Änderung der persönlichen Realität als Änderung des Universums

Alles ist miteinander verbunden – und die Änderung der Denkweise eines Menschen verändert das Universum.

In „Alles ist Geist“ ging es mir darum, darzustellen, wie (m)eine Wandlung geschah: Vom materialistischen hin zum spirituellen Menschen. Und wie sich auf diese Weise die persönliche Realität eines Menschen ändert – indem er anders denkt.

Im Weiteren ging es darum darzustellen, dass diese Änderung der persönlichen Realität in nichts verschieden ist von „der“ Realität, über die immer so gesprochen wird, als sei sie von der individuellen Realität verschieden.

Meiner spirealistischen Weltsicht gemäß ändert sich mit der persönlichen Realität ein Bausteinchen dessen, was wir gemeinhin „das Universum“ nennen. Denn das Universum, also das, was wir Menschen als solches begreifen können, entsteht gemäß meiner spirealistischen Auffassung aus den subjektiven Welten ungezählter „Beobachter“. „Das“ Universum ist eine Wahrscheinlichkeit, eher denn eine objektive Tatsache, denn es existiert nicht noch einmal extra, jenseits der Gedanken, in objektiver Form. Und das Ich – das ist eines dieser logischen Elemente kosmischen Denkens, aus denen sich unsere Vorstellung von „das“ Universum zusammensetzt.

Man kann denselben Gedanken noch anders herum denken. In „Alles ist Geist“ spreche ich von Ich-Universen, als der einzigen Form von Universum, die das Ich kennen kann. Es ist die ganz persönliche Vorstellung von einem Universum, es ist konkret, es ist „fest“, und es ist offensichtlich völlig einzigartig, denn meine Vorstellung vom Universum ist in niemand anderes Vorstellung – in dieser Form. Daher ist die Änderung meiner persönlichen Vorstellungen, meiner individuellen Realität, die Änderung des Universums – des einzigen, das ich kennen kann.

Nicht nur mystisch …

In „Alles ist Geist“ wollte ich eine geistige Wandlung einmal nicht so schildern, dass ich es nur mysteriös nenne, oder übersinnlich, oder dergleichen. Denn für mich hat Spiritualität auch einen sehr guten Grund und eine Notwendigkeit – sie ist keineswegs eine vom „eigentlichen“ oder realistischen“ Denken abweichende Denkweise. Spiritualität, mystisches oder magisches Denken gehört ebenso zu unserer Weltvorstellung, wie die Vorstellung ganz objektiv ablaufender Versuche in der materialistischen Wissenschaft.

Spiritualität – und jede andere Form des Denkens, sind nicht trennbar. Etwa: das eine sei Quatsch, das andere beanspruche die Wahrheit ganz für sich.

Vielmehr sehe ich spirituelles Denken selbst als realistisches Denken. Es kann realistischer sein als materialistisches Denken, denn die Welt gibt es gar nicht in materieller Form – also als von unserer Beobachtung unabhängig. Man muss die Welt nur mit der nötigen Achtsamkeit betrachten, um zu verstehen. Denn tatsächlich gibt es nichts Objektives, selbst wenn wir das Wort noch so häufig gebrauchen. Alles ist rätselhaft, alles unterliegt den Deutungen und Sichtweisen. Nichts ist einfach so „da“.
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Änderung der persönlichen Realität als Änderung des Universums was last modified: April 27th, 2016 by Henrik Geyer