gott dafür die Schuld geben.

Aber alles, was für Krieg nötig ist, machen doch wir! Wir bauen die Waffen, halten das Pulver trocken, schießen…

Die Notwendigkeit des Krieges – seine Selbstverständlichkeit liegt in uns

Ganz offensichtlich sind wir Menschen es, die den Krieg vorbereiten und durchführen. Warum suchen wir irgendwo anders?

Müssen wir den Krieg erschaffen?

John Updike sagte einmal, dass ihn die „Anti-Kriegs“-Konzepte verwirren. Er fühlte, … „Anti-Kriegs“ – das ist ähnlich „Anti-Nahrungs..“ oder „Anti-Sex..“, denn Krieg war für ihn etwas Unabdingbares in der menschlichen Erfahrung.

John Updike once said that he was confused by the very concept of “antiwar,” which he felt, and I’m paraphrasing him here, was like being “anti-food” or “anti-sex,” since war was such an essential element of human experience.

Aus: Black Hawk Down, von Mark Bowden, ISBN 978-3453868311

John Updike hält Krieg also für eine Notwendigkeit, ähnlich der Notwendigkeit zu essen, oder der Fortpflanzung. Und dennoch ist Krieg eigentlich Irrsinn. Ist Irrsinn in uns?
Noch ein Zitat, das die Natürlichkeit des Krieges zum Inhalt hat:
aus McCarthy’s Roman Blood Meridian:
„Krieg dauert fort. Man kann Männer fragen, was sie von Stein halten. Krieg gab es immer. Bevor es den Menschen gab, wartete der Krieg schon auf ihn. Das ultimative Handwerk, das auf den ultimativen Handwerker wartet.“
“War endures. As well ask men what they think of stone. War was always here. Before man was, war waited for him. The ultimate trade awaiting the ultimate practitioner.”

Die Überflüssigkeit des Krieges

Wie so oft in diesem Blog, beschreibe ich die Notwendigkeit der Welt als eine Notwendigkeit unserer Gedanken.

Gerade am Krieg sehen wir, dass wir zwar glauben, unsere Gedanken seien frei, doch sind sie es nicht. Die Notwendigkeit des Krieges liegt in uns, jedoch können wir scheinbar so gar nichts tun, ihn aus der Welt zu schaffen.

Die Grenzen unserer Gedanken zu sprengen ist schwierig. Den Krieg aus unserer Realität zu verbannen, hieße, den Krieg aus den Köpfen aller zu verbannen. Unser kollektives Denken wird zu unserer kollektiven Realität.
Lesen Sie auch: Gott und Leid – wo liegt die Quelle von Frieden und Krieg?

Krieg ist überflüssig – ein anderes Menschenbild

Offenbar braucht es ein völlig anderes Denken, um den Krieg zu verbannen.

Der Spirealismus ist eine dem materialistischen Weltbild entgegengesetzte Weltanschauung. Sein Menschenbild ist nicht das, eines unabhängigen Denkers, also eines Individuums, das einen äußerlichen Prozess (die Realität) in seinem Gehirn nachbildet.

Sondern Spirealismus sieht den Menschen als Element der Schöpfung – in ihm selbst „materialisieren“ sich alle Begriffe, die er meint, in seinem Außen zu sehen. Die Existenz ist Denken. Das Denken aber ist nicht frei. Die Grenzen des Denkens bilden sich, und sind existent, im Menschen.

wahres Verständnis

Erst wenn der Mensch dies versteht, und an den Grundfesten seiner  Begriffe rütteln kann, dann wird es ihm möglich, sein Denken zu regieren.

Was er für selbstverständlich hält, sogar für „gut so!“ – das eben ist zum Teil seine Hölle. Umzudenken – das hieße, das für falsch zu halten, was heute richtig erscheint.

Erst dann könnte die Selbstverständlichkeit des Krieges, und der Krieg selbst, verschwinden.
Siehe auch: Artikel Wachstumswahn – wie viel ist genug? Ist ein Ende des Wachstums erst dann erreicht, wenn wir die Schnauze voll haben?

Lesen Sie auch: Artikel Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

 

Krieg – woher kommt er? Muss es ihn geben? was last modified: April 23rd, 2016 by Henrik Geyer

Über den Glauben, der uns besser macht

Spruchbild, Bildspruch, Sprichwort: Wenn die Menschen den Glauben verlieren, werden sie zu Dämonen.

Brauchen wir Glauben? Glauben jenseits von Religion vielleicht? Wenn ja, wozu?

Der Film „Prisoners“

Neulich sah ich einen äußerst spannenden Film. Er hieß „Prisoners“ („Gefangene“).

Er handelt von der Entführung zweier kleiner, befreundeter Mädchen. Bald wird ein Tatverdächtiger festgenommen – ein geistig Behinderter, den man am Entführungsort zur Tatzeit gesehen hat.

Die Familien der Mädchen sind erklärlicherweise am Boden zerstört. Die Väter fragen den ermittelnden Polizisten (gespielt vom großartigen Jake Gyllenhaal) immer aggressiver, was er denn nun zu tun gedenke, den Festgenommenen Tatverdächtigen zu überführen – schließlich laufe die Zeit davon! Vielleicht verhungern die Mädchen in diesem Augenblick?

Doch statt den Behinderten zu überführen, muss die Polizei ihn laufen lassen, und zwar aus Mangel an Beweisen. Der Behinderte hatte sich nicht zur Tat geäußert – angeblich konnte er nicht. Und ihm ist auch nichts nachzuweisen. Nicht nur der Zuschauer hat an dessen Unschuld aber Zweifel.

Ein Vater, der foltert

Einer der Väter (gespielt von dem nicht weniger großartigen Hugh Jackman), „schnappt“ sich den Verdächtigen in der Nähe von dessen Wohnort. Er bringt ihn in ein verlassenes Haus, und foltert ihn, um eine Aussage zum Versteck der beiden Mädchen zu erlangen. Hinweise im Film (die auch der Zuschauer kennt), deuten darauf hin, dass dieser das Versteck der Mädchen kennen muss.

Ein Priester, der mordet

Eine weitere Facette des Themas Glaube sehen wir in Gestalt eines Priesters, in dessen Haus der Ermittler zufällig eine Leiche findet.

Die Leiche – das ist ein Kindesentführer und -Mörder, der dem Priester während einer Beichte seine jahrelangen Untaten berichtet hatte. Der Priester hatte daraufhin den Mann ermordet und die Leiche in seinem Haus versteckt.

Nun ist der Priester schuldig, dem Alkohol verfallen, sichtlich gequält von Gewissensbissen. Er hat seinen Glauben verraten, denn die Beichte ist geschaffen, um Vergebung zu erlangen, und nicht, um Gottes Gerechtigkeit selbst in die Hand zu nehmen.

Ein Polizist, der die Gesetze dehnt

Noch eine Perspektive auf das Thema Glauben wird durch die Sichtweise des Ermittlers (Gyllenhaal) eröffnet.

Der Glaube des Polizisten (an das Gesetz) ist ihm ein zu enges Korsett. Gyllenhaal dehnt das Gesetz, um dem Verlangen nach Gerechtigkeit, das auch in ihm ist, Genüge zu tun. Er dehnt es hier, weitet es dort. Sein Captain bremst ihn immer wieder, mit dem Hinweis auf das geltende Recht. Das geltende Recht verkörpert der Chef geradezu selbst – von Gestalt und Wesen ein übergewichtiger, schwerfälliger Bürokrat.

Gyllenhaal ist im Film aber auch Profi, so dass er weiß, dass bei aller verständlichen Sorge um die Mädchen, der Pfad des Rechts aus Prinzip nicht verlassen werden darf. Er bleibt bei seinem Glauben, auch wenn es ihn sichtbar mitnimmt, nicht so agieren zu können, wie er will.

Der Zuschauer mit im Boot

Der Zuschauer kann einerseits sehr gut den Folterer verstehen. Es muss etwas getan werden, jenseits der scheinbar halbherzigen Bemühungen der Polizei-Behörde. Andererseits leidet man geradezu selbst Schmerzen, die grausamen Szenen der Folter ansehen zu müssen – immer auch im Zweifel, ob denn der Verdächtige nicht am Ende doch unschuldig ist.

Ich möchte jenen, die den Film noch nicht gesehen haben, nicht die unglaubliche Spannung verderben – und der Film ist wahnsinnig fesselnd, und wirklich sehr zu empfehlen. (ab 16 Jahre).

Eine Botschaft über den Glauben

Der Film hat für mich eine vielschichtige Message zum Thema Glauben.

  • Zum einen erleben wir den Facettenreichtum des Begriffes „Glauben“. Im Film: der Glaube an das Gesetz. Der Glaube an Jesus Christus. Der Glaube, dass alles gut wird. Der Glaube an die Zukunft (verkörpert durch die Eltern, die an die Zukunft der Kinder glauben)
  • Frage: Wenn Glaube etwas ist, dem man überall in der Gesellschaft begegnet, und nicht nur religiöser Glaube gemeint ist – was ist dann Glaube im Unterschied zu Unglaube?
  • Im Film ist eindrucksvoll zu sehen, wie Menschen, die den Glauben verlieren, für ihre Mitmenschen zu Dämonen werden.

 

Lesen Sie auch: Beitrag ‚gute Erwartungen und schlechte Erwartungen formen unsere Welt‘

Der Film lässt auch an Länder denken, in denen der Rechtsbegriff in der von uns gekannten Weise nicht existiert – und in denen jeder frei ist, für seine Mitmenschen zum Dämon zu werden. Und wo genau das auch geschieht!

Man denkt an die dünne Hülle des Rechts, die unsere Gesellschaft einhüllt, und die Gesellschaft wie völlig sicher aussehen lässt; wo diese Hülle aber sehr schnell aufbricht, wenn die Menschen den Glauben an Recht und Gesetz verlieren.

Es ist der Glaube, den wir schätzen müssen, die Ordnung. Der Glaube der uns besser macht, realisiert sich erst durch uns. Wenn wir den Glauben verlieren, dann werden wir dämonisch, und leben in einer dämonischen Welt. Den Glauben an Recht und Gesetz. Den Glauben an den Schöpfer, der die Welt zu unserem Besten ständig neu entstehen lässt – wir brauchen ihn. Es ist der Glaube an uns, und an das Gute in uns.
Siehe auch: Artikel ‚Wo ist Gott‘

Siehe auch: Beitrag ‚Es gibt keinen Gott – sagen die einen. Es gibt ihn doch, die anderen‘

Über den Glauben, der uns besser macht was last modified: Februar 20th, 2016 by Henrik Geyer

Gott und Leid – wo liegt die Quelle von Frieden und Krieg?

Spruchbild Thema Gott und Leid: Sie wollen keinen Frieden. Sie wollen Siege. Sie wollen Macht.

Gott und Leid – gibt es da einen Zusammenhang? Erschafft Gott all das Leiden der Welt? Ich las neulich das Buch „Black Hawk Down“ – es gibt auch einen sehr guten Film dazu.

Gott und Leid: Wenn es einen Gott gibt, warum erschafft er all das Leid?

In dem Film geht es um eine UN-Friedensmission für Somalia, ein hungerndes Land am Horn von Afrika. Eine Operation der Amerikaner, die einen Clan-Chef fassen wollen, der für das Morden und den Krieg im Land verantwortlich gemacht wird, entgleitet, und wird zur Katastrophe.

Mitten in der somalischen Hauptstadt Mogadischu stürzen durch Raketen-Beschuss Hubschrauber der Amerikaner ab.  Es entwickelt sich ein ungleicher Kampf von ca 200 amerikanischen Soldaten gegen viele Tausend somalische Zivilisten, praktisch jeder in der Stadt ist bewaffnet und macht mit. Aus einer Friedensmission wird ein Kampf auf Leben und Tod.

Ich bin es nicht, der andere ist der Schurke!

Das Buch lässt darüber nachdenken, wie es zu solch einer Katastrophe kommen kann, wo doch die Absicht der, von der UN beschlossenen Mission, Frieden war!

Liegt es in der Hand  einzelner Länder, einzelner Menschen, Frieden zu erschaffen? Oder ist hier ein kollektives Bewusstsein am Werk, dass nur insgesamt die Macht hat, unsere kollektive Realität zu erschaffen?

Zitat aus dem Buch „Black Hawk Down“ von Eric Bowden, zu dem es auch einen gleichnamigen Film gibt
„Es war nutzlos“ [er meint den UN-Einsatz], sagte ein Mitarbeiter des State Department, der nicht genannt werden wollte, weil seine Ansicht so gegensätzlich zur gegenwärtigen Außenpolitik ist.
„Es war unsere Ansicht, dass schreckliche Länder so schrecklich sind, weil gute, ehrliche und unschuldige Leute unterdrückt werden – von bösen und mörderischen Führern. Somalia änderte das. Da ist ein Land, wo fast jeder in Begriffen von Hass und Krieg denkt. Halte eine alte Dame auf der Straße an, und frage sie, ob sie Frieden will, und sie wird sagen: ‚Ja, natürlich, ich bete täglich für Frieden.‘ All das, was man von einer alten Dame erwartet. Dann frage sie, ob ihr Clan die Macht teilen würde, um diesen Frieden zu erlangen, und sie wird sagen: ‚ Mit diesen Mördern und Dieben? Eher würde ich sterben!‘
Die Menschen in diesen Ländern – Bosnien ist ein neueres Beispiel – wollen keinen Frieden. Sie wollen siegen. Sie wollen Macht. Männer, Frauen, Alte und Junge. Somalia war die Erfahrung, die uns lehrte, dass Menschen in diesen Ländern selbst die Verantwortung tragen für das, was dort vor sich geht. Der Hass und das Töten dauert fort, denn so wollen sie es. Oder, sie wollen den Frieden nicht genug, um das Morden zu stoppen.“
“It was a watershed,” says one State Department official, who asked not to be named because his insight runs so counter to our current foreign policy agenda. “The idea used to be that terrible countries were terrible because good, decent, innocent people were being oppressed by evil, thug-gish leaders. Somalia changed that. Here you have a country where just about everybody is caught up in hatred and fighting. You stop an old lady on the street and ask her if she wants peace, and she’ll say, yes, of course, I pray for it daily. All the things you’d expect her to say. Then ask her if she would be willing for her clan to share power with another in order to have that peace, and she’ll say, ‘With those murderers and thieves? I’d die first.’ People in these countries—Bosnia is a more recent example—don’t want peace. They want victory. They want power. Men, women, old and young. Somalia was the experience that taught us that people in these places bear much of the responsibility for things being the way they are. The hatred and the killing continues because they want it to. Or because they don’t want peace enough to stop it.”

die Zentralsicht des Ego

Nicht ein fremder Gott des Außen erschafft für uns das Leid. Wir sind es selbst. Das o.g. Zitat macht deutlich, wie sehr wir gefangen sind, in der Sicht auf uns selbst, auf das Ego. In uns finden wir das Böse nicht, immer nur im anderen.

Letztlich ist es auch bei uns in Europa, in den kleinen Kriegen des Alltags, nicht anders. Die Bösewichter sieht man anderswo – im Außen. Sich selbst hinterfragt man zu selten. Aus diesem Grund wohl kommt mancher darauf, dass Gott und Leid irgendwie zusammengehören müssen. Gott war es, nicht wir!

Erreichbarkeit von Frieden

Doch wir selbst sind die Elemente der Schöpfung, durch uns findet die Schöpfung statt.

Erst wenn wir verstehen, dass das Leid, Krieg, das Böse, durch uns selbst in die Welt kommt, wenn wir lernen in uns zu suchen, nicht nur im Anderen, haben wir die Mittel in der Hand, das Leiden aufhören zu lassen.

Weiterlesen: Artikel Gott und Leid – wo liegt die Quelle von Frieden und Krieg?

Gott und Leid haben nichts miteinander zu tun. Gott ist kein außerhalb von uns sitzender Dämon.
Siehe auch Artikel zum Thema : Was ist Gott? Die Notwendigkeit der Götter

Siehe auch Artikel zum Thema : Gibt es Gott? Begründungen und Gründe dagegen.

Gott und Leid – wo liegt die Quelle von Frieden und Krieg? was last modified: April 4th, 2016 by Henrik Geyer

Gewohnheiten ändern – ein Neubeginn

Gewohnheiten ändern - ein Neubeginn

Das Leben besteht aus Gewohnheiten. Was wären wir ohne die täglichen Routinen, die wir doch umso besser machen, je öfter wir sie erledigen? 

Es schleichen sich im Laufe der Zeit aber auch viele Gewohnheiten ein, die uns zwar selbstverständlich erscheinen, wie alles, was wir tun. Doch es sind schlechte Gewohnheiten, und wir wissen das. Schlechte Gewohnheiten, die wir ändern sollten. Wir merken erst dann, wie schwer das ist, wenn wir tatsächlich daran gehen, sie zu ändern. Nichtsdestoweniger sollte man es versuchen.

Aber (Zitat): Man bleibt jung, solange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann.
Marie von Ebner-Eschenbach

eine Bestandsaufnahme machen

Schauen wir uns genau an, was wir tun. Wie wir die Dinge tun. Zum Beispiel was wir zu anderen sagen, und wie wir es sagen. Schauen wir mit Achtsamkeit an, was unsere Konzepte sind – und hinterfragen wir sie! Das ist sozusagen der spirituelle Weg .. es kann der Weg sein, schlechte Gewohnheiten erfolgreich zu bekämpfen.

 

Aus eigener Erfahrung weiß ich noch, wie es war, als ich mit dem Rauchen aufhörte. Daher will ich dies als Beispiel anführen.

Ich wollte diese Gewohnheit ändern, daher beobachtete ich mich beim Rauchen. Ich nahm zum ersten Mal, und mit ehrlichem Erstaunen, wahr, dass mir Zigaretten überhaupt nicht gut tun. Die Annahme, eine Zigarette würde entspannen, traf nicht zu! Komisch, dass ich das erst jetzt bemerkte.

Eher war es umgekehrt. Will man in einen angespannten Zustand kommen, so als sei eine stressige Situation zu bewältigen (und so, als wäre sie in dem Moment bewältigt , da man die Zigarette in der Hand hat), zündet man sich eine an.

Aber natürlich – wirklich gut tut die Zigarette nicht! Sie beruhigt nicht, sie löst kein Problem. Eine stressige Situation verursacht sie eher. Eine Zigarette bringt leichte Kopfschmerzen, schmeckt scheußlich, macht Mundgeruch – sie tut rundum nicht gut.

Man verbindet so vieles Gute damit, wenn man Raucher ist. Vieles, was eigentlich gar nicht zur Zigarette gehört. Z.B. gemütliche Abende mit Freunden, viele kleine Erlebnisse (die immer auch etwas Positives haben). Jedoch: gemütliche Abende gibt es eben auch ohne Zigarette – es ist eine Frage der Assoziation.

 

Kurz und gut: eine solche sehr genaue Bestandsaufnahme kann helfen, Gewohnheiten zu ändern. Sie hilft, eine schlechte Gewohnheit von dem zu trennen, was als gutes Gefühl mitschwingt, jedoch in Wirklichkeit gar nichts mit dieser Gewohnheit zu tun hat. Die Bestandsaufnahme kann dabei helfen, eine schlechte Gewohnheit ganz anders wahrzunehmen.

Für mich verlor durch diese neue Wahrnehmung die Zigarette ihre besondere Attraktivität. Ich hörte mit dem Rauchen auf, ohne groß darum ringen zu müssen. Kam der Gedanke an eine Zigarette, dachte ich eher an die Folgen (Kopfschmerz, Nervosität, Mundgeruch, schlechter Geschmack), als an etwas Positives.

Es ist einfach kein Drang da, selbst zu rauchen (das Rauchen anderer macht mir allerdings nichts aus).

Gewohnheiten ändern durch Neudefinition des Ich

Und so ist es wohl mit jeder Gewohnheit. Wir brauchen Gewohnheiten – Gewohnheiten machen uns aus. Wir SIND unsere Gewohnheiten. Wohl darum ist es so schwierig, Gewohnheiten zu ändern. Mit jeder geänderten Gewohnheit werden wir ein bisschen ein Anderer / eine Andere.

Aber wir haben die Macht uns neu zu definieren – Stückchen für Stückchen.

Gewohnheiten ändern wir, wenn wir uns selbst anders beschreiben können. Statt zu sagen (und zu fühlen): „ich bin Raucher“, können wir sagen: „ich bin Nichtraucher“. Statt zu sagen „ich bin unsportlich“ können wir sagen „ich bin sehr sportlich“.

Siehe auch Artikel zum Thema: Der Schriftsteller und sein wichtigstes Werkzeug, das Denken – Sport und Gehirn

Wir sehen uns neu, beobachten uns neu. Sehen unsere Gewohnheiten auf neue Weise, nehmen sie anders wahr. Was Denkvoraussetzung für den Raucher ist („Ich muss jetzt eine rauchen!“), denkt der Nichtraucher genau umgekehrt: „Ich muss nicht rauchen, und ich wüsste auch nicht, wozu das gut sein soll!“. Gewohnheiten ändern durch Neudefinition des Ich bedeutet, einen stetigen Gedanken, eine Denkgewohnheit, zu schwächen, zugunsten einer anderen Denkgewohnheit.
Siehe auch Artikel zum Thema: positives Denken – positive Gedanken

Gewohnheiten ändern – ein Neubeginn was last modified: Februar 13th, 2016 by Henrik Geyer

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

http://spireo.de: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Author: Henrik Geyer Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Oder: Es gib nichts Schlechtes, vorausgesetzt, man lässt es.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es – Man kann diesen Spruch es als Aufforderung sehen, immer das Gute zu tun.

Das eigentlich Entscheidende aber, das der Spruch ausdrückt, ist: Handle! Was immer man für gut hält – es gilt, den Gedanken zu Ende zu denken. Den Gedanken in Tun verwandeln. Was man verwirklicht sehen möchte, das muss man auch durch Tun verfolgen.

Lesen Sie auch: Kann man sich selbst belügen? ‚Lüge – was ist das? Über das Lügen‘

Den Gedanken zu Ende denken – Handeln!

Der Spirealismus sieht im Tun nichts grundlegend anderes, als Denken. Schon allein deshalb, weil ohne Gedanken keinerlei Tun möglich ist.

Auch Tun bedeutet, dass man einen Gedanken, den man  gefasst hat, konzentriert weiter verfolgt. Denn man kann nichts tun, an das man nicht auch denkt. Was man in seinem Leben sehen möchte – darauf muss man sich konzentrieren. Das kosmische Denken, dessen Teil wir sind, erschafft. So kommt das Gute in unsere Welt.

Bitte lesen Sie auch: Artikel ‚Wunschdenken – ist die Realität automatisch das, was man denkt?‘

Es gibt nichts Schlechtes, vorausgesetzt, man lässt es

Den Spruch kann man umdrehen, als: Es gibt nichts Schlechtes, vorausgesetzt, man lässt es.

Auch das Schlechte kann nicht anders in unsere Welt kommen, als durch uns – wenn wir uns auf Schlechtes konzentrieren. Wenn wir schlechte Gedanken nicht denken, wenn wir das Schlechte nicht tun – woher soll es kommen?

Kein Gott, kein Schöpfer schafft es für uns, nur wir. Wenn wir es nicht verwirklichen, dann bleibt das Schlechte unerschaffen.

 

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es was last modified: Februar 16th, 2016 by Henrik Geyer

Frieden bewahren: beim Gedanken des Friedens bleiben

Bildspruch: Frieden und Freiheit scheinen nicht viel wert zu sein, solange man sie hat. Erst wenn sie fehlen, versteht man, wie wichtig sie sind.

In vielen Konflikten dieser Tage  erleben wir einmal mehr, dass aus einem regionalen Streit eine größere Auseinandersetzung zu werden droht. Doch der Wille zum Frieden lohnt sich.

Unser Interesse ist Frieden

Wenn man dieser Tage das Wort „Ukraine“ hört, oder „Syrien“ u.v.m., dann heißt es manchmal, es ginge bei möglichen bewaffneten Konflikten dort um unsere Interessen.

Wirtschaftliche Interessen, militärisch-politische Interessen, etc..

Aber was sind unsere Interessen eigentlich – wenn nicht zuallererst in Frieden? Was brauchen wir, wenn nicht zuallererst das Leben?

Europa ist stark, auch ohne Krieg zu führen

Mit dem Ukraine-Konflikt, und auch anderen Konflikten, werden die Menschen Europas nur konstruktiv umgehen können, wenn der Konflikt regional begrenzt bleibt, begleitet von den großen Mächten – und natürlich auch Russland.

Moderieren statt Eingreifen ist das Gebot. Verhandeln anstatt Verhandlungen abbrechen. Nur so erweist sich Europa als kluge und ernst zunehmende Macht.

Dass Europa eine Macht ist, muss Europa nicht erst beweisen. Europa wird nicht stärker durch Chauvinismus. Nur dummes Gerede von fehlender Stärke lässt Europa manchmal zahnlos erscheinen.

Aber Europa ist stark. Als Verhandlungs-Macht ist Europa stark, und kann seine Macht auch nur so erhalten. Wer glaubt, man könne endgültige Ergebnisse im Krieg erzielen, man könne einem Konflikt schnell ein Ende setzen, der irrt.

Ein kurzer Kampf, und dann Ruhe? Jedem Kampf werden weitere folgen. Es ist nur eine Frage unserer Einstellung und unserer Gedanken.

Zitat: Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen. Plato

Spiritualität und Frieden bewahren

Spiritualität ist die Bezogenheit auf das Geistige – es ist verbunden mit dem Zurückdrängen des Ich.

Gerade in Konflikten ist es sehr wichtig, das Ego zurückzunehmen. Das Ego sagt: Das ist mein Interesse. Das sind unsere Rohstoffe. Ohne diese Rohstoffe können wir nicht leben. Unsere EU – die, koste was es wolle, möglichst viel Einfluss haben soll. 

Vergessen wir lieber die markigen Reden. Vergessen wir all die vielen klugen Aspekte. Ohne die Rohstoffe können wir vielleicht leben, aber nicht ohne Leben. Der Frieden ist wichtiger. In einer Welt voller Massenvernichtungswaffen kommt es auf den Frieden an. Stärken wir den Gedanken des Friedens. Einfach, indem wir ihn denken. 

Man kann alles erreichen, durch Kommunikation, Handel, Frieden. Man braucht den Krieg nicht. Man kann alles zerstören durch ein übergroßes Ego, blitzschnelle Entscheidungen, vorschnelles Handeln. Lernen wir aus dem 20. Jahrhundert. Vergessen wir nicht die Leichtigkeit, mit der aus Unachtsamkeit und Unbedarftheit ein Krieg erwächst.

In dem Buch „Die Schlafwandler“, von Christopher Clark, wird der albtraumhafte „Selbstlauf“ der Geschehnisse, die zum 1. Weltkrieg führten, beschrieben. Der Erste Weltkrieg – eine Katastrophe, die zum Auslöser vieler weiterer Katastrophen des 20. Jahrhunderts wurde. Hinterher, so zeigte sich damals, war angeblich niemand im Speziellen für den Weltbrand verantwortlich. Doch im Vorhinein wurde gehetzt und gejubelt ob der großen Eroberungs-Aussichten. Die Egos waren groß, die Nationen stark. Vorher. Hinterher nicht mehr, da war der Verlust immens, und die Egos ganz klein.

Jüngere Geschichte – dasselbe Bild

Die Attentate auf das World-Trade-Center werden in dem genannten Buch als aktuelles Beispiel dafür genannt, wie ein einzelnes Ereignis eine als sicher und harmonisch geltende Situation schlagartig verändern kann. Dem Anschlag auf das World-Trade-Center folgte ein Jahrzehnt des Krieges gegen den Terror – ein verlustreicher und teurer Krieg in Afghanistan, der nicht zu „gewinnen“ war. War er also nötig? Was haben die Kriege in Nahost gebracht, im Irak, in Afghanistan? Außer weiteren Kriegen?

Unseren Politikern ist zu wünschen, daß sie nicht aufhören, maßvoll zu verhandeln, den Frieden zu wollen und nicht das Gegenteil. Kräfte, die den Konflikt suchen, gibt es genug.

 

 

Die Mittel stehen bereit - nun braucht es Hitzköpfe
Das Pulver ist trocken – es braucht immer die Hitzköpfe

 

Frieden bewahren: beim Gedanken des Friedens bleiben was last modified: September 28th, 2016 by Henrik Geyer

Grenzen der Menschheit.

Grenzen der Menschheit: always a question of how things are explained

Grenzen der Menschheit – Liegt die Zukunft der Menschheit in ihrem Ende? Wenn man die Zeitungen aufschlägt, dann erscheint es so, als sei unser Hauptproblem fehlendes Wachstum und mangelnder Reichtum. Aber – gibt es auch ein Naturgesetz, nach dem alles, das groß ist, klein werden muss? Sind das dann auch die Grenzen der Menschheit?
Man hat ein solches Gesetz meines Wissens noch nicht definiert, aber nichtsdestotrotz scheint es doch zu bestehen. In unserem abtrennenden Denken erscheinen uns die Parallelen nur wie zusammenhanglos. Jedoch muss alles Große klein werden – jedes scheinbar unbegrenzte Wachstum kollabiert schließlich zu einer Winzigkeit, was es hervorbringt verschwindet.

Sind die Grenzen der Menschheit absehbar? Oder ist die Menschheit selbst nicht begrenzt?

Wenn wir also unser Heil in immer mehr Wachstum sehen, ist das der Keim des Niedergangs? Ich denke, man kann es so ausdrücken. Es gibt Menschen, die das sehen und sagen, ich kenne es zuletzt von Altkanzler Helmut Schmidt. Doch im Allgemeinen wird dieser Zusammenhang eher bestritten, es gäbe ihn nicht, Wissenschaftler hätten gesagt, so dürfe man das nicht sehen….
Sagt uns denn nicht jede Logik, dass das, was wir tun und sind, auch seine Auswirkungen haben muss? Es ist, wenn man so will, das Prinzip des Karma. Wir können nichts tun, was sich nicht an anderer Stelle ausdrücken würde.

Haben wir die falschen Ziele?

Während wir also immer mehr Wachstum planen, meinen, es gäbe keine Grenzen der Menschheit, verbrauchen und verschleißen wir das, was uns hervorbringt. Genies wie Stephen Hawking sprechen davon, die Menschheit müsse ins Weltall aufbrechen. Das Verbrauchte hinter sich lassen. Alles einfach neu! Wieder so ein Gedanke ungebremsten Wachstums. Aber … wie stellt er sich das konkret vor? Sollen sich Milliarden in eine Rakete quetschen? Um wohin zu fliegen? Sind wir es am Ende selbst, die gemeint sind, wenn Filme über räuberische Heuschrecken-Aliens im Kino laufen?

was ist zu tun?

Zunächst sollten wir einmal zur Kenntnis nehmen, dass es kein grenzenloses Wachstum gibt. Man sehe, was man will. Man denke an irgendeine Krankheit – das Bakterium stirbt mit dem Wirt, nach vorheriger, scheinbar grenzenloser Ausbreitung. Die Bevölkerung der Osterinsel verschwand – nach vorheriger scheinbar grenzenloser Ausbeutung aller vorhandenen Naturressourcen. Jeder Stern kollabiert, wenn er eine bestimmte Größe überschreitet. Man sehe das Römische Imperium der Antike. Es kollabierte, als es die Weltherrschaft errungen hatte. Soweit wir wissen, gibt es nichts, das unbegrenzt wächst.
Zweitens sollten wir diese Tatsache einfach formulieren, denn ohne Bewusstheit gibt es keine Lösung; ohne Frage gibt es keine Antwort.
Drittens sollten wir zur Kenntnis nehmen, dass alles was wir als Ziel formulieren, aus unserem Denken im Jetzt kommt. Weder unser Denken im Jetzt, noch unsere Ziele sind mit einer bestimmten absoluten Notwendigkeit so, wie sie sind. Wir könnten ein anderes Denken haben, und andere Ziele. Das ewige „Mehr!“ ist kein Muss.

Andere Ziele – das bedeutet ein anderes Denken im Jetzt. Das heißt, dass die Vorstellung und das Ziel eines ewigen Wachstums, was uns wie selbstverständlich erscheint, aus der festen Überzeugung resultiert, es wäre nie genug.
Daher sollten wir unser Denken im Jetzt ändern, um unsere Zukunft zu gestalten. Sie kann nicht im „Mehr!“ liegen. Wir können weder in unserem Verbrauch grenzenlos sein, noch in unserer eigenen Zahl.

Ähnliches Thema: Artikel Ist der Mensch die Krankheit der Welt? Zerstörung der Erde – Heilung der Erde.

Weiterlesen: Mit dem Atomkraftwerk kam der Wohlstand

Grenzen der Menschheit. was last modified: Februar 29th, 2016 by Henrik Geyer

Spruchbilder zum Thema Streit. Streiten als Krieg im Kleinen

 

Streit

Spireo-Streit-Ein-großer-Geist


Ein großer Geist kann niemals Neid empfinden.
Maria-Theresia Radloff

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Wer Tiere quält, ist unbeseelt und Gottes guter Geist ihm fehlt. Mag noch so vornehm drein er schaun, man sollte niemals ihm vertraun.
Johann Wolfgang von Goethe

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Spireo-Streit-Viele-Spoetter-meinen


Viele Spötter meinen, reich an Geist zu sein, und sind nur arm an Takt.
Henry Th. Buckle

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Jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes.
Henry Miller

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Spireo-Streit-Friede-ist-nicht


Friede ist nicht Abwesenheit von Krieg. Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen, Gerechtigkeit.
Baruch de Spinoza

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Niemand glaubt sich geeigneter, einen Menschen von Geist zu hintergehen, als ein Dummkopf.
Marquis de Vauvenargues

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Wenn wir unsere Feinde hassen, geben wir ihnen große Macht über unser Leben: Macht über unseren Schlaf, unseren Appetit, unsere Gesundheit und unsere Geistesruhe.
Andrew Carnegie

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Es ist schon verwunderlich, mit welcher Begeisterung Pessimisten ihre Fortpflanzung betreiben.
Art van Rheyn

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Ein Blick der Liebe und ein Wort der Ermunterung erreichen mehr als viele Vorwürfe.
Johannes Don Bosco

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Es gibt ein altes Sprichwort: Ein Ermüdeter sucht Streit. Dasselbe gilt vom Hungrigen und Durstigen und überhaupt von jedem Menschen, den etwas quält.
Seneca

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Im Streit geht die Wahrheit stets verloren.
Publius Syrus

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Gib den Streitenden nach; Nachgeben macht dich zum Sieger.
Ovid

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Nicht jene,die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen.
Marie von Ebner-Eschenbach

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Im Ehestand muss man sich manchmal streiten, denn dadurch erfährt man was voneinander.
Johann Wolfgang von Goethe

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weitere Spruchbilder

Spruchbilder zum Thema Streit. Streiten als Krieg im Kleinen was last modified: Oktober 20th, 2016 by Henrik Geyer